Angst, dass Hund irgendwann mal auf die Strasse läuft

  • Ich habe seit Ende September einen neuen Hund und gehe seit November regelmässig mit ihm in die Hundeschule. Soweit klappt auch alles gut und er gehorcht auch soweit. Nur, wenn ich ihn (ich wohne recht ländlich) frei auf dem Feld laufen lasse und er dann mal einen anderen Hund, ein Reh oder Hase sieht, rennt und flitzt er ab wie ein Blitz und ist nicht mehr zu stoppen. Dann kann ich rufen oder pfeifen wie ich will, da hört dann einfach nicht, weil der Hase oder wie auch immer natürlich Interessanter ist. Ich habe halt Angst, dass er dadurch irgendwann mal auf eine befahrene Strasse flitzt wenn er einem Tier hinterherjagt und er dann überfahren wird. Oder ist meine Angst übertrieben? Ich habe ihn halt echt total lieb gewonnen und möchte ihn nicht durch so etwas verlieren. Oder gibt es ein Möglichkeit, dass in den Griff zu bekommen? Ich kann ihn ja auch deswegen nicht Permanent an die Leine führen, er will ja auch mal sich austoben.

  • Warum lässt du einen Hund der nicht abrufbar ist in wildreichem Gebiet von der Leine?! Na klar ist das gefährlich, für den Hund, für das Wild und für die Autofahrer.

    Wenn ein Hund nicht folgt muss er an der Leine bleiben bis er anständig hört, austoben geht dann halt nur im eingezäunten Auslauf. Trainierien mit Schleppleine wär ein Ansatz

  • Hi, die Schleppleine wäre auch mein erster Gedanke gewesen. Damit klappt das Rückruf-Training wunderbar (gut, bei uns sitzt dieser auch noch nicht zu 100%, aber immerhin zu 95%....).

    Musst aber auf jeden Fall aufpassen - soweit ich informiert bin, dürfen Jäger auch auf wildernde Hunde schießen.... Also rann an die Schlepp und los mit'm Training.... :gut:

  • Ja er will sich auch austoben, aber will er vor ein Auto laufen für diese Freiheit?

    Wie alt ist dein Hund?
    Würde dir eine Schleppleine empfehlen.

    Hab meinen Rüden Jack aus dem Tierheim und er musste über 6 Monate an der Schleppleine laufen. Hat ihm nicht geschadet. Er hatte ja noch seinen 15m Radius, konnt halt nur nicht mehr Jagen gehen.
    Hat ihm sogar Psychisch viel genutzt. Er ist nicht mehr ständig auf der lauer nach Wildtieren oder anderen Hunden. ist viel entspannter und Konzentrierter beim Spazierengehen geworden und auch viel aufmerksamer auf mich.

    Vorher war er immer im Streß, immer auf die Umgebung geachtet, musste alles genau im Auge haben und alles genau erschnüffeln... . Die mehr als 6 Monate an der Schleppleine haben ihm echt kein Stück geschadet nur Vorteile gebracht.

    Schleppleinen Training ist ja Individuel. Manche Hunde brauchen nur wenige Wochen bis sie etwas Impulskontrolle gelernt haben und sich abrufen lassen. Andere sogar 1 Jahr, da war ich mit 6 Monaten sogar noch gutes mittelmaß.

  • Hi,


    ich finde die "Ausrede" mein Hund muß sich ja austoben ehrlich gesagt langsam echt langweilig.

    Ein Hund der dermaßen reagiert, ist ganz einfach gelangweilt. D.h. er interessiert sich nicht für Dich weil
    Du eine Schnarchtasse in seinen Augen bist.

    Beschäftige den Hund während Eurer Gassigänge und Du wirst sehen das er Dich interessanter findet als irgenwelches flüchtendes Getier. Abgesehen davon das er unters Auto kommen kann, er kann auch große Schäden mit seinem Jagdverhalten anrichten.

    Bau doch einfach ein bißchen Action ein. Ich habe z.B. das Kommando "Guck hier". Bei "Guck hier" ist Partytime angesagt.

    Mittlerweile lässt mein Hund alles stehen und liegen wenn dieses Kommando kommt. Auch wenn es dann nicht immer Party gibt. Aber es könnte ja sein......

  • Wenn meine zwei Köters nicht abrufbar wären, würde ich sie niemals rennen lassen.
    Da mußt du nicht nur Angst vor der Straße haben, auch die Jäger verstehen da oft keinen Spaß, aber eigentlich zurecht, finde ich !

  • Tja, Doris hat den "alten" Thread ja schon ausgegraben, da wurde Dir schon zum Schleppleinentraining geraten. Warum taucht diese Frage denn nun von Neuem auf?

    Ganz davon abgesehen, dass es für das Wild nicht gerade lustig ist, gehetzt zu werden... gibt es auch viele andere Hundehalter, die anstürmende Hunde nicht so prickelnd finden. Hier gibt es genug Threads, die sich mit diesem Thema beschäftigen, auch einen Fußtritt könnte Dein Hund mal kassieren.

    Leider ist es so: wie man sich dreht und wendet, der A*** bleibt immer hinten, das heißt: ein guter Rückruf bedeutet Arbeit. Meinen Hund kann ich abrufen, musste das aber mit der Schleppleine trainieren. Für jeden gelungenen Rückruf ausgiebig belohnen - Du weißt wahrscheinlich am besten welche Belohnung bei Deinem Hund zieht (Leckerli, Superlob, Spieli). Außerdem muss man sehr lange üben, bis es sitzt... solange bleibt der Hund eben an der Schlepp, vor allem zur eigenen Sicherheit.

  • baue einen vernünftigen rückruf auf...so lange ran an die schlepp.....

    du kannst zb so üben: 2Personen jeweils mit pfeife...hund an der schlepp(auf der erde schleifen lassen)...jede person hat ein Superleckerlie,welches nur beim pfiff gegeben wird.........im radius der schlepp aufstellen....jeder pfeift mal und da wo der hund hinkommt,gibt es das Leckerlie...........wenn er das geschnallt hat,pfeifst nur du und der andere versucht den Hund abzulenken........kommt er gleich auf pfiff,dann erfolgt die belohnung...........wichtig:der hund muß immer den piff als letztes hören,also kein komando oä von sich geben.......

    bei uns hat es schon nach 3tagen super geklappt

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