Junghund kann keine 5 Minuten Ruhe geben

  • Ich denke auch, daß das Programm für so einen jungen Hund zu viel ist. Till war als Welpe ähnlich. Er ist auch sehr schwer zur Ruhe gekommen. Hat zwar nicht gebellt, aber ansonsten jeden Blödsinn gemacht der sich ihm anbot. Ihm hat es sehr geholfen, in der ersten Zeit, in seiner Transportbox fürs Auto zu schlafen. Dort kam er dann zur Ruhe. Es hat auch Situationen gegeben in denen er die Kurve von alleine nicht mehr bekommen hat und ich ihn in den Arm nehmen und einen augenblick festhalten mußte damit er wieder runter kam. Er ist dann innerhalb von Sekunden in meinem Arm eingeschlafen. Wir haben Aktionen deshalb gut dosiert und dafür gesorgt, daß er zur Ruhe kommen konnte. Heute ist er 9 Monate alt und noch immer ein sehr aktiver Hund, kommt aber heute prolemlos zur Ruhe.

    Liebe Grüße

    Franziska mit Till

  • Junghunde sind im Kopf einfach noch nicht fertig.
    Sie lernen jeden Tag noch sehr viel Neues, was wir bewusst gar nicht wahrnehmen, aber die Kapazität ist eben begrenzt. Man geht davon aus, dass im Schlaf neu Erlerntes aufgearbeitet wird und sich festigt und dass sich die Neuronen regenerieren, deshalb ist es auch wichtig, dass er eben viel schläft.


    Wie ich es bei meinem Hund wegen der mangelnden Aufmerksamkeit gemacht habe?
    Schwierig zu erklären, es waren ganz viele kleine Faktoren, die da mit rein gespielt haben.
    Ein Hauptproblem war aber tatsächlich, dass ich meinem Hund draußen ein Überangebot an Beschäftigung geboten habe, unabhängig davon, ob er aufmerksam war oder nicht, denn ich wollte damit ja seine Aufmerksamkeit gewinnen. Laufen sollte es eher andersherum: Nur ein aufmerksamer Hund bekommt Zuwendung und Beschäftigung.

    Wenn du deinen Hund ständig mit Spielchen bei der Stange hälst, dich zu viel anbietest, ist es eigentlich klar, dass er dich stehen lässt, sobald sich etwas Interessantes finden lässt - du wirst auch noch in fünf Minuten da sein und spielen wollen, kein Grund, sich groß darum zu bemühen ;)
    Du passt ja auch auf, dass ihr euch nicht aus den Augen verliert.

    Ich sage jetzt wirklich nicht: Ignoriere deinen Hund und mache gar nichts mehr mit ihm. Aber dosiere es und drehe den Spieß um.
    Nur ein Hund, der auf dich achtet, der guckt, darf suchen gehen. Einer, der die Nase nur im Busch hat, hat es doch nicht verdient, auch noch Ansprache dafür zu erhalten. Kommt der Hund bei einem Richtungswechsel mit, super, nicht einfach einen Ball schmeißen, hol am besten ein Zerrtau raus, renne ein Stück mit ihm und zergelt dabei zusammen.

    Ist klar, was ich meine? :smile:

  • Ich finde, in dem Alter muss ein Hund nicht mehr lernen, als Leinenführigkeit, Rückruf und stabil irgendwo liegen oder sitzen zu können. Und das ändert sich auch nicht bis der hund ein knappes Jahr alt ist. Wenn das wirklich sitzt, ist der Rest ein Klacks.

    Und man überfordert den Hund nicht. Ich denke auch, ihr bringt ihr regelrecht bei, so überdreht zu sein und Aufmerksamkeit einzufordern. Das Schöne ist, ihr könnts ja ändern. ;)

  • Um die Kleine drinnen ein wenig zu beschäftigen und ihren Grips zu benutzen könntest du einen Kong benutzen.
    Schön fest leckere Sachen reingestopft und schon ist sie mal mindestens eine halbe Stunde bis Stunde beschäftigt.

    Danach ist unser Hund immer ganz gut müde und schläft erstmal eine Runde.

    Ansonsten kann ich mich nur anschliessen, viel zu viel Bewegung. Faustregel sind 5 Minuten pro Lebensmonat!

    Und wenn der Jungspund partout nicht zur Ruhe kommen will hilft nur eine Box!

  • Alles klar,

    ich danke euch vielmals für eure Ratschläge. :gott:
    Ich werde mich vor allem nochmal mit der Besitzerin unterhalten, da sie auch der Meinung ist, dass ein Junghund viel draussen sein muss.

    Und wenn sie nicht schlafen will, hilft nur die Hammermethode :headbash: :headbash: ;)


    Bei Yoshi übe ich Aufmerksamkeit indem ich , wenn er sich nicht nach spätestens 10 Sekunden nach mir umgesehen hat, kehrt mache und bestenfalls noch verstecke. Dann guckt er erstmal doof und trabt mit erhobenen Hauptes los und sucht mich. Aber es kommt eben immerwiedermal diese "scheiss-drauf"-Laune bei ihm durch, aber er ist eben ein Dalmi =)

    Des Weiteren bin ich weiterhin offen für Vorschläge

  • Genau diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Als Beagle hat Till natürlich die Nase sehr häufig am Boden und in den Büschen. Ich habe mit ihm in kleinen Schritten trainiert, daß es sich für ihn sehr lohnt auf mich zu achten. Bei Till habe ich gemerkt, daß er aus positiver Verstärkung wesentlich schneller lernt als aus negativen Konseqenzen einer unerwünschten Handlung. Deshalb bin ich so vorgegangen, daß ich jede Aufmerksamkeit die er mir auf den Spaziergängen entgegenbrachte positiv verstärkt habe. Leckerlie, Spielzeug oder Lob. Weniger: er achtet auf dem Spaziergang nicht auf mich, ich gehe unvermittelt einen anderen Weg, oder biege ab. Habe ich zwar auch ab und an mal gemacht aber andersherum lernt er, nach meinen Beobachtungen, viel schneller. Mit seinen 9 Monaten ist er heute zwar immer noch ein kleiner Wildfang und sehr lebhaft aber auch immer gut ansprech- und abrufbar und seinen Besitzern gegenüber sehr aufmerksam und lernbegeistert.

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