Verhalten bei Hundebegegnungen

  • Ich weis, das hilft jetzt nicht viel, aber ich bin der festen Überzeugung, dass ihr das Problem in den Griff bekommt, wenn ihr voll dabei bleibt :gut:

    Wir haben auch noch einen tollen Erfolg heute gehabt:
    Wir waren zum Grillen heut Nachmittag bei Freunden, wovon der "Gastgeber" selbst Hundehalter ist. Eine alte, schon sehr kurzatmige Appenzeller-Hündin. Da Shira schon vom Gassigehen mit 8 Hunde-Freunden ziemlich müde war (das lief übrigens auch ohne Ausraster!), habe ich es gewagt, sie mitzunehmen.
    Die Appenzeller-Dame war nicht so begeistert, hat Shira dann aber links liegen lassen. Und letztlich haben sie sich einfach ignoriert :) Kein Theater von Seiten Shiras, Abrufen und Beruhigen ging super einfach und wir konnten entspannt mit 2 Hunden im Garten sitzen.

  • Wow, tolle Fortschritte habt ihr da schon gemacht :)

    Wir haben das "Zerren und Bellen" erst seit zwei Wochen und ich habe es von Anfang an eigentlich so gemacht, wie du hier beschrieben hast. Nur muss ich zugeben, dass (weil es ja noch recht frisch ist) ich auch ab und zu "rumprobiert" habe, wie er auf bestimmte Sachen reagiert. Deswegen zeigen sich bei uns noch keine Erfolge. Aber ich dachte, ich finde vielleicht was, worauf er anspringt. War wohl nix :D
    Wobei auch dazu kommt, dass uns leider öfter andere Hunde in die Leinensituation rein platzen, weil die Wege eng sind und die Anderen sie eben nicht kurz nehmen oder aber die Hunde frei laufen (deswegen leine ich meist ab, wenn ich vom weiten freilaufende Hunde sehe).


    Mit dem Entspannungssignal habe ich auch schon vor einer Weile angefangen. Kann mir da jemand sagen, wie lange/ oft ich das "aufladen" sollte, bevor ich das wirklich mal in einer stressigeren Situation nutzen kann, ohne es mit dem hohen Erregungslevel zu verknüpfen?
    Ich habe leider am Tag nicht so oft die Gelegenheit das zu nutzen, deswegen muss ich ganz ehrlich sagen, habe ich den Eindruck, dass er bisher gar nichts mit dem Wort verknüpft.
    Dabei würde ich es so gerne bei Besuchen in fremden Wohnungen nutzen, wo er immer auf einem sehr hohen Erregungslevel ist und mir immer mal wieder "kippt".
    Ich hatte gehofft, dass ich es nächstes Wochenende (Familiengeburtstag) nutzen könnte. Übe jetzt auch schon einige Wochen. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass das Ganze ihm gar nix sagt.
    Muss ich doch mit Geruch oder so arbeiten? Fände ich für die (ggf. spontanen) Besuchssituationen ziemlich unpraktisch...

  • huhu, man kann leider pauschal nicht sagen, wie lange, oder wie oft man da Entspannungssignal Konditionieren muß.
    Bei meinem Ridgeback habe ich, noch bevor ich wußte, dass es sowas wie ein mit Absicht konditioniertes Entspannungswort geben könnte, eins aufgebaut - wenn wir von draussen reingekommen sind, haben wir meistens zusammen auf dem Sofa gelegen, ich hab ihn gekrault und er ist eingeschlafen - und dabei hab ich einfach immer mal wieder "Jetzt mußt du aber schlaaaaaaaaaaaaaafen" gesagt....
    Nu ist da son Wort, das ruft man halt nicht über die Wiese, wenn das Spiel ein wenig entschleunigt werden soll... :headbash:

    Deshalb haben wir ein neues aufgebaut - aber das "schlaaaaaaaaaaaaaaaaaaaafen" funktioniert auch noch immer...

    Manchmal sieh man nicht so viel - vielleicht geht der Schwanz in bißchen runter, die Körperspannung geht etwas runter, er ist einen Tick mehr ansrechbarer...
    Man muß dann halt gleich was machen - das Fensterchen "entspannteralsvorher" nutzen, sonst geht die Spannung ziemlich schnell wieder hoch, wenn sich die Situation ansonsten nicht geändert hat.

  • Ich hatte halt (weil ich es irgendwo in dem Zusammenhang gelesen hatte) daran gedacht, es eben bei Besuchen zu benutzen, um ihn ein bisschen runter zu holen und dann eben dazu zu bringen, dass er sich irgendwo bei mir hinlegt und merkt, dass er gar nicht so gestresst sein muss (erst knabbert er alles an, hechelt, tapert durch die Gegend, irgendwann vergisst er dann seine Beißhemmung, die zu Hause gar kein Thema mehr ist und verpasst mir die ein oder andere Macke).

    Bei uns ist es deswegen auch ein "Schlafenszeit" :hust: (hab ich irgendwie vom Babysitten so übernommen), weil es mir ja wirklich darum ging, dass er sich hinlegt und zur Ruhe kommt (mit zusätzlichem "Platz" Kommando oder so dann eben).

    Nur habe ich bisher nicht den Eindruck, dass er in irgendeiner Weise darauf reagiert. Im Besten Fall guckt er mich verständnislos an, im schlechten reagiert er gar nicht.

    Naja, ist hier jetzt auch zu sehr OT, dachte nur, weil gerade der Begriff fiel...


    Aber was mir grad noch einfällt, ich habe dann unbewusst auch etwas, das in die Richtung geht. Das könnte man vielleicht irgendwann sogar für Situationen unterwegs nutzen. Unser "langsam". Das gibt es immer, wenn er in der Wohnung zu sehr aufdreht oder im Spiel mit anderen Hunden. Wirklich bewusst geübt habe ich das mit ihm nie, aber durch die Ansprache hat er dann schon meistens einen Gang runter geschraubt.
    Und irgendwie hat es sich dann so eingeschlichen, so dass es in den meisten Situationen tatsächlich hilft. Es sei denn, er dreht gerade im Spiel extrem hoch, dann nehme ich ihn aber ohnehin ein paar Minuten an die Leine, bis er wieder ansprechbarer ist.

    Vielleicht lässt sich ja damit irgendwann was machen, danke dir ;)

  • Nachtrag: Ich habe es gerade mal wieder (wie eigentlich jeden Abend) benutzt, weil er gerade dabei war sich vor der Couch einzukringeln. Tja, was war "Ansprache von Frauchen, wie spannend" und steht erwartungsvoll vor mir :headbash:
    Und ich mache das bestimmt seit 3 Wochen, wenn nicht länger fast jeden Abend 1, 2 Mal. Nur tagsüber ergibt sich selten die Möglichkeit. Und ich habe bei ihm bisher festgestellt, dass er Dinge schnell vergisst, die er nicht wenigstens ansatzweise verknüpft hat. Also wenn ich ein paar Minuten was mit ihm übe, weiß er das in der Regel nur dann am nächsten Tag noch, wenn er das Prinzip schon verstanden hatte (muss natürlich nicht perfekt sitzen).

    Naja, ich bin zu ungeduldig. Ist ja noch ein Baby und jetzt auch nicht super eilig ;) Wäre nur schön gewesen, wenn ich ihm den Geburtstag hätte erleichtern können...

  • Nochmal kurz OT:

    Wenn ich Shira in eine fremde Wohnung mitnehme (z.B. anfangs immer zur Oma), nehme ich eine Decke von ihrem Schlafplatz zuhause mit. Am besten schon gut eingehaart und oft benutzt.
    Ich habe festgestellt, dass Shira vieeeel schneller ruhig wird, wenn ich ihr IHRE Decke irgendwo in Reichweite hinlege - dann weis sie, wo sie hinkann, weil die Decke immer = Ruhe ist.

    Vor allem gut wenn der Hund das Kommando "Decke" (oder Ähnliches) kennt und sich auf Selbige schicken lässt.
    Im Fall der Oma führte das mitnehmen der Decke dazu, dass sie nichtmehr stundenlang aufgekratzt herumtigerte sondern nach einigen Minuten schon dösend auf ihrer Decke liegt und auch stundenlang ruhe gibt :)

    Also nimm dem Zwerg seine gewohnte Decke/Ruhemöglichkeit mit! VIelleicht entspannt das.

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