Plötzlich Angst und Stress in der Stadt

  • Hallo ihr lieben,

    Paula ist ein Großstadthund, hat 2 Jahre mit mir in der Kölner Innenstadt gelebt, hat regelmäßig mit mir in der vollen U-Bahn gesessen, hat kein Problem mit Rolltreppen, war mit mir auf der Domplatte und in der City.
    Sie ist das also eigentlich alles gewohnt und hat das alles ohne Anzeichen von Stres mitgemacht obwohl sie eigntlich ein Sensibelchen ist.

    Vor kurzem (ca. einem halben Jahr) bin ich nach Siegburg gezogen, zum Teil auch weil ich der Meinung war das ich ihr damit einen großen Gefallen tue da sie hier mehr möglichkeiten hat sich frei zu bewegen und es auch alles in allem viel entspannter und ruhiger ist.

    Vor ca. 4 Wochen war ich mit ihr im Baumarkt und da ist mir zum ersten mal aufgefallen das sie deutliche Anzeichen von Stress zeigte. Hecheln, Gähnen, Anspannung, zurückgelegte Ohren.
    Damals dachte ich mir dabei noch nichts, ich dachte sie habe einen schlechten Tag.

    2 Wochen später waren wir nochmals im Baumarkt und auf der Rolltreppe (ohne Stufen, so ähnlich wie ein Laufband) bricht sie plötzlich in Panik aus, sie heulte und zitterte und wollte auf den Arm.
    Ich war total verunsichert und beunruhigt und ging sofort mit ihr nach draussen und wartete dort auf meinen Freund. Als er kam wollte ich ihm richtung Eingang entgegen gehen und Paula sträubte sich richtig wieder in Richtung dieses Gebäudes zu gehen. So kenne ich sie nicht, das war nicht mein Hund.

    Heute waren wir dann in der Stadt und wollten nur kurz was erledigen und wieder zeigte sie eindeutig Stress und hing in der Leine obwohl sie eigentlich gut an der Leine läuft.

    Ich bin derzeit mit der Situation etwas überfordert. Ich war immer sehr stolz darauf das sie eine lässige Hündin ist die immer überall dabei war.

    Nun meine Frage an euch? Wie soll ich damit umgehen? Klar habe ich das verhalten ignoriert aber ich kann Paula nicht so leiden sehen, ich muss da etwas tun.

    Liebste Grüße

  • Bei uns ist es ähnlich, ganz seltsam ... allerdings ist unser Kleiner noch jünger als dein Hund, 8 Monate alt.

    Ich mache derzeit ganz intensives Training in der Kölner Innenstadt, Hauptbahnhof, Domplatte, Schildergasse, anfangs war alles natürlich sehr aufregend, dann wurde es normal, wir latschten schon bald ganz entspannt durch die Fußgängerzone.

    Vor ein paar Tagen war es auf einmal anders, Moses zog schon auf der Domplatte wie verrückt und war sehr gestresst, wollte einfach nur weg, war nicht mehr ansprechbar, der Arme, wir sind dann erstmal in ein Café zur Entspannung, danach ging es zwar besser, aber die Anspannung war noch da.

    Machen natürlich weiter.

    Meine Vermutung:

    Entweder, er hat etwas wahrgenommen, was ihn stark verunsichert hat (und was ich nicht bemerkte), auf negative Stimmungen reagiert er sehr sensibel.

    Oder es lag an mir, ich war in den letzten Tagen arbeitsbedingt etwas durch den Wind, vielleicht hat ihn meine fehlende innere Ruhe verunsichert.

  • Vielleicht verbindet sie den Stress aus dem Baumarkt (war es der Siegburger OBI...kenn ich) mit dem Getümmel in der Stadt.

    Wie hat sich dein Hund denn innerhalb dieses halben Jahres verhalten, nachdem ihr umgezogen seid...waren da schon Anzeichen dessen zu sehen?

    ich würde solche Situationen nur ganz kurz angehen...zb. nur ganz kurz in die Stadt und wieder raus...in Geschäten würde ich es genauso machen...und schauen wie sie sich entwickelt diesbezüglich.

  • Helfen kann ich auch nicht, außer - an alles langsam heranführen.

    Pacco war ähnlich, in Köln aufgewachsen dann nach Passau in die Pampa, er war nie "Tiefenentspannt" in Passau obwohl es dort viel ruhiger ist. Zurück in Köln legt er sich am Bahnhof schlafen :???:

    An alles einfach langsam heranführen, wie ein Welpe...? Vielleicht klappts ja.
    Ohne heiti-teiti, nur halt dann mal ein kurzen Spaziergang durch schwierige Ecken. Muss halt.

  • die andere Frage wäre noch: Wie alt ist dein Hund jetzt?...kann ja auch sein das es gekoppelt ist mit einer Angstphase in der Entwickling...meine 2 1/2 Jährige Hündin hatte vor ein paar Monaten auch nochmal kurz eine "Angstphase"...wie gesagt ich weiß natürlich nicht wie alt dein Hund ist.

  • Hallo,

    irgendwie habe ich das Gefühl, daß der Hund in einer sogenannten "Unsicherheitsphase" stecken könnte.
    Bei dem 8-monaten alten Hund auf jeden Fall. Da paßt es von der Entwicklung her, mitsamt der Pubertät.

    Bei der Hündin müßte man schauen, wie alt sie jetzt ist und ob sie läufig ist, oder erst vor kurzem es war.
    Meine kleine Maus hatte mit ihrem dritten Lebensjahr, während der Läufigkeit, auch eine kurze "Unsicherheitsphase" gehabt.

    Ferner könnte auch eine Kastration ein Grund dazu sein, daß der Hund nun "unsicherer" geworden ist.


    Ansonsten bliebe ja nur noch die Möglichkeit, daß da was war, was Du nicht mitbekommen hast, und Dein Hund nun von jetzt an sich ängstlich dem gegenüber verhält.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Als erstes möchte ich mich für die Antworten bedanken.

    muecke: Da habe ich mich vllt ein bisschen blöd ausgedrückt, sie ist nicht immer mit dabei, oft lasse ich sie auch zuhause warten wenn ich mich zum Beispiel länger in der Stadt aufhalte.

    Ich habe auch schon überlegt das alles nochmal ganz neu aufzubauen. Ich glaube hier in Siegburg geht es ganz gut denn hier kommt man nicht direkt ins "Großstadtgetümmel" denn im gegensatz zu Köln ist das hier eher ein Dorf :D
    Schade das ich nie herrausbekommen werde was der Auslöser war, allerdings habe ich die seltsame Rolltreppe im Verdacht, in dieser Ausführung kannte sie sie noch nicht.

    sinaline: Ja es war der OBI hier in SU. Paula ist jetzt ca. 3 Jahre alt. Kannst du mir ein bisschen mehr zu diesen Angstphasen erzählen?

    @Sheltipower: Sie wurde im Winter nach der 5ten Läufigkeit wegen gesundheitlicher Probleme kastriert.

  • Zitat

    @Sheltipower: Sie wurde im Winter nach der 5ten Läufigkeit wegen gesundheitlicher Probleme kastriert.


    Okay,
    dann ist die Frage, ob Du ab da, so nach und nach, schon eine kleine Veränderung erkennen konntest?
    Es ist nämlich so, daß manche Hunde nach einer Kastration tatsächlich etwas unsicherer werden.
    Das könnte dann bei Deiner Hündin eventuell auch der Fall sein.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!