Antijagdtraining/Abruf
-
-
Darf ich mal fragen, warum Du das gemacht hast?
ZitatWir haben schon verschiedene Rückrufkomandos probiert ....
Normalerweise bleibt man doch bei einem Kommando, bzw. bei einem System und trainiert es dementsprechend.
Warum dann zu anderen wechseln?Nächste Frage wäre:
Was hast Du gemacht, damit Dein Hund das Gefühl hat, daß es sich auch "lohnt" immer und von überall her zu Dir zurückzukommen?Zitat
... und das hat auch eine Zeit lang funktoniert bis Paul gemerkt hat was Sache ist und er keinen Bock mehr hatte auf das Komando zu hören. Wenn er keinen Bock mehr hat macht er was er will.Könnte es sein, daß Du angefangen hast, den Hund statt nur einmal, gleich ein weiteres Mal, eventuell noch ein drittes Mal zu rufen?
Wenn ja, so hast Du praktisch Deinen eigenen Rückruf "kaputt" gemacht. Denn Dein Hund hat mit der Zeit dann gelernt, daß er eben nicht auf dem ersten Ruf hin kommen muß.
Es reichte ja, daß er auch nach dem zweiten, später nach dem dritten, Ruf kommt.Ehrlich gesagt, würde ich nicht ohne Absicherung arbeiten wollen.
Wenn Dein Hund "keinen Bock hat" zu kommen, wenn Du rufst, kann er halt ohne Leine einfach weiter "sein Ding" machen, wie es ihm beliebt. Du hast in diesem Moment keine Möglichkeit, auf ihn einwirken zu können.
Und er sollte ja schon lernen, daß es Konsequenzen mit sich zieht, wenn er nicht hört.Schöne Grüße noch
SheltiePower -
29. Juni 2011 um 06:40
schau mal hier:
Antijagdtraining/Abruf - Vor einem Moment
- Anzeige
Übrigens.... es ist wirklich wichtig, auch an das passende Hundefutter zu denken.
Ich habe für unseren Buddy unglaublich lange nach einer Sorte gesucht, die wirklich zu ihm passt. Immer wieder habe ich etwas Neues ausprobiert und war nie ganz zufrieden. Durch Zufall bin ich hier im Forum auf den kostenlosen Futtercheck gestoßen. Dort konnte ich sehen, welches Futter andere Hundehalter mit derselben Rasse bevorzugen und gute Erfahrungen gemacht haben.
Und was soll ich sagen, Buddy liebt sein neues Futter. Die ganze Suche hat sich absolut gelohnt.
Falls ihr ihn noch nicht getestet habt, hier geht’s direkt zum Futtercheck! Das dauert weniger als eine Minute.
Und am Ende könnt ihr euch sogar kostenlose Futterproben von bis zu 20 verschiedenen Herstellern sichern.
👉 Hier nochmal der Link zum Futtercheck!
LG Steffi mit Buddy
-
-
Ich versuch das mal zu erklären: Paul hat ein Rückrufwort gelernt, z.b "Hier". Zuhause funktioniert das super, auch an der Schleppe. Fällt die Leine weg, funktioniert das auch. Aber eben nur eine Zeit lang. Paul hat die Art an sich, er kommt zu mir, bekommt seine Belohnung das nächste was er macht ist ein Ansatz wegzulaufen, dann ruf ich ihn wieder und er kommt zu mir und bekommt seine Belohnung. Beim dritten Mal das gleiche nur das Paul nicht mehr hört und sein Ding durchzieht. Das Problem ist einfach, dass die Versuche wegzulaufen zeitlich sehr nahe liegen. Mir bleibt überhaupt nichts anderes übrig als den Rückruf mehrmals kurz hintereinander zu machen. Das ganze hab ich mit verschiedenen Leckerlies probiert, auch mit seinem Lieblingsspielzeug.
Gruß Daniel
-
Zitat
Paul hat die Art an sich, er kommt zu mir, bekommt seine Belohnung das nächste was er macht ist ein Ansatz wegzulaufen, dann ruf ich ihn wieder und er kommt zu mir und bekommt seine Belohnung.
Das klingt schon nach einer klassischen Verhaltensketteaufbau.
Hund hat gelernt, er muß weglaufen, damit er ein HIER bekommt. Dann heißt es sofort zum Halter und Leckerchen abholen.
Und weil es so schön war, und wieder ein Leckerchen haben will, dann läuft Hund eben wieder weg, damit er zu seinem Ziel kommt.
ZitatBeim dritten Mal das gleiche nur das Paul nicht mehr hört und sein Ding durchzieht.
Dein Hund hat Dir die Entscheidung abgenommen!
Er hat Lust auf Leckerchen, also kommt er.
Will er noch eines, reagiert er, wie oben bereits beschrieben.
Hat er keine Lust mehr auf Leckerchen, dann kommt er auch ganz einfach nicht.Schöne Grüße noch
SheltiePower -
so sieht es aus. Also Schleppleine?
-
Ich persönlich tendiere ja zur Schleppleine.
Wie sonst willst Du denn dagegen ankommen, daß Dein Hund einfach so "sein Ding" macht, während Du was anderes von ihm willst? Und genau das macht er ja.
Die "Belohnung", also den Freilauf, gibt es erst wieder, wenn er wirklich gut hört.
Solange gibt es nur einen "Ersatzfreilauf", nämlich an der Schlepp.Schöne Grüße noch
SheltiePower -
-
Melden uns auch mal zu Wort
Rückruf ist bei uns auch ein Dauerbrenner, wenn auch nicht jeden Tag und situationsabhängig.
Dennoch ist Merlin nicht zu 100% abrufbar und das will ich ändern.Ich habe auch schon viel Zeit mit Schleppe und Clicker verbracht.
Vorteil:
Merlin orientiert sich mittlerweile besser und zieht nicht mehr allzu große Kreise
Er reagiert auf das Stop-Signal sehr zuverlässigNachteil:
Merlin wusste immer genau, wann die Schleppe dran ist und wann nicht
Die schleifende Schleppe ging gar nicht, das hat ihn so irritiert, dass er nur neben mir hergetrottet istIch mache jetzt aktuell einen Rückrufkurs mit Merlin, der das Ganze von "hinten" aufzieht.
Heißt:
Es wird nicht an der Schleppe oder Leine trainiert, sondern möglichst von Anfang an im Freilauf, ABER, erstmal hat der Hund in der Nähe zu bleiben.
In der ersten Stunde haben wir Leinenführigkeit gemacht, also lernt der Hund, er hat sich zu orientieren.
Das wird beim nächsten Mal ausgebaut und dann geht es ohne Leine weiter.
Es wird also Wert darauf gelegt, dass der Hund erstmal in der Nähe des Menschen kontrollierbar wird und ist und dann kann man nach und nach die Distanz vergrößern.
Für mich ein sehr interessanter Ansatz, weil einfach alles mit abgedeckt wird und nicht "nur" der Rückruf an sich.
Ich bin sehr gespannt wie der Kurs für uns verlaufen wird, aber schon nach der ersten Praxisstunde habe ich ein gutes Gefühl.Es kommt eben immer auf den Hund an.
Merlin kann toll an der Schleppleine gehen, rennt nicht ins Ende, ist aufmerksam ohne Ende, kommt auf keinen blöden Gedanken, aber weiß auch ganz genau wann sie nicht dran ist.
Ausschleichen - wie gesagt - war kein Thema, weil Merlin mit schleifender Schleppleine durch die Welt geht wie ein verprügeltes Sonstwas. -
Zitat
Wenn er keinen Bock mehr hat macht er was er will.
Da wären für mich dann die Fragen,
-warum er eigene Wege geht ?
-was passiert generell, wenn er "keinen Bock" hat ?Sicherlich muß man seinen Hund nicht vom ersten bis zum letzten Schritt bespaßen, wenn ich aber selber völlig gelangweilt, vielleicht sogar telefonierend, durch die Gegend wandere, muß ich mich nicht wundern, wenn Hundi sich selbst Beschäftigung sucht <- so siehts bei euch vermutlich nicht aus, oder ?
Wie hast du bisher reagiert ? Vergeblich gerufen und dann notgedrungen ignoriert, weil Köterchen ja eh weg war ?
Das Gros der Hundehalter hat offensichtlich keine Probleme, "nur" der Rückruf, da könnte sich was verbessern. Aber, man darf diesen (fast) nie einzeln sehen. Sicher gibts Hunde, die traumhaft hören, nur, wenn der Hase am Horizont erscheint, dann hört das Vieh tatsächlich nicht ... da würde man anders ansetzen.
Grundsätzlich (wie Memake auch schon geschrieben hat) fängt man im kleinen Rahmen an,
der Hund soll sich am Menschen orientieren, ansprechbar bleiben:An der Leine, ohne Ablenkung.
An der Leine, mit Ablenkung.
Ohne Leine im "Fußbereich" ohne Ablenkung.
Ohne Leine im Fußbereich mit Ablenkung.
Kleine Distanz ohne Ablenkung.
...Sprich: Wenn ich meinen Hund nicht mal mit Leine davon abhalten kann der Katze zu folgen, oder ihn zuhause nicht auf seinen Platz schicken kann, wenn der Lieblingsbesucher kommt, wie will ich dann Einfluß haben, wenn der Hund 20 m von mir weg ist ?
Bei einem solchen "Ich bin dann mal weg !" Kandidaten würde ich genaustens drauf achten, wo wir im Alltag kleine Differenzen haben. Ich würde JEDES Kommando penibelst durchsetzen (oder erst gar nicht sagen), für die Ausführung gibts ein Lob (in Maßen), für ein nicht Beachten folgt die Konsequenz. Und das auch in Situationen üben, wo man eigentlich gemein ist - die besten Hundekumpel toben, meiner muß neben mir liegen bleiben - nur, wer verläßlich hört hat im Endeffekt alle Freiheiten.
Geh mal in Gedanken deinen Alltag durch. Überleg dir mal bewußt, wie oft du etwas sagst, wiederholst, verwirfst, ....
Beschränke deine Reden mit dem Hund mal für einen Tag NUR auf Kommandos, die definitiv eingehalten werden und sonst hälst du die Klappe ... das wirkt oft Wunder ;-)Gruß, staffy
-
Genau so wie Staffy schreibt wird unser Kurs laufen.
Bei Merlin merke ich jetzt schon einen Unterschied, wo ich früher noch 1-3 Augen zugedrückt habe, bekommt er heute eine Chance.
Und es stellen sich auch schon erste Erfolge ein, er hat kapiert, dass ich es ernst meine, wenn ich was sage und lässt es oft nicht mehr drauf ankommen
Ich hoffe, wenn ich bei der Sache bleibe und es auch durchziehe, nach diesem Kurs bzw. besser gesagt auf lange Sicht, das Thema Schleppleine überhaupt nicht mehr bedenken zu müssen.
Wäre natürlich was anderes, wenn ich hier einen Vollblutjäger hätte.
Aber das scheint ja beim TS auch nicht der Fall zu sein...
-
Ich stimme staffy und Memake vollkommen zu.
die SL habe ich auch nie aus der Hand gelassen, weil ich 1. wusste, meine Reaktion ist u.U. nicht schnell genug, wenn Atti durchstartet und 2. ihm den Erfolg nicht gönnen wollte

Es sind wirklich die Kleinigkeiten, Pingeligkeiten in der Hundeerziehung , die das "Ding" ausmachen.
Jede Hund merkt, wenn Du mal alle Fünfe gerade sein lässt und nutzt das schamlos aus; so sind sie halt....egoistisch.Sicher ist es nicht immer leicht, in bestimmten Situationen konsequent zu sein, z.B. zu Hause, wenn Hund auf seiner Decke bleiben soll, es aber nicht will und lieber zu Dir möchte.
Doch gerade das macht es aus.Draußen klappt es nur dann, wenn Du innerhalb des Hauses klar kommst.
Gerade den Rückruf kann man an der SL wunderbar trainieren, da der Hund ja keine andere Wahl hat, als ihn zu befolgen
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!