napf wegnehmen beim fressen

  • Zitat

    Ich hab die Beiträge jetzt grob überflogen und muss ehrlich gesagt den Kopf schütteln wie hier u.a. Nanette mit einer Selbstüberschätzung andere nieder machen.... Unglaublich. Aber das hat man ja schon in anderen Beiträgen lesen dürfen.

    Fakt ist, dass Hunde, die ihre Ressourcen verteidigen (manche mehr, manche gar nicht), ein ganz normal hündisches Verhalten an den Tag legen. Die meisten Aggressionen die unter Hunden auftauchen sind nicht Dominanzgebaren, sondern ganz klassisches Ressourcenverteidigen.

    Zu sagen Futter wäre keine begehrte Ressource ist absoluter Quatsch. Das würde jede wissenschaftliche Forschung zum Thema operantes und klassisches konditionieren verwerfen! Unglaublich, dass jemand sowas behaupten kann und von sich trotzdem der Meinung ist mehr Wissen zu haben als andere hier.

    Wie bringt man also den Hund dazu dieses ganz normale hündische Verhalten nicht mehr zu zeigen? Indem man ihm Alternativverhalten beibringt und die Assoziation ändert. Und das macht man nicht in dem man den Frustpegel wissentlich erhöht, sondern indem man Frust in Freude wandelt.
    Dafür gab es hier einige sehr gute Vorschläge. Hunde haben nämlich ,laut Forschung (Universität Wien, Frederike Range), einen sehr guten Sinn für Fairness und es ist nicht fair dem Hund erst was zu geben und ihm es wieder wegzunehmen.

    So eine Arbeit nennt man systematische Arbeit mit Hunden. Vielleicht informierst Du dich da mal drüber. :zensur:

    Du redest über ERZIEHUNG und ich rede über mehr. Es ist doch völlig ok, dass so zu machen, ich sage doch nicht, dass man das nicht so machen KANN und ich es auch in vielen Fällen so mache, trotzdem ist es NICHT richtig, dem Hund gerade in den ersten Monaten Frusttoleranz beizubringen! Um mehr geht es mir doch gar nicht.

    Jeder so wie er mag, ich mag eben lieber Hunde die zwei Schritte vom Napf weggehen, wenn ich mich bewusst nähere, andere haben eben gerne dass dem Hund das egal ist. Ich möchte aber nicht egal sein für meine Hunde... So einfach... Ich mag auch nicht nach einem System MIT meinen Hunden arbeiten- ich mag mit ihnen LEBEN...

  • So und nu bin ich auch erstmal wieder off aus dem Forum, wünsche euch ganz viel Erfolg bei allem was ihr mit oder ohne Hund tun wollt. Wer weiter diskutieren will, mailt mir einfach, oder lässt es eben beruhen...


    War schön mit euch, danke

  • Nanette

    Es ist NICHT richtig dem Hund Frusttoleranz beizubringen??? Hä???
    Wer sagt denn das ich meinem Hund egal bin wenn ich seine Assoziation zur Ressourcenverteidung verändert habe, nämlich dass er nichts verteidigen brauch. Das er keinen Frust verspüren muss wenn ich ihm was wegnehme.
    Ich habe ihm damit weit mehr beigebracht, als ihm beizubringen, dass ein Donnerwetter kommt wenn er normal hündisches Verhalten zeigt, weil das darf er ja auf keinen Fall und es ist furchtbar schlimm und irgendwas stimmt an unserer Beziehung nicht.
    So kann man Situationen auch aufblasen.

  • Zitat

    nu melde ich mich auch nochmal zu wort...

    ich hätte nicht gedacht das dieses thema so eine diskusion los tritt.
    ich hab es jetz so gelöst das er sein frühstück erst bekommt wenn mein zwerg im kindergarten ist und das abendbrot stellt sie ihm hin und dann essen wir. so sitzen wir alle und er kann in ruhe fressen ...

    ich hab meinem kind natürlich erklärt das wenn er knurrt sagen möchte das ihm dies gerade nicht paßt und abstand gehalten wird.

    ich geh mal davon aus das wir kein beißwütigen hund zuhause haben und er keine gefahr für uns darstellt. er ist komplett in der familie eingebunden kommt überall mit hin und wenn ich nicht aufpaß bekommt er auch mal nen stück keks ab oder darf mal am eis lecken ich glaub er sieht meine tochter als futter maschine die immer was feines hat...


    Das ist ein schönes Beispiel. Der Hund darf sich bedienen wenn sich die Gelegenheit ergibt. Das Kind muss jedoch respektieren das der Hund in Ruhe fressen darf.

    Was ist jetzt wenn das Kind etwas für sich sehr wichtiges hat DEN Keks oder DAS Eis und will das nicht teilen. Natürlich wird nicht jeder Hund dann nach vorne gehen, doch gibt es eben auch genug die das dann tun. Sie würden das Kind auf hündisch für seine Frechheit korrigieren. Denn der Hund hat ja gelernt das er das Recht hat sich zu bedienen.

  • Zitat

    nu melde ich mich auch nochmal zu wort...

    ich hätte nicht gedacht das dieses thema so eine diskusion los tritt.
    ich hab es jetz so gelöst das er sein frühstück erst bekommt wenn mein zwerg im kindergarten ist und das abendbrot stellt sie ihm hin und dann essen wir. so sitzen wir alle und er kann in ruhe fressen ...

    ich hab meinem kind natürlich erklärt das wenn er knurrt sagen möchte das ihm dies gerade nicht paßt und abstand gehalten wird.

    ich geh mal davon aus das wir kein beißwütigen hund zuhause haben und er keine gefahr für uns darstellt. er ist komplett in der familie eingebunden kommt überall mit hin und wenn ich nicht aufpaß bekommt er auch mal nen stück keks ab oder darf mal am eis lecken ich glaub er sieht meine tochter als futter maschine die immer was feines hat...

    Prima wie du das jetzt machst :gut:

    Als mein Sohn so klein war und der Hund meiner Eltern war immer dabei, der lag auch auf der Lauer, das mal was vom Keks runter gefallen ist.
    Die Hunde sind ja nicht dumm, sie merken auch, wenn was gutes vom Kind kommt ;)

  • Zitat

    ich hab es jetz so gelöst das er sein frühstück erst bekommt wenn mein zwerg im kindergarten ist und das abendbrot stellt sie ihm hin und dann essen wir. so sitzen wir alle und er kann in ruhe fressen ...

    ich hab meinem kind natürlich erklärt das wenn er knurrt sagen möchte das ihm dies gerade nicht paßt und abstand gehalten wird.


    So hätte ich es vermutlich auch gemacht.

    Zitat

    Jeder so wie er mag, ich mag eben lieber Hunde die zwei Schritte vom Napf weggehen, wenn ich mich bewusst nähere, andere haben eben gerne dass dem Hund das egal ist. Ich möchte aber nicht egal sein für meine Hunde... So einfach... Ich mag auch nicht nach einem System MIT meinen Hunden arbeiten- ich mag mit ihnen LEBEN...


    Ich möchte meinen Hunden nicht egal sein und ich bin es auch nicht.
    Aber es gibt einfach Dinge wo ich z.B. sage "Hey, wenn sie XYZ machen, dann sollen sie da auch Ruhe haben"

    Würden meine Hunde jetzt vom Napf zurückweichen, nur weil ich mich aus Gründen X dem Napf nähere, würde ich das als fehlendes Vertrauen auffassen. Etwas anderes ist es, wenn ich z.b. IN den Napf greife um etwas zu entfernen oder zuzugeben.
    Das ist in meinen Augen leben und leben lassen und meine Hunde respektieren das ohne wenn und aber. Sogar bei Personen die sie weniger gut kennen.

    Ich lebe auch mit meinen Hunden, muß aber nicht jede ihrer Aktionen komplett durchleuten, sondern ich nehme Kleinigkeit einfach hin, nicht weil man es nicht ändern will, sondern weil man als Mensch eine Alternative schaffen kann. Und so wie Zauberkraut es gelöst hat, finde ich es absolut akzeptabel.

    Klar, gibt es Leute die wollen von ihrem Hund viel mehr, aber die Ansichten über Hundehaltung, Erziehung & Co. sind doch oft recht verschieden.
    Aber das ist doch alles kein Grund um beleidigt und beleidigend zu sein !!!

    Zitat

    Was ist jetzt wenn das Kind etwas für sich sehr wichtiges hat DEN Keks oder DAS Eis und will das nicht teilen.


    Es ist doch ein Unterschied, ob das Futter sich im Napf befindet, oder ob es jemand in der Hand hält. Sollte das der Fall sein, dann kann man ja daran arbeiten. Aber ich finde einfach Napf = Hund

  • Cinna 09

    ich denke mal nicht, dass es so ist, dass der Hund sich einfach bedient......denn dann wäre es ja nicht Teilen, denn dann wär der Keks oder das Eis direkt verschlluckt worden...... die Mutter spricht aber von Teilen, also bitte nicht so was unterstellen, sondern wenn erstmal nachfragen.... ;)


    LG

  • Zitat

    Ich unterstelle nicht, ich schreibe möglich Szenarien.

    Fakt ist aber doch das vom Kind erwartet wird den Hund in Ruhe fresse zu lassen. Spricht ja auch nichts dagegen. Dann sollte im Umkehrschluss auch Kind in Ruhe essen dürfen.

    Ich find es einfach traurig und erschreckend das hier Menschen mit Tieren gleichgesetzt bzw. Kinder sogar noch hinten an gestellt werden.

    Wenn ihr den Hunden soviel zugesteht, prima, jeder so wie er mag. Doch darf ein Menschenkind doch nicht weniger Rechte in dieser Beziehung haben?

    verwirrte sowie irritierte Grüße

  • Zitat

    Ich unterstelle nicht, ich schreibe möglich Szenarien.

    Die Szenarien überlasse doch bitte der Bild Zeitung ;)

  • Zitat

    Wenn ihr den Hunden soviel zugesteht, prima, jeder so wie er mag. Doch darf ein Menschenkind doch nicht weniger Rechte in dieser Beziehung haben


    Weniger Rechte.............. ich sehe es eher als Schutzmaßnahme für beide Partein an und ja du hast Recht, selbstverständlich sollten dann ALLE das Recht haben in Ruhe essen zu dürfen.
    Das sollte man aber dann auch dem Kind vermitteln und zusammen daran arbeiten.

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