Erziehung mit Leckerchen?

  • Zitat

    An Hundehalter mit Junghunden: Arbeitet ihr auch hauptsächlich mit Leckerchen? Wenn nicht, mit was stattdessen? Wenn ja: Ab wann werdet ihr das reduzieren bzw. bei welchem Kommando belohnt ihr sogar nur noch selten mit Leckerchen?

    An Hundehalter mit erwachsenen Hunden: Wann habt ihr die Leckerchen reduziert? Wo belohnt ihr momentan immernoch mit Leckerchen? Wie belohnt ihr bei "alten" Kommandos, wenn nicht mit Leckerchen?


    Bin gespannt auf eure Antworten :)

    ich bin nicht der leckerchentyp.
    "uuuuuuiiii ,hat du aber fein gemacht ,
    knick knack jiiiipiiiiehhh "+ superleckerli ausbrüche sind nicht mein fall.

    dazu müsste ich mich zu sehr verstellen und das würde langfristig keinen sinn machen.
    warum sollte ich meinen hunden einen vormachen? das level könnte ich nicht halten und
    würde wahrscheinlich nicht nur von meinen hunden verblüffte blicke ernten.

    für mich gibt es nichts, was ich mit einem leckerchen lösen könnte und müßte.


    ich belge meine worte, mimik und gesten positiv bzw. benutze vorhandene gemeinsamkeiten um mich mit hunden zu verständigen.

    das reicht und wirkt.
    leckerchen würden bei mir nur unruhe stiften.


    grüße krusti

  • Ich habe häufig irgendwas Fressbares dabei, aber längst nicht immer und habe mir angewöhnt auch freundliches Lob und Spiel als Belohnung einzusetzen. D.h. wenn meine Hunde auf Abruf kommen erwartet sie entweder ein Lob, ein Durchknuddeln, ein Leckerlie oder ein Spiel mit Ball oder Stock. Irgendwas gibts beim Abruf also immer. Bei allen anderen Kommandos selten. Wenn sie bei Hundebegegnungen die Klappe halten belohn ich auch noch häufig mit Leckerlies oder lauf ein paar Meter damit sie sich wieder entspannen.

    Mich störts nicht meistens was dabei zu haben. Aber ich binde mich nicht daran. Die sollen bitteschön auch ohne Leckerlie kommen. Superleckerlie gibts hier sowieso nicht. Ich hab meist so gepresste Wurststangen, die bröseln nicht und man kann kleine Brocken abknipsen.

  • Hm, Leckerchen, ein Thema für sich
    da gibts immer Pro und Contra

    ich variiere generell Belohnungen
    mal isses Aufmerksamkeit, mal Körperkontakt, mal nen Apport oder mal nen Leckerchen, mal einfach so, mal nach Click

    Warum?
    es gibt unterschiedlcieh Schwierigkeitsstufen und ich möchte keinen frustrierten Hund, weil irgendwann kein Leckerlie kommt

    aber ich wüsste nichts schlechtes, warum Leckerlies generell verteufelt werden müssten bzw. Belohnungen ausgeschlichen

  • Ich arbeite mit Leckerchen, gerne und aus Überzeugung.
    Aber ich zeige Jenna nicht die Leckerchen und sage: "Wenn du fein bist, bekommstes eines"

    Ich lobe vielfältig mit Stimme, Leckerchen oder ganz oft mit Spiel. Das klappt hervorragend. Die Mischung machts.
    Jenna liebt es, nach einer guten Übung ihren Weitwurfknochen hinterherrennen zu dürfen oder mit mir zu rangeln.
    Aber Käsewürfel und Fleischwurst lehnt sich auch nicht ab. Und sie kann sie irre freuen, wenn ich mit Quietschstimme lobe.
    Ich überleg da nicht ewig, sondern machst einfach, manchmal gibts nur ein "Gut", manchmal kein Kommentar, manchmal tick ich aus. Immer was Neues :D

  • ich mache es auch wie svenja.... und mal ehrlich geht einer von euch für ein schulterklopfer vom chef arbeiten....? warum sollte man seinen hund denn nicht belohnen oder später gar nicht mehr.... klar muss ein hund auch so hören aber kann man ihm dieses leidiger thema unterordnung nicht ein wenig versüßen....?

    ich habe auch nicht immer leckerli dabei aber dann gibt es eben stimmliches lob,ein knuddeln oder ein spiel.... bei einem schwierigen rückruf bekommt sie eigentlich immer etwas....genauso wie ich zum erlernen neuer tricks auch kein normales trockenfutter nehme sondern schon was besonders wie fleichwurst oder käse....ich seh daran nichts schlimmes.....
    aber es kann ja jeder so machen wie er es möchte aber ich denke nicht das mein hund mich nur als futterautomat sieht nur weil ich mit leckerli arbeite.... sie arbeit gern und intensiv mit mir....auch ohne keks....

  • Ich arbeite mit Leckerchen, die sind aber einfach ein Teil des Trofu.
    Alltägliche Kommandos werden nicht mehr mit Futter belohnt, das gab es nur am Anfang.
    Obwohl gelegentlich gibts auch dafür eine Belohnung, nur mal so.

    Für neue Sachen gibts auch schon mal besondere Leckerchen, allerdings nur zum üben, sonst würde sie mir nur an der Tasche kleben.

    Futterbelohnung klappt einfach am Besten, auch mit dem Trofu, alles andere hat für sie nicht die gleiche positive Wertigkeit.
    Damit kann ich aber leben, sie betteln nicht und arbeiten auch bevor ich das Futter nehme.

    Z. B. können wir die ganze Agilityrunde durch machen und erst zurück am Platz gibts ein Lob und ein Leckerchen.
    Für uns ist es so am Besten, ich denke das muss jeder für sich selber entscheiden und auch schauen was am Besten beim Hund geht.

  • Zitat

    ich mache es auch wie svenja.... und mal ehrlich geht einer von euch für ein schulterklopfer vom chef arbeiten....? warum sollte man seinen hund denn nicht belohnen oder später gar nicht mehr.... klar muss ein hund auch so hören aber kann man ihm dieses leidiger thema unterordnung nicht ein wenig versüßen....?


    :2thumbs:

    Den Hunden muss es ja Spass machen zu hören.Wenn sie wählen könnten zwischen Leckerlie und streicheln ,würden viele Hunde den Leckerlie nehmen ;)
    Und wenn das so ist,haben sie daran "mehr" Spass.

  • Zitat

    ich mache es auch wie svenja.... und mal ehrlich geht einer von euch für ein schulterklopfer vom chef arbeiten....?

    ich sehe einen Unterschied im Verhältnis
    ich gehe arbeiten und werde belohnt dafür, wenn ich einmal monatlich auf mein Konto schaue und da ein Sümmchen sehe
    ich bringe die Leistung, mein Chef zahlt ... das ist vertraglich festgelegt und dafür tu ich mein bestes
    ansonsten besteht kein Verhältnis zu meinem Chef (zumindest in den meisten Fällen ;-) )

    mit meinen Hunden statt dessen lebe ich zusammen
    ich möchte, dass sie mich ernst nehmen, dass ich quasi deren höchste Ressource bin, das höchste Lob ist, mit denen zu arbeiten
    und nicht, ihnen dauernd Leckerlies reinzustopfen
    was sich als Zusatz aber nicht ausschließt

  • Wir belohnen "auch" mit Leckerchen bzw. Trockenfutter...neben verbalem Lob, einem gemeinsamen Spiel, Ball hinterher jagen, mich jagen, schnüffeln gehen, Stöckchen aufnehmen etc.

    Ich schaue halt, welches Bedürfnis Bruno gerade haben könnte. Wenn er das Entenjagen unterbricht, würde ihm ein Leckerchen keinen so großen Spaß machen, wie seinem Wurfball hinterher zu jagen, ihn durch die Gegend zu schleudern und mit mir zu zergeln.

    Wenn er gerade einem guten Duft hinterher schnüffelt, dann wäre ein Spiel mit dem Ball wohl nicht das, was ihn lockt. Also darf er dann ein Leckerchen erschnüffeln oder eine Leckerchenspur verfolgen.

    Gerade z.B. beim Leinelaufen lernen will Bruno gar kein Leckerchen. Da ist für ihn die Belohnung, dass er an der dann lockeren Leine weiter laufen darf. Ein Leckerchen nimmt er dann gar nicht, es ist für ihn dann einfach nicht passend.

    Und genau so arbeiten wir eben. Leckerchen oder TroFu gibts viel beim Spazieren gehen, aber in der dafür passenden Situation.

    So, und nun machen wir uns fertig, denn wir haben gleich ein Seminar zum Thema Belohnung & Motivation! :D

  • Zitat

    So, und nun machen wir uns fertig, denn wir haben gleich ein Seminar zum Thema Belohnung & Motivation! :D

    Wenn du magst, kannst du ja berichten was die wichtigsten Dinge waren, die dort erzählt wurden! Passt ja super ins Thema und würde sicherlich ein paar Leuten weiterhelfen :)

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