• Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber für mich hört es sich etwas nach einer Übersprungshandlung an. Aufgeputscht durch die Katze, die man jagen und fressen wollte und nicht konnte, da vergisst man sich schon mal und kneift in das erst beste, was denen in die nähe kommt. Das ist nicht unbedingt schön und man sollte es beobachten und ein entsprechendes Impulskontrolltraining folgen lassen.

    Mir hat mein Sitterhund in einer Situation mal die Zähne ans Handgelenk gehalten und sofort gestoppt, weil er dann durch das gedonnerte Platz wieder bei mir war und mein eigener hat sich einmal durch den reaktiven Sitterhund so hochpushen lassen, das er mir ins Knie kniff und dort einen Bluterguss verursachte.

    Bei mir waren es einmalig Ausrutscher und ich habe da gar nichts gemacht, sondern habe es in dem Moment völlig ignoriert.

  • Das mit dem Krallenschneiden kannst ja jeden Tag üben. Mein Jack hat mit nähe und berührungen ja auch so seine probleme. Ich fass ihn jeden Tag genau da an wo er mal Aggressives Verhalten gezeigt hat. Ganz zu Anfang wars der ganze Kopf das hat sich jetzt nach 5 Wochen komplett gelegt. Hatte aber auch schonmal richtig geschnappt. Jetzt trainieren wir den Schwanz anfassen. Das mach ich eben auch jeden tag jetzt mit ihm, meist dreht er sich noch um, einmal war meine Hand in seiner Schnautze, also muss da echt viel Feingefühl haben nicht zu übertreiben oder zuviel von ihm zu verlangen. Doch es wird immer besser. Danach sind bei uns dann auch die Füße dran zwecks Krallen schneiden.

    Der ist auch kein Stück Ängstlich, allerdings ist es bei ihm eine Schutz Reaktion.

  • Zitat

    Was bitte soll ich mit ihm machen und wie reagiere ich richtig???

    Wenn so etwas das allererste Mal vorgekommen ist - bekommt der Hund beim Zwicken aus Frust ein Donnerwetter von mir und merkt dann recht schnell, dass ihm da ja wohl die Pferde durchgegangen sind und dass er sich das in Zukunft tunlichst nicht nochmal erlauben sollte...

    Er hat sich einfach "vergessen" in dem Moment..

    Die Kunst, mit so etwas umzugehen, liegt m. M. nach darin, das Ganze nicht über zu dramatisieren. Wenn man dem HUnd in so einem Moment klar gemacht hat, dass das jetzt unter aller Sau war ;) , sollte das Thema damit erledigt sein... je mehr DU daraus machst, desto wichtiger wird es für Euch beide....

    Natürlich sollte kein HUnd seinen Frust an seinen Menschen auslassen (abermal ganz ehrlich, dass schaffen selbst wir super-intelligenten Menschen nicht immer, wie oft kriegt unser Partner unseren Frust ab?), aber nur weil es ein einziges Mal passiert ist, würde ich da noch gar kein Thema draus machen.... sein Donnerwetter hat er ja bekommen..

    Ich würd das Ganze direkt nach dem Donnerwetter einfach vergessen und gut iss...

    LG, Chris

  • Für mich war das ganz klar umgeleitete Aggression,
    danach würde ich mal googeln.

    Sicher ist das nicht ok, ich würde mir daher mal überlegen,
    warum der Hund so reagiert und so wenig Selbstkontrolle hat.

    Das kann sein, weil er ansonsten irgendwie Stress hat,
    oder weil er einfach als Welpe nicht gelernt hat, mit Frust umzugehen.

    Und dann würde ich daran arbeiten.
    Kann ja nicht sein, dass er seine Probleme über Bisse löst.

    Aber in DEM Moment hätt ich ihm keine verpasst,
    da hätte ich ja genauso reagiert wie er - völlig unangemessen und impulsiv.

    LG
    Chrissi

  • Ich hätte dem Hund - vielleicht unangemessen und sicher impulsiv - in dieser Situation eine verpaßt, schon im Reflex.

    Genau diese Reaktion kenne ich nämlich nur zu gut aus den lange vergangenen Zeiten, in denen ich mit einem Jagdterrier befreundet war (der mir nicht gehörte). Der ebenso harte wie clevere Bursche biß wirklich rückwärts wie der weiße Hai, so man ihn daran hinderte, einen anderen Rüden anzugehen - jedenfalls biß er seine gutmütige Besitzerin.

    Wir Teenies, die ihn damals ausführten, haben ihm beim ersten einschlägigen Versuch spontan ein Mordsdonnerwetter verpaßt, weil wir es schlicht nicht einsahen, uns beißen zu lassen. Erstaunlicherweise hat das sehr schnell gewirkt: unsere Hosen & Waden hat er dann verschont. Es funktionierte also sehr wohl mit der Selbstkontrolle, auch in einer solchen Streßsituation.

    Sein Frauchen dagegen, die ihn immer mit "Er ist nun mal cholerisch" entschuldigte, hat auf diese Tour noch reichlich Mäntel & Hosen eingebüßt und sich ebenso reichlich Kratzer eingefangen.

    Insofern wär ich da schon für ein für den Hund sehr unmißverständliches "Wehret den Anfängen"...

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