Alte Dobermannhünding und Nullerziehung
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Hallo
Suche dringend erfahrenen Rat wegen unserer Dobermannhünding.
Sie ist ca. 13Jahre alt, Und hat in den letzten neun Jahren ein wirklich
sehr bequemes und verwöhntes Leben bei meinem Vater geführt.
Vor einigen Jahren sind wir bei ihm, auf seinen Wunsch, eingezogen.
Da er trotz Lebensgefährtin nicht allein sein wollte, und auch Hilfe brauchte.
Allerdings hat er es von Anfang versäumt seine Hündin vernünftig zu erziehen. Das heißt,
Gassi gehen kennt sie gar nicht.
Wir haben es zwar Anfangs mit ihr versucht, aber leider ziemlich erfolglos.
Ein störischer Esel wäre einfacher zu bewegen wie unser Hund.
Sie ging auch nur mit, wenn Herrschen auch mitging.
Aber selbst das war Stress pur.
Herrschen wollte und konnte auch nicht viel laufen, wegen seiner Luftprobleme. Und die Hündin hat auch ziemlich schnell kapiert, wenn Herrschen nicht spazieren geht, dann muss ich das auch nicht.
Ihr Platz für ihr Geschäft ist und war immer die Wiese hinterm Haus.
Zum anderen hat man ihr beigebracht, das ihr die Couch gehört.
Jede Erziehung unserer seits, also von meinem Mann und mir, wurde auch von meinem Vater manipuliert.
Naja er war alt, ziemlich grantik und gehässig. Aber das gehört eigentlich nicht hier her.
Vor 8 Wochen ist er gestorben, seine Lebensgefährtin ausgezogen.
Seit dem weint und jault die Hündin nur noch.
Rennt Tag und Nacht und durch das Haus.
Hier in dem Haus gibt es drei abgeschlossene Wohnungen, alle ziemlich klein.
Jetzt lebt der Hund quasi Möbliert.
Da sie sich weigert unseren Wohnungsbereich zu betreten.
Leider kann ich auch nicht den ganzen Tag sämtliche Türen offen lassen.
Da wir auch selbst eine Rassekatze haben, die nicht raus darf.
Die meiste Zeit liegt sie vor unserer Wohnungstür und jault.
Sobald ich die Tür aufmache,läuft sie weg.
Wenn ich nach unten gehe, wedelt sie widerum freudig mit ihrem Stubbelschwänzchen und rennt in ihre Wohnung oder will mit mir raus.
Sobald ich wieder in meiner Wohnung bin auf der oberen Etage,geht das Spiel von vorne los.
Wenn ich es tatsächlich mal schaffe sie in unsere Wohnung zu bewegen, ist sie nur am Zittern und am heulen.
Ich weiß mir keinen Rat mehr.
Leider hat mir mein Vater auch viel zu viel Arbeit hinterlassen.
Dazu kommt mein Stundenjob, und die vielen Tiere die wir ansonsten noch haben. Die sich alledings nicht alle in unserer Wohnung aufhalten.
Ich kann maximal zwei Stunden am Tag für sie aufbringen.
Die restliche Zeit ist sie, da sie nicht hier rein will, sich selbst überlassen.
Die ganze Situation ist so verdreht, das ich mir Sorgen mache, ob sie das ganze verkraftet.Leider hab ich auch nie eine Beziehung zu Hunden aufbauen können.
Die waren nie so mein Ding.
Obwohl die Hündin wirklich eine ganz liebe ist.
Für ihr Alter Kerngesund und noch fit.
Ich find sie total süss und knuddelig.
Aber mir fehlt einfach die Erfahrung.
Über Tipps und Ratschläge würde ich mich sehr freuen.
Lg Biggi -
5. August 2010 um 12:02
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Ich will es mal so formulieren: Die Hündin ist etwa so alt wie Dein Vater war. Den konntest du auch nicht mehr erziehen. Also wirst du bei der Hündin auch nur Erfolge im Millimeterbereich erzielen können.
Momentan hat die Hündin auch noch mit dem Verlust des Herrchens zu kämpfen. Sie weigert sich die Wohnung deines Vaters zu verlassen, weil sie dann ja evtl. seine Rückkehr verpassen könnte. Eigentlich ein ganz normales und nachvollziehbares Verhalten.
Als der Spielgefährte meines Rüden bei einem Unfall gestorben war, habe ich ihn 3 Tage in der Garage liegen lassen. Der Rüde durfte täglich zu ihm und sich überzeugen, dass der Hund wirklich nicht mehr lebt. Schließlich haben der Rüde und ich den toten Hund im Garten begraben.
Der Rüde weiß, wo das Grab liegt und hat ungehinderten Zugang zum Grab. Aber Jammerei oder gar den Versuch seinen Spielkameraden auszugraben gab es nie. Er hatte die Möglichkeit sich zu verabschieden und damit war der Fall für ihn auch erledigt. Ich denke, dass dies nicht nur für Hunde sehr wichtig ist.
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Also wie, es schon geschrieben wurde, den Hund wirst du nicht mehr großartig um erziehen können. Und das jaulen und weinen ist normal da er sein Herrchen vermisst. Könnt ihr denn nicht die untere Wohnung auch mit beziehen? Dann wäre der Hund ja nicht so oft alleine. Mit dem raus gehen wird sich das auch legen, da der Hund bald merken wird das er nur noch mit dir oder deinem Mann raus gehen kann., dadurch wird er auch mit euch etwas weiter gassi gehen. So ist das mit meiner Hündin auch wenn ich und mein Vater mehrere Tage weg fahren, geht sie auch mit meiner Schwester länger raus ( was sie sonst nicht macht, da mein Vater und ich die bezugspersonnen). Von daher sollte es früher oder später sich legen. Allerdings würde ich dir auf jedenfall raten dich etwas mehr mit dem Hund zu beschäftigen, damit er sich etwas mehr an euch gewöhnt und er merkt das ihr euch auch so gut um den Hund kümmert wie dein Vater.
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hm, ich seh nicht ganz schwarz für euch, aber rosarot wird es wohl auch nicht gerade für euch in zukunft

ich würde einen machbaren weg wählen:
lass ihr die dinge, dir ihr wichtig sind in diesem betagten alter:
die kackwiese hinterm haus,
das sofa in der unteren wohnung (das ihr ja eh nicht benutzt, oder?)
ihre gewohnte umgebungversuche, etwas mehr zeit unten zu verbringen, wenn das geht?
geregelte kleine spaziergänge wird sie bestimmt langsam zu schätzen lernen, ist ja alles neu, aber eben auch abwechslung für sie
liebe geht oft durch den magen: versuche, ihr unangenehme dinge „schön" zu fütternwie reagiert sie auf die katze? kennt der hund katzen? eventuell könnt ihr sie ja aneinander gewöhnen?
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xxxxx erledigt xxxxx
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Hi Biggi,
oh weia, für die Arme ist ja wirklich eine Welt zusammengebrochen. Ich denke es ist ein wahrer Segen für sie daß sie die vertraute Wohnung weiter nutzen kann.
In dem Alter und mit der Vorgeschichte ist es doch völlig egal ist ob sie noch groß spazierengeht oder sonstwas. Wichtig ist doch jetzt ihr den Verlustschmerz zu nehmen und ihr wieder ein bißchen Freude zu schenken.
Ihr könnt jetzt wirklich nur noch winzige Schrittchen mit ihr vorwärtskommen.Als erstes würde ich einfach dran arbeiten daß sie Dich mag, daß sie sich erstmal freut Dich zu sehen. Wenn irgend möglich würde ich sie nur noch aus der Hand füttern, und zwar über den ganzen Tag verteilt, immer wieder ein paar Minuten mit dem Hund verbringen und ihr dabei ein paar Häppchen geben. Ich schätze das könnte sie schnell auftauen, irgendwann folgt sie Dir vielleicht mal ein paar Meter, dann freust Du Dich ganz doll mit ihr ....
Ich würde sie keinesfalls bedrängen, sie irgendwohin nötigen, etc. Sie hat ihre lebenslange Bezugsperson verloren und ist in einem Alter wo sie das nicht mehr so einfach verarbeiten kann.
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Was wäre dir denn das Liebste?
Das würde ich mir erst mal klar machen und dann alles dran setzen, das dann auch umzusetzen. Auch die Hündin dabei mit Neuem konfrontieren - sonst hat sie keine Chance, sich daran zu gewöhnen.Natürlich ist ihr gerade das Herz gebrochen. Aber es zeigt auch, dass sie grundsätzlich bindungsfähig ist. Du hast durchaus Chancen, dass sie "lieber dich als niemanden" nimmt.
Mal krass formuliert: Unglücklich ist die Hündin jetzt eh, jaulen tut sie auch. Also kannst du die Situation auch so machen, wie du es wünschst.
Ich persönlich glaube, dass das Alleinsein schlimmer für den Hund ist, als die Wohnung zu wechseln oder sich an dich/euch zu gewöhnen.Ich könnte mir zB vorstellen (wenn das mit der Katze geht), dass du sie nur noch bei dir hast, nicht mehr in der alten Wohnung. Aber: Das Sofa der alten Wohnung mitnimmst. Dann hat sie einen Anker in der neuen Situation.
Dass die Situation neu ist, kannst du nicht ändern. Dein Papa kommt nicht wieder. Der Hund ist orientierungslos, gib ihm Orientierung.
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Hallo,
wenn es machbar wäre, dann würde ich die Wohnungstür auflassen.
Wenn sie sich schon davor legt, dann wird sie irgendwann auch reinkommen. Mit dem Runterlaufen wenn Du die Tür öffnest, zeigt sie Dir nur, dass sie runter möchte und Du ihr folgen sollst.
Klar fühlt sie sich unten sicherer, das ist ihr Zuhause, aber Hunde sind Rudeltiere und von daher wird sie sich auch an euch anschließen. Das kann dauern und ihr braucht Geduld, aber eines Tages wird sie es tun und von sich aus Kontakt aufnehmen.Wegen eurer Katze:
habt ihr keine extra Haustür die verschlossen bleiben kann?
Wenn alle darauf achten, dann kann die Katze das ganze Haus nutzen und trotzdem nicht abhauen.Liebe Grüße
Steffi
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Hallo
Erstmal vielen lieben Dank für eure vielen Tipps und Anteilnahme.:-)
Es hat meinen Horizont für diese Problematik ungemein erweitert.
Das sie trauert ist schon klar, das sie sich aber den Hausflur aussucht, um
auf Herrschen zu warten, ist mir erst jetzt klar.
Logisch das sie dann zittert, wenn ich die Wohnungstür schliesse.
Hund und Katze kennen sich natürlich.
Sie respektieren sich, aber gehen sich auch aus dem Weg.
Die Couch können wir leider nicht in unsere Wohnung stellen,
da hier alles zu eng gebaut ist, auf diese Idee war ich auch schon gekommen.
Wir hatten auch eine Zeitlang mal die Wohnungstür aufgelassen, Haustür
natürlich zu, wegen der Katze, und haben die beiden durchs Haus tollen lassen.
Leider muss unsere Katze allerdings irgendwo in einer Ecke was leckeres gefunden haben, was ihrem Magen gar nicht gut bekam.
Sie hatte tagelang erbrechen und Durchfall.
Ich hab zwar alle Ecken abgesucht und nichts gefunden, mir ist das Risiko aber zu gross das sie wieder was findet.
Denn... das verdrehte an solchen Erbschaftssachen ist ja immer der liebe Nachlass.
Da noch kein Gutachter da war, dürfen wir in der Wohnung noch nichts weiter machen.
Sicher-putzen darf man. Lebensmittel entfernen etc.
Aber wie Katzen nun mal sind, die kommen in jede Ecke.
Ich denke ab September können wir endlich anfangen unten zu renovieren,
Man glaubt gar nicht wie alte Menschen alles verwahrlosen lassen können, und sowas von stur und bockig sind, und sich noch einbilden sie leben in einem Palast.
Ich glaub so alt will ich niemals werden.
Ich glaub kaum das ich der Hündin unsere Wohnung schmackhaft machen kann, obwohl sie bei jedem, ich sag mal- Besuch, ihr SuperLeckerli bekommt.
Auf diese Pedigreesoftstreifen fährt sie voll ab.
Ich hoffe nur das sie, bis alles so weit ist, nicht noch einen psychischen Knaks erleidet.
Ich hab gestern einfach mal auf dem ausgebauten Dachboden, in unserem Gästezimmer geschlafen, die Tür aufgelassen und sie hat dann auf einem kuscheligen warmen Teppich vor der Tür geschlafen.
Aber auch in dieses Zimmer ist sie nicht rein.
Aber zumindest war die Nacht ruhig und sie hat gewartet bis ich aufgestanden bin.
Das war schon mal ein Erfolg.
Denn seit einer kleinen OP die wir bei ihr letztes Jahr machen mussten, hängt sie doch so ziemlich an mir. Weil ich vor sowie nach der OP bei ihr war.
Wenn ich mal Zeit bekomme, setz ich mal ein Bild von ihr rein.
Nochmal vielen dank für euren aufmunterten und optimistischen Antworten.
Hier habt mir sehr geholfen.
Lg Biggi -
Ich finde es sehr gut dass ihr euch um sie kümmert ich glaube mit der Zeit wird sie sich auch dran gewöhnen.
Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld.
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