Die Bürgergarde schießt Salut...

  • Hallo

    wie dsh bauer schon beschrieben hat, keinesfalls trösten, damit vermittelst du erst recht. "oh gott, hier ist was ganz was furchtbares passiert, da muss ich mich mächtig ängstigen und vorsehen...." :sad2:

    wir haben bei der vorgängerin von luna den fehler gemacht.
    idefix war sozusagen ein schussfester hund, die hat nix aus der ruhe gebracht. in einem winter auf dem schiff mussten wir einen tornado überstehen, der wirklich essentiell war. wir selbst dachten, das ist das ende und entsprechend entnervt und entsetzt haben wir unsere idefix in den arm genommen, getröstet und gestreichelt, quer durch die bank... denn klar war die maus völlig von der rolle ( wie wir auch, das war keine luschdige windhose, das war ein ausgewachsenes monster mit gemessenen 300km/h !!!) :schockiert:

    danach war schluss mit lustig. bei JEDEM gewitter, bei JEDER böe, bei JEDEM starkwind und sowieso bei sturm suchte und fand idefix die kleinsten miniverstecke, wo sie sich, schnauze voran reinverkroch und stundenlang am zittern war, wie espenlaub (was dann in höherem alter mit herzschaden ein echtes problem wurde....)

    daraus haben wir gelernt (und auch dank der infos aus diesem forum und durch rütters tv-sendungen!!) :D

    Luna ist 1 1/4 jahre und seit 1.9.2009 bei uns. bei den ersten gewittern als welpe hat sie überhaupt gar nicht reagiert. aber letzt hatten wir in den österreichischen bergen so ein richtiges donnerdrumm... mit heftgistem donnern.

    klar bin ich auch erschrocken, aber ich hab mich gezwungen, ein tooootaaal gelangweiltes gesicht zu machen, im buch zu blättern, zu gähnen, also völlige normalität und interesselosigkeit vorgespielt..

    luna hat mich bei den ersten donnerschlägen ängstlich angeguckt, ahaaa, frauchen interessiert das nicht... weggucken.
    das spiel ging durch das ganze gewitter durch (ca. viertelstunde mit seeehr vielen donnern)
    am ende war sie selbst überzeugt, dass so ein knall bei gewitter was vööllig langweiliges und ödes ist. :hust:

    ich HOFFE das bleibt so, aber ich sehe, dass der ansatz richtig ist!!

    (und jaaaaaaaaaaaaaaaa. es fällt unglaublich schwer, wenn die geliebte fellnase erstmal am bibbern ist, sie dann NICHT in den arm zu nehmen.... sei tapfer!! :gut: )

  • Das "so tun als ob" klappt nicht. Hunde sind dafür sensibel, ob etwas vorgegaukelt wird und sie "riechen" die Angst, die vom Frauchen ausgeht.
    Da kann man Jubeln und Trällern wie man will.

    Meine Hunde hatten nie Angst vor Silvester, Gewittern, Schüssen.
    Bis ich eines Tages mit ihnen in ein wirklich heftiges Gewitter kam.
    Ich war mit ihnen im Bulldog in der Sommerversion (ohne Türen, ohne Frontscheibe) unterwegs als es in sekundenschnelle losging.
    Ich geriet wirklich in Panik, bin so schnell es eben ging zurück zum Hof gefahren und hab mich im Stall samt Bulldog verschanzt.
    Höllenängste gelitten, weil es direkt über uns tobte.
    Seitdem haben meine Hunde Angst vor allem was knallt...

    An Deiner Stelle würde ich den Tag ganz woanders verbringen, sofern sich das einrichten lässt.
    Morgens wegfahren, Nachts wiederkommen.

    Dann dürften sich die Jecken doch ausgetobt haben, oder?

    LG und alles Gute, Sanny

  • Eine Möglichkeit mit Sicherheit. Würde mich in dem Falle aber nicht so ganz dicht neben der Kanone aufstellen, eher so in dem Abstand, dass ihr keinen Knallschaden befürchten müsst.

    Hunde können Lärm auch ausblenden. Ich hatte mal einen, der schlief seelenruhig über einem lauten Dieselmotor, was für Hunde nicht ungewöhnlich ist.

    Zur Sicherheit würde ich mir aber noch "Petersilie" in die Ohren stecken und beim TA mal nachfragen nach einer entsprechenden Lösung für den Hund. Wobei sich dann die Frage stellt, ob Meg daraus nicht den Schluss zieht, dass Ohrenstöpsel Kanonen ungefährlich machen. Ist ja nicht so ganz von der Hand zu weisen und hat eine gewisse Logik :D .

    Auf der anderen Seite könntest du dir aber dann auch die Watte in Megs Ohren nutzbar machen und andere Geräusche life üben, etwa die Autohupe. Nach und nach gibt es immer weniger Watte bis Meg schließlich gelernt hat, dass Watte in den Ohren auch nichts bringt, das Geräusch aber auch kein Grund zur Panik ist.

    Wobei ich anmerken möchte, dass Autohupe und Hund entfernt sich von dem Hupen ja ganz sinnvoll ist. Muss halt nur entsprechend kanalisiert werden, damit der Schuss nicht nach hinten losgeht.

  • ich kann dir nachfühlen wie es dir geht - und dem Hund :/

    Wir sassen letzen Sommer in Holland gemütlich in einem Gartenrestaurant, als gleich um die Ecke eine mittelalterliche Kanone abgefeuert wurde. (wir fielen alle vor Schreck fast vom Stuhl! Es vibrierten sogar die Tische)

    Caron ist dermassen erschrocken dass er noch ewig später zitterte wie verrückt bei jedem Geräusch.

    Wir haben ein Jahr geübt, gingen täglich zum Schiessstand. Es hat sich gelohnt! Vor ein paar Wochen schauten wir von weitem einem Feuerwerk zu, den Hund hat es nicht die Bohne interessiert.

    Letzte Woche spazierte ich nichts ahnend neben einem Schiessstand vorbei als es knallte. Caron flitzte zwar zwischen meine Beine, war aber absolut ansprechbar und ich konnte ihn sogar ins Platz legen.

    Gestern spazierten wir wieder an einem Schiessstand vorbei, ich spielte mit Caron auf der Wiese. Er fand es zwar stressig, aber er haute nicht ab (extra ohne Leine, irgendwann muss man das mal probieren), er zitterte nicht, aber er hechelte. Am Schluss legte ich ihn ins Platz, was er nicht witzig fand, aber nach ca. 5min. einfach so liegen und warten fand er sich damit ab und wurde ruhiger.

    Damit kann ich leben - und er auch.


    Was ich damit sagen will: entweder du investierst enorm viel Zeit (und trainierst dich selber auf gute Nerven und viel Gelassenheit!!) oder du fährst in dieser Zeit weg oder schaust dass du den Hund für die "Kawumm-Tage" zu jemandem in die Ferien geben kannst.

  • Bei Gewitter haben meine (ich weiß nicht wer von den beiden) ein einziges Mal ganz kurz angeschlagen, mehr nicht. Da ist aber auch ein Blitz so 50 m von uns in den Boden eingeschlagen (wir standen sicher unter dem Carport).

    Im Urlaub sind wir auch in ein Gewitter gekommen, das 1 km von uns entfernt war. So richtig mit Regen on the Rocks, also kleinen Hagelkörnern. Meine beiden hat nur interessiert, wo sie sich trocken unterstellen können, mehr nicht. So standen wir dann zu dritt dicht gedrängt unter einem schräg stehenden Baum, nachem ich befunden hatte, dass das in dieser Situation gefahrlos möglich ist :smile: .

    Das Beispiel von kyrali zeigt doch recht eindrucksvoll, dass es wichtig ist die Ruhe zu bewahren.

    @ redborder
    Diese Situation würde ich erst einmal umdeuten, um sie abzubauen. Verhalte dich beim nächsten Regen oder Gewitter mal genauso wie bei besagtem Gewitter, schleunigst ins Trockene. Dort schappst du dir einen Regenmantel (oder Schirm) und wieder raus mit der Meute. Bei Gewitter genieße es mit den Hunden und freue dich über Blitz und Donner. Denn das ist ja das Tolle, war es der Regen oder waren es Blitz und Donner? Das wissen die Hunde nicht, sie haben nur eine Vermutung :D . Du vermittelst ihnen jedoch, dass es weder noch war, sondern dass du nur etwas vergessen hattest, was dich zu dieser ungewöhnlichen Reaktion veranlasste.

  • Zitat

    Hallo Blueberry,

    nur mal ne Frage so zwischendurch: von wo bist Du denn?

    Bei uns wird heut abend nämlich auch das Weinfest eröffnet und die Bürgerwehr schießt! Aber wahrscheinlich Zufall oder?

    Bei uns wird heute außerdem gegen Familie Porsche demonstriert. Jawoll! Bei Dir auch? Dann wär's schon ein wahnsinns Zufall... :lol:

    Ist aber eine gaaanz andere Geschichte...

  • Zitat

    @ redborder
    Diese Situation würde ich erst einmal umdeuten, um sie abzubauen. Verhalte dich beim nächsten Regen oder Gewitter mal genauso wie bei besagtem Gewitter, schleunigst ins Trockene. Dort schappst du dir einen Regenmantel (oder Schirm) und wieder raus mit der Meute. Bei Gewitter genieße es mit den Hunden und freue dich über Blitz und Donner. Denn das ist ja das Tolle, war es der Regen oder waren es Blitz und Donner? Das wissen die Hunde nicht, sie haben nur eine Vermutung :D . Du vermittelst ihnen jedoch, dass es weder noch war, sondern dass du nur etwas vergessen hattest, was dich zu dieser ungewöhnlichen Reaktion veranlasste.

    Willst Du, daß ich mich umbringe?
    Ich soll allen ernstes, wenn ein Gewitter wie beim Weltuntergang direkt über mir tobt mal locker flockig draußen rum spazieren, daß der Blitz mich direkt trifft? Am besten noch mit Metallspitze am Regenschirm?
    Super Tipp.
    Ich hab scheissende Angst beim Gewitter im Freien, da mach ich meinen
    Hunden nun mal nix vor. Die wissen das genau wie ich.
    Ich hab mich drauf eingestellt, Silvester mit Hunden am Stall, weil die Gäul finden das Geknalle auch nicht so prall. So gehts uns gut.

    Liebe Grüße, Sanny

  • :lol: Es gibt doch auch Gewitter, die zwar in der Nähe aber nicht genau über einem sind. Zähle einfach die Sekunden zwischen Blitz und Donner. Drei Sekunden = 1 km. Wenn dir das zu unsicher ist, 6 Sekunden = 2 km.

    Das schönste Gewitter habe ich beim Bund erlebt. Rabenschwarze Nacht, in der 8. Etage auf einem Turm, der sich auf der höchsten Erhebung in der Gegend befand und das Gewitter war genau am Turm. Die Blitze hätte man durchs Fenster greifen können. Ein sagenhaftes Schauspiel! Ich bin heute noch begeistert und finde es schade, dass ich sowas nicht öfter erleben kann. Aber draußen sein möchte ich in so einer Situation auch nicht :D .

    Wenn nicht um deinet Willen, dann wenigstens den Tieren zuliebe, nimm ihnen die Angst vor Sturm und Wind, Regen, Donner und Blitz.

    P.S. Auch Pferde können schussfest sein und leben dann wesentlich ruhiger.

  • Zitat


    Wenn nicht um deinet Willen, dann wenigstens den Tieren zuliebe, nimm ihnen die Angst vor Sturm und Wind, Regen, Donner und Blitz.


    Nun, da Sturm, Wind, Regen und Blitz nicht knallen, hab ich ja schon drei Probleme weniger =)


    Zitat


    P.S. Auch Pferde können schussfest sein und leben dann wesentlich ruhiger.


    Aber die bunten, flackernden Sternchen ersetzen sie in Erstaunen.
    Einmal im Jahr. Und dann auch noch im Dunkeln.
    Passiert mir beim Ausreiten eher weniger.
    Ich park mich also liebend gerne mit ner Sektflasche im Gäulsstall, beguck das Feuerwerk überm Nachbarort und genieß ansonsten die Ruhe dort.
    So hat jedes Schlechte auch was Gutes. Man muss es nur sehen ;)

    LG Sanny, die Gewitterschisserin.

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