Total Überfordert!

  • Mit der Hömöphatie sehe ich es aber so, dass es wohl nicht sein kann, dass ich dem Hund quasi immer vor jedem Erlebnis erst ne Dröhnung verpassen soll, um ihn "ruhigzustellen" Das hat für mich einen üblen Beigeschmack.
    Als Unterstützung ist es durchaus sinnvoll, aber die Ursache liegt hier ja woanders (entweder körperlich bedingt) oder eben im Verhalten.

    LasPatitas: Der Hund ist eine gewisse Zeit alleine (damit hat er nie ein Problem gehabt) und sonst ist mein Schwiegervater da. Er geht mittags mit ihm ne Stunde raus, allerdings nur an der Leine und nur bei uns im Wald.
    Abends geht er die große Runde mit mir, selten geht auch mein Freund mit.

    Oder ich nehme ihn mit zur Arbeit, wenn mein Schwiegervater z.b Spätschicht hat und der Hund länger als sonst allein wäre.
    Arbeit ist auch so eine Sache: Da ist vollkommen relaxt, fühlt sich sichtlich wohl.
    Und hier ist viel Pulikumsverkehr, aber das ist kein Thema.
    Auch wenn ich mal nicht da bin geht das gut.

  • wie lang hast du den schon? unsere hündin ist bei uns auch komplett anders als bei den vorbesitzern, allein die umstellung von dorf auf stadt (wenn auch stadtrand) war für sie purer stress. sie hatte vor ALLEM angst. sie hat sofort gejault, wenn wir stehengeblieben sind (mein gott, war das nervig. sie musste richtig lernen, auch mal nichts zu tun) und sie war völlig hyperaktiv. das hat sich aber gegeben...alles gewöhnungssache.

  • Zitat

    wie lang hast du den schon? unsere hündin ist bei uns auch komplett anders als bei den vorbesitzern, allein die umstellung von dorf auf stadt (wenn auch stadtrand) war für sie purer stress. sie hatte vor ALLEM angst. sie hat sofort gejault, wenn wir stehengeblieben sind (mein gott, war das nervig. sie musste richtig lernen, auch mal nichts zu tun) und sie war völlig hyperaktiv. das hat sich aber gegeben...alles gewöhnungssache.

    Seit Dezember und wie er vorher war, weiß ich nicht. Aber das, was du beschreibst ist nicht mein Problem.
    Er ist zuhause ruhig, und seitdem ich sein Kontrollverhalten unterbinde, gibt es auch keine "nervprobleme" mehr.
    Mir macht einfach Sorgen, dass dieser Hund nicht weiß, wann etwas gut sein muss, ohne gesundheitliche Schäden davonzutragen.

    Also traut mir bitte ein wenig Hundesachverstand zu und glaubt mir, wenn ich sage, dass es weder am Futter, noch an der Auslastung liegt, sondern am Verhalten oder eben an etwas organischem.
    Die Studie zum Stressverhalten war sehr interessant und genau das, was dort steht, trifft auf meinen Hund zu.

    Und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.

  • ich habe da ein paar Fragen. ;)
    Warum vermeidest du jegliches "hochfahren"?
    Bekommt der Hund bei der Auslastung das, was für die beteiligten Arbeitsrassen üblich ist?
    Wie ist der Gehorsam? Eher ein "müssen" oder lässt sich der Hund gern lenken?

    LG
    das Schnauzermädel

  • Zitat

    ich habe da ein paar Fragen. ;)
    Warum vermeidest du jegliches "hochfahren"?
    Bekommt der Hund bei der Auslastung das, was für die beteiligten Arbeitsrassen üblich ist?
    Wie ist der Gehorsam? Eher ein "müssen" oder lässt sich der Hund gern lenken?

    LG
    das Schnauzermädel

    Ich vermeide nicht jedes "Hochfahren", ich gebe aber gerne zu, dass ich bis dato diese Art von Hund nicht kannte. Aber ich habe ja zum Beispiel angefangen, den Ball als aktive Bestärkung zu nutzen und das "Down" klappt wirklich gut damit.
    Aber ziwschen Arbeitseifer und sich zu Tode rennen sehe ich einfach einen Unterschied.
    Denn ein Dauerbellen und unruhig sein kann nicht das sein, was diesen Hund ausmacht.
    Ich habe mich damit abgefunden, dass er ein Hibbel ist und oft eben auch hochdreht, weil das eben in seinen Genen verankert liegt.
    Und gerade, weil er eben dazu neigt, lege ich sehr viel Wert auf Ruhe halten (wie man das bei anderen Hibbel-Hunden eben auch machen sollte) und im "Alltag" haben wir ja auch keine Probleme mehr. Aber eben, wenn wir mal etwas mit dem Hund unternehmen wollen, wie eben mit ihm schwimmen gehen, dann muss man auch mal eine andere Umgebung in Kauf nehmen.
    Ich kann natürlich auch alles andere als Gassigänge in unserem Wald streichen, aber ob man das dann noch Artgerecht nennen kann, ist fragwürdig.

    Der Hund ist mit seinem Pensum zufrieden, zum Hundesport bin ich eben aufgrund fehlenden Grundgehorsams nicht gekommen (weil ich bisher davon ausgegangen bin, dass die Vereine einen Grund haben, für sowas die BH als Voraussetzung festzulegen) aber das wird auch noch in Angriff genommen.

    Der Gehorsam ist ohne Ablenkung gut, mit Ablenkung kommt es auf die anderen Rahmenbedingungen an. Vor ein paar Monaten konnte ich nichtmal ein "Sitz" von ihm verlangen, wenn nur mein Freund anwesend war.
    Mittlerweile kommt er sogar zu mir, wenn wir mit anderen Hunde unterwegs sind. Es wird also.
    Ich kann keine Wunder erwarten und wenn etwas noch nicht so recht klappt, dann liegt es an mir.
    Dieser Hund will lernen, nur manchmal bin ich einfach nicht ruhig poder geduldig genug dafür.

    Ich bemühe mich redlich, mehr Geduld und Verständnis für ihn zu haben und nicht alles von ihm zu verlangen, was er in meinen Augen können müsste und vielleicht liegt auch ein Teil seiner Unruhe darin begründet.
    Aber selbst wenn ich etwas falsch mache, kann es wohl kaum dazu führen, dass er sich die Pfoten blutig läuft oder?

  • Wieso kann das nicht dazu führen, dass der Hund sich blutige Pfoten läuft? :???:
    Das führt geradezu zwangsläufig dazu. ;)

    Ein Arbeitshund soll auch dann arbeiten, wenn es zu heiß, zu steil, zu gefährlich, zu anstrengend, zu gefährlich, etc. ist.
    Das erreicht man nur über eine angezüchtete "Triebübersteigerung" bei gleichzeitig sehr reduziertem Wahrnehmen von Schmerz- und Belastungssignalen.
    Sonst würdest du einen Hund nie dazu bekommen unsinnig zu arbeiten, jedes Wildtier z.B. hat eine "eingebaute Bremse" und wird, wenn es satt ist, nur dann Wild jagen, wenn es extrem gute Chancen hat es zu erlegen. Erst mit wachsendem Hunger steigt die Risikobereitschaft. Solch ein natürliches Verhalten kann man bei einem Arbeitshund nicht gebrauchen.

    Je reizärmer man den Hund hält, desto weiter sinkt seine Reizschwelle. Bei solchen Hunden reicht dann die kleinste Veränderung.
    Solche Hunde müssen lernen sich "an- und abschalten" zu lassen, sonst hängen sie in dauerhafter Startbereitschaft fest. Das Ganze in sicherem Umfeld nachhaltig erlernt, lässt sich dann auf Umweltreize ausbauen.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Zitat

    Wieso kann das nicht dazu führen, dass der Hund sich blutige Pfoten läuft? :???:
    Das führt geradezu zwangsläufig dazu. ;)

    Ein Arbeitshund soll auch dann arbeiten, wenn es zu heiß, zu steil, zu gefährlich, zu anstrengend, zu gefährlich, etc. ist.
    Das erreicht man nur über eine angezüchtete "Triebübersteigerung" bei gleichzeitig sehr reduziertem Wahrnehmen von Schmerz- und Belastungssignalen.
    Sonst würdest du einen Hund nie dazu bekommen unsinnig zu arbeiten, jedes Wildtier z.B. hat eine "eingebaute Bremse" und wird, wenn es satt ist, nur dann Wild jagen, wenn es extrem gute Chancen hat es zu erlegen. Erst mit wachsendem Hunger steigt die Risikobereitschaft. Solch ein natürliches Verhalten kann man bei einem Arbeitshund nicht gebrauchen.

    Je reizärmer man den Hund hält, desto weiter sinkt seine Reizschwelle. Bei solchen Hunden reicht dann die kleinste Veränderung.
    Solche Hunde müssen lernen sich "an- und abschalten" zu lassen, sonst hängen sie in dauerhafter Startbereitschaft fest. Das Ganze in sicherem Umfeld nachhaltig erlernt, lässt sich dann auf Umweltreize ausbauen.

    LG
    das Schnauzermädel


    :gut: Schnauzer 4 president :D

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