Bindung verbessern, Erziehungsprobleme..

  • Hi,

    ich bin auf der Suche nach Möglchkeiten zur Verbesserung der Bindung zwischen mir und unserem Welpen auf deinen Thread gestoßen und ich finde es echt toll was du machst!!! Hut ab vor deiner Leistung und deinem Engagement. :gut: Mit 15 hätte ich das sicher nicht geschaft. Ich hoffe, dass du dein Ziel erreichst, aber ehrlich gesagt zweifle ich da nicht wirklich dran. ;)

  • Hallo CidTapsi,

    ich danke dir :smile:

    Ja, ich hoffe auch, dass wir es schaffen ;)

    So, hier kommen die Berichte für gestern (ich habe beschlossen, ab jetzt die Berichte in einer anderen Farbe zu schreiben, um etwas mehr Übersichtlichkeit zu erreichen)

    Freitag, 01. April 2011


    Nachmittags:

    So, der heutige Spaziergang hatte etwas von einem Horrortrip.
    Insgesamt dauerte er fast zwei Stunden.

    Heute dauerte es eine halbe Stunde sie aus dem Garten zu holen, da ich sie zuerst nicht finden konnte und Jenna dann unbedingt die Nachgeburt der Schafe fressen musste. :-/

    Am Anfang des Spaziergangs war Jenna sehr unkonzentriert (sie war an der kurzen Leine), doch zum Schluss war es eigentlich ganz in Ordnung.

    Als ich dann in ein Gebiet kam, indem ich Jenna an der Schleppleine laufen ließ, lief es einfach nur schlecht. Sie war auf dem Stand von Dienstag ungefähr, wenn nicht sogar schlechter.
    Wenn ich einfach die Richtung wechselte, interessierte es sie gar nicht, sie lief einfach weiter und kam nur nach mehrmaligem Rufen (unwillig) zu mir.
    Und auch wenn ich sie zurückrief, trödelte sie auf dem Weg zu mir und überlegte es sich immer erst mal eine gewisse Zeit, ob sie zu mir kommen will.
    Teilweise lief sie zwar in meine Richtung, , schnüffelte aber die ganze Zeit und lief an mir vorbei.
    Das war ein ganz klarer Rückschritt.

    Trotzdem gab ich nicht auf und ging "Risiken" ein, indem ich einfach mein Ding machte, d.h. ich ging einfach weiter, während sie schnüffelte, drehte mich einfach um, wann ich wollte und so weiter.
    Dadurch wurde es zum Schluss etwas besser mit dem Rückruf.

    Zusätzlich war Jenna noch drei Mal baden und wir kletterten auf Strohballen rum.

    Wir machten auch noch etwas UO (an Spielen war nicht zu denken), jedoch nicht so viel, weil sie heute einfach unkonzentriert war.

    Eine Hundebegegnung hatten wir auch, ich rief Jenna in den Sitz und stellte mich mit dem Gesicht zum anderen Hund vor sie. Jenna sprang wieder knurrend nach vorne.
    Sie traut mir wohl nicht einfach die Souveränität zu, um die Situation zu regeln und tut es daher selbst.
    Dies bessert sich hoffentlich bald.

    Ich habe jetzt beschlossen, dass sie an der kurzen Leine keinen Kontakt mehr zu Hunden hat, sondern nur noch, wenn sie an der Schleppleine ist und dann auch nur mit Hunden, die ich kenne.

    So, kommen wir nun zum Schockmoment meines Spaziergangs, nachdem ich auch total am Zittern war.

    Ich kam mit Jenna gerade aus dem Wald raus, und stand an einer Straße, die in der Nähe eine Autobahnbrücke liegt.
    Jenna war an der kurzen Leine und saß im Bleib neben mir, die Leine ungefähr 5 cm von meinem Fuß entfernt, während ich die Schleppleine verstaute. Normalerweise war so etwas kein Problem, sie blieb immer brav sitzen, bis ich sie aus dem Bleib holte.

    Aber heute sprintete sie auf einmal plötzlich los, es muss sich wohl ein Reh oder so etwas auf dem Feld gegenüber bewegt haben (ich sah noch etwas 30 - 40 m von uns langspringen).
    Üblicherweise bemerkt sie die Rehe nicht einmal, wenn sie in so einer Entfernung sind. Aber heute war es irgendwie anders und sie sprintete, wie gesagt, einfach los, die Straße hoch, in Richtung der Autobahnbrücke.

    Sie lief nicht auf das Feld, sondern eher so parallel zu dem Reh.
    Aufjedenfall bekam ich richtig Panik, nicht davor, dass Jenna abhaut, sondern diese Straße fahren öfter Autos herunter und sie war auch nur einige hundert Meter von der Autobahnbrücke entfernt.
    Zum Glück blieb Jenna nach 30 Metern oder so stehen und starrte das Reh nur an.

    Ich überlegte voller Angst, was ich tun soll, ich hatte einfach so Angst, dass Jenna überfahren wird oder so!
    Mein erster Gedanke war es, Jenna hinterherzulaufen und sie zu fangen.
    Aber ich konnte irgendwie doch noch halbwegs klar denken, und mir wurde bewusst, dass sie dann nur weitergelaufen wäre (von mir weg) und die Gefahr gestiegen wäre.

    So blieb ich einfach stehen und rief mir einen Wolf. Nach 30 Sekunden oder so kam sie dann auch zu mir zurückgelaufen, während ich sie dabei wie blöd "anfeuerte", weil ich einfach Angst hatte, dass sie wieder umdreht, doch das tat sie nicht, sondern sie lief für ihre Verhältnisse richtig flott zu mir und wirkte auch irgendwie "erleichtert".
    Ich lobte sie dann noch sehr und war einfach total froh und dankte Gott, dass kein Auto in dem Moment die Straße runtergefahren ist.
    Danach war ich so am zittern und wenn ich heute daran denke, habe ich noch ein flaues Gefühl in der Magengegend.
    Wir hatten Glück, aber so etwas DARF nicht noch einmal geschehen, ich gebe mir die Schuld daran. Hätte ich doch besser aufgepasst.

    Abends:

    Heute Abend waren wir für etwa 15 Minuten draußen.

    Wir machten Suchspiele, ein bisschen UO, übten ein paar Tricks und Bei-Fuß-Gehen.
    Das lief alles ganz gut, einfach eine normale kleine Trainingsrunde ohne besondere Vorkommnisse.


    Samstag, 02.April 2011

    Morgens:

    Unsere Morgenrunde fiel heute leider erneut aus, da es mir leider zu schlecht ging. Ich habe mich nämlich eine Erkältung eingefangen mit allen Symptomen (leichtes Fieber, schlimme Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schwindelgefühle etc).
    Ich konnte echt nicht aufstehen, weil mir dann sofort schwindelig und übel wurde.

    Naja, langsam geht es mir etwas besser und somit hoffe ich, dass ich in ein bis zwei Stunden in der Lage bin mit ihr Spazieren zu gehen für ein bis zwei Stunden.

  • Hallo,

    hier der Beitrag für heute Nachmittag.

    Nachmittags:

    Da es mir, wie schon gesagt, heute nicht so gut geht, hatte ich nur ein bisschen "Hunde-Zeit" eingeplant, dann wurden aber doch fast zwei Stunden draus.

    Es begann damit, dass ich sie aus dem Garten holte, begleitet von einer älteren, sehr lieben Nachbarin. Da diese Probleme mit dem Gehen hat, gingen wir ziemlich langsam, und Jenna drehte sich oft nach uns um, und lief sehr langsam zum Tor und es war einfach super ;)

    Anschließend ging ich mit ihr kurz in unseren kleinen Garten, indem wir einen Agilitytunnel aufgebaut hatten, weil meine Mutter vor zwei Wochen, ohne mein Wissen, einfach eine Agility-Grundausrüstung gekauft hat, ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Eigentlich sollte man in einem Verein damit anfangen, aber ich will meine Mutter nicht vor den Kopf stoßen.

    Das mit dem Tunnel durchlaufen hat sie brav gelernt, am Anfang ging ich an das eine Ende des Tunnels, meine Mutter mit Jenna an das andere, dann rief ich Jenna zu mir und meine Mutter passte auf, dass sie durch den Tunnel geht und nicht an ihm vorbei.

    Später schickte ich Jenna dann alleine durch den Tunnel, indem ich sie anleitet hinein zu gehen und dann nebenher lief und sie dann, als sie aus dem Tunnel kam, belohnte.

    Das lief gut und so hörte ich auch rasch damit wieder auf und machte mich bereit zum Spazierengehen.

    Wir gingen ungefähr eine Stunde spazieren.

    Und es war noch ein Rückschritt, Rückruf klappte heute gar nicht, sie hat teilweise gar nicht reagiert, ist zwar in meine Richtung gekommen, aber dann vorbei gelaufen, schnüffelte auf den Weg zu mir noch, kam ganz unmotiviert etc.pp.
    Eigentlich lief es genauso, wie es war, bevor ich mit dem Training angefangen habe.
    Aber davon lasse ich mich nicht demotivieren.

    Gezogen hat sie heute kaum, was ich aber eher auf das Wetter schiebe, als darauf, dass sie leinenführiger geworden ist. Es war ihr wohl einfach zu warm, um zu ziehen. Obwohl, am Anfang unseres Spaziergangs zog sie ziemlich.
    Okay, also mit Ziehen meine ich, dass sie flott unterwegs war und gezogen hätte, wenn ich das nicht durch "Langsam" oder Kurven laufen verhindert hätte.

    Heute hatten wir leider keine Hundebegegnung, es war keiner unterwegs.

    Dafür war Jenna aber schwimmen, auf andere Betätigungen hatte sie heute keine Lust, einfach zu warm.

    Und eine Sache, die mich irgendwie "ärgert" ist die, das Jenna läufig ist! Das durchkreuzt meine Pläne total, denn die Hunde, auf die ich gezählt habe (zur ersten Kontaktaufnahme ohne Leine mit Maulkorb), sind zum Großteil unkastrierte Rüden!
    Das heißt, dass ich souveräne Hunde finden muss, die Hündinnen sind oder kastrierte Rüden sind.
    Ich kenne zwar ein paar, aber zu deren Besitzern habe ich nicht zu viel Kontakt, wie zu den Hundehaltern mit den intakten Rüden.


    Jenna steht auch noch ganz am Anfang ihrer Läufigkeit, das heißt, dass jetzt ein Monat Aufpassen nötig ist. Blöd, zu dem Zeitpunkt, irgendwie.

    Liebe Grüße,
    Tinchen

  • Ach ja, ganz vergessen:

    Ach ja, und Jenna hat Durchfall. Zuerst machte sie einen größeren Haufen, der noch gar nicht so flüssig war, doch dann setzte sie sich noch zwei bis drei Mal während des Spaziergangs hin, presste länger und dann lief es richtig hinaus :-/
    Ich schiebe es einfach auf die Futterumstellung, auch wenn ihr Kot gestern in Ordnung war.


    Falls es nicht besser wird, werde ich sie Montag oder Dienstag dem Tierarzt vorstellen (zu dem ich wegen der Warze ja ohnehin muss).

  • Huhu,
    ich wollte dir nur mal ein dickes Lob hier lassen ;)
    Und ein Tip am Rande.ich würde wärend der Läufigkeit nicht so viel trainieren,grade wärend der Läufigkeit sind viele Hündinnen unaufmerksam, nicht dass euch das zurückfallen lässt.

  • Hallo Hecuda,

    danke :smile:
    Inwieweit soll ich das Training denn zurückschrauben? Momentan sind wir ja hauptsächlich am Grundgehorsam dran und das können wir ja nicht schleifen lassen :-?

    Kommen wir hier zum Bericht:


    Abends:

    Heute Abend fing die Trainingsarbeit sooo gut an! Ich beschloss, heute einmal etwas in der Garage anzufangen und mit ihr dann nur kurz zum Schnüffeln und eventuell kurz zum Apportieren rauszugehen.
    Somit schmuste ich erst einmal etwas mit Jenna, jedoch ist sie momentan noch keine große Kuschlerin, sie verzieht sich immer nach ca. drei bis fünf Minuten. Ausgiebiges Kuscheln hatte sie in den letzten Jahren nicht so oft, nur öfters am Tag dieses zwei Minuten kuscheln oder so.

    Naja, aufjedenfall begann ich dann mit ihr ein neues Kommando zu üben, nämlich "Rückwärts", d.h., Jenna soll sich rückwärts von mir entfernen.
    Dazu baute ich am Anfang eine Hilfe auf, indem ich aus zwei sehr standsicheren Fahrrädern eine Gasse baute, Jenna dadrin so platzierte, dass sie mich anschaut und ich dann einfach losging.
    Zuerst setze sie sich hin, aber dann hatte sie den Trick nach wenigen Sekunden raus und nach ca. ein bis zwei Minuten steigerte ich das Kommando so, dass ich sie aus der "Gasse" rausholte und sie ohne diese Hilfe rückwärts laufen ließ. Machte sie alles, für ihre Verhältnisse, sehr motiviert mit, so dass ich nur noch einmal einen Versuch startete, sie rückwärts zu schicken, und zwar ohne dass ich dabei "mitgehe". Jenna machte dann auch zwei Schrittchen rückwärts, ich lobte sie dafür und dann hörten wir mit diesem positivem Ausgang auf.

    Dann ließ ich sie noch über eine Getränkekiste springen und baute gerade ein höher Hindernis auf (Jenna wirkte zu dem Zeitpunkt sehr konzentriert und man merkte richtig, wie sie sich über die Kopfarbeit freute), als plötzlich ein Schuss von draußen ertönte.

    Dazu müsst ihr wissen, dass Jenna extreme Angst vor lauten Geräuschen hat. Nicht vor Hammerschlägen oder Baustellenlärm, sondern vor Gewittern, Schüssen, Silvester und so etwas.
    Wenn sie schon spürt, dass bald ein Gewitter kommt, verfällt sie in Panik und wenn man gerade mitten beim Spazierengehen ist, verfällt sie gerade zu in Panik und zieht einfach nach Hause.

    Aufjedenfall war nach diesen Schuss an Training oder auch Rausgehen nicht mehr zu denken. Somit setzte ich mich einfach auf ihre Decke und sie gesellte sich (schutzsuchend?) zu mir.
    Ich versuchte nicht sie zu beruhigen, sondern saß da einfach nur, sagte kein Wort und streichelte sie auch nicht.

    Nach ca. 10 - 15 Minuten entspannte sich Jenna wieder etwas und ich tat ihr restliches Futter einfach in ihrem Napf und gab es ihr nicht im Training wie sonst, da sie heute so oder so nicht mehr trainieren wird.
    Aber sie rührte es nicht an, obwohl sie vor dem Schuss ziemlich futtergeil war.

    Diese Situation hat mir noch einmal klar gemacht, wie dringend Jenna in das Haus gehört, hätte sie solche Situationen früher nicht mehr oder weniger alleine durchstehen müssen, wäre es bestimmt nicht so weit gekommen.

    Außerdem kann ich mich, wenn sie im Haus ist, leichter, während eines Gewitters, um sie kümmern.

    Ich werde wohl meine Mutter heute noch darauf ansprechen und meinen Vater morgen.

    Naja, jetzt sitze ich hier in der Garage und warte darauf, dass sie wieder voll entspannt ist, was dauern kann, da sie sich richtig in ihre Angst reingesteigert hat. Egal, so lange bleibe ich jetzt hier.

    Es war echt schlimm für mich, meinen Hund so voller Angst zu sehen, ohne dass ich etwas dagegen tun konnte.
    Morgen ist also echt ein Gespräch mit meinem Vater nötig, vielleicht kann ich ja Konditionen raushandeln, wie dass Jenna im Haus schlafen darf und sie immer im Haus sein darf, wenn jemand da ist, sie sonst aber in den Garten oder in die Garage muss.

    Jenna wäre dann von ca. 19 Uhr bis 7 Uhr morgens bei uns im Haus.

    Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob das Gespräch etwas bringt, da wir das Alles schon tausend Mal hatten.

    Oh, gerade beginnt Jenna mit dem Fressen, sie scheint sich also beruhigt zu haben.

    Liebe Grüße,
    Tinchen

  • Huhu ganz schleifen lassen kannst du das sicher nicht,
    ich würde nur wenn sie läufig ist versuchen Hundebegegnungen zu vermeiden,manche Hündinnen reagieren da zickiger,
    und grade wo deine Hündin doch jetzt lernen soll,souverän solche Situationen zu meistern,
    könnte ich mir vorstellen,dass das dann nicht so gut ist :smile:

    Und noch ein kleiner Tip am Rande,du schreibst oft dass du das Training abbrichst wenn du merkst,dass dein Hund beginnt keine Lust mehr zu haben,
    mein Trainer pflegte immer zu sagen und ich mitterweile auch,
    beende das Training besser bevor der Hund beginnt keine Lust mehr zu haben,
    also an einen Punkt wo er schon gearbeitet hat,aber trotzdem noch arbeiten will.
    Beende es immer dann wenn es am schönsten ist,
    denn das steigert die Lust und die Erwartungshaltung.
    Diesen Zeitpunkt zu erwischen,dass lernst du mit der Zeit,je besser du deinen Hund kennst,
    desto besser kannst du das einschätzen!
    Aber ich bin mir sicher das kriegt ihr hin,ihr macht das a schon gut!

    Wegen den Schwimmen während der Läufigkeit würde ich vorsichtig sein,
    habe Hexe damals auch während ihrer Läufigkeit schwimmen lassen,
    und zack hat sie eine Gebährmutterentzündung bekommen,
    das muss nicht passieren,aber das Risiko ist halt wärend der Läufigkeit höher,
    ich würde einfach nur mal ein Auge haben,also auch noch 1 bis 2 Monate nach der Läufigkeit kontrollieren,
    ob hinten so ein komischer weisslich-gelber Ausfluß kommt,
    oft fällt einen das Anfangs nicht auf ;)
    Ist absolut nicht böse gemeint,aber es ist immer gut wenn man da ein Auge drauf hat.

  • Hallo Hecuda,

    ok, dann werde ich jetzt vorrangig das Ignorieren fremder Hunde an der Leine üben und Alltagskram, wie Busfahren und Bahnfahren, denn das kennt Jenna auch nicht (und ich hatte so oder so vor es zu üben, es stand nur auf meiner "Prioritätenliste" weiter unten ;) ). Dann verschieben wir das Training im Freilauf mit anderen Hunden einfach einen Monat später, wir haben ja genug Zeit.

    Danke, deinen Tipp werde ich beherzigen. Ich werde da jetzt mehr drauf achten und sie genauer beobachten. (Ach, ich muss echt noch so viel lernen :/ )

    Ich danke dir nochmals, dann ist Schwimmen ab jetzt tabu. Und ich habe es auch nicht als böse gemeint empfunden. Da ich solche Sachen einfach nicht weiß und ich garantiert noch viele Fehler mache, bin ich für so etwas total offen!
    Denn nur so kann ICH mich verbessern, denn Jennas "Fehlverhalten" liegt nicht an ihr, sondern an mir.

    So der Bericht für heute:

    Sonntag, 03.April 2011

    Heute werde ich meinen Bericht nicht in "Morgens", "Nachmittags" und "Abends" teilen, da es heute einfach nichts nach dem Schema zu berichten gibt.

    Am Morgen schüttelte es wie aus Eimern und Jenna weigerte sich rauszugehen, so dass wir nur eine kurze Pipi-Runde machten.

    Dann übten wir gegen Mittag nochmal das "Rückwärts" was sie gut mitmachte und einige andere Dinge, wie über Hindernisse springen etc. Dabei nahm sie auch ca. 40 - 50g Futter auf.

    Da es immer noch regnete, war sie nicht zum Spaziergang zu animieren und ihr geht es gesundheitlich, glaube ich auch, einfach nicht gut.

    Jenna hat nämlich Durchfall, und zwar so einen, dass sie alle 2einhalb bis drei Stunden zum großen Geschäft rausgeführt werden muss. Des Weiteren scheint ihr übel zu sein, d.h., sie weigert sich zu Fressen, trinkt aber, denke ich, im normalen Maße.

    Auch hat sie einen großen Büschel unverdautes Gras erbrochen/hochgewürgt.

    Ansonsten scheint es ihr aber eigentlich ganz gut zu gehen, sie ist zwar etwas ruhig (ich denke, sie wird Bauchschmerzen haben), aber die Augen sehen wach aus, das Fell sieht auch normal aus, Schleimhäute sind auch in Ordnung.

    Ich glaube, es liegt an der Futterumstellung, wobei wir früher auch immer ca. alle zwei Monate das Futter umgestellt haben und sie nie wirklich Probleme damit zu haben schien.
    Naja, warten wir ab.

    Sie wirkt relativ fit, vielleicht wird es besser und wir können heute Abend noch ein bis zwei Stunden rausgehen. Eventuell könnte ich sie auch "zwingen" jetzt Gassi zu gehen, aber ich muss auch zugeben, dass Frauchen mit Fieber etc. bei dem Regen keine richtige Lust hat, rauszugehen ;) .
    (Wenn sie wollte, wäre ich aber gegangen)

    Noch bin ich relativ ruhig, aber doch schon besorgt.
    Hoffentlich geht es ihr bald besser, da wir nur am Dienstag zum Tierarzt können wegen der Arbeitszeiten meiner Eltern, nur im absolutem Notfall würde es am Montag gehen.

    Ach ja, ich habe ja versucht, ein Gespräch mit meinen Eltern wegen dem Leben im Haus zu führen. Jetzt habe ich zuerst mit meiner Mutter gesprochen und sie meinte, dass sie es sich überlegt, denn nur wenn sie sich auf meine Seite stellt, haben wir eine Chance "gegen" meinen Vater.

    Momentan möchte ich meinen Vater aber sowieso nicht darauf ansprechen, da wir uns heute erst wegen dem Hund gestritten haben ( wegen ihres Durchfalls).

    Ach ja, da fällt mit gleich noch eine Frage ein: Soll Jenna dann für heute nüchtern bleiben? Oder soll ich sie füttern, wenn sie doch fressen will? Was kann ich gegen die Bauchschmerzen tun?

    Liebe Grüße,
    Tinchen

  • Kurze Aktualisierung:

    So, Jenna scheint es besser zu gehen, sie ist jetzt seit 18:30 Uhr durchfallfrei. Hoffen wir, dass es so bleibt ;)

    Ich habe ihr heute auch kein Futter mehr gegeben, dass gibt es erst morgen wieder.

    Auch benimmt sich Jenna jetzt wie immer und sie sieht auch fit aus.

    Aus dem Grund wollte ich heute Abend mit ihr Gassi gehen, aber meine Mutter hat sich gesträubt ("Kind, mit 38,9°C Fieber gehst du mir nicht aus dem Haus!"), so war heute ein langweiliger Tag für Jenna, was mir total Leid tut :-/
    Ich habe auch ein total schlechtes Gewissen ihr gegenüber.

    Meine Mutter hat sie heute Abend zwar noch kurz für fünf Minuten rausgelassen, aber trotzdem.
    Der arme Hund, aber ich hoffe, dass ich in ein bis zwei Tagen wieder fit bin und wir mehr machen können.

    Wenn meine Eltern morgen arbeiten, hole ich sie vielleicht heimlich ins Haus zum Kuscheln und so. Ich muss nämlich morgen zu Hause bleiben und meine Eltern kommen erst gegen 18 Uhr nach Hause.

    Liebe Grüße,
    Tinchen

  • Mmmh....Ich geb jetzt gleich mal zu, dass ich nicht alles gelesen habe, nur die ersten Zeilen *lesefaul bin* :D
    Hast du dich mal über die Rasse informiert?? Bordercollies wollen beschäftigt werden und zwar nicht nur in Form von Bewegung sondern auch was ihre Intelligenz betrifft! Schaff dir Spiele an bei dem sie viel denken muss! Das ist für viele Hunde ärger als der längste Spaziergang (ersetzt die Bewegung natürlich trotzdem nicht!) Spielen allein fördert noch keine Bindung. Ein Hund braucht als Rudeltier jemanden der ihn führt, das heißt arbeite an der Unterordnung. Longieren ist meiner Meinung nach die beste Methode um eine Bindung zu stärken, ob ein Collie das mitmacht weiß ich nicht, müsste man halt probieren (auf den Versuch kommt's auch nicht mehr an)
    Zum Thema Fraustration: Solche Phasen hat jeder Hundebesitzer, aber es liegt an dir diese beiseite zu schieben und weiterzuarbeiten. Ein hund ist eine Lebewesen und kein Ding, welches ich nur 'benutze' wenn ich wieder Lust habe, dass muss dir klar sein, sonst wird das mit der Bindung nichts! Also kopf hoch, Schultern straffen und weiterarbeiten! :D
    Und zum Thema Papa: Wenn du hart daran arbeitest wird dein Vater einsehen, dass dir der Hund wichtig ist... Soviel ich weiß, ist ein Collie ein Familienhund (bitte korrigieren falls falsch) und daher sollte er auch in der Familie sein und nicht in der garage wie ein ungeliebtes Etwas....

    Gib nicht auf!!! Der Weg ist das Ziel und den 'perfekten Hund' hat keiner :)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!