Nur Kontra beim Thema kastrieren?

  • Zitat

    Ah, der den ich kenne ist ein Bolonka-Zwergdackelmix. Stimmt, alles ein Typ Hund :escape:


    Grins, ist halt wie beim Menschen.. manche sind Frühentwickler, manche machen einem die Freude, sich doch zeitgerecht zu entwickeln und manche sind Spätzünder.

    Birgit

  • Jabba hat mit 9 Wochen Bein gehoben, aber da regelmäßig und immer öfter. Zudem hat er in dem Alter auch gut gescharrt. Ansonsten ist und war der nie groß Hündinnen-auffällig. Der klappert mal, wenn er lecker Mädchen-Pipi riecht, ansonsten: der läuft nicht weg, ist nicht gäckisch, alles voll cool...

  • Vielleicht sollte man zu einigen Themen gar nicht diskutieren? Es gibt hier einige Dinge, bei denen ist vorprogrammiert, dass es Krieg gibt. Finde ich ziemlich schade... Bei der Kastration von 'nem Kater gibt es gar keine Diskussion, aber bei 'nem Rüden wird eine Wissenschaft daraus gemacht. Am Ende ist es die Entscheidung jedes Tierbesitzers allein, ob er sein Tier kastrieren lassen will oder nicht, da muss man nicht bösartig oder beleidigend werden, wenn einer eine andere Entscheidung trifft als man selbst treffen würde.

    Und ich habe (vor 4 Seiten oder so) nicht nach einer Meinung zum Thema Kastration ja oder nein gefragt - die Meinung hab ich mir längst selbst gebildet, auch ohne eure Hilfe und lange bevor ich mir meinen Hund angeschafft hab ;) - sondern ich habe lediglich gefragt, ob es stimmt, dass der kastrierte Hund von ganz allein träge wird, auch, wenn er regelmäßig gefordert wird. Dazu kann man die verschiedensten Meinungen quer durchs Netz verstreut lesen. Die einen sagen ja, die anderen sagen nein. Frage ich im Freundeskreis, sagen die einen ja, die anderen nein. Und nun hat mir jemand erzählt, er hat einen neunjährigen Rüden, den er schon kastriert bekommen hat und er nimmt ihn seit drei Jahren jeden Morgen 10-15 km mit zum Joggen. Meine Frage hat sich somit erledigt. Danke an die freundlichen Menschen, die es in diesem Thread auch zu geben scheint ;) :p

  • Wenn Katzen Freigänger sind, dann sollen sie kastriert werden, da man ihre Fortpflanzung sonst nicht kontrollieren kann. Die berühmte Katzenpyramide.

    Zudem bremst die Kastra bei dem Kater das Markieren sehr gut aus, lässt das Revier kleiner werden und verhindert bei der Katze die Dauerrolligkeit.

    Bösartig wurde hier noch keiner Tinks. Bisher gab es nur nüchterne Informationen.

    Wenn Dir diese nicht passen, dann ist Dein Prob, denn all diese Infos sind fundiert belegt.

  • Wieso nur Freigänger-Katzen? Ich will mal den sehen, der es tatsächlich dauerhaft mit potenten Katzen in einer Wohnung aushält...

    Mein Rüde ist intakt und bleibt es auch. Allerdings gebe ich zu, dass er kein großes Interessen an Hündinnen hat und sonst sich mit Pipi-lecken und festschnüffeln draußen zufrieden gibt.
    Das einzige, wo er hin und weg ist, ist beim Sheltierüden (1 Jahr alt, intakt) meiner Schwester. Da wird gesabbert, geweint, geleckt, und einfach gelitten, wenn man ihm nicht erlaubt, den Kleenen totzusabbern.

    Allerdings hatten wir auch schon für zwei oder drei Tage Futterverweigerung, vermutlich wegen ner läufigen Hündin.
    Da er eben intakt bleiben soll, wird der Zweithung, wenn er denn kommt, ein Rüde, wenn irgendwie möglich intakt.
    Nen Päarchen traue ich mir nicht zu.

  • Auch eine sehr interessante Haltung: Hauptsache mein Hund wird nicht träge und fett, denn dann hätte ich weniger Spaß an ihm. Was aber tatsächlich mit dem Hund und mit seinen Sozialkontakten, seinem Stoffwechsel, seiner Gesundheit passiert, das ist egal, das hat keine unmittelbaren Einfluß auf den Spaßfaktor des Hundes. :???:

    LG
    das Schnauzermädel

  • Zitat

    Auch eine sehr interessante Haltung: Hauptsache mein Hund wird nicht träge und fett, denn dann hätte ich weniger Spaß an ihm. Was aber tatsächlich mit dem Hund und mit seinen Sozialkontakten, seinem Stoffwechsel, seiner Gesundheit passiert, das ist egal, das hat keine unmittelbaren Einfluß auf den Spaßfaktor des Hundes. :???:

    LG
    das Schnauzermädel


    Danke dafür. :gut:

    Was Katzen angeht, Kastra schützt vor Krankheiten die tödlich sind, da Revierkämpfe und Kämpfe um Sexualpartner nicht mehr, oder kaum noch stattfinden.
    FIV z.B. wird so übertragen. Nicht behandelbar, immer tödlich.
    Auch wird die Gefahr des Überfahrens gemindert, da die Katzen auf der Suche nach Sexualpartnern große Strecken zurücklegen.
    Hier auf dem Land liegen regelmäßig zu den Paarungszeiten die Leichen auf der Straße.
    Und wer schonmal die völlig verwarzten und elendig kranken Katzenpopulationen gesehen hat, der wird mit Sicherheit Pro Kastra bei Katzen werden.
    Beim Hund kann ich (wenn ich genug Grips habe) zu 99% aufpassen dass nix passiert.

  • Tinks, da du deinen Entschluss schon lange vor der Anschaffung deines Hundes gefasst hast, wünsche ich dir viel Glück dabei und dass dein Hund nicht fett wird.

    Deinem Hund würde ich wünschen, dass man vorher vielleicht nochmal kurz das Augenmerk auf ihn als Individuum richtet. Es gibt nämlich durchaus Individuen, die von der Kastra fett und träge werden - Entschuldigung, will sagen: nicht von der Kastra, sondern von ihren Auswirkungen auf den Stoffwechsel und Hormonhaushalt.

    Um das vorher abschätzen zu können, wird oft eine chemische Kastration zum Testen empfohlen. Machen einige und lassen den Hund, wenn alles dufte ist, dann nach nem halben Jahr komplett kastrieren. Einige warten sogar noch länger und stellen dann erst nach einem dreiviertel Jahr fest, dass der Hund allmählich doch noch SD- und Verhaltensprobleme entwickelt. So geschehen in meinem direkten Umfeld, und rat mal, ob die Besitzer froh waren, dass der Schnipp-Schnapp-Termin beim TA noch nicht fest stand?

    Du wirst nicht drumrum kommen, es drauf ankommen lassen zu müssen, wenn du von der Kastra-Idee überzeugt bist. Denn egal, was dir dein Bekanntenkreis erzählt, egal was dir Leute hier erzählen, es kann bei deinem Hund gaaanz anders kommen. Und ja, ich kenn sowohl fitte Kastraten, als auch einige dicke, die nur wenig begeistert hinter ihren sportlichen Besitzern herschlurfen (eine ist ne noch junge, aber schon ziemlich proppere Labbi-Hündin, die jeden Tag fleissig mit ihrer Besitzerin im Wald "sportelt" :hust: ). Es muss bei deinem absolut nicht so kommen, aber kann. Erwartest du hier, dass jemand in seine Kristallkugel guckt und dir sagt "Mach ruhig die Klöten ab, der wird für immer gesund, schlank und fit bleiben."? Würdest du so jemandem glauben?

    Als du lange, bevor dein Hund zu dir kam, über seine Kastra entschieden hast, hast du dir da folgende Fragen gestellt:
    Was ist, wenn der Hund wirklich mit der Zeit (denn das muss nicht sofort nach der Kastra der Fall sein, sondern kann sich schleichend entwickeln) etwas gemütlicher wird, Futter besser ansetzt, irgendwie älter wirkt, einfach nicht mehr ganz so spritzig ist, Tendenz abnehmend... Wäre das für dich problematisch, hättest du noch genauso Freude an deinem Hund?

    Sich nach gründlicher Ueberlegung im individuellen Fall für ne Kastra zu entscheiden finde ich absolut legitim. Allerdings nur, wenn man bereit ist, alle möglichen Konsequenzen für den Hund (und sich selber) zur Not in Kauf zu nehmen.

    Aber hast recht, am Ende entscheidet jeder selbst. Drum kann ich da nur wünschen, dass es dann auch so wird, wie du es dir vor der Anschaffung des Rüden vorgestellt hast. Andernfalls ist es auch absolut keine Schande, sich nochmal in Ruhe hinzusetzen, andere Meinungen (v.a. die, die sich nicht nur auf Einzelerfahrungen, sondern auf wissenschaftlichen Studien berufen) zu prüfen und dann ggf. auch seinen vorgefassten Entschluss zu revidieren, wenn man sich danach nicht mehr sicher ist (oder ihn beizubehalten, wenn man sich darin bestärkt fühlt). DAS hiesse für mich, sich reflektiert ne Meinung zu bilden, und nicht, indem man zum einen auf Biegen und Brechen seine Ansichten aus früheren Zeiten verteidigt und sich nun trotzdem von den tausend widersprüchlichen Informationen aus Internet und Bekanntenkreis verunsichern lässt.

    Ist nicht bös gemeint, sondern nur als Denkanstoss, und um dir zu vermitteln, warum sich manche Leute hier so nen Kopp um die Kastra machen. Weil es bei Hunden erwiesenermassen neben der Kastra andere praktikable Wege gibt, um Nachwuchs zu vermeiden, und manche Menschen aus vielerlei vernünftigen Gründen diese Wege einer OP mit ungewissem Ergebnis einfach vorziehen.

  • Zitat

    Wieso nur Freigänger-Katzen? Ich will mal den sehen, der es tatsächlich dauerhaft mit potenten Katzen in einer Wohnung aushält...

    Wenn es keine Leute gäbe, die das machen, gäbe es keine Rassekatzen mehr. Es ist sicher nicht einfach mit einem potenten Kater, aber das es das nicht gibt stimmt halt auch nicht.

    Zitat

    Was Katzen angeht, Kastra schützt vor Krankheiten die tödlich sind, da Revierkämpfe und Kämpfe um Sexualpartner nicht mehr, oder kaum noch stattfinden.
    FIV z.B. wird so übertragen. Nicht behandelbar, immer tödlich.
    Auch wird die Gefahr des Überfahrens gemindert, da die Katzen auf der Suche nach Sexualpartnern große Strecken zurücklegen.
    Hier auf dem Land liegen regelmäßig zu den Paarungszeiten die Leichen auf der Straße.
    Und wer schonmal die völlig verwarzten und elendig kranken Katzenpopulationen gesehen hat, der wird mit Sicherheit Pro Kastra bei Katzen werden.
    Beim Hund kann ich (wenn ich genug Grips habe) zu 99% aufpassen dass nix passiert.

    Genau das ist der Punkt. ;)

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