1-jähriger Rüde ohne Grundgehorsam

  • Wir werden ab Mitte/Ende Juni für ca. 3-4 Monate einen kleinen Terriermix Rüden zur Pflege haben.
    Der Hund gehört meiner Tante, die aber für längere Zeit ins KH + anschliessende Reha muss.

    Der Rüde ist zwar ein total lieber Kerl, bleibt auch mal alleine zuhause, verträgt sich mit anderen Hunden,Katzen etc., hat aber leider sonst null Grundgehorsam.
    Kennt also weder Sitz, noch Platz, zieht an der Leine...(fällt bei 5kg zwar nicht groß ins Gewicht, aber muss ja nicht sein ;) )

    Nun würde ich gern in der Zeit die er bei uns ist ein wenig auf ihn einwirken und mal ein bißchen "Schliff" reinbringen.
    Meint ihr das ist jetzt noch möglich oder ist es schon zu spät, da man ihm ja gewisse Dinge schon gut und gern in der Welpenzeit hätte beibringen müssen.
    Und wenn ja, wie fang ich das Ganze an?
    Genauso wie bei einem Welpen oder, da er ja schon 1 Jahr alt ist, muss da irgendwie anders an die Erziehung rangegangen werden?

    Wäre dankbar für ein paar Tipps =)

  • Nee, mit einem Jahr lernt er solche Dinge normal noch sehr schnell... Sitz und Platz kannst Du ihm definitiv beibringen, ein "Komm" ist halt die Frage, ob ers nur bei Dir kann oder auch bei den anderen Besis... Leine ziehen weiß ich wohl nicht ob 3-4 Monate reichen... und in bestimmten Situationen wird er wohl immer ziehen.

    Andererseits: Wenn der Hund Deiner Tante gehört, die da scheinbar kenen Wert drauf gelegt hat, solltest Du Dich drauf einstellen, dass er alles Gelernte auch ganz schnell wieder verlernt, wenn sich hinterher keiner dranhält und das weitermacht...

  • Micha hat recht, prinzipiell ist das gar kein Thema ein Hund kann in jedem Alter lernen. Sonst stünden ja alle Leute die von I-wo nen Straßenhund haben sehr bescheiden da... und die sind nicht selten älter als ein Jahr.
    Wenn ein Hund 4 Monate bei mir leben sollte würde ich dem auch was beibringen- für mich, damit ich ne angenehme Zeit mit dem Hund habe.
    Ob der Besitzer das dann fortführt oder nicht ist seine Sache. Ich würde erklären was und wie ich gemacht habe und dann kann deine Tante selber entscheiden ob sie das übernehmen möchte.

  • Ich habe meinen Woody vor 11 Wochen aus dem Tierheim geholt. Er wurde auf 11-12 Monate geschätzt. Mittlerweile kann er Sitz, Platz, Pfötchen und das mit der Leinenführigkeit wird auch immer besser! Also nur Mut! Wenn du erstmal weißt, mit was du ihn motivieren kannst, ist das überhaupt kein Problem.
    Ein gewisser Grundgehorsam gehört einfach dazu! Und ein Hund kann in jedem Alter lernen.
    Viel Spaß beim Training :smile:

  • Ich würde ihn schon deshalb ein wenig "miterziehen" ,da du ja noch einen eigenen Hund hast...könnte ja auch sein das sich dein Hund vom Pflegehund etwas abschaut was du nicht möchtest.

    Klar muß man auch hier Kompromisse in der Erziehungsarbeit hinnehmen...aber allgemein gelten halt auch für diesen Hund gewisse Regeln in deinem Alltag.

  • Also "zu spät" ist es in meinen Augen nie! Vielleicht dauert es etwas länger (und ein Terrier hat ja schon seinen sehr eigenen Kopf!) aber selbst unsere uralte Oma Luzi hat noch jede Menge dazu gelernt!

    Ich wünsch dir jedenfalls ganz viel Freude und Spaß und hoffe auf viele Bilder! :D

    LG, aussiemausi!

  • Es ist nicht so, das die Besi ihn überhaupt nicht erziehen möchte.
    Der Hund wurde gemeinsam von ihr und ihrem (damaligem) Freund angeschafft.
    Sie war tagsüber arbeiten und er zuhause, er hätte also viel Zeit gehabt ihn zu erziehen. War ja dann aber nicht so.
    Nuja, nun haben sich beide vor ein paar Monaten getrennt und weil der Hund dem Ex optisch nicht mehr gefiel, sollte er eigentlich weg :mute:
    Meine Tante war aber schon so an den kleinen Kerl gewöhnt, das sie ihn mitgenommen hat.
    Nun muss sie aber ins KH + Reha und hat erst recht keine Zeit dem Kerlchen irgendwas beizubringen.
    Ich dachte mir halt das ich in der Zeit in der er hier ist anfange ihm das Nötigste zu lernen und sie es dann aber fortführt.

  • Klar kann er noch etwas lernen. Aiko war etwas älter als 2 Jahre als wir ihn übernommen haben. Mit Wurst in der Hand hat er mit Müh und Not "Sitz" hinbekommen. Mittlerweile ist ein ziemlich anständiger Hund aus ihm geworden, kein Musterschüler, aber wir sind zufrieden mit ihm.

  • Zitat

    Ich habe meinen Woody vor 11 Wochen aus dem Tierheim geholt. Er wurde auf 11-12 Monate geschätzt. Mittlerweile kann er Sitz, Platz, Pfötchen und das mit der Leinenführigkeit wird auch immer besser! Also nur Mut! Wenn du erstmal weißt, mit was du ihn motivieren kannst, ist das überhaupt kein Problem.
    Ein gewisser Grundgehorsam gehört einfach dazu! Und ein Hund kann in jedem Alter lernen.
    Viel Spaß beim Training :smile:


    Ich habe meinen Rüden mit geschätzten 12 Monaten aus dem TH geholt - Vergangenheit unbekannt.
    Mit etwas Mühe, Herzblut und Selbstreflektion ist eben dieser Hund den Gehorsamsteil im Hundesport im vorzüglichen Bereich gelaufen und hat daneben an die 50 Kommandos gelernt und führt diese zuverlässig aus.

    Ich will sagen: Wenn Du Dir etwas Mühe gibst und dem Hund klar machst, was Du von ihm möchtest, wird er sicher gerne lernen. Vorher durfte er es nur nicht.

  • Das kriegt ihr ganz bestimmt hin, ein Jahr ist ja nun wirklich kein Alter - und wahrscheinlich wird ein so intelligenter Hund wie ein Terrier sogar begeistert bei der Sache sein. Die fahren normalerweise total auf "Aufgaben lösen, bewundert und belohnt werden" ab, wenn sie nur die Möglichkeit dazu bekommen. Daß der Hund sonst so brav ist, zeigt ja schon, wie sehr er eigentlich "will".

    Da bleibt nur noch, euch viel Spaß zu wünschen - nur was Leinenziehen angeht, stellst du dich für den Fall des Falles vielleicht besser auf eine Geduldsprobe ein. Muß aber auch nicht sein!

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