Einige Fragen vor dem Einzug meines Jack Russel-Westi-M

  • Halloechen,

    ich bin ganz neu hier und habe schon etwas durch das Forum gestöbert, bevor ich mich angemeldet habe. Am Donnerstag wird aller Voraussicht nach ein Jack Russel-Westi-Mix, 9 Wochen alt, bei mir einziehen. Allerdings ist die Entscheidung noch nicht wirklich gefallen und um diese mir etwas zu erleichtern, ist dieser Beitrag gedacht.

    Auch habe ich mir schon einige Literatur gekauft, aber wenn man das so alles durchliest, wird man richtig verunsichert, was die Hundehaltung angeht.

    Hat jemand unter Euch einen solchen Mischling Jack Russel/Westi? Ich weiß das Jack Russel sehr quirlige Hunde sind. Potenziert sich das noch, wenn ein Westi mit beteiligt ist?

    Wie lange dauert z. B. diese erste Phase, wo man nachts auch alle 2 Stunden Gassi gehen sollte, ungefähr an?

    In einem anderen Thread habe ich gelesen, daß man Welpen zu Hause nicht bespaßen soll. Das war mir beispielsweise neu.
    Eine Welpenspielgruppe würde ich mir auf jeden Fall suchen.

    Was gibt es für ganz wichtige Dinge, die man in der Prägezeit beachten sollte.
    Wann kann man beginnen, einen Welpen an das Alleinsein zu gewöhnen. In den Büchern, die ich habe, gibt es da unterschiedliche Informationen dazu und je mehr man liest, desto mehr Bedenken bekommt man, ob man sich überhaupt einen Hund anschaffen soll.

    Deshalb würde ich mich freuen, wenn Ihr mir Eure Erfahrungen dahingehend mitteilen würdet.
    Was muß man in der Anfangszeit beachten, was sind große Fehler, die man auf jeden Fall vermeiden sollte, damit es mit einer guten Erziehung klappt?
    Kann man einen Jack Russel/Westi Mix gut erziehen?
    Wie lang ist die wirklich anstrengende Zeit, bis man nicht mehr alle zwei Stunden nachts Gassi gehen muß?

    Viele Grüße


    Conny

  • Zitat


    Hat jemand unter Euch einen solchen Mischling Jack Russel/Westi? Ich weiß das Jack Russel sehr quirlige Hunde sind. Potenziert sich das noch, wenn ein Westi mit beteiligt ist?

    Was da genau rauskommt, kann dir keiner sagen. Mixe sind einfach Ü-Eier. Wenn du prinzipiell eher einen ruhigen Hund suchst, würd ichs lassen.
    Wo kommt der Kleine denn her?

    Zitat

    Wie lange dauert z. B. diese erste Phase, wo man nachts auch alle 2 Stunden Gassi gehen sollte, ungefähr an?

    Da hab ich leider keine Erfahrung, aber ich glaub, die meisten Welpis schlafen recht schnell durch, nach ein paar Tagen.

  • Halloechen

    Zitat

    Wo kommt der Kleine denn her?


    Also nicht von einem Züchter. Das war ein Unfall :lol:
    Die Hündin meines Chefs war läufig und der Nachbarhund hat einen unbeaufsichtigten Moment nicht ungenutzt gelassen.


    Viele Grüße

    Conny

  • Zitat

    ... Am Donnerstag wird aller Voraussicht nach ein Jack Russel-Westi-Mix, 9 Wochen alt, bei mir einziehen. Allerdings ist die Entscheidung noch nicht wirklich gefallen ...

    :kaffee2:
    Puuuh, das ist ja ganz schön knapp - das Zeitfenster, meine ich. Wenn Du Dich denn dann entschieden hast, sind ja auch noch div. Vorbereitungen zu treffen (Erlaubnis des Vermieters einholen, Wohnung "welpensicher" machen, Grundausstattung inkl. Futter besorgen, usw., usw.).

    Wenn's ein "Unfallwurf" der Hündin Deines Chefs war, darf der/die Kleine dann mit zur Arbeit (was ja auch nicht sofort funktionieren wird ...) oder wer kümmert sich während Du arbeitest um den Zwerg?

    Ansonsen wird bei dem/der Lütten die Wepenphase wie bei jedem anderen Hund sein: Niedlich - aber auch anstrengend. Wie lange er/sie dann braucht um stubenrein zu werden, nachts - zumindest erstmal von ca. 0:00 - 06.00 Uhr - durchzuschlafen, eine zunächst kurze Zeit auch mal allein bleiben zu können, usw. hängt von hauptsächlich zwei Faktoren ab: deiner Konsequenz und natürlich vom Hund selbst (bei der/dem Einen geht's schneller, der/die Andere braucht länger).

    Bin gespannt - berichte mal weiter ob und wie Du Dich entschieden hast.

  • Zitat


    1.Was muß man in der Anfangszeit beachten, was sind große Fehler, die man auf jeden Fall vermeiden sollte, damit es mit einer guten Erziehung klappt?
    2.Kann man einen Jack Russel/Westi Mix gut erziehen?
    3.Wie lang ist die wirklich anstrengende Zeit, bis man nicht mehr alle zwei Stunden nachts Gassi gehen muß?

    Hallo Conny und Willkommen im DF :smile:

    Zu deinen Fragen

    1. Häufige Fehler sind meiner Erfahrung nach:
    -den Welpen überfordern
    -Inkosequenz
    -Dauerbespaßung/zu viel Aufmerksamkeit
    -Probleme Aussitzen, bis sie eskalieren

    2. Man kann jeden Hund gut erziehen, man braucht nur für jeden Einzelnen die richige Methode. Diese kann man aber auch nicht pauschal für eine Rasse/einen Mix bestimmen - jeder Hund tickt anders.
    Da wächst man aber, mit ein bisschen Hilfe und Anleitung von einem Trainer, rein.
    Bei diesem Mix würde ich mich jedoch im Vorraus darüber informieren, wie du z.B. mit dem Jagdtrieb umgehen kannst, sollte er ausgeprägt sein und der Jack Russell-Anteil mehr durchschlagen.

    3. Auch das ist schwierig zu sagen, bei uns waren es die ersten zwei Monate, in der wir auch nachts sooft raus sind. Wir haben aber auch penibel darauf geachtet, dass die Möglichkeit, dass er in die Bude macht, gar nicht erst auftritt, waren also lieber ein Mal zu oft als ein Mal zu wenig draußen. Hat sich auch gelohnt, die Male, an denen er in die Wohnung gemacht hat, kann ich fast an zwei Händen abzählen.
    Aber auch hier gibt es eben Unterschiede - manche Welpen lernen es sehr schnell, manche brauchen länger, bis sie stubenrein sind.


    Ich verstehe, dass du momentan ein wenig verwirrt bist, ging mir nicht anders. Die Meinungen zur "richtigen" Erziehungsmethode gehen sehr weit auseinander, eben weil es kein allgemeingültiges Rezept dafür gibt.
    Empfehlen kann ich dir vor Allem eins: Bleibe locker und verlasse dich auch mal auf dein Bauchgefühl! Sollten Probleme auftreten, warte nicht ab, bis es dich zur Verzweiflung bringt, sondern handle rechtzeitig - schwer ist es anfangs, den Schritt vom Reagieren zum Agieren zu machen.

    Ich wünsche dir in jedem Falle viel Erfolg und Spaß mit dem Kleinen.
    Liebe Grüße

  • Dackeline
    Theoretisch sind alle Vorbereitungen getroffen. Ich habe die Grundausstattung da und auch die Erlaubnis meines Vermieters. Wlpensichere Wohnung müßte ich erst schauen, wie die aussehen muß. :D

    Die Kleine darf nicht mit auf Arbeit. Mein Chef hätte zwar nichts dagegen und wir beide sind auch vollkommen allein in unseren Büros und auch in der Abteilung gibt es keine weiteren Büros und Mitarbeiter. Aber trotzdem hat der Chef über meinem Chef aus einer spaßigen Unterhaltung zwischen uns herausgenommen, daß ich über die Möglichkeit des Mitnehmens nachgedacht habe und dann gesagt, daß das wohl zu weit ginge. :sad2: Was ich absolut nicht verstehe. Ich bin 3 Tage die Woche ganz allein in unserer Abteilung, ohne Menschenseele und an den anderen beiden Tagen ist nur mein Chef mit anwesend, von dem der Hund stammt und der überhaupt nichts dagegen hätte. Wäre auch für mich so eine kleine Unterhaltung, wenn mein Hündchen mit dürfte. Ist so schon einsam genug im Büro. Aber nunja, ändern kann ich das nicht.

    Ich würde morgens die Kleine auf dem Weg zur Arbeit mitnehmen, habe 15 Min. zu Fuß auf Arbeit. Da hätte sie gleich einen Spaziergang und ca. 50 Meter von meiner Arbeitsstelle wohnt meine Mutter. Sie wollte auch schon immer einen Hund und würde tagsüber die Kleine behalten und auf dem Heimweg würde ich sie wieder abholen und sie hätte wieder schon einen Spaziergang weg.
    Nur ein Problem habe ich bei der ganzen Sache. Ein Jack Russel ist ja nicht ganz einfach und wenn ich mir im Internet so durchlese, was da alles auf uns zukommen kann, wenn vielleicht der Jagdtrieb durchkommt. Meine Mutter ist eine Person, die Hunde unwahrscheinlich liebt und ob sie dann klar kommt, wenn das so weit ist. Ich würde den Hund auf jeden Fall mit der entsprechenden Konsequenz erziehen. Aber wie ist es, wenn die Kleine tagsüber bei einem Menschen ist, der nicht so konsequent sein kann. Da kriege ich das doch bestimmt überhaupt nicht hin mit der so wichtigen Erziehung. Eine andere Rasse verzeiht eine nachlässigere Oma vielleicht mehr.

    Ich habe bis Donnerstag Mittag, mich zu entscheiden. Am Samstag hatte ich die Kleine bei mir und sie war einfach nur süß. Schade, daß ich keine Bilder bereitstellen kann. Hätte sie euch gern gezeigt.

    Viele Grüße

    Conny

  • Zitat


    1.Was muß man in der Anfangszeit beachten, was sind große Fehler, die man auf jeden Fall vermeiden sollte, damit es mit einer guten Erziehung klappt?
    2.Kann man einen Jack Russel/Westi Mix gut erziehen?
    3.Wie lang ist die wirklich anstrengende Zeit, bis man nicht mehr alle zwei Stunden nachts Gassi gehen muß?

    Ich habe auch einen JRT-Mix eve ist mit 8 wochen bei uns eingezogen.

    1.
    Das wichtigste war für mich das sie "ruhe" lernt. Grade weil sie so aktiv veranlagt ist.
    Nicht dauerzubespaßen.
    Meine ersten gassi geh versuche waren viel zu hoch gegriffen.. hier hab ich dann gelernt das man sich an eine minute pro lebenswoche hält die erste zeit und das öfter mehr als länger ist.

    2.
    Das schlimme ist das viele kleine Hunde garnicht erzogen sind. Eve ist nicht besser oder schlechter zu erziehen als andere Hunde...

    3.
    Das stubenrein sein und nicht mehr alle 2 stunden rausmüssen ist von jedem hund abhängig.
    Eve war erst mit 16-18 wochen richtig stubenrein und durchgeschlafen hat sie nachts glaub ich mit 10 oder 11 wochen... aber tagsüber haben wir uns immer noch daran gehalten: Nach jedem spielen/essen/schlafen.

    Ich hoffe du legst dir nen fotoalbum hier zu!^^

  • Hallo,

    Die Entscheidung, ob es nun dieser Mix sein soll, wirst du alleine treffen müssen. Ich persönlich würde keinen JRT wollen, aber das ist nur mein Geschmack.

    Sicher ist es nicht gut, wenn deine Mutter ihn "verzieht", aber ich denke, dass ein Hund sehr wohl lernt, was er bei welcher Person darf und was nicht. Aus Erzählungen "kenne" ich ein Paar, das einen Husky hat. Bei ihm folgt er viel mehr, ihr (obwohl sie mit ihm in die Hundeschule geht) tanzt er viel mehr auf der Nase herum, weil sie viel zu inkonsequent ist. Sowas merkt ein Hund sofort und nutzt es zu seinen Gunsten aus.
    Nur ein paar Grundsätzlichkeiten solltest du deiner Mutter sagen...vielleicht mag sie ja auch deine Bücher lesen? Oft macht man etwas eher, wenn man es aus einem Buch hat, als wenn man es von jemandem erzählt bekommt.

    LG

  • Hihi, das war jetzt mal was zum Schmunzeln für mich. Ich habe meine Mutter noch nie in meinem nun mittlerweile 48jährigem Leben ein Buch lesen sehen. Sie liest nur die Zeitung und da auch nur die Todesanzeigen. Aber das mal nur so am Rande.
    Die wichtigsten Dinge kann ich sicher meiner Mutter erklären. Aber ob sie mich ernst nimmt bzw. die Tatsache, was Inkonsequenz für Folgen hat, daß ist mein Problem. Ich glaube meine Mutter hätte ständig die Leckerlitüte in der Hand.

    Zitat

    Meine ersten gassi geh versuche waren viel zu hoch gegriffen


    Ich hatte die Kleine ja am Samstag bei mir. Also Gassigehen ist ja ein Spaß. Gassitragen wäre da eine bessere Bezeichnung. Die Kleine wollte keinen Schritt gehen. Ich stand eine halbe Stunde an der gleichen Stelle und konnte sie nicht zu einem Schritt bewegen. Sie nahm total interessant ihre neue Umgebung wahr und freute sich über jeden Fußgänger, der an ihr vorbeiging. Alle haben natürlich über uns geschmunzelt, meine Bemühungen, ein Pfützchen aus ihr rauszubringen. Aber wie ich gelesen habe, sind das am Anfang ganz normale Verhaltensweisen und sie muß das Gassigehen erst lernen. Sie hat auch bei mir geschlafen und von 23.00 bis 04.00 Uhr hat sie durchgeschlafen. Sie wollte natürlich in mein Bett, aber ein einmaliges klares Nein hat ausgereicht, daß sie sich sofort in ihrem Körbchen lang gemacht hat und eingeschlafen ist.

    Viele Grüße

    Conny

  • Dass der Kleine noch nicht spazieren gehen mag, ist ganz normal. Auch das muss er erst lernen.

    Ich würd mir die ganze Sache auf jeden Fall gut überlegen. Soll ja alles recht schnell gehen...mir persönlich wärs zu schnell.
    Auch bzgl. der Mischung solltest du dir Gedanken machen, ob die wirklich zu dir passt. Wenn du gezielt nach einem Hund gesucht hättest, wärs dann auch ein Terrier geworden? Ein JRT ist ja nicht ganz ohne, meins wärs nicht. Der Kleine kann ordentlich Jagdtrieb abbekommen, was ne Menge Arbeit für den Besitzer heisst. Auch an Auslatung wird er evtl. eingies braucht, mit "nur" Spazieren gehen wirds vielleicht nicht getan sein.

    Und da es ein Mischling ist, würd ich mal nachfragen, wie es bei den Elterntieren so gesundheitlich aussieht. Wurden die auf rassetypische Krankheiten untersucht?

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