von viel kommt viel :( ich bin immer schuld.. Hilfe

  • Huhu

    Ich bin eigl die jenige die große Runden mit Artax läuft, die Kommandos lernt und mit ihm Arbeitet (kurz info: Artax 9 Jahre alt, seit 8 Wochen in D, früherer Straßenhund Spaniens)
    Mein Freund geht mit ihm raus, Pipimachen, und spielt mit ihm in der Wohnung

    Mitlerweile winselt Artax viel wenn Kai (mein Freund) nicht zuhause ist, ich aber schon. Andersrum ist es nicht der fall. Auch winselt er nun oft im Auto.

    Das Problem: man (ICH) übt, man lernt, und machmal passieren fehler.

    Heute zB sind wir im Wald spazieren gegangen (artax meist so 3m vor mir, obwohl Leine 5m hat) an der Schleppleine und sind auch einen nicht vorhandenen Weg an einem Zaun außerhalb vom Friedhof lang gegangen. Dann ein Schild "Achtung Strom!" hab mich umgeguckt und der Maschendraht Zaun stand aber nicht unter Strom. Naja bin ich weiter. WIr sind dann dem Zaun lag und der machte dann einen 90Grad knick. Sind dann da rum und Artax kommt wieder zumir her, und setzt sich hin, ich sag sitz und will ein Leckerlie rausholen. Vor freude hüpft er im sitzen einwenig hin und her und kommt unten gegne eine ganz feine Stromlitze (die wohl erst seit der 90Grad kurve da ist) Er aufgesprungen gejault gequitscht, so weit die Leine ging weggerannt. Die nächsten 2 Stundne warne schlimm, immer wenn ich ihm zu nahme kam warf er sich aufg den Boden und weinte.

    Anderesmal: Artax hatte grade ein neues Geschirr bekommen (Norweger Huntergeschirr mit Griff) leider fehlte da ein "festzieh dings" was wir aber noch nachgeschickt bekommen sollten. Da er aber nicht zieht und er beim kleinsten Ruck schon reagiert dachten wir (ICH) es wär nicht schlimm. Naja dummgedacht. Ich lauf mit ihm spazieren, er bleibt stehn ich geh weiter, er sieht ne Katze und schwups Rückwärts ausm Geschirr raus. Ich aaaaaaaaaa. Hund läuft Katze hinterher. Katze über die Mauer Hund steht doof guckend AUF der Straße. Ich aaaaaaaa ARTAX gerufen, er schon total ängstlich Ohoh gleich gibs ärger. Und was mach ich in meiner Panik? Obwohl ich weiß das er da traumatische Erfahrungen gemacht hat? Pck ihn im Nackenfell um ihn festzuhalten :schockiert: er sich aufm Boden geworfen geweint, gewinselt, geschrien. Unterwegs hab ich das Geschirr dann fallen gelassen so das ich ihn nach Hause tragen muste

    :hilfe:

  • Ich würde um so doofe Vorfälle kein Theater machen, d.h. Leine dran und weiter. Das mit dem Zaun war Pech, aber je normaler Du bist, desto berechenbarer bist Du für den Hund und desto besser kann er Dir vertrauen.

    Mach Dir nicht soviele Gedanken und Kopf hoch ;)

  • Ohweh, lass Dich mal drücken.

    Bitte bezieh das erstmal gar nicht auf Dich. Als wir unseren Hundeopa aus dem Tierheim geholt haben, gab es auch Dinge, die mal bei meinem Freund und mal bei mir besser klappten - das hat sich mit der Zeit dann reguliert. Es kann natürlich schon sein, dass ein Hund sich eine Bezugsperson aussucht an die er sich etwas stärker bindet, aber das wird dann sicherlich nicht so extrem sein.

    Ich denke er braucht jetzt erstmal Zeit um sich zu aklimatisieren. Stell Dir mal vor, was das für den armen Kerl für eine Umstellung ist! Er braucht jetzt erstmal Zeit, um zu lernen, dass er in ein besseres Leben gestartet ist :-) und wenn er richtig angekommen ist, hat sich das von alleine gelöst.

    Wichtig ist, gaaaanz kleine Schritte :smile:

  • Na ja, wer die längeren Runden mit ihm geht, sich mehr mit ihm befasst, erlebt eben einfach mehr mit dem Hund (Positives und Negatives gleichermaßen). Daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu problematischen Situationen mit Artax kommt, bei dir einfach größer. ;)
    Ich bin seit vier Wochen Betreuerin einer ehemaligen Portugiesin, die etwa in Artax' Alter ist. Wir gehen zusammen in die Wälder, wo sie Dinge erlebt, die sie noch nie zuvor gesehen hat (denn bevor ich wirklich mit ihr zu arbeiten anfing, war sie in unserem Tierheim nicht leinenfähig). Klar bin ich dann der Depp, wenn so ein idiotischer Autofahrer mitten über den Waldweg brettert und ich die Hündin nur noch durch einen Griff ins Geschirr zur Seite und in Sicherheit reißen kann. Natürlich bin immer ich dabei, wenn sie sich erschreckt, mit der Schleppleine verheddert oder wenn sie munter vor mir her trabt, ich stolpere über einen Stein, muss einen Ausfallschritt machen und Hund kriegt nen Mordsschrecken, weil ich auf sie zu stolpere. Andererseits bin ich auch diejenige, mit der sie die Freude über ein paar gerannte Runden über die Waldwiese teilt, zu der sie stolz wie Oskar aufschaut, wenn sie es mit meiner Ermunterung geschafft hat, hinter mir auf einen Stapel Baumstämme zu klettern und sich nun die Welt von oben anschauen kann oder zu der sie hinläuft, wenn vorn was total gruseliges (wie Radfahrer...) auf dem Weg auftaucht. Versuche doch mal, das so zu sehen: Du bist zwar da, wenn die doofen Sachen passieren, aber ihr teilt doch auch wunderschöne Momente miteinander. Und mit der Zeit (das merke ich an meiner Pflegehündin) wird sich Artax auch an dich wenden, wenn etwas Blödes passiert, damit du ihn beschützt. Das braucht eine Weile, aber wenn es so weit ist, wird dir das Herz aufgehen. ;)

  • Du Arme, lass dich mal drücken!

    Solche Situationen sind natürlich echt :zensur: aber am besten bleibst du möglichst ruhig (was natürlich nicht leicht ist wenn der Hund gegen den Stromzaun springt oder einer Katze über die Straße jagt) damit sich deine Unsicherheit nicht auf den Hund überträgt! Denk dran du bist der Fels in der Brandung für deinen Hund :gut: An solchen Dingen wächst man und sie sind doch auf der einen Seite auch wichtig, um viele (auch unschöne) Erfahrungen zu sammeln um in Zukunft besser zu reagieren.

    Und so schön wie Sunti es geschrieben hat: du machst mehr mit ihr und erlebst natürlich auch viel mehr mit ihr! Nicht nur die negativen Eindrücke sondern auch die tollen Dinge die deinem Hund Sicherheit und Selbstvertrauen geben!

    Bei mir und meinem Freund ist es übrigens ähnlich: der Herr kuschelt nur mit dem Hund und geht mal kurz zum Pipi machen raus, und Frauchen macht den ganzen anderen Rest (Entertainment und Futterautomat) :headbash: trotzdem motzt Aika auch mal wenn Herrchen weg ist! Mach dich deswegen nicht verrückt! Vielleicht will Hund auch nur grad mit nach draußen, oder es gefällt Hund nicht das die Gruppe getrennt ist :???:

    Also Kopf hoch und weiter machen :gut:

  • Oh je...Du bist mit solchen Vorfällen nicht allein!
    Da kann ich auch 2 Geschichten erzählen:

    Unsere kleine Podenca musste vom ersten Tag an mit mir zum Stall.
    Also keine 2 Monate in Deutschland und es passierte das, was einem Hund am Stall mindestens einmal in seinem Leben passieren muss.
    Sie kam an den Stromzaun! Ich war allerdings ca. 30m entfernt und habe nicht in Ihre Richtung geschaut, dennoch hat sie es mit mir verknüpft. :sad2:
    Abends war aber wieder alles okay. :smile:

    Einige Wochen oder auch Monate später ist das dann noch Einmal passiert. Wie sind auf die Weide um mein Stütchen zu holen, die uns auch schon entgegen kam. Unsere Maya lief schonmal vor um mein Stütchen zu begrüßen und tritt direkt neben Ihr auf ein Stück Litze.
    Diesmal hat sie es mit meiner Stute verknüpft. :sad2:
    Es hat auch wirklich sehr lange gedauert, bis wir das aus ihr heraus hatten. Andere Pferde waren okay....Sugar war die gefährliche!
    Wir haben es aber geschafft und inzwischen reitet sie sogar auf Sugar!

    Am aller wichtigsten ist es wirklich, wir Du Dich direkt auch in der Situation verhältst! Du musst souverän bleiben und darfst Dir keine Unsicherheit anmerken lassen. Es muss alles für Dich selbstverständlich sein. Die andere Seite ist, dass Du dennoch ängstliche Signale Deines Hundes für Ernst nehmen musst.
    Es ist ein sehr schwieriger Grad, auf dem man sich dabei bewegt und gerade uns Frauen fällt so was meist sehr schwer.
    Männer haben bei solchen Situationen meist weniger Probleme. Sie sind oft nicht so extrem sensibel...ich hoffe Ihr wisst wie ich das meine?!?
    Es soll hier keine Mann-Frau-Diskussion werden!

  • mach dir keinen kopf, er verknüpft sicher keine schlechten dinge mit dir.

    es ist allerdings schon so, dass sich hunde ihren liebling selber aussuchen. und das muss nicht die person sein, die sich am meisten mit dem hund beschäftigt.

    ich habe meine fellnase seit über zweieinhalb jahren. wenn ich mal nicht da bin gibt es kein gejammer. aber wehe mein freund (den der hund erst seit elf monaten kennt) geht ohne ihn raus. dann ist ganz grosses drama.
    was soll man machen? ich freu mich, dass die beiden sich so gut verstehen :)

  • ich würd mir auch keinen kopf machen.
    meinen hund hab ich auch schon öfters im nackenfell festhalten müssen und er hat bisher keinen schaden davongetragen. wo soll man den hund auch sonst festhalten, wenn man- wie in deinem fall- keine andere möglichkeit hat. ist doch super, dass du ihn festhalten konntest, bevor er auf die straße gerannt ist.

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