Warum werden Hunde "Leinenaggressiv"
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ich habe mir den text grad mal durchgelesen.
und nun habe ich viele fragen....ist mein hund überhaupt ein lenenpöbler?
wir üben seit einem jahr das ruhige vorbeigehen an anderen hunden.haben mitlerweile jede möglichkeit durch,bis wir gefunden haben was uns am besten hilft.vor einiger zeit bin ich nun von der kurzen(2m) stadtkeine auf eine 4m leine gewechselt weil wir festgestellt haben das sam entspannter läuft wenn er an der langen leine ist.
sind wir zu zweit mit hund unterwegs ,nehmen wir die 10 m. leine.
ich bin sehr bemüht bei hundebegegnungen die leine nicht stramm u. kurz zu nehmen .versuche immer sam auf mich zu lenken.das klappt mal gut,mal nicht so gut.merke ich sam läßt sich nicht ablenken,dann lasse ich ihn am rand absitzen und stelle mich dazwischen(zwischen weg und hund)das dumme ist nur
wir üben was das zeug hält,machen schrittweise fortschritte und dann kommen da andere hundehalter und lassen ihren hund o. sogar mehrere einfach draufzulaufen obwohl wir mehrfach gebeten haben die hunde fern zu halten da wir im training waren.
nun kann ich meinen hund nicht von der leine machen,einmal ist hier überall(wirklich überall) im wald und feld leinenpflicht und ,ein abruf vom reh klappt noch nicht.....ausweichen ist oft auch nicht möglich,abblocken ebenfalls nicht(wir hatten schon hunde,die gingen dann einfach und kamen von hinten wieder ..)
mehrfach ist es nun in der letzten zeit vorgekommen das sam von anderen hunden haue bekommen hat.2x wurde er von hinten,von uns unbemerkt angegriffen,ohne vorwarnung.
einmal wurde er von einer frau gemaßregelt( andere wort fällt mir nicht ein),er hatte ihre auf ihn zustürmende hündin umgeschubst.nicht böse,sondern weil er toben wollte.
so schnell wie die frau dazwischen war ,konnte ich garnicht reagieren.ein anderes mal wurde er auf dem hundeplatz als er angeleint warten sollte,von einem mops verhauen,der nicht auf sein frauchen gehört hat.
seit dem sind alle knautschgesichter ein graus für sam
oder
wir treffen einen mann, 5 hunde ohne leine,ein neufundländer,3 jack russel,ein dackel.
beim ersten mal ,man am telefonieren,hunde kommen auf uns zu,der große drohend... meine bitte die hunde weg zu rufen wird ignoriert.da saß sam allerdings noch im auto.
beim 2. mal; man auf rad,baby im sitz hinten drauf,hunde alle ohne leine.diesmal war ich mit sam im wald.hab ihn sitzen lassen und gewartet bis der mann vorbei war.er hat diesmal die hunde abgerufen
beim 3. mal; einer der terrier jagd 2 rehe über den parkplatz in den wald,mann steht hinter 3 bäumen und ruft,pfeift ,ruft.ich bin mit sam ausgewichen,einen anderen weg gegangen,der neufundländer hinte runs her,am knurren....solche und ähnliche erlebnisse haben wir ständig.
am liebsten laufe ich mit sam zu zeiten wo ich weiß es sind keine weiteren hundehalter unterwegs.
dann läuft sammy super artig an der langen leine.nur wie soll denn sein verhalten anderen hunden gegenüber besser werden?
hunde die wir regelmäßig treffen und deren halter sich vernünftig verhalten,sind kein problem.da wird im schlimmsten fall mal kurz gehüpft und dann ruhig weitergegangen.
ach ja,sam zeigt keine agression,sonder totale unsicherheit in den meisten fällen.
z.b. war er total verunsichert als er die hündin umgeschubst hatte und diese nicht aufstand sondern einfach liegenblieb und er vom frauchen so angeschrien wurde.
ein anderes mal warf sich ein größerer junghund einfach vor ihm hin als der halter diesen an sam ran lies.sam schaute den kleinen verdutzt an und bekam am rutenansatz ne kleine bürste.auf unsere aufforderung ging er sofort mit weiter.lbin einfach nur noch ratlos !
lg kirsten
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19. März 2011 um 11:10
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Warum werden Hunde "Leinenaggressiv" - Vor einem Moment
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Ich hab mal eine Frage.

Warum klappen in den meisten Fällen Hundebegnungen ohne Leine sehr viel besser als mit?
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Bei diesem Thema bin ich leider auch am Verzweifeln.
Früher ist er ganz brav an der Leine gewesen. Dann hat er angefangen, ab und zu mal andere Hunde anzubellen.
Das wurde dann schleichend schlimmer.
Und als er dann mal gebissen wurde an der Leine, ist es ganz schlimm geworden.Alles habe ich bei dem Hund erreicht, was ich wollte, nur das kann ich nicht abstellen.
Da bin ich wohl ein totaler Versager.
Und da ich hier seeeehr wenige Hunden auf den Spaziergängen begegne, kann ich auch nie so richtig mit ihm üben.Also meiner war nicht von Anfang an so, also kann es ja nur an mir liegen, und das finde ich so schade.
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Zitat
Ich hab mal eine Frage.

Warum klappen in den meisten Fällen Hundebegnungen ohne Leine sehr viel besser als mit?
Fragst Du das im Ernst?
(Weil ich denke, Du kennst die Antwort
)Ohne Leine können Hunde viel klarer kommunizieren als mit.
Meist schleift Mensch sie ja frontal auf den anderen zu, damits geht's schon los.
Hunde würden einen Bogen laufen, das geht an der Leine nicht, wenn Mensch nicht mitmacht.
Ohne Leine hat Hund auch die Möglichkeit zur Flucht, mit Leine und Mensch dran hat er keine wahl, er muss da durch.Nimmt man dann noch die Leine kurz wird es für den Hund richtig unangenehm...
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Zitat
Fragst Du das im Ernst?
(Weil ich denke, Du kennst die Antwort
)Ohne Leine können Hunde viel klarer kommunizieren als mit.
Meist schleift Mensch sie ja frontal auf den anderen zu, damits geht's schon los.
Hunde würden einen Bogen laufen, das geht an der Leine nicht, wenn Mensch nicht mitmacht.
Ohne Leine hat Hund auch die Möglichkeit zur Flucht, mit Leine und Mensch dran hat er keine wahl, er muss da durch.Nimmt man dann noch die Leine kurz wird es für den Hund richtig unangenehm...
Ich frage, weil ich gerade ein paarmal in den Antworten etwas in der Richtung von "soll nicht selber regeln"... denn das ginge schief.
Das "nicht selber Regeln KÖNNEN" ist also nicht das Problem. Denn ohne Leine geht das ja.
WER zeigt also problematisches Verhalten an der Leine? -
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nun ja ich reihe mich jetzt auch mal ein in die Reihe der Versager, denn ich denke, dass ich aus Unwissenheit und dann aus Angst sovieles einfach nur falsch gemacht habe.
Mein Hund ist mit beiden Elterntieren aufgewachsen. Mutter kam mit 8 Jahren aus dem TH zu uns und mein Rüde war bei mir seit er 4 Mon. alt war. Der Rüde lief die ersten 1,5 Jahre fast immer offline, nur an der Strasse war er online. Die Mama konnte ich nur offline laufen lassen, da sie sich sonst an der Leine selbst erdrosselt hätte. Wir wohnten sehr ländlich und so war alles kein Problem.
Dann kam der ungeplante Nachwuchs, zwei Welpen - 1 Rüde und meine Hündin. Der Rüde ist ein sehr souveräner Vertreter - wie der Papa - wurde in sehr gute Hände vermittelt , die Hündin blieb bei mir, da wir keinen Besitzer gefunden habe und ich sie nicht in ein TH geben wollte. Also war ich der Meinung ok. ein eigenes Rudel, Eltern übernahmen teilweise Erziehung, was die UO und den Gehorsam betraf, wurde natürlich von mir geleistet und trotzdem waren im Nachgang betrachtet die Folge : kein Kontakt zu anderen Hunden, da in der ländlichen Umgebung andere HH keinen Kontakt wünschten. Also Huschu, dort wurden wir höflich rauskomplimentiert, da Xena schon damals sehr lautstark ihr Erscheinen angekündigt hatte und auch beim Spielen mit ihrem Vater sehr laut kommunizierte.
Mit ca. 3 -4 Jahren erlebte sie 3 Angriffe in einer Woche, die weder ich noch der andere HH verhindern konnte. Also war der Kontakt zu anderen Hunden weiterhin nicht möglich, waren ja noch Mama und Papa da.
Dann wieder ein Umzug, noch ländlicher - aber Kontakte zu anderen Hunden möglich, nur war es bei meiner Xena nicht mehr möglich ihr den sicheren Umgang zu Artgenossen zu ermöglichen, sie wurde richtig ruppig, sodaß ihr Vater ihr immer wieder in die Parade fuhr und sich Xena immer wieder an ihm orientierte, aber mit anderen Hunden wollte sie nichts mehr zu tun haben. Für mich kein Problem, sie hatte ja noch Papa, denn Mama war inzwischen schon so alt ( 14 Jahre) die wollte nur noch ihre Ruhe.
Mit 15 Jahren alt, blind und taub, Arthrose in den Knochen hab ich ihre Mama über die RBB gehn lassen.Auch mit Fremden hatte Xena immer so ein paar Problemchen, sie war einfach unsicher, das habe ich einfach schlichtweg übersehen, denn eigentlich hat ihr nie jemand etwas getan. Wenn eine Hand zum Streicheln kam, duckte sie sich einfach weg und wich aus, das war dann das erste Mal, wo mir bewußt auffiel, halt hier ist etwas nicht ganz richtig. Also habe ich ihr immer wieder gezeigt, fremde Leute - kein Problem, alle wollen Dir nix böses. Sie hat es dann auch recht schnell erkannt, die Leute wußten auch sie müssen warten bis die Neugierde meines Hundes zu groß war um sich ein Leckerchen entgehen zu lassen. Das ist immer besser geworden, sie hat bis heute nur noch eine kleine Angstschwelle, aber meist siegt die Neugier.
Vor 2 Jahren dann der größte Umbruch in ihrem bisherigen Leben. Wir zogen vom Land in die Großstadt, alles anders, viele Hunde, viele Strassen, viele Menschen und vollkommen ungewohnte Situationen im alltäglichen Umgang, denn ihr Vater wurde schwer krank, brauchte schwere Medis und konnte nicht mehr mit ihr toben und auch die Spaziergänge mussten drastisch verkürzt werden.
Dann letztes Jahr - der größte Schock für meine Xena, da musste ich ihren Vater über die RBB gehen lassen und der war eigentlich immer ihr Führer. Sie war so auf ihn fixiert, dass es mir heute noch, nach fast einem Jahr, nicht möglich ist ihr die nötige Sicherheit zu geben, im Gegenteil - ich machte nach dem Tod ihres Vaters, die elementarsten Fehler die ich machen konnte.
Ich wich anderen Hunden immer aus, verkrampfte und brach in Angstschweiß aus, wenn ich nur von weitem einen anderen Hund sah. Solange ich ausweichen konnte, war ich weg. Erst ganz langsam und nach kräftigem Kopfwaschen seitens meines Partners kam ich langsam aus meiner Schockstarre heraus, in die ich nach dem Tod ihres Vaters gefallen bin. Nun habe ich, mit mal mehr und mal weniger Erfolg bewußt einige Baustellen in Angriff genommen. Hunde auf der anderen Strassenseite werden größtenteils ignoriert, Hunde vor und hinter uns werden auch ohne Pöbeleien hingenommen, nur uns entgegen kommende oder überraschend auftauchende Hunde werden weiterhin lautstark verbellt, Xena baut die Bürste , vom Hals bis zum Hinterteil reichend auf und sieht aus wie eine Hyäne, gebärdet sich wie irre an der Leine, sodaß wirklich jeder denkt sie ist aggressiv und Hu- kontakte seltenst zu Stande kommen.
Kann die HH auch verstehen, aber wir verzeichnen auch ab und an Erfolge, die mit reichlich Lob belohnt werden. Letztens erfolgte ein Kontakt mit einem Chi ( sieht aus wie ein Dingo, nur wesentlicher kleiner), der mich vollkommen ins Staunen kommen ließ. Beide Hundis beschnüffelten sich, der Chi hüpfte an Xena hoch, da er sich wirklich freute und meine Xena - zwar an der Leine, aber ohne Bürste, ließ es sich gefallen. Man merkte ihr aber das Unwohlsein an, denn sie stellte sich seitlich und beobachtete den anderen Hund, aber keinerlei Aggressivität. Wenn es möglich wäre mehr von dieser Art Kontakten zu haben, denke ich würde sie sehen, dass andere Hunde nicht immer was böses vorhaben.Nun ja wir arbeiten weiter und an mir liegt wohl weit mehr Unsicherheit, die ich meiner Xena weiter gebe durch die Leine.
Wir geben aber nicht auf.
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Hi,
ich finde eure Selbsteinschätzungen sehr ehrlich.

Nun habe ich noch mal überlegt was bei uns anders lief / läuft.
Wir fahren ja fast täglich in den Grunewald oder aufs Feld und somit treffen wir seeehr viele Hunde. Buffy wurde im Wald mal schwer zusammen gebissen und Rowdy auch schon mehrmals getackert und bei Fussel konnten wir es soweit immer verhindern, obwohl er auch schon oft attackiert wurde. Klar im Wald laufen sie, wie alle Hunde, offline und gestörte Hunde gibt es nun mal in Ballungsräumen, die heißt es zu erkennen und Attacken abzublocken.
Ich habe meine Hunde mal beobachtet, ob nun im Wald oder an der Leine.
Sie haben dieses Gespür Hunde gut zu lesen, genauso wie ich bei Hund und Halter.Rowdy und Fussel sind eher die unbedarften Hunde die auf Hundebegegnungen entspannt entgegenlaufen. Doch merken sie sofort wenn ein Hund nicht koscher ist, bleiben stehen, kommen zurück oder laufen im leichten Bogen um den Hund. Buffy braucht dann mehr Abstand und läuft in einem Radius von 15 – 20 Meter um den Hund herum.
Kommen Auslaufdienste mit teilweise 15-20 Hunden muss ich wiederum sehr gut schauen welche Hunde aus dieser Gruppe eventuell pöbeln wollen und diese Hunde abblocken und den Leiter der Ausführgruppe darauf hinweisen. Rowdy und Fussel gehen relativ ruhig durch diese Ansammlung, doch Buffy geht dann einen noch größeren Bogen, teils 40 Meter, um die Gruppe herum.
Es hat sich mittlerweile so eingespielt das die Auslaufdienste dann ihre Pappenheimer kennen und sie anleinen wenn wir kommen.Nun kommen wir zu den Pipirunden um unseren Block.
Buffy und Fussel sind an der Leine, Buffy an der Flex, Fussel an einer 2,20m Führerleine und Rowdy darf offline laufen.Ich schaue mir entgegenkommende Halter und Hunde genau an und es stimmt fast zu 100% (Wies Herr so is Gescherr ). Da kommt der aufrechtgehende Mann der souverän mit seinem Rottweiler, am Bein, des Weges geht. Die unsichere Frau die einen kläffenden Westi führt und die hektischen Halter, die hochrot im Gesicht und hektisch am Hund reißend, schreiend nicht wissen was sie machen sollen und mit einem gestellten, hilflosen Grinsen im Gesicht versuchen die Situation zu erklären.
Suspekt sind mir auch die Halter die normal auf einen zugehen und drei Meter vorher nach dem Geschlecht unserer Hunde fragen und die Hunde, dieser Leute, in dem Moment kläffend in der Leine hängen.Wie gehen unsere Hunde damit um. Ich bin der aufrechtgehende Mensch der nicht viel spricht und nur kurze Anweisungen an die Hunde gibt. Rowdy und Buffy umkurven diese Hunde in einem mehr oder weniger großen Bogen (daher die Flex für Buffy), klar erfassen sie die Stänkerer und wollen nur ruhig ihren Weg fortsetzen. Fussel, der hier oft angegriffen oder überrollt wurde, orientiert sich unsicher an meinem Bein und ich gehe mit ihm zusammen im Bogen um den Hund. Ist der Weg zu eng, wechsle ich die Straßenseite.
Ich denke unsere ruhige und souveräne Führung macht die Hunde sicher und sie wissen wohl das wir sie richtig führen. Es ist wohl eine gesunde Mischung aus Bauch – Herz – Kopfgefühl und nicht alle Menschen beherrschen es.
Ich bin mir auch sicher der Auslöser ist immer am anderen Ende der Leine, egal was der Hund durchgemacht hat (schlechte Erfahrungen, Bissverletzungen etc.) wie bei uns.Darum finde ich es hier im Forum recht schwierig bis unmöglich Ratschläge zu geben, da oft nur die Verhaltenweisen der Hunde beschrieben wird, aber der Mensch dahinter nicht zu analysieren ist. Hier gegebene Ratschläge auszuprobieren finde ich teilweise sehr fatal, da jedes Mensch – Hundgespann andere Problematiken aufweist.
So ist der Weg zu einem Profi immer anzuraten, doch das ist oft nicht so einfach. Zu viele schwarze Schafe tummeln sich unter den Hundetrainern und den „richtigen“ zu finden ist oft ein schwieriges Unterfangen.
Ich versuche immer einen aggressiven Hund nicht als diesen zu sehen und ich weiß ja das der Auslöser hinten dran steht, doch Männe ist da nicht so sensibel.
Bei Attacken hat er seine eigenen Praktiken. Wir haben noch nie einen angreifenden Hund geschlagen oder getreten, doch Männe reagiert da blitzschnell je nach Typ des Hundes. Da wird mal das Halsband zugedreht und der Hund abgehoben, ein Hund der sich auf Buffy stürzen wollte in den Schwitzkasten genommen, da er sich aus den Halsband gewunden hat, oder ein kleinerer Hund am Hintern und Nacken gepackt und durch die offen stehende Autotür, wo er vorher rausstürzte und auf Rowdy losging, wieder schwungvoll hinein manövriert wurde. Keiner dieser Hunde hat reagiert, da es viel zu spontan kam und sie wohl sehr verblüfft / beeindruckt waren.
Danke für eure sehr interessanten Berichte und ehrlichen Selbsteinschätzungen und nur dann kann man an dem Problem herangehen und arbeiten, denn wenn man es nur an den Hund festmacht wird / kann es nicht klappen.
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Jayco, der Hund meiner Eltern, ist leinenaggressiv, weil er unsicher ist, was wiederum meine Mutter (die in der Regel mit ihm spazieren geht) etwas unsicher macht, was Jaycos Leinenaggression noch verstärkt. Jayco ist da wirklich extrem sensibel was Stimmungen angeht, noch mehr als viele andere Hunde.
Woraus seine Unsicherheit genau herkommt, können wir allerdings auch nicht sagen, da er mit diesem Problem schon aus dem Tierheim zu uns kam. -
Zitat
Ich hab mal eine Frage.

Warum klappen in den meisten Fällen Hundebegnungen ohne Leine sehr viel besser als mit?
ZitatIch frage, weil ich gerade ein paarmal in den Antworten etwas in der Richtung von "soll nicht selber regeln"... denn das ginge schief.
Das "nicht selber Regeln KÖNNEN" ist also nicht das Problem. Denn ohne Leine geht das ja.
WER zeigt also problematisches Verhalten an der Leine?Für mich folgt aus Zitat A nicht wirklich Zitat B. Wenn der Hund an der Leine eingeschränkt ist (und das ist er ja meist), kann er ja tatsächlich nicht wie gewohnt kommunizieren. Und nicht ausweichen oder hin können oder sich in eine Spielaufforderung retten oder was auch immer. Also ist das Problem schon da, ohne dass der Mensch was zu tut. Für den Hund ist es unangenehmer. Und genau da spielt für meine Begriffe durchaus rein, wie sehr der Hund seinem Menschen vertraut oder die "Ansage" bezüglich der Vorgehensweise einfach akzeptiert. Mal ausgehend vom unsicherem "Hund": Da krabbelt eine "riesige" Spinne auf mich zu. Ich kann nicht weg, da angebunden. Frei würde ich mir denken, okay, was auf Abstand gehen und dann mal schauen, wie wir so aufeinander reagieren... Angebunden geht das nicht. Wenn ich dann was unsicheres am anderen Ende der Leine habe, ist das der Tropfen, der das Faß zum überlaufen bringt. Vertraue ich dem anderen Ende und das teilt mir mit, alles halb so wild, kann ich trotz kurzer Leine ruhig bleiben.
P.S: Lucy findet unangeleint aufdringliche Hunde genau so doof wie frei laufend und Grisu ist angeleint bei Erzfeinden deutlich friedlicher, als ohne Leine...
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Zitat
Hi,
Ich bin mir auch sicher der Auslöser ist immer am anderen Ende der Leine, egal was der Hund durchgemacht hat (schlechte Erfahrungen, Bissverletzungen etc.) wie bei uns.
Also ich finde das kann man so nicht sagen. Gerade schlechte Erfahrungen können für einen sensiblen Hund sehr traumatisierend sein. Seih froh, dass es bei deinen nicht so weit gekommen ist...
Ich hatte ja Leinenpöbler-Erfahrung - Kira kam aus sehr schlechter Haltung und ich habe viel falsch gemacht - vor allem am Anfang, dadurch hatte ich aber schon ein enormes Wissen, weil ich mich mehrere Jahre intensiv mit dem Thema beschäftigt hatte.
Hatte auch immer diese ich nenne es mal "Arroganz": Was muss man den bei einem Welpen falsch machen, damit der zum Pöbler wird.
Bei unserem mittleren Rüden ist ja auch alles Tutti... 
Tja, dann wurde ich aber eines besseren belehrt. Und das OBWOHL ich sehr ruhig und entspannt war bei Hundebegegnungen NICHT ZURÜCKZIEHE AN DER LEINE (was mM nach tatsächlich ein häufiger Auslöser für Leinenaggro ist), ich habe ihn nicht zu jedem Hund hingelassen an der Leine, ich war in der Hundeschule wir haben von klein auf auch Hundebegnungen mit den Pensionshunden trainiert. Und du kannst mir auch glauben ich gebe mir sehr viel Mühe mit meinen Hunden - ich bin weit davon entfernt perfekt zu sein, aber ich kann meiner Meinung nach schon behaupten, das ich weit mehr Zeit in die Sozialisation meiner Hunde investiere, die Hundesprache besser kenne und weniger Fehler mache als der Durchschnittshundebesitzer... und trotzdem ist es mir passiert...
Ich gebe zu als er die ersten paar male (das ging anfangs sehr schleichend) reagiert hat - wusste ich nicht recht woher es kommt, dachte es wäre eine Unsicherheitsphase und dann ging irgendwann auch bei mir (grade aufgrund meiner Vorgeschichte) das Kopfkino irgendwann los und damit fing der Teufelskreis an - ABER hätte es die schlechten Erfahrungen nicht gegeben wäre ich ja total relaxxt gewesen, das war also nicht der ursprüngliche Auslöser für das Verhalten, auch wenn meine Kopfkino das verstärkt hat. Hoffe das war jetzt einigermaßen verständlich

Finde aber trotzdem man kann so einen Satz nicht stehen lassen - es gibt so viele Leute, die viel Hundeerfahrung haben und sich Mühe geben und z.B. Pöbler bei sich aufnehmen, die das Verhalten schon jahrelang zeigen und (deshalb) im Tierheim sitzen und dann pauschal auf alle "herabzugucken" finde ich einfach nicht richtig.
Lg Caro & der kleine Schwarze
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