Erste Begegnung mit einem "Problem-Hund"

  • Hallo ihr Lieben,

    vorab will ich nur noch mal eben sagen, dass ich nicht der Meinung bin, dass es Problemhunde gibt, wohl eher Problemmenschen.

    Ich habe seit fast 4 Wochen meine Hündin Debbie. Sie ist 7 Monate alt und kommt aus Portugal.
    Sie ist ein Schäferhund - (Podenco??) Mix und wirklich super lieb und sehr sehr sozial.
    Morgen will ich mit ihr zu meinen Eltern fahren und die haben auch einen Hund. Rico. Er ist 11 Jahre alt, ein Jack-Russel-Mix und recht anstrengend.

    Ich möchte, dass sich die 2 bei uns im Feld das erste Mal begegnen, aber davor habe ich doch große Sorge.
    Debbie ist sehr unterwürfig, würde auch nicht zu einem anderen Hund gehen wenn er ihr das nicht zu verstehen gibt.

    Rico hingegen ist aggressiv, mag besonders keine größeren Hunde, ist sehr dominant und überhaupt nicht sozial. Wobei er mich schon des Öfteren überrascht hat im Umgang mit anderen Hunden.

    Ich kann das alles super schlecht einschätzen und habe auch keine Erfahrung mit solchen Zusammenführungen.
    Ist es vielleicht keine gute Idee, dass sich die beiden begegnen?
    Ich würde mir sehr wünschen, dass sie sich verstehen bzw Rico meine Debbie akzeptiert auf 'seinem' Grundstück.

    Wie genau soll ich vorgehen? Wie soll ich reagieren wenn er aggressiv wird??
    Wenn sie sich verstehen sollten, kann ich dann mit Rico und Debbie schon nach dem ersten Mal zusammen aufs Grundstück gehen?

    Hoffe auf schnelle Antworten :smile:
    Liebe Grüße,

    Debbie&Kathrin

  • Hallo Kathrin und willkommen im DF :winken:

    Was meinst Du mit aggressiv?
    Verletzt er andere Hunde?
    Wie äußert sich sein Verhalten?
    Läuft er draußen ohne Leine?
    Läuft Debbie schon ohne Leine?

    Gruß
    Bibi

  • mmh... ich würd mit beiden erstmal gemeinsam spazieren gehen zum sich angucken, sich unaufällig näher kommen & auf dem Grundstück auch erstmal ein zwei Runden mit Leine laufen- wenns gut klappt beide abmachen aber nicht so direkt gegenüber hinsetzten dabei sondern eher so ganz beiläufig beim Laufen das jeder Hund erstmal mit Fraule/ Herrle mitläuft- deine soll ja keine Angst bekommen & der kleine Proll soll merken das es keinen Grund zum Stress gibt. ;)
    ähnliche Situation hab ich umgekhrt wenn ich meine Freundin besuche. Meine Hündin ist zickig, ihr Rüde recht freundlich. jetzt beim zweiten Besuch konnte ich sie noch nicht direkt auf den Hof lassen, erstmal wieder Prozedere mit Gassigehen, auf Hof war aber stressfreier als beim ersten Mal haben schon toll gespielt.
    mmer mit Ruhe, selber keine Angst & keinen Stress verbreiten dann klappts schon! :gut:

  • Danke schon mal für eure Antworten.

    Mit Aggressiv meine ich, dass er niemanden an sich ran lässt außer eben seine Familie. Andere Menschen sowieso nicht und die dürfen auch nicht auf sein Grundstück und wenn wir anderen Hunden begegnen, dann knurrt er die auch an. Aber nicht alle. Einige sind okay, aber das sind nur wenige.
    Ohne Leine ist er leider nie gelaufen. Ich habe sie ihm mal ab gemacht im Wald, aber da ist er keinen Schritt weiter gegangen.
    An der Leine möchte ich ihn nur ungern lassen wenn sie sich begegnen. Vielleicht lasse ich sie dran und einfach falle.

    Debbie ist vom ersten Tag an auch ohne Leine gelaufen und macht das toll.
    Spazieren gehen wollt ich mit meiner Mama und den beiden Hunden morgen auch...soll ich das vor oder nach dem Treffen im Feld machen?

  • Die erste Begegnung würde ich auf jeden Fall auf neutralem Gelände machen.

    Mach ihm eine Schleppleine dran alternativ geht auch eine Wäscheleine. Handschuhe nicht vergessen ;)
    Wenn er zu arg rumzickt, könnt ihr mit der Leine einwirken.

    Macht ihm klar, dass er ihr nicht weh zu tun hat.
    Wenn er ihr Grenzen zeigt, ist das okay, mehr aber nicht.
    Geht erstmal zusammen Gassi, kurze Leine an beiden Hunden, beide Hunde auf der jeweils abgewandten Seite.
    Wenn er entspannt ist, Schleppleine dran und Deine ohne Leine.

    Gruß
    Bibi

  • Hallo

    Ich würde es auch machen so machen das sie sich erst auf neutralen Boden jenen lernen. Das wichtigste wenn ihr ins Haus oder Garten geht ist das der Gast Hund zu erst da ist sprich in Ruhe es sich angucken kann der Jack Rüssel kommt dann erst 5 min später dazu.

    Nie den heimischen Hund zu erst in sein Reich lassen

  • Wenn Rico sie nicht duldet, dann solltet ihr das akzeptieren.
    Gebt ihm die Möglichkeit auszuweichen.
    Wie gesagt, nur Angriffe würde ich untersagen.
    Dann lieber beide mit Leine auf dem Grundstück sichern.

    Gruß
    Bibi

  • Da muß ich jetzt mal ganz dusselig dazwischen fragen, warum:

    Zitat


    Nie den heimischen Hund zu erst in sein Reich lassen

    Ich kenne es auch so, Kennenlernen auf neutralem Gebiet und dann gemeinsam nach Hause gehen. Warum ist die Reihenfolge des Betretens dabei so wichtig?

    LG Jan

  • Zitat

    Wenn Rico meine Debbie nicht an sich ran lässt, sollte man es immer wieder versuchen und ihm ggf. einen Maulkorb um machen?

    Wenn ich zwei Hunde hätte, die ich so gar nicht einschätzen kann und mich dabei selbst etwas unsicher fühle, würde ich das Ganze als erste Begegnung mit Hilfe eines Hundetrainers stattfinden lassen, möglichst auf einem "sicheren" Grundstück (einem Trainingsplatz z. B.), denn ich geh davon aus, dass Du Deine Hündin noch angeleint lassen musst, draußen in der Pampas.

    Dann macht man nicht in der ersten Begegnung gravierende Fehler, die hinterher umso schwerer auszubügeln sind.

    Wenn Ihr dann das "Rüden-Grundstück" irgendwann das erste Mal betretet, solltet Ihr es so machen, dass die Hündin erstmal in aller Ruhe das Terrain erkunden kann, ohne den Rüden. Und dann erst den Rüden - noch angeleint - dazulassen und erst ableinen, wenn er sich recht gesittet benimmt.

    LG, Chris

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