Pflegehund mischt auf: geht das zu weit?

  • Würden die Rüden und die Hündin auf der Straße leben, würde der Rüde 2 sich entfernen. In der Obhut des Menschen kann er das nicht. Darum ist der Stress für alle drei hoch und es kann zu ernsthaften Auseinandersetzungen kommen.

    Ich finde es sehr vernünftig, daß Du nun einen Rüden nicht mehr betreuen willst. Vielleicht, wenn Du mehrere Hunde hüten willst, findest Du ja eine nette Hündin, die sich mit deiner gut versteht. Dann hast Du ein kleines, feines Rudel und es macht Spaß mit ihnen zusammen zu sein.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • Genau, also VIELEN DANK NOCHMAL!!!

    [quote="Quebec"]
    Nichts anderes macht Rüde 1. Ein unter Hunden völlig normales Verhalten. [/color]
    ok, dann bedeutet das aber natürlich auch Stress für meine Hündin, weil sie Angst haben muss, wenn sie mit anderen Hunden spielt.

  • Warum Rüde1 ?

    Das spielt doch überhaupt keine Rolle! Die Hundebetreuung ist ein Job, den man gut zu machen hat. Und wenn sie sich mit Rüde2 wohler fühlt, ist das gut so.

    Liebe TS,

    mir ist beim Lesen ehrlich gesagt bisschen schlecht geworden! Hätte eine Hundebetreuung meinen Rüden in so eine Situation gebracht, es hätte gewaltig geknallt! Ich bin der Meinung, dass eine Einzelperson, die mehrere Hunde betreuen will, jeden Besitzer der schon davor zu betreuenden Hunde über den Neuzugang informieren sollte- und zwar, bevor dieser betreut wird. Ich hoffe, dass du dieser Pflicht nachgekommen bist.

    Ansonsten: Gut, dass du dich dazu entschlossen hast, dich von einem der Rüden zu trennen.

  • Zitat

    Warum Rüde1 ?


    Weil der alle anderen vergrault, falls ich noch einen Pflegehund bekomme...

    Zitat


    Ich bin der Meinung, dass eine Einzelperson, die mehrere Hunde betreuen will, jeden Besitzer der schon davor zu betreuenden Hunde über den Neuzugang informieren sollte- und zwar, bevor dieser betreut wird. Ich hoffe, dass du dieser Pflicht nachgekommen bist.


    Natürlich, das ist die wichtigste Vorraussetzung: dass der Hund lieb und sozialisiert ist.
    Ich treffe mich vorher auch 1-2mal mit den Leuten und ihren Hunden sowie meiner Hündin + Pflegehund.
    Und Rüde1 war total lieb, hat kein bißchen an der Leine gezogen, hat gehört...: er wirkte wie perfekt erzogen.
    Auch sein Frauchen meinte, der wäre total lieb, zieht sich eher zurück, wenn andere Rüden kommen.
    Und wie gesagt, so war das auch die ersten Wochen, aber dann kam Rüde2...

  • So, ich hab jetzt den "Pöbler" rausgeschmissen. Seit Sonntag ist er weg.
    Und was macht meine Hündin heute auf der Hundewiese?!
    Sie benimmt sich fast wie der Pöbler: Grummelt und verbellt jeden Hund, der ihr näher kommt...greift in's Spielgeschehen anderer Hunde ein, aber nicht spielerisch, sondern so oberdominant mit Grunzen und so (was sie sonst nie macht, die chillt sonst immer bei den Menschen).
    Das hat die NIE vorher gemacht.
    Das ist die liebste Hündin der Welt gewesen.
    Wieso benimmt sie sich jetzt so?
    Ob das an dem Pöbler liegt? Hatte er schlechten Einfluss auf sie?
    Oder liegt es vllt daran, dass wir jetzt anstelle des Pöblers eine läufige Hündin haben und die den ganzen Tag miteinander spielen, rummachen (lecken sich an den Geschlechtsteilen, Rammeln) und und vor allem Dominanzspiele austragen (rammeln usw)...ich weiß es nicht.

  • Zitat

    Natürlich, das ist die wichtigste Vorraussetzung: dass der Hund lieb und sozialisiert ist.

    FALSCH!
    Die wichtigste Voraussetzung ist, dass derjenige, der Hunde betreut, Ahnung vom Verhalten der Hunde hat.
    Tut mir leid, aber das kann ich bei Deinen Beiträgen nicht erkennen.

    Viele Grüße

    Doris

  • Danke für die Hilfe. :hilfe:
    Außerdem habe ich schon Ahnung.
    In der Hundeschule habe ich gelernt, dass die Hunde erstmal unter sich die Rangordnung klarstellen oder miteinander spielen.
    Wenn es aber zu weit geht (wie bei meinem Rüden2, Mobbing etc) dann muss man dazwischen gehen.
    Das habe ich auch immer so gemacht.
    Schlussendlich habe ich mich aber sicherheitshalber auch hier ans Forum gewandt, weil Rüde1 zwar auf mich gehört hatte und Rüde2 in Ruhe gelassen hatte, aber er immer wieder versucht hat ihn zu dominieren.
    Und in dieser extremen Form habe ich das noch nie erlebt...

  • Zitat

    Nur was mich dabei stutzig gemacht hat: die Rute von Rüde2 stand dabei immer angespannt nach oben, was ja auch Imponiergehabe ist.
    Vllt hat er deswegen Rüde2 nicht in Ruhe gelassen?

    das ist eine sogenannte "gesichtswahrende handlung"...diese dient eigentlich nicht zur provokation, sondern dazu, nicht vollkommen als opfer vor dem anderen dar zu stehen. solche handlungen sind wichtig (denn der opferstatus ist gefärhlich) und ein souveräner rüde würde diese handlungen nicht als provokation auffassen. ein kontrollierender unsouveräner rüde jedoch schon. was daraus folgt, hast du ja gesehen ;)

    die wichtigste frage meiner meinung nach ist: was machst du, um das verhalten zu unterbinden? was lässt du sie regeln, wo unterstützt du sie und wo setzt du grenzen?

    wie alt ist deine hündin?

    Zitat

    In der Hundeschule habe ich gelernt, dass die Hunde erstmal unter sich die Rangordnung klarstellen oder miteinander spielen.
    Wenn es aber zu weit geht (wie bei meinem Rüden2, Mobbing etc) dann muss man dazwischen gehen.
    Das habe ich auch immer so gemacht.

    rangordnung? zwischen fremden hunden? das hast du in der hs gelernt?

    natürlich sind hunde statusbewusste wesen, jedoch haben sie mit fremden tieren keine rangordung.

    jedoch imponieren rüden gegenüber anderen (was normal ist und NICHT unterbunden werden sollte, es sei denn es kippt ins drohverhalten, bedrängen, jagen etc. pp.), um ihre eigene fitness darzustellen und die konkurrenten zu beeindrucken. man könnte auch sagen, sie "klären die verhältnisse". eine rangordung im eigentlichen sinne haben sie jedoch nicht.

    eine wirkliche hirarchie gibt es nur im eigentlichen rudel.

  • Zitat


    die wichtigste frage meiner meinung nach ist: was machst du, um das verhalten zu unterbinden? was lässt du sie regeln, wo unterstützt du sie und wo setzt du grenzen?


    Also bisher musste ich nie eingreifen.
    Sie war immer ganz lieb zu anderen Hunden.
    Gut, sie hat vllt mal einen verbellt, wenn sie noch duftete oder er ihr am Hintern klebte.
    Aber ansonsten war da nichts...und heute plötzlich "völlig verändert".
    Beim ersten Verbellen (eines kleinen Hundes, der sich ihr näherte) hatte ich nichts gemacht. Es hatte mich zwar etwas gewundert, aber ich dachte, vllt hat sie heute keine Lust.
    Daraufhin aber grummelte und verbellte sie jeden Hund, der ihr näher kam.
    Ich habe daraufhin immer streng Nein gesagt mit Augenkontakt (und auch mal in den Nacken gepackt oder leicht am Halsband gezogen).
    Später kamen dann noch andere Hunde auf die Wiese und ohne dass diese Interesse zeigten ging meine Hündin langsam zu ihnen hin und grummelte sie an.
    Und als sie so oberdominant in's Spielgeschehen anderer Hunde eingriff mit Grunzen und so, da habe ich sie gepackt, am Halsband festgehalten und ihr streng "Nein" in die Augen gesagt und bin mit ihr nach Hause gefahren.
    Ich weiß, ich muss jetzt nicht bei jedem Knurren oder Bellen eingreifen, aber andererseits kenne ich sie so nicht, dass ich schockiert war....vllt denkt Sie auch, dass diese Hundewiese ihr Revier ist. Da ist ein Häuschen usw und wir waren da schon öfter mal ohne dass andere Hunde da waren....

    Zitat


    wie alt ist deine hündin?


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    Zitat


    rangordnung? zwischen fremden hunden? das hast du in der hs gelernt?


    Ich habe schon öfter gelesen, dass Rangordnungsspiele bei vorbeigehenden Hunden (beim Spazieren usw) keine Rolle spielen.
    Aber sobald die Hunde länger zusammen sind, fangen diese Rangordnungsspiele an.
    Und wenn ich die Pflegehunde 3-5mal die Woche habe, wird die Rangordnung sicherlich auch geklärt.

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