Sozialisierung bei der Wärme

  • Hallo!
    Marley ist nun 13 Wochen alt. Wir wissen nicht wie wir ihm bei der Hitze die Welt zeigen sollen. Es ist im Moment so warm draußen, das er sich sobald er draußen ist hinlegt und nichts mehr machen will. Wir haben es schon so gemacht das wir mit Auto in die Stadt gefahren sind und uns einfach irgendwo hingesetzt haben, damit er überhaupt was von der Welt sieht. Aber bei der Wärme hat er nicht mal dazu lust. Jetzt wo es so warm ist waren wir schon ne Woche lang nicht mehr richtig raus mit ihm, nur zum Geschäft machen und dann wieder in die Wohnung. Er schläft den ganzen Tag. Nun haben wir Angst das dies zu Problemen führen kann, weil er im Moment nichts sieht ausser die Wohnung und kurz raus zum Geschäft machen. Einen See indem der Hund rein gehen kann gibt es hier in der Nähe leider nicht. Die Welpenstunde ist nun auch schon das 2. mal aufgrund des Wetters ausgefallen. Machen wir uns zuviele Sorgen oder ist das noch okay? Die Wochen wo es noch nicht so warm war hat er die Stadt kennen gelernt, waren im Eiscafé, auf dem Hundeplatz etc. Wie macht ihr das bei den Temperaturen?
    Lg, Sandra

  • Fahrt doch z.B. mal in ein klimatisiertes Einkaufszentrum, falls es das bei euch gibt.. da kommen ja auch sehr viele Eindrücke, Menschen, etc. zusammen. Oder spontan würde mir noch die kühle U-Bahn zum Kennenlernen einfallen (die fand mein Hund immer gruselig.. seit es so heiß ist, kann sie aber gar nicht schnell genug da runter/rein :D ).
    Ansonsten würde ich draußen auch nicht so viel machen, das überfordert den Hund in Kombination mit der Hitze sicherlich nur.

  • Das Problem ist wir wohnen hier auf dem Land, hier gibt es nirgends ein Einkaufszentrum oder ne U-Bahn. Die nächste große Stadt ist fast ne Stunde von uns entfernt und das ist Osnabrück :D Sonst gibt es hier nur kleine Städte mit höchstens 14.000 Einwohnern und Einkaufszentren gibt es hier nicht. Vielleicht fahren wir sonst am Wochenende mal nach Osnabrück und setzen uns einfach da an einen schattigen Platz, nur lohnen würde sich die Fahrt auch nicht wirklich, da wir dann ja höchstens nur ne halbe Stunde ca. da sein würden, weil wir den kleinen ja nicht überfordern möchten. Und bei der Hitze so lange Auto fahren? Unser kleiner ist Wasserscheu, daran arbeiten wir grade, sonst würden wir ja auch wohl weiter fahren zu nem See, aber da geht er gar nicht rein, höchstens mit den Vorderfüßen. Er ist als wir ihn vom Züchter abholen wollten nämlich in einem Bach reingefallen indem richtig doll stickende Matsche drin war, der Hund war danach nicht mehr weiß sondern braun und danach hat ihn die Züchterin erstmal gebadet. Jetzt hat er vor Wasser total Angst. Es soll ja jetzt echt Wochenlang so heiß bleiben und ich weiß wirklich nicht wie das mit der Prägephase dann funktionieren soll. Wir gehen jetzt abends schon immer um 23 Uhr noch durch die Siedlung und zu ner Hauptstraße, damit er das wenigstens schon mal kennenlernt.
    Lg, Sandra

  • Bei dem Wetter jetzt ist das sicher schwieriger als im Frühjahr oder Herbst. Aber wie wäre
    - Biergartenbesuch am abend
    - Besuch an einem belebten See
    - abends an einer vielbefahrenen Straße entlang gehen

    Für die Stadt hatte ich es so gemacht, dass ich 2x mit dem Hund alleine extra dort hin gefahren bin (40min) und dann durch die Fußgängerzone mit ihr bin.
    Evtl einfach mal kühleres Wetter abpassen und das dann gezielt machen.

  • mein 15-wochen alter welpe hat derzeit auch "sparprogramm". wir gehen allerdings früh um halb 7 auf die hundewiese und ab und zu abends mal in den schattigen biergarten. nachmittags sind wir im garten mit den füssen im planschbecken. ich mach mir da keinen kopf, es ist halt "höhere gewalt". er hat vor der hitzewelle schon einiges gesehen, und wird auch hinterher auch wieder viel erleben, ich denk nicht, dass er wirklich schaden nimmt. natürlich ist die pause genau jetzt in der wichtigen entwicklungsphase schlecht getimt, aber es lässt sich alles nachholen.
    wenn er hinterher alles schrecklich findet, weil er es mit quälerei in der hitze verbindet nützt das auch nichts.

  • Danke, ihr nehmt mir ein bisschen die Angst :) Heute war es ja nicht mehr ganz so warm und somit fande heute zum Glück wenigstens schon mal die Welpenstunde wieder statt =) . Mich hat es heute total gefreut das unsere Trainerin sagte das Marley und ich ein super Team sind und wir die Streber sind :gut: tut gut sowas zu hören. Das was mir im Moment am meisten Sorgen macht das er extreme Angst vor Wasser hat, er hat sonst vor gar nichts Angst. Ich weiß nicht wie ich ihm das Wasser positiv beibringen soll mit Leckerlie und Spieli keine Chance, auch mit ins Wasser gehen hat nichts gebracht. Meine Trainer hat es auch schon versucht und meinte wir sollen ihm genug Zeit lassen bis er von allein reingeht und wenn er es nicht macht ist er halt keine Wasserratte. Denkt ihr das sich das mit dem Alter legt, solange er jetzt keine negativen Erfahrungen mehr mit Wasser macht?
    Lg, Sandra

  • Zitat

    Meine Trainer hat es auch schon versucht und meinte wir sollen ihm genug Zeit lassen bis er von allein reingeht und wenn er es nicht macht ist er halt keine Wasserratte. Denkt ihr das sich das mit dem Alter legt, solange er jetzt keine negativen Erfahrungen mehr mit Wasser macht?

    Ich denke auch: Die Zeit bringts - oder eben auch nicht.
    Du kannst immer mal wieder versuchen ihn zu locken und davon zu überzeugen, dass Wasser toll ist, aber mach ihm nicht zu viel Druck. Er MUSS ja kein Wasserhund sein. Klar ist es, gerade im Sommer, auch für den Hund angenehmer, wenn er im Wasser plantschen kann, aber wenn das nicht so ist, muss man das akzeptieren. Ich kenne einige Hunde, die Wasser nicht besonders mögen.

  • Mein Hund hat sich erst vor ein paar Wochen, mit fast 7 Monaten, zum ersten Mal mit einer Pfote in einen See gewagt :lol: Bis dahin war Wasser nur und ausschließlich zum Trinken da und sowas Gruseliges wie kleine Wellen galt es allerhöchstens aus sicherer Entfernung mal leise anzubellen. Reinlocken ließ sie sich schon gar nicht. Ich hab sie gelassen. Und dann plötzlich hat eine etwas größere Welle sie doch mal erwischt, sie hat sich mächtig erschrocken, kurz danach festgestellt, dass sie ja erstaunlicherweise noch lebt, und von da an gab's kein Halten mehr und sie liebt Wasser seitdem =)
    Ich würd mir da auch keinen Stress machen, das kommt von ganz alleine oder halt auch nicht. Aber das hätte ich persönlich dann auch nicht schlimm gefunden.

  • Macht euch da nicht zuviel Druck - das kommt schon von alleine, wenn der Kleine erstmal genug Vertrauen zu euch und seiner Lebenssituation aufbaut.

    Meine erste Hündin ist nur im Rudel, in der Familie und einer winzigen Kleinstadt "sozialisiert" (den Begriff gab's da überhaupt noch nicht!) worden. Trotzdem wurde sie ein ganz cooler, rundum gelassener Hund, der mich dreijährig ohne das geringste Problem in die Großstadt begleitete. Ins Wasser ist sie übrigens als Erwachsene zum ersten Mal gegangen - mit etwas Zeit auch kein Problem!

    Also nehmt euch selbst (und damit dem Lütten) diesen Druck des auf Biegen und Brechen Sozialisieren-Müssens im Babyalter, habt viel Spaß, wachst dabei zusammen und laßt alles andere gelassen auf euch zukommen - dann wird das schon!

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