5 Monate alt - manchmal auspowern oder immer schonen?

  • Ja, ich mußte die Lebensfreude irgendwann unterbrechen, weil der Hund nicht mal dran gedacht hätte. Mein Nachwuchsterrier war rassetypisch offenbar schon mit Topkondition geboren, wurde (und wird!) also unter Adrenalin schlicht nicht müde. Oder vielmehr: Sie merkt es nicht.

    Insofern gab's am Anfang eben nur eine kurze Tobezeit, dann habe ich sie abgefischt und bin mit ihr alleine ruhig weitergegangen, immer mit ein paar interessanten, belohnungsträchtigen Spielchen wie Baumstamm-Balancieren, so daß ihr der Abschied von den anderen auch nicht schwer wurde.

    Nach dem sechsten Monat durfte sie dann immer länger mit anderen gehen, und weil wir bei der Hundedichte hier auch noch in der glücklichen Lage sind, sogar je nach Tagesform passende Spielpartner auszusuchen, hat das auch reibungslos geklappt. Heute ist sie ein fröhliches, fittes Muskelpaket von anderthalb, aber nach wie vor rassetypisch extrem: Irgendwann mal Schluß zu machen, fiele ihr nicht ein. Das ist immer noch mein Job - und wird es wohl auch bleiben.

  • Ich glaube ich würde aufhören bevor der Hund total erschöpft und hechelnd am Boden liegt. Kondition kannst du dann mit einem Jahr immer noch aufbauen, ich finde in dem Alter ist Konditiontraining nicht gerade das wichtigste.... ;)

  • Was meinst du mit Auspowern? Mein Kleiner ist jetzt sieben Monate alt und wir machen lange Spaziergänge und er darf so lang wie er will mit anderen Hunden spielen, aber ich laste ihn nicht gezielt körperlich aus. Er darf noch nicht am Rad mitlaufen und ich werf ihm seinen Ball/Dummy maximal dreimal hintereinander, dann ist wieder Schluß. Fit ist er schon, er trabt auf langen Spaziergängen mühelos mit und schafft es dabei noch Faxen zu machen.

  • Biomais: dass waren ein paar konkrete Fragen von Spikybub...

  • Ich habe da nie so wirklich nach Konzept gearbeitet, sondern eher auf mein Gefühl gehört.

    Wenn wir länger unterwegs sind, dann hock ich mich zwischendurch hin, das ist für Bruno ein Entspannungszeichen und er kommt zu mir, kuschelt sich zwischen meine Beine und lässt sich streicheln, kommt runter und entspannt. Danach geht es locker weiter. Hin und wieder fordert er die Entspannung auch ein, dann merke ich, dass er eine Pause braucht.

    Kondition hat Bruno schon ordentlich. Gestern waren wir 1 Stunde am Strand, wieder mit Entspannungspausen, und er war danach weder überdreht noch todmüde.

    Ich würde es einfach mal ausprobieren, wie er nach mehr Belastung reagiert.

  • Ich finde in dem Alter die Koordination erheblich wichtiger als die Kondition. Die kommt später noch von ganz allein. Auch ist es super, wenn du nur solange draußen bist, wie er es auch entspannt verarbeiten kann. Das erspart unter Umständen viel Stress.

    An deiner Stelle würde ich weitermachen wie bisher, ihn auch mal spielen lassen wenn es sich ergibt und kein schlechtes Gewissen bekommen, wenn es mal so lang war, dass er auch mal sichtbar müde ist.

    Ich habe meinen Flokati mit ca. 16 Wochen bekommen. Er war da schon super drauf, ist lustig rum gelaufen, hat gern draußen mit mir und anderen gespielt und ich fand das wirklich super-schön. Ich habe damit dann am Anfang unbewusst ziemlich übertrieben. Aber er zeigte auch nie irgendwelche Erschöpfungszustände. Mit ca.13 Monaten habe ich dann die Reißleine gezogen. Meine Trainerin erklärte mir, dass Pedro ein unheimlich hohes Stresslevel hat und daher auch bei der Erziehung nicht wirklich Fortschritte macht (mal war er super, dann hat wieder nix geklappt,habe ihn nur noch mit schlechtem Gewissen überhaupt vonder Leine lassen können) Wir mussten vor allem anderen den Stress abbauen damit er überhaupt wieder in der Lage war irgendwas zuverlässig zu lernen. Das ganze dauerte etwa 6 Monate ... . Inzwischen üben wir wieder alles mögliche, damit er irgendwann auch an der Leine entspannt an allen anderen Hunden vorbeikommt, ich ihn wieder guten Gewissens von der Leine lassen kann und er damit endlich mal wieder unbeschwert mit anderen Hunden spielen kann. Seine Koordination ist auch ziemlich schlecht. Das macht sich oft bemerkbar, wenn er die hinteren Beine nicht nachsetzt (z.b. beim treppensteigen) sondern hinterherhoppst. Oder wenn er auf Baumstämme klettern darf - dann folgt das hintere Ende vom Hund meist unkoordiniert.

    Im Nachhinein betrachtet, mit vielen Informationen von der Trainerin, aus diversen Büchern und dem Internet ist mir klar, dass das lustige rumgehüpfe, und alle anderen teilweise wirklich netten Verhaltensweisen eher Übersprungshandlungen waren und er Ruhe Ruhe Ruhe viel nötiger gehabt hätte als jede Menge Action draußen.

    Ich wünsch dir viel Spaß mit deinem kleinen großen

    Conny =)

  • Danke für eure Meinungen.
    1 Stunde gehen ist für ihn kein Thema, er kann auch 8 Apportel suchen. In beiden Fällen ist er danach ruhig, nicht müde.
    Nur das Spiel mit anderen Hunden (wenns länger ist) powert ihn total aus - da habe ich mich gefragt ob ich es 1. dann eben nicht so lange zulasse, 2. ihn besser trainieren sollte oder ob es 3. einfach okay ist wenn er dabei ab und zu einfach eben ausgepowert ist.

    Ich habe mich für hauptsächlich 1 und ein bisschen 3 entschieden ;-)

    Ach parallel kam der Beitrag von Conny - DANKE!
    Du hast meine Fragen gelesen =)
    Das freut mich.
    Hast mir geholfen.

  • Hey Spiky brother!

    wie gehts Dir immer so? Mir gehts super.

    Also ich wollte Deinem Frauchen sagen, dass mich die 1 Stunde Hundeschule in der Woche eher aus"powert", als das Spielen mit Hundefreunden. Ich weiß, das klingt komisch, denn wir dürfen da nur am Anfang so 5 Minuten miteinander spielen und erst am Schluss wieder. Aber das ständige Aufpassen dazwischen und die Konzentration, die mich das kostet, trotz so vieler Spielkameraden, die in der Nähe mehr oder weniger gut mitmachen und mich auch ablenken wollen, das schafft mich auch konditionell ganz schön. Jedenfalls freu ich mich Sonntags dann immer sehr aufs Fressen und schlaf anschließend auch 2 bis 3 Stunden ganz ganz fest. Gelernt habe ich dort aber echt schon superviel! Was meinem Menschen so mit das Wichtigste ist, das Kommen auf Ruf egal in welcher Situation und in unserer Straße ohne Leine "bei Fuss gehen" kann ich schon perfekt und mach das zur Zeit auch einwandfrei. (Manche Menschen sagen allerdings, dass ich das in der Pubertät wahrscheinlich manchmal "vergessen" werde, aber soweit bin ich ja noch nicht.)

    Ansonsten bin ich immer so zwei mal am Tag im Schnitt je eine bis 1,5 Stunde in unserem Park, wo ich fast immer viele Freunde treffe, mit denen ich spielen und rennen darf. Manche wollen lieber ein bisschen rangeln, andere wollen mehr rennen, wieder andere laufen nur mit der Nase am Boden durch die Gegend und buddeln ab und zu ein Loch. Und ich mach je nach Lust und Laune mal beim einen, mal beim anderen mit. Meine Tierärztin hat gesagt, dass ich das machen darf, solange das keine gleichförmige gleichmäßige Belastung ist. Also so, wie z.B. 10 min. gleichmäßig joggen. Denn beim Spielen sind unsere Bewegungen sehr vielfältig und die so schädliche Dauerbelastung auf einzelne Körperpartien entsteht so nicht. Und außerdem machen wir Hunde immer Pausen, auch wenn es nur ganz kurze sind, und deshalb wäre das so auch in Ordnung.
    Zwischendurch ruft mich mein Mensch mal zu sich und verlangt ein kurzes "Sitz" oder "Fuß", was mit tollen Leckereien belohnt wird. Oder er verbietet mir auch, irgendetwas herumliegendes, sehr wohlriechendes zu fressen, was ich allerdings noch nicht zu 100% befolge.... ;-)

    Was mein Mensch mit mir noch nicht macht, sind: Wanderungen oder ausgedehnte Spaziergänge mit Start und Ziel, Bergwanderungen, Radfahren, Joggen, irgendwelches Spielzeug werfen, dem ich hinterherrennen würde, und ähnliches. Noch trägt er mich sogar lange Treppen runter, obwohl ich schon 20 kg wiege. Ob das für den Bewegungsapparat meines Menschen alledings so gesund ist .... ;-)

    Und noch was möcht ich Dir erzählen:
    Die Welt ist soo klein. Ein Hundemensch hat heut im Park erzählt, dass er noch eine Hündin namens Shiva kennt, die auch ein Ridgeback-Riesenschnauzer Mix ist, so wie wir. Als er hörte, dass Jamba, wie Shiva, ebenfalls ein halbes Jahr alt ist, telefonierte und fragte er ein bisschen rum und es stellte sich raus, dass Shiva eine unserer Schwestern ist!!! Und wir werden sie diese Woche treffen!!! Ist das nicht cool? Ich freu mich schon total!!!

    Alles Gute und bis hoffentlich bald mal wieder!
    U'r sista Jamba

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