Mein Dalmatiner will Kinder decken...

  • Oh, wooni hat schon Recht und es ist auch nicht wertend sondern das Kind beim Namen nennen.

    Der Punkt ist nämlich wirklich: In dem Moment, wo ich dem Hund gegenüber handgreiflich werde bin ich hilf- und planlos.

    Ich betreibe wie auch immer geartet Management, mehr aber auch nicht. Meist in Momenten, die ich selbst durch Unachtsamkeit selbst heraufbeschworen habe.

    Hier in diesem Fall ist es das Aufreiten des Hundes aus Überforderung und Stress. Verursacht durch meine Fehleinschätzung der Situation.

    Nur helfen hier Wasserflasche, Schnauzgriff und Co. dem Hund nicht weiter.

    Das würde nur ein sofortiges Herausnehmen des Hundes aus der Situation und Veränderung dahingehend, dass eben nicht in der Reichweite des Hundes getobt wird. Ebenso hilft mehr Ruhe im Umfeld des Hundes.

    Birgit

  • Birgit, was verstehst Du unter "handgreiflich werden"? Du nennst Schnauzgriff. Würdest Du das in meinem geschilderten Fall auch sagen? Du nennst Wasserflasche. Gäbe es keinen Fall, bei dem Du das anwenden würdest? Bsp. zwei Rüden ineinander verkeilt und du hast bereits deine Evian-Flasche in der Hand?

    Erklär mir das bitte mal, um Missverständnisse zu beseitigen ...

  • Nein, würde ich nicht. Bei zwei ineinander verkeilten Rüden bleibt eh nur der Griff ins Halsband und zudrehen.

    Warum soll ich die Wasserflasche benutzen?

    Da brauch ich nu den Erklärbär.

    Birgit

  • Jap, Notfallmanagement. Ich bin hilflos, muss aber handeln.

    Nur, und das ist der Haken: Es ist nicht Erziehungsmethode und wirklich nur im absoluten Supergaufall angesagt.

    Sprich, Ausweichen und Blocken haben nichts gebracht.

    Birgit

  • Ich werde handgreiflich und zwar richtig, wenn die Herren Hunde nicht auf mich hören.

    Ein Fläschchen Evian, ja das würde ich am Ende brauchen, da es über die Neufundländer geschüttet, nicht besonders wirkungsvoll ist :D

    Bevor nun jemand, der mich vielleicht noch nicht kennt, gibt´s hier jemanden ;) , aufschreit, handgreiflich bedeutet bei mir, ich bewege mich schnurstracks auf den mit plötzlicher Taubheit geschlagenen Hund zu, packe das Köterchen am Kragen, jawohl, denn zum Halsband suchen habe ich bei meinen Fellmonstern keine Zeit, und befördere ihn aus der Situation.

    Ich kenne die von der TS geschilderte Thematik gut. Denn ich hatte zwei kleine Kinder und zwei Jungrüden, die gerne mal auf die auf dem Boden spielenden Kinder aufritten. Besonders, wenn die Kinder lauter waren, das animierte meine Burschen geradezu. Gehorchten die Hunde nicht, packte ich sie s. o., zog sie von den Kindern weg und schickte sie aus dem Zimmer. Fertig.

    Auch heute, bedrängen die schweren Jungs Hündinnen, wollen mir nicht gehorchen, bin ich zur Stelle und "handgreiflich" im wahrsten Sinne des Wortes. :D

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • OK, da geh ich mit Dir einig, Birgit - seh ich auch so.

    Trotzdem ist für mich ein Unterschied: Schnauzgriff als Strafe (womöglich brutal) und Schnauzgriff als: Hey, Frauchen wünscht nicht, dass du hier den Wach-Heimer spielst! Aufpassen tu ich!"

    So wie Gaby das allerdings beschreibt - das wäre auch ganz meine Art... wär mein Zwerg ein schwerer Junge :D

  • Du, ich bin da eigen. Griff Richtung Schnauze zur Ermahnung gibt es bei mir nicht.

    Wenn ich Richtung Schnauze lange, dann entferne ich da sanft einen Fussel oder hol was Festklemmendes zwischen den Zähnen wieder raus oder befördere was Nettes hinein.

    Für alles andere hab ich ein Abbruchkommando. Ich muss also auch gar nicht Richtung Schnauze für solche Zwecke langen.

    Birgit

  • Zitat

    Nein, würde ich nicht. Bei zwei ineinander verkeilten Rüden bleibt eh nur der Griff ins Halsband und zudrehen.

    Warum soll ich die Wasserflasche benutzen?

    Da brauch ich nu den Erklärbär.

    Birgit

    Die Flasche sollst du notfalls dazwischen werfen, wenns hart auf hart kommt. Halsband drehen, ne das würde ich nicht tun, ich würde da nicht reingreifen, aber ich erinnere mich an einen anderen Thread, wo du notfalls auch Hunde treten würdest. Vielleicht solltest du mal lernen, wieviele andere Möglichkeiten du hättest, zwei Hunde zu trennen, ohne Gewalt anwenden zu müssen.

    Einerseits sagst du, der Dalmi hat Stress und baut den an den Kindern ab, wobei keiner weiß, ob es wirklich Stessabbau ist (wird per Ferndiagnose entschieden), andererseits würdest du Halsbänder zudrehen und notfalls zutreten (siehe anderen Thread). Gewalt lehnst du aber offensichtlich ab. Schau dir mal genau an, wie das Hunde unter sich machen. Und dann mach dir mal davon ein Bild, wie die sich maßregeln und erziehen. Davon können wir Menschen verdammt viel lernen. Und Keilereien mit echter Beschädigngsabsicht kommt unter Hunden nicht oft.

    Übrigens, wer wer wissen will, wie das ist mit dem Stressabbau und Aufreiten, kann sich gerne die DVD "Fremdsprache hündisch" Teil 2 ansehen, da wird Stessabbau aus dem Bereich der Sexualität gut gezeigt. Ach ja, sehr empfehlenswert Teil 1. Da sieht man mal ganz genau, wie Hundesprache so funktioniert und was normal ist und was nicht.

    Und bezgl. Schnauzengriff, was machst du, wenn dein Hund was zwischen den Zähnen hat, z.Bsp. ein Stöckchen? Oder du was aus dem Maul holen musst? Oder in den Hals gucken musst? Dann musst du auch das Maul anfassen, genauso wie beim Schnauzengriff, von oben, allerdings dann auch noch von unten. Sanft, aber bestimmt.

    Übrigens, habe ich nie gesagt, dass man den ständig anwenden, das wäre nicht sinnvoll.

  • Lächel, schopenhauer, verzeih, aber da verlass ich mich auf den Rat versierter Großhundhalter.

    Selbige haben mir auch vom Treten abgeraten und mir die effektivere Methode des Griffs ins Halsband empfohlen.

    Hunde klären unter sich. Schopenhauer, das Thema hatte wir schon und ich habe in verschiedenen Freds erklärt, warum mein Hund nichts allein klärt.

    By the way, Du beharrst darauf, dass Hund die Weltherrschaft an sich reissen möchtest, erklärst viel als Dominant und da, wo wirklich Handeln als Halter gefragt wäre, da lässt Du Hund allein klären? Sehr schön, Schopenhauer, denn genau da wäre ein Leittier da.Verteidigung des Rudels gegen Aggressoren und Schlichtung innnerhalb eines Rudels. Denn ein Rudel, das sich zerfleischt bzw. was nicht stimmig ist, das überlebt nicht. Aber nun ja.... jeder so, wie er meint.

    Übrigens, Lesen hilft ganz ungemein, denn wann ich an und in die Schnauze meines Hundes lange habe ich im vorigen Post schon erklärt.

    Hab ein schönes WE, Schopenhauer,

    Birgit

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