• Also sorry ich wohne auch in einem Haus mit Treppen. Klar sie muss sie nicht zwangsläufig laufen (erste Stock ist ohne Treppen zu erreichen), aber als Aimee kam haben wir auch im ersten Stock gewohnt.

    In meinen Augen ist es für einen gesunden, noch jungen Hund kein Problem Treppen in den ersten Stock zu laufen, vielleicht ist es nicht optimal aber machbar. Da gleich mit "Was wenn er sich was bricht" zu kommen finde ich ehrlich gesagt lächerlich. Wer so einen großen schweren Hund hat, der weiß dass man ihn einfach irgendwann nicht mehr tragen kann. Und im Notfall geht alles...

  • Zitat

    Da gleich mit "Was wenn er sich was bricht" zu kommen finde ich ehrlich gesagt lächerlich.

    Ich nicht - einen Gedanken kann man daran schon mal verschwenden...

  • Zitat

    Ich nicht - einen Gedanken kann man daran schon mal verschwenden...

    Es gibt immer Möglichkeiten. Ich habe einen 43 Kilo Hund und wohne auf dem Berg, im Haus sind Treppen und zum Garten hin auch. Trotzdem denke ich nicht drüber nach was sein könnte, wenn sie sich ein Bein bricht. Da gibt es zum Beispiel so Bauchgurte usw.....

    Und ich gebe ehrlich zu ich habe mir darüber keine Gedanken gemacht und mache mir auch keine drüber...

  • Ich sage auch nicht "böser, böser TS - gib sofort deinen Hund wieder ab" sondern einfach, dass man sich jetzt schon einmal Gedanken machen sollte dass so etwas mal passieren kann.

    Gerade wenn man gesundheitlich nicht in der Lage ist schwer zu heben. Das es Möglichkeiten gibt weiß ich - aber auch wenn man mit dem Bauchgurt unterstützend tätig sein kann braucht man doch etwas Kraft dafür... ich finds immer schöner vorher schon einmal einen Gedanken daran zu verschwenden als später total überrascht dazu stehen und schnell schnell nach einer Lösung zu suchen...

    Ganz falsch?

  • Nein, aber der Hund ist da und wohnt im ersten Stock ;). Da wird sich wahrscheinlich so schnell nichts ändern und sooo oft kommt es auch nicht vor, dass sich ein Hund das Bein bricht ;).

  • Mein Welpe darf hin und wieder mal die 5 Stufen bis zu meiner haustüre hinaufgehen. Aber nur sehr selten. Und auch nur gehen, angeleint, sonst würde er raufrennen. In der Hundeschule machen wir auch die A - Brücke rauf/runter...

    Er ist ein kleinbleibender Dackel... Runter geht auf grund seiner größe nichteinmal, er würde fallen... da trage ich ihn eben. Das wird mir noch lange möglich sein aufgrund seiner größe, aber wer weiss.

    Ich find hin und wieder ein paar stufen (hinauf!) nicht so tragisch. Auf die Couch/Bett hüpfens ja auch rauf und runter.

    Aber mit 11 Wochen muss es eben noch nicht sein. Gut festhalten und langsam die Treppen runtergehen. Du kannst deinen Hund auch auf dem Schultern Tragen...

    Nochdazu ist ja das Risiko von Gelenksproblemen bei großen rassen eher gegeben. Überlege es dir ob du euch das antun willst, denn sonst musst du deinen Hund in einigen Jahren sowieso rauf/runter tragen weil er es nicht mehr kann.

  • Zitat

    ich finds immer schöner vorher schon einmal einen Gedanken daran zu verschwenden als später total überrascht dazu stehen und schnell schnell nach einer Lösung zu suchen...

    Ganz falsch?

    Nun mag es sein, dass ich durch die Physiotherapie einfach mehr Hunde sehe, bei denen der Verdacht sehr nahe liegt, dass sie einen Teil ihrer orthopädischen Probleme eben durch eine kontinuierliche Überlastung durch viel Treppenlaufen erworben haben - die Ursachenforschung ist da nicht immer ganz eindeutig, aber es gibt sicher Zusammenhänge.
    Deshalb bin ich vielleicht auch etwas sensibilisierter - gerade weil man Überlastung in der Wachstumsphase erst mit deutlicher zeitlicher Verzögerung zu spüren bekommt.

    Kein Hund stirbt daran, wenn er Treppen läuft und es wird sich nicht ganz vermeiden lassen, aber dennoch bin ich der Meinung, dass die erforderliche Treppen-Benutzung bei der Auswahl einer geeigneten Hunderasse eine Rolle spielen sollte.

    Hunde brechen sich nicht in einer Tour die Beine, das ist richtig. Aber jeder Hund wird irgendwann alt - spätestens dann braucht es erfahrungsgemäß eine praktikable Lösung. Alte Hunde laufen im Ganzen vielleicht weniger, aber i. d. R. müssen sie wesentlich häufiger nach draussen.

    Nochmal - häufiges Treppenlaufen führt nicht durch die Steigung an sich zu Problemen, sondern durch die von den Treppenstufen vorgegebenen Schrittverkürzungen, bei vielen Hunden ja in höheren Tempo. In schnellem Tempo bewältigte Treppen führen zu s. g. Mikrotraumen - bergauf wird die Hüfte unphysiologisch gestreckt, nachdem sie durch die Trippelschritte unphysiologisch gebeugt war, gleichzeitig kommt eine genauso unphysiologische Belastung (also eine Bewegung, die als normale Bewegungsamplitude sonst gar nicht so häufig vorkommt) in den Kreubein-Darmbein-Bereich, der zwar gelenkig ist, aber eben nur eingeschränkte Aufwölbungen zuläßt. Treppab sind es die Ellbogen/Schultern und Karpalgelenke, die die größte Belastung zu tragen haben. Je schwerer und größer der Hund, desto größer ist im Normalfall seine Schrittamplitude - Treppen reduzieren diese auf ein "Trippeln" und wieder gibt es Mikrotraumen, durch unphysiologiesche Bewegungsabläufe.

    Im Verlauf kam der Vergleich mit Jungpferde-Herden.
    Das ist grundsätzlich richtig - ein gewisses Maß an gesunder (und das ist der Punkt) Bewegung, sorgt dafür, einen tragfähigen Bewegungsapparat zu erzielen. Auch wenn man mit Pferden und Hunden fast schon Äpfel mit Birnen vergleicht. Grundsätzlich ist das ein vernünftiger Gedanke - aber da muss man sich auch wieder im Klaren sein, dass Treppenlaufen im relativen Übermaß eben keine gesunde Bewegung ist.

    Ein Hund im Wachstum ist für Schädigungen des Bewegungsapparates besonders empfänglich - gerade in dieser Zeit sollte man die nötige Vorsicht walten lassen. Und Vorsicht in Sachen Treppenlaufen heisst ja nicht, dass man den Hund in Watte packen muss und ihm jegliche Bewegung vorenthält.

    Wir machen uns in so vielen Fragen zum Thema Hund solch einen Kopf - aber gerade da, wo die Maßnahmen zum Schutz der Hunde-Gelenke so einfach und übersichtlich sind, wo die möglichen Schäden so leicht zu erklären sind - da neigen wir dann dazu, uns dieses Thema ein wenig schön zu reden.

    LG, Chris

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