Zaunpöbelei an der Hundeschule

  • Vielen Dank für Eure Meinungen.

    1. Maxl kriegt das Lecker nicht fürs Rumprollen, sondern für den Blickkontakt zu mir – also fürs ruhige Sitzen und Nicht-zum-Pöbler-schielen. Ist für uns schon mal ein Fortschritt.

    2. Ich kann den Hanswurst nicht einfach am Zaun vorbeiziehen, weil er das Fuß-Kommando in dieser angespannten Situation (noch) ignoriert und so stark zu dem Zaun hinzieht (ich splitte ja schon), dass er mich fast umreißt. Also mit Körperkraft krieg ich den nicht geführt, es müsste schon (irgendwann mal) mit Training und Kommando klappen.

    3. Von Kindesbeinen auf hat Maxl leider gar nichts gelernt, wir haben ihn dreijährig aus "Einzelhaft" übernommen.

    Aber der Tenor ist bei Euch schon, dass ich weiter üben soll. OK, ich bleib dran.

  • Zitat


    finde ich bedenklich und Gefährlich wenn der Hund stärker als der Halter ist. Solltest Du auf jeden Fall was gegen tun.

    OK, der Hund nimmt ab. Oder ich zu. Oder noch besser: Ich tausche ihn aus gegen einen Terrier.
    Und Pferdehaltung schaffen wir ganz ab, denn diese Tiere kann mit Körperkraft niemand halten...

    Zitat

    aber bitte nicht so weiter machen wie bisher. Wenn dadurch noch keine Besserung eingetreten ist, solltest Du dir was anderes überlegen.

    OK, was dann? Dafür hatte ich die Frage hier gestellt.

  • Zitat

    OK, der Hund nimmt ab. Oder ich zu. Oder noch besser: Ich tausche ihn aus gegen einen Terrier.
    Und Pferdehaltung schaffen wir ganz ab, denn diese Tiere kann mit Körperkraft niemand halten...

    :???: Ein Pferd ist kein Raubtier mit dem Du in der Öffentlichkeit spazieren gehst, oder ?
    Warum so schnippisch meine Beste ?


    OK, was dann? Dafür hatte ich die Frage hier gestellt.

    Hast hier auch schon Antworten erhalten. Vielleicht nicht die, die Du hören wolltest, aber immerhin.

  • ich würde sagen, dass du generell an der beziehung zwischen dir und deinem hund arbeiten musst. dafür würde ich an deiner stelle einen guten trainer aufsuchen. die tatsache, dass dein hund dich in gefahrensituationen nicht mehr wahrnimmt wirst du nicht durch blickkontakt und leckerlie lösen können, meiner meinung nach.

    du musst lernen, deinen hund zuverlässig zu führen, dein hund muss lernen, dass du in allen lebensbereichen entscheidest, was als nächstes geschieht. und so kann er lernen, sich zurück zu nehmen.

    jetzt in diesem thread würde ich mir nicht anmaßen, eine lösungsstrategie vorzuschlagen, denn keiner hier kennt dich und deinen hund.

    das solltest du vor ort mit einem sachverständigen klären.

    viel erfolg!

  • Ich würde an deiner Stelle auch weiterarbeiten, aber anders. Erst mal das Leckerli weg. In der Situation ist dem Hund eh alles andere wichtiger, da ist das Leckerli auch egal.

    Ich sag mal wie ich es jetzt mache:
    Schon bevor der Zaun überhaupt in Sichtweite ist, nehme ich den Hund bei Fuss. Heisst, ich halte die Leine in der rechten Hand, Hund geht an meiner linken Seite, LEINE HÄNGT SCHLAFF, und ich verwende die linke, freie Hand für unterstützende Handzeichen und Gestik. Dann gehe ich am Zaun vorbei, Blick permanent auf meinen Hund, mit so viel Abstand wie möglich. Und gebe dem Hund permanentes Feedback über sein Verhalten. Anderen Hund anstarren, gar knurren, oder GAR in die Leine steigen, da werd ich so richtig bös und zeigst dem Hund. Stimme heben (nicht schreien!), richtig angepisst den Hund schimpfen und die ganze Gestik dazu (wichtig!). Hund ist dadurch eingeschüchtert (ich werd ja schliesslich nicht oft so richtig sauer), und sofort entspanne ich mich, und lobe ruhig. Worauf der Hund sich wieder entspannt und meistens wieder versucht zu pöbeln. Also werd ich wieder sauer, und so weiter...

    Sehr schnell kapiert Hund, dass ich pöbeln gar nicht mag und bleibt bei Fuss. Zum anderen Hund schielen ist okay, aber das wars auch schon.

    Okay, keiner meiner Hunde pöbelt aus Agression, alle wollen sie "nur spielen" :roll: . Also einfach aus Neugier hin zum Hund.

    Daika fangt da wild zu kreischen an und springt wie eine Blöde ins Halsband, drehte da ganz einfach total ab. Von Welpe an habe ich es auch wie du mit der Leckerli-methode versucht, also Aufmerksamkeit auf mich richten und belohnen, wenn Hund auf mich fixiert ist. Ignorieren, wenn er pöbelt (ihn aber trotzdem per Leine vom anderen Hund fern halten). Geholfen hat das genau null, also ist mir eines Tages die Hutschnur gerissen, ich wurde mega sauer und habe Daika mit "Verdammt noch mal, jetzt HÖRST du mal auf mit dem Sch***s!!!" angebrüllt.... und auf ein mal ging sie Bei Fuss am anderen Hund vorbei. Aha, Hund hört mich also sehr wohl! Und weiss sehr wohl, was ich von ihm will!

    So ausgetickt bin ich ab da nie mehr, aber seitdem verlange ich gewisse Dinge einfach mit Druck (verbal + Gestik) ein, und es funktionniert.

    Und das Beste: es funktionniert bei ALLEN 5 Huskies! Ohne viel Herumüben gehen die Hunde einfach an Katzen, Enten, Hühnern und Zaunkläffern vorbei.

  • Danke, Iris, damit kann ich was anfangen!

    Maxl ist auch nicht aggressiv, er zieht "nur" wie Hölle zu dem anderen Hund hin und will gucken. (Während die Kleine einer Prügelei durchaus nicht aus dem Weg gehen würde, aber die steht gut im Kommando, auch leinenlos. Was ich, das fällt mir gerade auf, auch ohne Leckerchen trainiert habe).

    Ich sollte Max früher ins Kommando nehmen, nicht erst wenn die anderen Hunde angerast kommen.

  • noch was: zur Deeskalation u zum Abgewöhnen könntest du vielleicht, bevor du auf neue Art am Zaun zu üben anfängst, estmal paar Tage lang den anderen Weg gehen, Nicht bei den pöbelnden Hunden vorbei? glaube du sagtest da gibt es noch n anderen Weg für euch?
    damit der Max das Gebelle erstmal n bisschen vergisst, sozusagen Gras drüber wächst bevor ihr was neues anfangt

  • Nicht ganz ernstgemeinter (!) Tip: Falls du Maxl, der Bequemlichkeit halber, wirklich gegen einen Terrier tauschen willst, weil die körperlich ja so viel einfacher zu kontrollieren sind, sollest du vorher ausprobieren, wie sich ein mit vollem Körpereinsatz rüpelnder Airedale-Rüde am anderen Leinenende anfühlt...

    Ich fürchte, die Lösung liegt da doch eher im Training - und viel Erfolg dabei!

  • @ Zeitfürwind. Das ist auch ein prima Tipp, danke. Bin gestern und heute eh schon einen anderen Weg gegangen, weil ich mal keine Lust auf Terz hatte.
    Aber nach ner Pause werden wirs wieder angehen.

    @ terriers4me: *kicher* Danke für dieses Angebot. Aber danke, nein. ;)

    Ich erinnere die Jugendsünden unseres Border-Mädels ... die war ein Kracher, da ist Maxl ein Waisenknabe dagegen. Diese 20 harmlosen Kilochen haben mich schon fast aus den Socken gehoben.
    Also ne, Terrier ist glaube ich keine Alternative zu Training, da hast Du recht! :D

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