Probleme: Jagen/ziehen/bellen

  • Zitat

    Das schreckt einen stark triebigen Jagdhund nicht und nicht jeder Jagdhund lernt Katzen im Haus zu akzeptieren, zumindest nicht bei einem Hundeanfänger.

    Dann muß man das Hundi beibringen! Der ist 4 Monate alt, also genau in Lernphase! Wenn man natürlich nur zuschaut, wie Wauzi die Katze durch`s haus jagt, dann denkt der kleine, Jippi was für ein tolles Spielzeug!!!

  • Zum Thema jagen ... wir haben 4 Katzen und einen extrem jagdorientierten Hund. Es gibt für ihn nix schöneres als die Hatz. Es hat eine Woche gedauert bis er ganz klar wußte, dass er die Katzen nicht jagen darf und ein Jahr, bis das rennen der Katzen für ihn kein Reizauslöser mehr war.

    Du mußt immer schneller sein als dein Hund. Um schnellen Zugriff auf deinen Hund zu haben lass ihn mit einer kurzen Schleppe am Geschirr rumrennen, so kannst du ihn immer abfangen, wenn er auf deinen Abbruch nicht reagiert. Er muss lernen, dass er mit dem Verhalten nicht durchkommt.

    Er muss lernen, dass Familienmitglieder nicht gefressen werden :D

  • Hallo,
    ich würde den Hund zuerst mal gar nicht mehr freilaufen lassen, wenn er so gerne Katzen jagt, ist das sehr gefährlich. Vielleicht ist er durch sein quirrliges Verhalten auch eine Bedrohung für kleine Hunde und Kinder.
    Vor allem weil er nicht abrufbar ist. Nimm ihn doch erst mal an eine lange Schleppleine.
    Dass er nach Hause zieht ist verständlich. Er will zurück ins sichere Nest, dass kann man einem Welpen wohl nicht verübeln.

    Also Richtungswechsel und ein Aufmerksamkeitssignal wie:" Schau" solltest du machen und ab und zu verstecken, wenn er unaufmerksam ist und dann rufen. Er muss vor allem lernen, dass er mehr auf dich achtet und nicht auf irgendwelche Katzen die da rumrennen.

  • Zitat

    aber wenn er dann zieht, hat er auf gar nichts mehr Bock.


    Oh ja die Aufmerksamkeit von solchen Windiarten...das ist ein ganz besonderes Thema...und das Wichtigste dazu...sozusagen das A und O bei der Erziehung eines solchen Hundis...das kann ich nur bestätigen :D

    In meiner Hündin ist ein Podenco...sie hat weniger den Jagdtrieb ansich, sondern den Hetztrieb (also weniger Fährte)

    Ersteinmal Dein Hund ist sehr jung und es wird weder beim Leinentraining noch beim Abrufen sofort und nachhaltig ein positives Egebniss zu statte kommen.
    ...Geduld ist angesagt ...wenn es mal nicht klappt mit dem Training würde ich nichts erzwingen aber immer wieder am Ball bleiben...bzw. jeden Tag ein bischen in diesen Bereichen üben.

    Tipps zur Erziehung ansich hast Du hier schon gute bekommen...wichtig ist das "Nein" zu festigen.
    ...und wenn Dein Hundi zu Hause mal wieder die Katze jagd, vielleicht einfach mal aussperren, bis der Hund verstanden hat, das dies ein No Go ist (kann sicher 1 oder 2 Wochen dauern)

    Das Abrufen war für uns auch eine Qual...für andere HH sah es immer so aus als wenn unser Hund überhaupt gar keine Bindung zu uns hätte bzw gar nicht hört :roll: ...andere Junghunde haben da schon ganz anders reagiert...dabei haben wir soviel mit Ihr trainiert...aber dieser Köter mußte oft richtig eingefangen werden :hust:

    Mh... mit der Schleppleine habe ich erst später angefangen...somit 11 Monaten, ab da hatte das Training zum abrufen geklappt.
    Und sie folgte mir erst so richtig kurz bevor sie in die erste Läufigkeit kam.
    aber sicher kannst Du mit dem Schlepptraining jetzt schon beginnen.

    Laß Dich aber nicht verunsichern, das Euer Hund draussen sehr abgelenkt ist...das wird noch lange(oder immer ;) ) so sein.


    Zu guter letzt kann ich Dir noch den Tip geben, Deinen Hund später (so mit 1 oder 1 1/2 Jahren) körperlich auszulasten...sprich ich würde mal vermuten, das er ein Sprinter wird...

  • Zitat

    Er will zurück ins sichere Nest, dass kann man einem Welpen wohl nicht verübeln.

    Ein Welpe mit 4 Monate :???: :D

    Zitat

    ...und wenn Dein Hundi zu Hause mal wieder die Katze jagd, vielleicht einfach mal aussperren, bis der Hund verstanden hat, das dies ein No Go ist (kann sicher 1 oder 2 Wochen dauern)

    Den Hund aussperren ... wo ist denn da der erzieherische Effekt? Der Hund begreift ja gar nicht was dieser Ausschluss soll.

  • Zitat

    Den Hund aussperren ... wo ist denn da der erzieherische Effekt? Der Hund begreift ja gar nicht was dieser Ausschluss soll.


    Ruhe halten in der Wohnung zu lernen?
    Bei unserer Hündin hat das vorzüglich geklappt, wenn sie Ihre 5 Minuten hatte...ich denke mal das wird abgesehen vom Hetztrieb des Hundes auch mit ein Grund sein...denn der Hetz/Jagdtrieb ist JETZT in dem Alter noch nicht richtig aktiv...vermute mal auch, das es Übersprungshandlungen(natürlich ganz normal in dem Alter) sind und keine reinen hetztriebe.

  • Zitat

    Ruhe halten in der Wohnung zu lernen?.

    Ruhe lernen ist immer gut aber nur weil der Hund die Katze hetzt, du ihn dann einsperrst, bildet er ja keine Verknüpfung zum "hetzen soll ich unterlassen". Außerdem denke ich nicht, dass man einen so jungen Hund aussperren muss, um ihm Ruhe zu lehren.

    Zitat

    denn der Hetz/Jagdtrieb ist JETZT in dem Alter noch nicht richtig aktiv...

    Kann man generell nicht sagen ohne den Hund gesehen zu haben. Es gibt durchaus Hunde, wo der Jagdtrieb sehr früh erwacht. Eine Übersprungshandlung sähe meiner Meinung nach ganz anders aus. Außerdem Übersprungshandlung weshalb ... weil die Katze läuft? Es ist doch ganz normal, dass ein Hund darauf anspringt. Man muss es nur in die richtigen Bahnen lenken und das aktiv durch Erziehung und direktes eingreifen und nicht über aussperren.

    Soll aber jeder machen wie er will. Jeder hat ne andere Einstellung.

  • Hallo,

    Du hast ja nun schon einige Tipps bekommen und ich würde auch jedes Hinterherrennen bei den Katzen unterbinden.

    Bei mir hat es bisher auch jeder Hund gelernt, dass Katzen nicht gejagt werden.

    Wegen der Aufmerksamkeitssache mit dem Bellen:
    ich würde den Kerl beim Essen auf seinen Platz schicken und dort hat er zu bleiben. Wenn er dort nicht bleibt, dann bring ihn immer wieder kommentarlos zurück. Bleibt er dort und bellt weiter, dann ignorier das, so schwer es fällt!

    Wenn er merkt, dass sein Bellen ohne Erfolg bleibt, dann wird es einstellen.

    Ebenso würde ich nicht auf jede Spielaufforderung von ihm eingehen, oder ihn gar mit spielen "belohnen" wenn er sich dermaßen daneben benimmt. Ignorier ihn und zwar richtig, also auch nicht anschauen, nicht lachen, nicht streicheln und nicht ansprechen.

    Er wird es bleiben lassen wenn Du es richtig machst. Gehst Du nach 20 Minuten bellen darauf ein, dann wird er nur ausdauernder, denn es lohnt sich ja dann doch. Hund muss einfach länger bellen bis er den Erfolg hat.

    Also von daher wenn ignorieren, dann richtig!

    Wenn ihr ihn nicht ignorieren könnt (es gibt Menschen die es nicht können, egal wie sehr sie sich auch anstrengen), dann würde ich ihm ein Abbruchkommando (Schluss, oder ähnliches) beibringen. Wenn das sitzt und er das Kommando dann nicht befolgt, dann würde ich ihn auch mal kommentarlos aus dem Raum werfen und ihn nach ein paar Minuten wieder reinholen.
    Fängt er wieder mit dem Gedöns an, wieder Abbruchkommando und wenn er wieder nicht aufhört, wieder raus.

    So würde ich vorgehen.

    Zum Thema Leinenführigkeit ist ja schon einiges geschrieben worden.

    Dein Hund ist noch jung und wird es mit Sicherheit lernen.
    Schau doch mal ob Du einen Verein in Deiner Nähe findest. Dort kannst Du auch trainieren mit ihm und hast Hundetrainer um Dich rum, die Dich beraten können.
    Oftmals bieten diese Trainer auch Einzelstunden an, die für Vereinsmitglieder nicht ganz so teuer sind.

    Liebe Grüße

    Steffi

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