"Richtig" mit dem Hund schmusen..

  • Hier wird sehr viel Wert auf Etikette gelegt. Wer sich nicht daran hält wird mit Entzug gestraft (bzw. Fremde werden angewufft). Hand von oben Richtung Kopf geht gar nicht. Frontale Aktionen werden ebenfalls mit Rückzug geahndet. Erlaubt und in höchstem Maße erwünscht sind jegliche seitliche Annäherung. Hund körperlich einengen wird von Familienmitgliedern geduldet, aber ein glücklicher Hund sieht anders aus ;)

    Viele Grüße
    Frank

  • Also unter Hunden mag ja vieles als Dominanzgehabe gelten. Aber ich bilde mir ein, dass mein Hund mich so gut kennt, dass er weiß, dass das bei mir nicht so ist. Hat vielleicht was mit Vertrauen untereinander zu tun.
    Ich mache mir da keine Gedanken zu, sonst könnte ich nicht mehr entspannt rumschmusen.
    Ich schaue meinem Hund auch tief in die Augen und er fühlt sich dadurch nicht von mir bedroht.
    Er weiß, dass ich kein Hund bin und auch nicht so handel wie einer.
    Ich achte auf seine Körpersprache, und wenn ich merke, ihm ist was unangenehm oder lästig, dann lass ich es einfach.
    Andererseits lasse ich es auch zu, dass mein Hund auf mir rumhampelt, während ich auf dem Boden liege.
    Wenn ich dann immer denken würde, dass er mich mit diesem oder jenem Handeln dominieren will, hätte ich gar keinen Spaß mehr.

  • @ Anishya: Oh das is auch mal toll, soviele unterschiedliche Vorlieben was das "Be-Schmusen" verschiedenster Hunde betrifft zu lesen, da gibts ja doch jede Menge großer Unterschiede, eben vom Hund abhängig.. Rusty ist mein erster Hund, da stellt man sich noch die ein oder andere Frage, eben was das Gesamte betrifft. DANKE auch für deinen hilfreichen Post zu diesem Thema. Nun konnte ich mir schon ein besseres Bild machen und bin schon mehr beruhigt.

    Cookie: Genau, Bauchgefühl ist hier das A&O, immerhin kennen wir uns ja jetz schon vier Jahre und ich weiß schon in Etwa was er mag und was er nicht leiden kann. Also wenn er beispielsweise aufm Boden liegt und jem. schnell auf ihn zugeht, dann fängt er sofort an, Leftzen zu lecken, zu gähnen, zu blinzeln, also beschwichtigt sehr, dies macht er aber eben nicht, wenn er zu uns auf die Couch gehüpft kommt und von sich aus Kontakt sucht und geschmust werden will, da pennt er eher ein.. =)

  • Ich denke, man muss da auch mal unterscheiden zwischen allgemeinen Regeln und Signalen und kuscheln mit dem eigenen Hund.
    Ich greife z.B. nie von oben, auch wenn Tucker sich das im Zweifel von mir gefallen lässt, ich beuge mich nie beim Abruf dem Hund entgegen usw. Genauso verbiete ich den Kindern Tucker zu umarmen und Nase an Nase mit ihm zu "knuddeln" usw. Ich achte da schon drauf. Ich verlange aber auch eine gewisse Toleranz, die Kinder machen sowas halt mal, ich muss ihn gelegentlich untersuchen und da muss es klappen und es ist sicher leichter wenn der Hund das kennt und sich nicht bedroht sondern allenfalls genervt fühlt.

    Beim kuscheln ist es wieder anders, Tucker ist z.B. eine riesige Knutschbacke für den es nur wenig schöneres gibt als ausgiebig zu kuscheln. Dabei drückt er sich fast in mich rein, drückt mir seine Schnauze unter die Hand, dreht sich in alle Richtungen usw. Oft blödeln/raufen wir noch so ein wenig dabei und da kommen haufenweise Sachen vor die eigentlich bedrohlich oder unangenehm auf ihn wirken müssten... aber so nimmt er das nicht auf.
    Er kann schon klar unterscheiden, dass es hier um Blödelei geht und in keiner Weise bedrohlich ist.
    Ich denke, über die reine Gestik hinaus, hat das auch viel mit Körperspannung und Stimmung zu tun. Wer ernstlich schimpft und auf den hund zugeht bringt was ganz anderes rüber, als jemand der seinen Hund bekuschelt oder mit ihm rumrauft.

  • Zitat

    Hier wird sehr viel Wert auf Etikette gelegt. Wer sich nicht daran hält wird mit Entzug gestraft (bzw. Fremde werden angewufft). Hand von oben Richtung Kopf geht gar nicht. Frontale Aktionen werden ebenfalls mit Rückzug geahndet. Erlaubt und in höchstem Maße erwünscht sind jegliche seitliche Annäherung. Hund körperlich einengen wird von Familienmitgliedern geduldet, aber ein glücklicher Hund sieht anders aus ;)

    Viele Grüße
    Frank


    und genau SO beschrieben sie es in dem Buch.. Mir wäre das so in dem Maß eben nie aufgefallen, weil Rusty es "dudelt" wenn ihm jemand den Kopf tätschelt oder von oben streichelt, weil er eben mal aufm Boden liegt und sich der Besuch nicht gleich dazu legen mag, allerdings auch hier wird dann beschwichtigt, sprich Hund sieht dabei nicht glücklich und gelassen aus.. :schweig:

  • Zitat

    Heißt für mich: »Weiter so. Für einen Zweibeiner stellst du dich gar nicht mal so blöd an.«


    Manchmal heißt das bei meinem auch, och lass mich jetzt bitte in Ruhe. Wenn ich dann kurz aufhöre zu streicheln geht er dann auch. Das merke ich ihm meistens an. Aber er ist so höflich, dass er nicht geht, während ich ihn streichel.

  • und DAS hätte mein Posting sein können BEVOR ich eines dieser Bücher gelesen hätte.. So wie man es eben instinktiv macht und die Signale des Hundes feinfühlig wahrnimmt und demnach handelt, Vorlieben annimmt und wenn man merkt dies und jenes mag der Hund nicht so gerne,dann lässt man es eben..
    Nach diesem einen Buch hab ich mich für nen kurzen Moment gar nimmer getraut meinen Hund anzusehen, aus Angst er meine ich würd ihn versuchen zu dominieren :hust: Manchmal muss man echt zweimal überlegen und sich einfach bewusst machen , dass sich sowas nicht eins zu eins umsetzen lässt (und das vor allem beim eigenen Hund nicht nötig ist) was in der Theorie angepriesen wird, so wie es Tucker hier schon ganz richtig beschreibt und erklärt..

    Aber im ersten Moment, macht man sich schon seine GEdanken, was man seinem Hund bisher zugemutet hat, wenn man ihm Liebe entgegenbringen wollte :headbash: . Wir werden es jetzt übrigens weiterhin so machen und fleißig kuscheln :D
    Mein Vater is vor Kurzem auf allen Vieren zu ihm gekrabbelt , vorbildlich mit weggedrehtem Kopf und ohne Blickkontakt, Rusty hat sich da glaub ich wirklich gefragt ob der jetz nen Schuss hat oder so..

  • Zitat

    Manchmal heißt das bei meinem auch, och lass mich jetzt bitte in Ruhe. Wenn ich dann kurz aufhöre zu streicheln geht er dann auch. Das merke ich ihm meistens an. Aber er ist so höflich, dass er nicht geht, während ich ihn streichel.


    Hier fängt es ja also schon an, dass sich die Hunde darin so sehr unterscheiden dass es bei dem einen
    so und bei dem anderen so heißen könnte - muss man wohl auch einfach ausschließlich vom jeweiligen Hund abhängig machen. gar nich so einfach dieses Hündisch :smile:

  • Zitat

    Manchmal heißt das bei meinem auch, och lass mich jetzt bitte in Ruhe. Wenn ich dann kurz aufhöre zu streicheln geht er dann auch. Das merke ich ihm meistens an. Aber er ist so höflich, dass er nicht geht, während ich ihn streichel.

    Stimmt. Das sind hier aber zwei verschiedene Lecktechniken :D Das Weiter-So-Lecken ist hier entspannt, langsam und sehr zärtlich. Das Lass-Mich-In-Ruhe-Lecken ist hektischer und fester.

    Viele Grüße
    Frank

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