brenzlige Hundebegegnung
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Hallo,
stehe immer noch ein wenig unter Schock von heute nachmittag und muss das Erlebte einfach mal mit euch teilen um zu analysieren, was da falsch lief.Zur Situation:
ich bin zur Zeit mit meiner Maja zu Hause bei meinen Eltern Urlaub machen, in dem selben Ort lebt auch ihre Mutter. Nun ist es Tradition, dass wir uns mit der Hundemutter und deren Besitzerin (Freundin von mir) treffen und gemeinsam nen großen Spaziergang machen, uns austauschen, die Hunde spielen lassen, wie das eben so ist...Majas Mutter- Judy- ist ne reinrassige Cocker-Dame, 5 Jahre alt, 40cm hoch und ca. 15kg schwer.
Wie waren also auf unserem Lieblingsfeldweg unterwegs, die Hunde liefen frei, alles war super---bis uns ein Boxer entgegen kam.
Ich kenne die Boxer-Dame (aber nur als Mensch und hab sie bis jetzt auch nur ohne andere Hunde getroffen), sie ist 7 Jahre alt und richtig groß und wiegt ca. 50kg (kann schwer schätzen, aber sie tierisch bullig und massiv).
Raika (die Boxerin) lief mir Herrchen auch frei und uns entgegen.Sie kläffte die beiden Hunde schon von 5m Entfernung an, worauf unsere beide zurueck bellten, dann stuerzte sie aus dem Stand los, wie eine wildgewordene Tarantel auf Judy (Majas mutter) drauf und schmiss sich auf sie.
Dann spielte sich folgendes ab, der fette Boxer lag auf Judy drauf und bedeckte sie fast vollständig, Judy schrie wie am Spieß (ich interpretierte es schon als Unterwerfungsgeste), der Boxer tat nichts außer sie mit ihrem Gewicht festzuhalten und nicht mehr loszulassen, so sehr Judy auch zappelte- Raika ging nich runter...
Wir haben zuerst (1min) nicht eingegriffen, weil wir dachten, sie klären das unter sich (war das falsch???? ) und Raika auch nichts tat (also nicht biss oder knurrte) außer sie mit ihrem Gewicht zu fixieren und dabei zu sabbern wie blöde---
nachdem es aber immer heftiger wurde und Judy sich scheinbar nicht alleine befreien konnte, und Raika auch ueberhaupt nicht auf die Unterwerfungsgesten und das Fiepen reagierte, bin ich dann hin und hab Raika am Halsband von Judy weggezogen...der Besitzer hat sie mir dann abgenommen, weil ich echt zu tun hatte diesen Koloss zu halten...dann war gut, Judy schuettelte sich und versteckte sich hinter ihrer Besitzerin, der Mann nahm Raika an der Leine mit (die völlig versabbert und außer Puste vor Aufregung war) und alle gingen wieder ihrer Wege...
es ist soweit nichts passiert, außer das Judy klittsche nass von der Boxersabber war und nen Schreck hatte...wobei der bei Maja die das alles mit angeguckt hatte wohl noch größer war---
jetzt meine fragen:
was lief da schief?
warum hat raika nicht von judy abgelassen?
warum hat sie sich auf sie drauf gelegt?
hätten wir schneller handeln muessen, oder sollte man die Hunde "unter sich klären lassen" wie man es oft hört?
is das falsch?
hätten wir gar nicht einschreiten sollen??bin sehr verwirrt deswegen, verstehe auch nicht, warum Raika Judy nicht in Ruhe gelassen hat nachdem klar war, dass sie eh die Stärkere ist...
so ist das bei Maja in der Spielgruppe---Maja fiept und dann wird sie meist in Ruhe gelassenwuerde mich ueber eure analysen sehr freuen, da mich das echt sehr beschäftigt---
ps_:judy is hervorragend sozialisiert...
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9. August 2010 um 23:18
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brenzlige Hundebegegnung - Vor einem Moment
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jetzt meine fragen:
was lief da schief?Lässt sich so überhaupt nicht beantworten. Müsste man gesehen haben. Warum Raika aus 5 m Entfernung gebellt hat, was die beiden anderen Hunde für Signale gegeben haben - das alles hätte man sehen müssen.
warum hat raika nicht von judy abgelassen?
Weil Judy gezappelt und gejodelt hat und nicht schlicht und ergreifend still unter ihr lag (vollständige Unterwerfung)
warum hat sie sich auf sie drauf gelegt?
Gute Frage - siehe oben zu Frage 1
hätten wir schneller handeln muessen, oder sollte man die Hunde "unter sich klären lassen" wie man es oft hört?
Wenn ihr wirklich EINE Minute gewartet habt, habt ihr verdammt lange gewartet. So lange schaue selbst ich mir das nicht an - und ich bin nicht zimperlich.
is das falsch?
hätten wir gar nicht einschreiten sollen??Siehe oben
LG
cazcarra -
danke schonmal fuer deine antwort...
ob es jetzt wirklich eine minute war weiß ich nicht, fakt ist es kam mir vor wie eine ewigkeit,
kann locker sein es waren 30 sekunden und ich empfand es nur soooo langewarum hat judy denn aber rumgezappelt? kann man einem hund beibringen in solche situationen nicht zu zappeln sondern sich vollständig zu unterwerfen??
ist judy dann "selbst schuld" weil sie "falsches sozialverhalten" an den tag legt?
wärst du auch dazwischen gegangen?
ab wann muss/ sollte man dazwischen gehen,
das is soooo schwer,., die frage, wann ists natuerlich und wann ists gefährlich -
"Beibringen" im Sinne von Trainieren kann man das einem Hund nicht.
Judy wird fürchterliche Panik gehabt haben, als Raika auf ihr lag. Das ist nur natürlich.
Und deshalb hätte ich die Raika vermutlich viel früher runtergezupft.
Warum, wieso, weshalb - das ist wirklich so nicht zu beantworten. Man hätte dabei sein müssen.
Kein Mensch weiß, wie die Raika sonst mit Hunden so drauf ist. Hier weiß keiner, welche Signale Judy Raika vermittelt hat (und ob überhaupt).
Das ist reines Rätselraten.
Aber wenn der "Kampf" so unausgeglichen ist, geh ich schon gern mal früher dazwischen, wenn ich ihn schon nicht verhindern kann.
LG
cazcarra -
ok, das is jetzt schon erklärender, denn ich weiß, dass Judy schon zur Panik neigt...also wenn was ganz aufregendes passiert, ist sie nicht grade die besonnene sondern eher hysterisch
was meine huendin uebrigens von ihr geerbt hat
zum thema raika: der besitzer meinte heute abend am telefon, dass raika wenig hundekontakt hat, weil er bei der forstwirtschaft arbeitet und sie als "arbeitsbegleithund" hat, sprich eher weniger mit ihr nach der arbeit rausgeht, hundeschule besucht und sie mit anderen spielen lässt
sie haben wohl viele katzen daheim und meinten sie denkt bestimmt sie is ne katze, weil sie quasi von katzen groß gezogen wurde und nich mit hunden aufgewachsen iser hat sich 1000mal entschuldigt, weil er echt bemerkt hat, dass raika zu wenig hundekontakt hat und hatte und deshalb vielleicht auch ni von judy abließ
naja...im endeffekt is die motte mit nem schrecken und boxer-schlabber-fell davon gekommen
hätte raika gebissen oder wäre verletzend gewesen hätte ich auch sofort eingegriffen,
nur war es so schwer, weil ja eigentlich "nicht viel passiert is" und ich nich wusste, ob man solche aktionen laufen lassen sollte damit die das unter sich klären...is das "unter sich klären" ein falscher mythos??? oder muss man da als HH mehr "MUT" zeigen, solche sachen laufen zu lassen??
Kann ich als Faustregel fuer mich mitnehmen, dass ichs laufen lasse wenn die kräfte gleichmäßig verteilt sind, und dazwischen gehen wenns körperlich unfair ist??
will halt vorbereitet sein und "richtig" handeln, sollte maja mal in solch einer situation stecken...
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Ich kann nur von mir sprechen, aber ich lasse gerade Hündinnen nichts austragen, wenn ich es vorher weiß

Sicherlich können Hunde einiges unter sich regeln, aber gerade, wenn das Kräfteverhältnis nicht stimmt, dann gehe ich vorher dazwischen.
Dusty, damals 20kg, hatte mal ein Problem mit einer Dogge.
Die Hündin ist völlig ausgerastet und hinter ihr hergerast.
Letztendlich konnte nur ein Schlüsselbund sie stoppen.
Ich bin froh, dass ich das Bund geworfen habe, denn zwei andere Hunde hat sie schwer verletzt. Bei ihr war allerdings ein Hirntumor schuld
Gerade deswegen, ist es immer wichtig, sehr viel zu beobachten.
Wenn ein Hund schon auf Entfernung bellt, würde ich meine Hunde hinter mich nehmen und den Besitzer anschauen. Wenn der denkt, es ist okay, dann kann man kontrolliert einen Kontakt zulassen.
Allerdings sollte man dabei immer ein Auge drauf haben.
Hysterisches Kreischen ist denke ich fast normal, wenn man bedenkt, dass die Hündin 15kg hat und die andere ca. 50kg. Die muss ja gedacht haben, sie wird zerquetscht.
Solche Aktionen lasse ich nicht zu.
Meine Lütte wollte sich mal ne JRT Hündin krallen, die immer wieder angeschossen kam und ihr in die Hacken gebissen hat.
Und nein, sie durfte sie nicht maßregeln, weil die JRT Hündin nicht nachgegeben hätte und das Risiko ist mir bei dem Gewichteverhältnis einfach zu hoch.Gruß
Bibi -
Was da passiert ist? Großer Hund meint wie üblich den Dicken markieren zu können und Besitzer schreitet nicht ein. Wenn sich meine Dogge mal so benommen hätte hätte ich der ordentlich was erzählt. Mit meinem Beagle bin ich beinahe täglich in der Opferrolle, ständig wird er von größeren Rüden (von etwa gleichgroßen NIE) unterbuttert und die Besitzer stehen daneben mit klugen Sprüchen a la "das machen die unter sich aus". Klar, mein 15 Kilo Hund hat auch voll die Chance. Ich pflücke die Mistviecher ab und notfalls kriegen sie auch mal nen Tritt, weil ich die Nase gestrichen voll hab davon. Mein Hund wurde letztens sogar beschädigend von einem Boxer gebissen, selbst nach vier Wochen sieht man die Spuren davon noch deutlich.
Klingt jetzt wahrscheinlich ziemlich frustriert, bin ich diesbezüglich auch. Und wäre vermutlich jeder andere auch, wenn der Hund ständig zusammengebissen wird.
Ich finde Halter von sozial schwierigen Hunden müssen einfach mehr auf Zack sein und eingreifen bevor es ernst wird. Und vielleicht auch nicht jeden Kontakt zulassen, sprich das Gegenüber auf die Unverträglichkeit (wenn auch nicht totale) hinweisen.
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Zitat
Ich pflücke die Mistviecher ab und notfalls kriegen sie auch mal nen Tritt, weil ich die Nase gestrichen voll hab davon.
ich verstehe, wenn du da etwas emotional reagierst, allerdings wuerde ich nicht soweit gehen in unserer siuation raika als mistvieh zu bezeichnen...es war halt ne komische situation, denn sie war keinesfalls mega aggressiv, was einen "tritt" rechtfertigen wuerde, sondern wollte nur , dass judy anzeigt, dass Raika stärker ist, was diese wahrscheinlich nicht zureichend getan hat...
Zitatch finde Halter von sozial schwierigen Hunden müssen einfach mehr auf Zack sein und eingreifen bevor es ernst wird. Und vielleicht auch nicht jeden Kontakt zulassen, sprich das Gegenüber auf die Unverträglichkeit (wenn auch nicht totale) hinweisen.
sehe ich genauso, allerdings sind wir hier in einer sehr ländlichen gegen, wo 80% der leute sich die hunde nicht zum spaß oder zum zughundesport oder zum agility halten, sondern leider noch die veraltete einstellung von wachhunden, und zwingerhunden existiert.... solchen HH ist es aufgrund dessen, was sie an erfahrung und hundebildung mitbringen einfahc nicht möglich, ihren hund " als sozial schwierig" einzuschätzen oder gar zu wissen,was sozialisation und unverträglichkeiten bedeuten und wozu man das braucht...
ich finde dass auch schade, aber es ist nun mal die realität---
fakt ist, dass es dem besitzer von raika auch erst später bewusste geworden ist und durchaus eine gewisse sensibilität fuer die problemfelderkennung zu spueren ist...ich möchte damit raikas besitzer ein wenig in schutz nehmen, weil es einfach nicht der situation entsprach,dass er da ignorant oder gar frech vorgegangen wäre (wie ich es schon oft in großstadtparks bei "city-hh" erlebt habe) sondern er eher ueberfordert und selbst erschrocken war...
da raika auch nichts dafuer kann, dass sie sehr isoliert auf nem waldgrundstueck lebt und es eher selten is, dass er mit ihr spazieren geht, wäre ein "wegkicken" unfair gewesen
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Du findest es unfair einen Hund wegzukicken, der einen anderen Hund ohne Grund zu Tode ängstigt?
Meine Meinung ist dass Hunde extrem unterschiedlicher Gewichtsklassen nichts miteinander zu regeln haben. Wenn sie sich nicht verstehen breche ich mittlerweile ab, weiche ich sofort aus, ich bin nicht bereit Konflikte einzugehen. Erst letzte Woche wurde mein Kleiner wieder von nem Ridgeback gepackt, was soll er denn da für ne Chance haben?
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:ohm:
Ich denke, sie macht das von der Situation abhängig.
Die Hündin war nicht mega aggressiv, sondern hat die Hündin halb erdrückt.
Sie hat ja auch nicht wie wild gebissen.Und einen 50kg Boxer weg kicken, da gehört wohl einiges zu
Ein beherzter Griff ins HB oder die Leine um den Hals wäre da wohl eher geeignet
Gruß
Bibi - Vor einem Moment
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