• Zitat


    Übrigens hat vor 30 Jahren kaum einer seinen Hund großartig beschäftigt ;-)

    Manchmal wird auch zu viel Geschiss betrieben, einige Hunde haben ein schlimmeres Programm als ein Grundschulkind (Ballett, Reiten, Klavierstunden, Spieleabend mit Mami und Papi, Nachhilfe).
    Manchmal ist weniger mehr.

    Bei ständigem Programm, sehr häufiger Ansprache und häufiger Erfüllung meiner Wünsche, würde ich auch, wenn überhaupt, nur noch auf die Hälfte reagieren...
    Denn es fehlt mir doch an nichts, wozu soll ich dann was tun?
    Der Knochen kommt doch schließlich zum Hund :D

    Gruß
    Leo

  • Vor 30 Jahren hat sich aber auch kaum wer Arbeitshunde eingebildet, wenn er sie nicht brauchen konnte.. nur mal so als Anmerkung.


    .... dem Hund aber alles hinterherzu tragen wird einem doch hier im Forum aber auch nur zu gern vorgemacht ;)

  • Ich fand die Erklärungen hier ganz sinnig, ich selber merke ja auch dass ich mich regelmäßig zurücknehmen muss mit Hund nicht ZU viel zu machen (warum macht es denn auch so einen Spaß...*seufz*) und ihn weniger in den Mittelpunkt zu nehmen. Weniger ist bestimmt oftmals mehr.

    Ich beobachte hier aber ganz häufig das Gegenteil. Hunde mit denen GAR NICHTS gemacht wird und die entweder a) immer an der Leine laufen müssen (der ist sonst sofort weg) oder eben Hunde die laufen gelassen werden (auch mitten in der Stadt) und auf gar keine Versuche des HH reagieren (das wird dann aber auch in Kauf genommen und wenn der Hund mal vor ein Auto läuft dann ist er eben ein dusseliger Hund). Was Rückruf heißt muss mit dem Hund eben schon mal geübt werden.

  • Ich habe mich das bei einem Hund aus der Nachbarschaft auch immer gefragt. Der ist bestimmt mittlerweile schon 10 Jahre und ich habe den noch niiiieeeee ausserhalb des Gartens gesehen. Wenn Herrchen aber ruft, kommt er auch sofort schwanzwedelnd an.

    Irgendwann später habe ich erfahren, dass Herrchen und Hund jeden Tag 2x mit Auto ins Feld fahren ...

    Manchmal urteilt man halt auch zu schnell.

  • Zitat

    Ich habe mich das bei einem Hund aus der Nachbarschaft auch immer gefragt. Der ist bestimmt mittlerweile schon 10 Jahre und ich habe den noch niiiieeeee ausserhalb des Gartens gesehen. Wenn Herrchen aber ruft, kommt er auch sofort schwanzwedelnd an.

    Irgendwann später habe ich erfahren, dass Herrchen und Hund jeden Tag 2x mit Auto ins Feld fahren ...

    Manchmal urteilt man halt auch zu schnell.

    100 Meter von unserem Haus ist ein Hundeauslaufgebiet, da sind wir auch nie mit unseren Hunden. Theoretisch dürften die Nachbarn ähnliches denken. Wir laden unsere Hunde auch ins Auto und fahren mit ihnen ins Feld, in den Wald, in Auslaufgebiete die uns mehr zusagen, an den Strand :D

    Ansonsten finde ich merkt man es Hunden doch sehr schön an, wie gut es ihnen bekommt wenig Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie sind nicht so überdreht, kommen schön zur Ruhe, beim Training sind sie aufmerksamer und ihre Kuscheleinheiten kriegen sie eh ausreichend. Ich finde in dem Bereich ist weniger oft mehr.

  • Zitat

    Mir fällt dazu auch das Thema "Übersättigung" ein. Also - soziale Übersättigung. Wenn der Hund im Haus und draußen allzeit alles bekommt - vor allem an Aufmerksamkeit und Kommunikation, ist es nichts Besonderes, nichts, wofür er etwas tun muss. Ob das jetzt nun wirklich der Grund ist in den beschriebenen Fällen, kann ich nicht sagen. Dafür weiß ich zu wenig davon. Aber das Phänomen hab ich jetzt schon ein paar Mal bemerkt. Die Lösung ist sicher nicht, den Hund nur noch außen vor zu lassen "damit er froh sein kann, mal Aufmerksamkeit zu bekommen". Aber im Zweifel machts der richtige Mittelweg. Immerhin sind Hunde soziale Wesen und wollen in ihrer Gruppe dazu gehören und sich harmonisch fühlen.


    ...andererseits folgen auch Hunde von Odachlosen ganz gut, finde ich. Bleiben immer bei ihrem Menschen (meist ohne Leine), es gibt keine Probleme mit anderen Hunden...
    Und diese Hunde sind 24h mit ihren Menschen zusammen.

  • Ich habe hier auch so einen Fall von Hund mit dem wirkich nichts gemacht wurde und wird. Weder spzielles Training noch sowas wie nein beibringen oder sitzt oder sonstiges großes Theater. Und ich kann behaupten das zu wissen, da ich den Bestizer sehr gut kenne.

    Tatsache ist auch das dieser Hund nie weit vom Herrchen weg ist, weder zu anderen Hunden hinrennt noch interessieren ihn Menschen. Zieht nicht an der Leine, kann sogar an der Straße ohne Leine laufen da sie einfach wirklich am Gehwegrad bleibt. Wenn andere Hunde bellen oder sonst wie theater machen ist dem das egal, guckt vielleicht kurz und dann ist auch gut. Und sie hört auf den Rückruf.
    Neulich rannten bei uns beim Volleyball Kinder weg, oder was heißt Kinder angetüddelte Jugendliche wohl eher, und die ist erstmal 2-3m hinterher. Also Die Zeit die man so zum reagieren braucht, einmal rufen und sie drehte um und kam wieder und legte sich hin.

    Keine Ahnung wie er das macht, wie gesagt weder sonderluich trainiert noch macht er mit ihr mehr als Gassi gehen.
    :???:

  • Na ja, das kommt ja auch immer auf den Hund, auf sein ganz eigenes Temperament an.

    Meine Kleine hört auch so gut wie immer, wenn ich sie rufe und kommt angerannt. Und ich war nie mit ihr in der HS, trainiere so gut wie nichts mit ihr, außer ein paar Kommandos/ Tricks.
    Aber sie ist eben ein Mops und gerne immer da, wo Frauchen ist. Sie lief vom ersten Tag an ohne Leine, es gab nie ein Problem.
    Meine Große ist eine Jagdsemmel, lebte mal auf der Straße und ist von ihrem Charakter her sehr selbständig. Sie kommt fast nur für Fleischwurst oder andere Leckereien. Sie hat immer eigentändige Entscheidungen getroffen in ihrem vorherigen Leben und ich würde behaupten, sie könnte sich auch ohne mich/ einen Menschen durchschlagen draußen, wenn sie müßte.

    Der zweite Punkt ist: Woher wollt Ihr eigentlich wissen, ob mit einem Hund Kopfarbeit gemacht wird? Wenn ich das mal mit meinen Hunden mache, dann meist spät abends, zwischen 22 und 24 Uhr, wenn ich zur Ruhe gekommen bin und Zeit habe, bei mir in der Küche. Da sieht kein Nachbar rein. ;)
    Meine Hunde liegen auch meist gelangweilt im Garten, vor allem wenn es sehr warm ist. Und ich gehöre auch nicht zu den Auslastungsfanatikern. Ich finde das unnatürlich, einen Hund, wie hier schon geschrieben wurde, ähnlich zu bespaßen, wie ein Grundschulkind. Ob das artgerecht ist, darüber lässt sich nun streiten ...
    Ob sich ein freilebender Hund je zum Dogdance & Co anmelden würde .... :???: Na ja, aber gehört hier ja nicht zum Thema.

    Der letzte Punkt ist: Ich kenne viele "normale" Hundehalter (also solche, die sich nicht dem Tierschutz verschrieben haben, die nicht rund um die Uhr an eine artgerechte Auslastung ihrer Hunde denken, deren Hunde "nebenher" laufen, usw.) die ihre Hunde durchaus auch mal mit TT und anderen gewaltsamen Methoden "erziehen". Das wird nicht breit getreten oder laut heraus geschrieen. Aber hinter vorgehaltener Hand habe ich schon zahlreiche solcher "Beichten" gehört, manchmal wird das auch ganz unverblümt geäußert. Ein HH hier aus dem Dorf meinte mal zu mir: "Warum ist Ihr Hund denn immer an der Schleppleine? Warum erziehen sie ihn nicht mit TT?" Ich war etwas entsetzt, worauf er antwortete: "Warum, das machen doch alle, das habe ich mit meinem auch gemacht, als er zu jagen anfing."
    Jetzt weiß ich auch, warum andere Hunde so gut hören und keine Leine brauchen. :hust:

  • Klar hängt das vom Hund ab und man weiß meist bei Nachbarn nie so genau was in dem Haus passiert.

    Nur in meinem Fall z.b. könnte ich sogar versprechen das da nichts weiter gemacht wird außer Gassi gehen. Kenne ihn schon Jahre, und die Maus seit er sie hat. SIe lief auch von beginn an eig nur ohne Leine. Na ja und Abends passiert bei denen auch nicht viel, er geht meinst weg feiern und endweder sie kommt mit (ist sone Art Jugendclub und da können Hunde mit) oder sie bleibt zu Hause.

    Aso sie ist ein AmStaff, ich hatte selber noch nie einen, von daher kann ich nicht sagen in wie weit das dort an der Rasse und Hund liegen könnte.

    Aber fasziniert bin ich jedes Mal wieder aufs neue wie gut sie reagiert.
    Er hat sie auch nicht mit Schmerzen erzogen, ja er wird mal lauter oder böse, das war es auch. hm...

  • Zitat

    "Warum ist Ihr Hund denn immer an der Schleppleine? Warum erziehen sie ihn nicht mit TT?" Ich war etwas entsetzt, worauf er antwortete: "Warum, das machen doch alle, das habe ich mit meinem auch gemacht, als er zu jagen anfing."

    wohnst du bei mir ums eck?
    denn genau diesen satz habe ich hier im letzten jahr vier oder fünfmal gehört, und wurde dazu ob meiner schleppleinenaktionen milde belächelt :/

    ansonsten glaube ich auch dass es einfach sehr auf den typ hund ankommt,auf seinen höchst individuellen charakter.
    es gibt einfach hunde, mit denen kannst du objektiv betrachtet getrost nahezu alles falsch machen, und die benehmen sich trotzdem super und hören aufs wort.

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