Beißvorfälle - Vater will schnelle Lösung, sonst Abgabe
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Carause -
4. September 2011 um 22:06
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Zitat
Carause, was ist denn dein Gefühl, woran es liegen könnte, dass euer Hund solche Probleme mit deinem Vater hat? Ist er nicht klar genug dem Hund gegenüber? Setzt er keine klaren Grenzen?
Was genau machst du anders, als dein Vater?Ich versuche das mal zu beschreiben.
Mein Vater hat bei dem anderen Trainer gelernt, wie im Eingangspost geschrieben, dass er sich körperlich durchsetzen soll.
Er soll.. Stärke präsentieren und geht deshalb energisch und mit erhobener Stimme (kein Brüllen) gegen ihn, zum Beispiel wenn Rocky zu nah am Tisch sitzt.Wenn es an der Tür klingelt und er öffnet, muss er zigmal Sitz sagen, bis Rocky sich - wenn überhaupt - nur kurz hinsetzt. Das Kommando unterstütz er, in dem er sich vor ihn stellt und den Weg versucht zu versperren (ich werde das bei nächster Gelegenheit aber mal genau unter die Lupe nehmen, hab das nicht detailliert im Kopf).
Ich hingegen gehe, wenn es klingelt, zur Tür und auf dem Weg dahin schicke ich Rocky "nebenbei", also ohne mich ihm groß zuzuwenden mit einem Zeichen nach hinten, sage einmal sitz und öffne ohne Probleme die Tür. Er wartet sitzend, bis ich das Freizeichen gebe.
Das ist z.B. ein Unterschied, der mir sofort einfällt.
Außerdem ist mein Vater unterschwellig besonders in dieser Situation eher nervös. Nicht panikartig hektisch, aber nicht so ruhig, wie ich es bin.
Ich denke, Rocky fühlt sich dadurch von meinem Vater schneller verunsichert und bedroht und verteidigt sich.
Außerdem kann er ihn glaub ich dadurch nicht einschätzen (der Hund den Vater) und nimmt ihn nicht als Führungsperson wahr.ZitatWurde der Hund von Anfang an konsequent erzogen?
Ich finde es nämlich alles andere als normal oder verständlich, dass ein Hund zubeisst, weil sein Herrchen eine Tüte am Boden verschiebt.
Äh, ich würde sagen bei mir ja. Oder zumindest so, dass ich keine Probleme habe.
Er hatte zuvor zwei andere Besitzer und weiß ich nicht, wie die mit ihm umgegangen sind.
Die letzte Vorbesitzerin hatte aber massive Probleme im Haus und draußen mit ihm, weshalb sie ihn abgab.ZitatWem vertraut der Hund am meisten? Wer ist seine Bezugsperson?
Definitiv ich. -
6. September 2011 um 16:46
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Klingt als ob Du wirklich souverän bist und dein Vater dies nur spielt.
Sag, geht Dein Vater frontal, macht sich dabei groß, fixiert und wird dabei dunkler in der Stimme? Dann macht er Rocky grad eine Kampfansage...
Du demonstrierst via Körpersprache und verbaler Ansage: Ich regle das, bleib ruhig mal liegen.
Während Dein Vater mit dem Hund bellt, vor ihm steht und versucht ihm den Weg zu versperren...
Da läuft eine ganze Menge konträr, schon im Bereich Laut- als auch Körpersprache, was Rocky durchaus als bedrohlich und oder verunsichernd empfinden kann.
Wenn er dann beschwichtigt, Dein Vater ihn aber weiter bedrängt weil er es nicht sieht, dann ist klar, warum Rocky beißt.
Er kann nicht mehr weiter zurück und geht nach vorn.
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Zitat
Hmm, dann wäre das Stichwort Calming Signale...
Hilft dir das weiter?
Jap!
ZitatSag, geht Dein Vater frontal, macht sich dabei groß, fixiert und wird dabei dunkler in der Stimme? Dann macht er Rocky grad eine Kampfansage...
In der Art, ja.
Er macht das unbewusst.Was Du schreibst, ist glaube ich, des Rätsels Lösung.
Da wird noch jemand drüber schauen, aber ich denke das ist es. -
Ich weiß das es Hunde gibt denen das egal ist. Unseren ist es allen egal was man macht. Man kann denen auch alles weg nehmen, Hand ins Maul stecken usw.
Nur wenn ich als Hund ständig von dem Vater angemacht ( groß aufbauen, dunkle Stimme, fixieren, in den weg stellen, über einen beugen usw) werde ( unbewußt, da es ein Trainer so gesagt hat) würde ich mich auch so verhalten wie der Hund. Von daher ist für mich der Vater der Auslöser ( das ist jetzt nicht böse gemeint). Würde es an dem Hund liegen, dann wäre dem Hund die Person egal und er würde sich bei allen Personen so verhalten. Das meinte ich nur damit.
Lg
Sacco -
ZitatAlles anzeigen
Klingt als ob Du wirklich souverän bist und dein Vater dies nur spielt.
Sag, geht Dein Vater frontal, macht sich dabei groß, fixiert und wird dabei dunkler in der Stimme? Dann macht er Rocky grad eine Kampfansage...
Du demonstrierst via Körpersprache und verbaler Ansage: Ich regle das, bleib ruhig mal liegen.
Während Dein Vater mit dem Hund bellt, vor ihm steht und versucht ihm den Weg zu versperren...
Da läuft eine ganze Menge konträr, schon im Bereich Laut- als auch Körpersprache, was Rocky durchaus als bedrohlich und oder verunsichernd empfinden kann.
Wenn er dann beschwichtigt, Dein Vater ihn aber weiter bedrängt weil er es nicht sieht, dann ist klar, warum Rocky beißt.
Er kann nicht mehr weiter zurück und geht nach vorn.
@ Birgit

Ich lese hier schon ne ganze Zeit still mit. Ich denke, Birgit hat Recht. Die Idee mit der Hausleine für Deinen Vater (damit es nicht wieder zu Konfrontationen zwischen Vater und Hund kommt, und der Hund leichter für den Vater händelbar ist) finde ich nicht schlecht. Aber trotzdem rate auch ich zu einem GUTEN Trainer, der mal genauer guckt und heraus findet, was hier schief läuft.
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Danke! Und Licht aus...Birgit
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Ich unterschreibe auch bei Birgit. Als erste Amtshandlung musst du deinem Vater jetzt zeigen, wie du mit dem Hund umgehst und ihn motivieren, es dir nach zu machen. Das wäre der erste Schritt, um die Situationen zu entschärfen. Durch Kleinigkeiten im Verhalten deines Vaters werden sich plötzlich beide wohler fühlen... der Hund, weil er nicht mehr "bedroht" wird und meint, sich verteidigen zu müssen und dein Vater, weil er Gelassen bleiben kann, ohne Angst, "gefressen" zu werden :-)
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Kurzes Update:
Ich hab mir eine Trainerin rausgesucht, die im IBH ist. Hoffe, das wird endlich mal was.Desweiteren habe ich mir mal angeschaut, wie mein Vater dem Hund gegenüber auftritt und er macht unbewusst wirklich jede Menge falsch.
Er hat sich aber alles erklären lassen und sich auch die Seiten von Dir, Birgit, durchgelesen (Zitat "Das ist ja schon ganz schön interessant, was da steht").Ich hab am gleichen Abend noch, als es zufällig schellte, meinem Vater nur ganz wenig Anweisungen geben müssen und die Situation war eine komplett andere.
Rocky setzte sich nach zwei, drei Aufforderungen und blieb sitzen, bis mein Vater auflöste.
Keine Hektik, keine Diskussion, kein Unwohlsein.
Und das wird jetzt geübt
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Zitat
Ich hab am gleichen Abend noch, als es zufällig schellte, meinem Vater nur ganz wenig Anweisungen geben müssen und die Situation war eine komplett andere.
Rocky setzte sich nach zwei, drei Aufforderungen und blieb sitzen, bis mein Vater auflöste.
Keine Hektik, keine Diskussion, kein Unwohlsein.
Und das wird jetzt geübt
Prima, das freut mich für euch.
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ich würde am Anfang vielleicht "gstelltes" Klingeln üben, damit dein Vater erst mal weiß, der draußen klingelt weiß Bescheid, also kann er erst in aller Ruhe mit dem Hund üben und gerät nicht unter Stress, dass derjenige draußen so lange warten muss (hoffe, dass ich jetzt verständlich)
- Vor einem Moment
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