Schlafbedürfnis des Hundes

  • Anlässlich diverser Postings à la: 2-3 Stunden Beschäftigung mit dem Hund sind
    zu wenig / wieviel Beschäftigung braucht ein Hund / reichen 2h Auslauf am Tag?
    usw. usf. möchte ich hier mal an etwas erinnern, was viele Hundehalter wohl oft
    nicht ausreichend berücksichtigen (dieser Schluss ist abgeleitet aus Postings wie
    oben angerissen): das Schlafbedürfnis des Hundes.

    Hunde RUHEN am Tag bis zu 20 Stunden! Haben Hunde dauerhaft weniger Ruhe-
    zeit, sind sie überfordert - Überforderung macht KRANK!

    Hier mal ein Link, der das ganz gut zusammenfasst:
    http://www.hundeerziehung-online.com/ruhebedurfnis-–-wie-viel-schlaf-braucht-der-hunde/

    Ganz provokant geschrieben: ich finde es artgerechter, einen Hund regelmäßig
    auch über einen längeren Zeitraum alleine zu lassen (vorausgesetzt, der Hund ist
    entspannt genug, um in dieser Zeit zu Ruhen), als ihn überall mit hin zu nehmen.

    Und nun: Feuer frei ;)

  • super, dass du das thema mal reingebracht hast :gut:

    darüber denken wahrscheinlich die wenigstens hh nach. es geht immer sehr stark darum, wieviel auslastung ein hund braucht. das ein hund eigentlich den ganzen tag verschläft wird oft nicht gesehen.

    ich denke auch, dass man einen hund sehr leicht überfordern kann. gerade, weil es eben verschiedene hundetypen gibt, deinige von ihnen merken nicht, dass sie eigentlich ruhe bräuchten.

    allerdings denke ich, dass es für hunde auch schön ist die ruhezeit gemeinsam mit ihrer familie verbringen zu können, zumindestens teilweise. sie deshalb in der kompletten ruhezeit alleine zu lassen fände ich jetzt nicht artgerecht. natürlicherweise würden sie in dieser zeit kontaktliegen.

  • Madame Pali ruht auch die ganze Zeit (und guggt mich morgens und abends ganz besonders müde und genervt an, wenn ich mit ihr die 20 minüige Piescherrunde drehen will ;)) aber am Kontaktliegen ist sie überhaupt nicht interessiert...
    Ihr merkt man eher an, daß sie sich freut, wenn das Wochenende wieder vorbei ist und sie mal ein bissi Ruhe vor uns hat ;)

  • Zitat


    allerdings denke ich, dass es für hunde auch schön ist die ruhezeit gemeinsam mit ihrer familie verbringen zu können, zumindestens teilweise. sie deshalb in der kompletten ruhezeit alleine zu lassen fände ich jetzt nicht artgerecht. natürlicherweise würden sie in dieser zeit kontaktliegen.

    Deshalb auch die Beschränkung auf "artgerechter" in meinem Vergleich -
    und ich meinte damit selbstverständlich nicht die gesamte Ruhezeit, hoffe,
    das war nicht missverständlich.

    Um es deutlicher zu machen: bei 5h Abwesenheit und 5h Hund mit in die
    Stadt nehmen halte ich die 5h Abwesenheit für artgerechter im Sinne von
    "mehr den Bedürfnissen des Hundes entsprechend".

  • Zitat

    Ganz provokant geschrieben: ich finde es artgerechter, einen Hund regelmäßig
    auch über einen längeren Zeitraum alleine zu lassen (vorausgesetzt, der Hund ist
    entspannt genug, um in dieser Zeit zu Ruhen), als ihn überall mit hin zu nehmen.

    Find ich nicht provokant.. ich glaube schon, dass man dem Hund nicht immer nen Gefallen tut, wenn er ständig und überall dabei ist. Bei meinem merk ich z.B. dass er wesentlich erholter ist, wenn er seine Schlafphasen bekommt und nicht jeden Tag mit im Büro ist.. Wenn ich nach Hause komme und er sich freudig gähnend mit Schlafzimmerblick auf der Couch reckt und streckt, seh ich das als Bestätigung ihm diese Ruhephasen zu gönnen, auch wenn er in der Zeit allein ist...

  • ich weiß doch, dass du es nicht so meinst. jedoch könnte man es durchaus so verstehen ;)

    ich denke auch, wenn man fünf stunden durchgängig durch die stadt hetzt ist es innvoller den hund, wenn er es gelernt hat, zu hause ruhen zu lassen, als ihn mitzunehmen.

    meine hunde sind auch täglich sieben stunden alleine und ich habe sie anfangs mit der webcam beobachtet: sie verpennen die gesamte zeit (das war bei anouk ja nicht immer so).

  • Zitat

    Anlässlich diverser Postings à la: 2-3 Stunden Beschäftigung mit dem Hund sind
    zu wenig / wieviel Beschäftigung braucht ein Hund / reichen 2h Auslauf am Tag?
    usw. usf.


    Hmm, demnach bin ich anscheinend eine ganz fürchterliche HH´in die Ihrem 4 Beiner gar nix artgerechtes bietet :???:

    "Mehr" Verlangt meine Hund allerdings auch gar nicht. Wenns ihm zu Hause oder im Büro zu langweilig wird dann wird der Ball oder die Stoffratte getötet und dann ist wieder gut und Hund schläft / döst weiter. Draußen geht dafür die Post ab.

  • Super Thread :gut: :gut:

    Ich finde auch das hier oft versucht wird eine Art Wettbewerb zu starten wer mit seinem Hund die längsten und spannensten Spaziergänge macht.

    Klar soll keine Hund den ganzen Tag in die Wohnung gesperrt und nicht weiter beachtet werden..aber warum finden es viele so schlimm wenn man zB nur einmal am Tag ne vernünftige Gassirunde macht...und den Hund ansonsten eben wie er gerade Lust hat in den Garten lässt, sodass er selbst bestimmen kann wann er schlafen und wann raus will :roll:

    Wenn man keine Garten hat ist das natürlich wieder anders da muss man natürlich ran aber den Hund ständig und überall rausjagen oder mitnehmen finde ich auch übertrieben :tropf:

  • Kein Feuer frei. Ich stimme dir zu und halte es auch so. Ein erwachsener Hund - kann meiner Ansicht nach - ohne Probleme alleine bleiben, wenn Frauchen/Herrchen auf der Arbeit ist und benötigt nicht zwingend die Anwesenheit seiner Menschen. Ich finde es sogar sinnvoller und streßfreier für einen Hund, wenn er in seinen eigenen 4 Wänden ist und nicht in einer Hundepension.

    Zum Thema, dass Hunde in der Zeit Kontaktliegen würden ... nicht zwingend. Mein Ersthund verzieht sich gerne ins Bett und ist da alleine. Unser Zweithund liebt jedoch das Kontaktliegen, er kann auch noch nicht alleine bleiben und ich denke es wird ein schweres Stück Arbeit bis er damit klarkommt.

    Die Hunde untereinander liegen ab und zu mal zusammen aber auch nicht ständig.

    Ich sehe also kein Problem damit einen Hund während des Arbeitstages alleine zu lassen, differenzieren bezüglich der Dauer jedoch stark zwischen Welpe, Junghund und erwachsenem Hund.

  • Endlich mal jemand der es ausspricht!!! :gott:

    Ich stimme da voll und ganz zu. Leider ist es wirklich so, dass viele Hundehalter einen Wettbewerb draus machen, wer am längsten Gassi geht, wer seinen Hund überall mit hin schleppt usw.
    Ich kann es nicht ganz verstehen, warum diese HH nicht merken, dass es ihrem Hund zu viel ist. Ich persönlich merke ziemlich schnell, wenn bei Lennie der Punkt erreicht ist wo er jetzt super gern schlummern würde und alles andere eine Überforderung wäre.
    Auch bin ich der Meinung, dass man einem Hund von Anfang an auch beibringen muss mal abzuschalten. Viele HH holen sich einen Welpen und sind dann 15 Stunden am Tag damit beschäftigt ihn zu bespaßen. Das setzt sich dann ja meistens auch im zunehmenden Alter fort und irgendwann geben sie ihn wahrscheinlich, weil er ja sooo aktiv und fordernd ist. Das nächste Herrchen hat dann zu tun, dem Hund beizubringen, dass er sich seine Ruhezeiten nimmt.

    Zum Thema Kontaktliegen :D Also Lennie liebt es, allerdings geht er nach einer gewissen Zeit von allein wieder auf seinen Ruheplatz, was auch total in Ordnung ist.

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