"Richtig" mit dem Hund schmusen..

  • Weia, da muß ich mal drauf achten, ist mir noch nicht aufgefallen.
    Wenn ich mir nicht sicher bin, mach ich ne kurze Streichelpause. Dann leckt er entweder weiter= weitermachen!
    Oder er geht ganz einfach.

  • Zitat

    Weia, da muß ich mal drauf achten, ist mir noch nicht aufgefallen.

    Muss ja auch bei dir nicht so sein. Das stützt sich nur auf die Beobachtung an meinem Hundchen.

    Ergänzung: wer meinen Hund dauerhaft loswerden möchte tätschelt ihm einfach den Kopf und wenn ich mich frontal annähere und den Kopf hoch erhoben halte, regnet es Hundeküsse im Aerodynamikmodus (mit angelegten Ohren).

  • Da fällt mir noch was ein. Eigentlich ist es doch egal, welche Methode ich anwende, wenn das Vertrauen da ist. Also nicht bei fremden Hunden, sondern bei meinem eigenen, gut vertrauten.
    Bei der einen Methode lernt der Hund, sich auf den Menschen einzustellen und lernt, diese "Sprache" zu verstehen und richtig zu deuten, bei der anderen ist es eben umgekehrt.
    Aber beides kann funktionieren wie man sieht.
    Der Gedanke kam mir grade so ganz spontan.

  • @ Dorin

    Das alles hab ich mich nach dem Lesen eines Buches auch gefragt. Mich hat irgendwie geärgert, dass überall nur stand, was der Hund nicht mag und mich gefragt, wie ich meinem Hund denn dann Zuneigung zeigen soll.

    Mein Hund mag es am liebsten, wenn man ihm die Brust krault. Tatscher auf den Kopf kann er gar nicht leiden (er dreht sich dann meist weg). Ich glaube, dass er was das betrifft schon recht sensibel ist und man ein wenig darauf achten sollte, was man da in Hundesprache zu ihm sagt. Das ist aber vielleicht von Hund zu Hund unterschiedlich.

  • Ganz ehrlich .... lies weniger und höre mehr auf dein Bauchgefühl :D .

    Hunde sind nicht blöd und sie wissen, dass wir keine Hunde sind und können ganz deutlich unterscheiden. Achte doch auf die Körpersprache und die Gesichtsmimik deines eigenen Hundes, dann kannst du ganz klar erkenne, ob er sich von dir bedroht fühl, dominiert fühlt oder ob er es mag.

    Mein einer Hund liebt alles .... total distanzloses knuddeln und vor allem dolle dolle in den Arm nehmen ... mein anderer Hund liebt es primär am Köpfchen gestreichelt zu werden und an den Lefzen ... er legt sich gerne ganz eng neben einen aber er möchte nicht so gerne umarmt und "massiv" beknuddelt werden.

    Der eine legt sich gerne wie eine gekringelte Wurst neben einen und liebt es, wenn man sich mit dem ganzen Körper über ihn legt oder ihn mit beiden Armen umarmt ... je enger je besser und der andere kringelt sich gerne in die Kniebeuge aber mehr Körperkontakt oder gar streicheln mag er da gar nicht.

    Achte auf deinen Hund ... er sagt dir mehr als tausend Bücher :smile: und vergiß nie, dass Hunde ja wissen von wem es kommt und das wir kommunikativ etwas behindert sind ;) er ist aber genauso bemüht unsere Sprache zu lernen, wie wir seine und er kann das auch deutlich besser als wir.

  • Hallo ihr beiden,

    auch ein großes DANKESCHÖN an euch beide für eure Antworten zum Thema.
    Ich denke letztendlich auch, dass es keine "Anleitung" gibt, wie man sich in welcher
    Situation wie , dem Hund gegenüber verhalten soll und vor allem gibt es keine Anleitung
    zum Streicheln und Schmusen- klar verhält man sich anderen, fremden Hunden gegenüber
    eher verhalten /zurückhaltend und ntürlich soll man auf keinen Hund frontal in "Angriffsposition" und starrem
    Blick losgehen, aber das macht man ja auch wirklich instinktiv schon mal gar nicht.
    Auf der einen Seite war es mal ganz gut so ein bisschen angeschupst zu werden um gezielter
    auf Signale, Mimik und Gestik meines Hundes zu achten, aber vieles lässt sich auf die Beziehung
    zwischen mir und meinem Hund nicht übertragen und dafür DANKE ich euch, dass ihr das soweit
    bestätigen konntet! Ich mach es weiterhin mit Bauchgefühl und kuschel weiter mit meinem Dicken so wie
    er es auch die ganze Zeit genossen hat.. :D

  • also ich hab schon ähnliche erfahrungen wie schnappi gemacht... bei meinem letzten hund war es ok, wenn ich von egal welcher seite gestreichelt habe, aber wehewehe, da kam ein fremder. wenn die hand direkt von oben kam um ihn den kopf zu streicheln hat er angefangen zu zittern und zu weinen. hatte aber wahrscheinlich, bevor wir ihn geholt haben auch schon üble erfahrungen gemacht. (logisch, dass ich mein streichelverhalten auch angepasst habe, soll ja nicht ok, sonder spitze und toll sein, nüscht wahr?)

  • Wir schmusen mit unserem Kleinen fast nur im Liegen und meist liegen wir einfach nur aneinander, genießen den Körperkontakt. Manchmal dreht er sich auf den Rücken, dann wird das Bäuchlein gestreichelt.

  • Also ich weiß nicht, ob du noch weitere Bestätigungen brauchst, aber wir halten es auch so: nach Bauchgefühl und immer aufmerksam. Ich denke, die Kombi ist wichtig - aber solang mein Hund weg kann geht er auch weg, wenns ihm nicht passt. Wir kuscheln aber ziemlich grenzenlos ;) Gern im Liegen einfach eng aneinander gekuschelt (*Kontaktliegen* wenn du so willst), gern ein paar beruhigende Streicheleinheiten über den Kopf den Nacken runter (wie von Anne Krüger beschrieben in "Besser kommunizieren mit dem Hund" als ultimative Belohnung und Beruhigung da Entspannung pur - sie schmatzt auch jedes Mal, selbst in angespannten Situationen.) Gerne Bauchikraulen wenn sie am Rücken liegt :)
    In die Kuscheleinheit wird auch die Körperpflege mit eingebaut und immer alles abgetastet, zwischen die Krallen geschaut, die Zähne angeschaut, meist ein paar Zecken raus gefischt,...
    Ich weiß aber auch nicht, warum ich bei meinem Hund, sofern er mir vertraut und prinzipiell entspannt ist, jedes Zeichen von Dominanz vermeiden sollte - kommt mir komisch vor. Im Gegenteil, die Dominanz spielt im Zusammenleben eine ganz selbstverständliche Rolle: neutral, nicht nur in Situationen, wo ich sie zurecht weisen müsste.
    Bei einem fremden Hund wäre das natürlich ganz was anderes.

    glg

  • Meine Große scheint diese Bücher nicht gelesen zu haben. :???: Denn sie hält keine der empfohlenen "Schmus-Regeln" ein. Von sich aus schiebt sie sich bei mir in den Schwitzkasten, sie kuschelt gern "Wange an Wange", abwechseln schleckt sie mir dabei das Gesicht ab und ich knutsche sie auf die Nase, den Fang oder das Gesicht. Je näher, je lieber.
    Egal ob von oben, vob unten, von der Seite ... sie liebt es, von allen Seiten, an allen Körperteilen bekrabbelt, gestreichelt und abgeknutscht zu werden. Dann legt sie sich mit Vorliebe auf den Rücken, streckt genüßlich ein Bein in die Luft, das andere wird elegant angewinkelt, und sie genießt SÄMTLICHE Streichel-und Schmuseeinheiten.

    Auch beim Raufen und Spielen halte ich diese Regeln nicht ein ... Wir raufen wie zwei Hunde :hust: , mal ist sie oben, mal ich ... und "beißen" uns dabei vorsichtig ins "Fell"/ in die Hand etc. (ohne einander wehzutun... ) ...

    Nee, meine Große kennt da keine Berührungsängste und hat totales Vertrauen in mich und ich in sie. Manchmal schlafen wir auch die ganze Nacht "Wange an Wange", ganz nah ...

    Sie beschwichtigt nur sehr selten, mag auch Blickkontakt, läßt sich am Kopf festhalten und Knutschen und fordert all das regelrecht ein, indem sie mit ihrem Kopf fast in mich hineinkriecht.

    Meiner Kleinen wird es eher zuviel, wenn ich so ganz klar auf sie zukommen oder mich über sie beuge ...

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!