Nachts: eine einzige Kläfferei!

  • Huhu,
    ich hab ja nun seit kurzem (2 Monaten) meinen Zweithund.
    Es ist unglaublich, wie offen und zugänglich er ist, er interessiert sich für alle Leute und geht zu jedem Schmusen. Mein Ersthund ist da ja das totale Gegenteil, er entdeckt Fremde erst jetzt, nach fast 4 Jahren, als potentielle Leckerli-Spender, bleibt ihnen gegenüber aber äußerst skeptisch.

    So, das Problemchen stellt sich erst nachts. Mein Ersthund ist ein ruhiger Typ, der nachts Fremde so uninteressant findet wie tagsüber. Klar, wenn irgendwo rumgebrüllt wird (von Betrunkenen) war er auch schon auf Hab-Acht, aber das halte ich für normal.
    Der Zweithund hingegen ist nachts total das Gegenteil von tagsüber. Er findet jeden Menschen komisch, klar, die kommen ja auch alle aus dem Dunkeln (weil bei uns nicht jede Ecke der Grünanlage ausgeleuchtet ist) ---- und vor allem: VERKLÄFFT er alles und jeden lautstark, auch größere Hunde, weil er letztens vom Goldi aus unserem Haus böse gemaßregelt wurde. DAS finde ich total Sch***, weil a) es spät ist und b) wir hier in der Grünanlage zwischen einigen Wohnblöcken die letzte Pipirunde drehen, dh, es sind sehr viele Menschen im Umkreis.
    Ich bin es halt von meinem Ersthund auch überhaupt nicht gewohnt, der hat NIE die Klappe aufgemacht. Wenn meinem Ersthund was suspekt ist, knurrt er, aber dann war's auch ernst gemeint, würde sich die Person zB dann nähern, müsste ich eingreifen.
    Der Zweithund ist bloß "irgendwie aufgeregt" und kriegt sich dann auch schlecht ein. Er meint es sozusagen gar nicht so :hust:

    Was kann ich tun, damit er mit der Kläfferei aufhört?
    Der Große steigt auch noch mit ein! (Wobei ich den schneller wieder ruhig kriege, weil er sein Abbruchsignal kennt.)
    Und wie gesagt, der Kleine kriegt sich nicht richtig ein. Werde ich böse, duckt sich der Kleine oder bleibt in Abstand zu mir, hört aber natürlich nicht auf, zu kläffen.
    Ich möchte halt um Himmels Willen hier nicht negativ auffallen, es ist so eine nette Anlage, aber mit zwei Hunden steht man halt überall sofort im Fokus.

    Bitte, Ideen???
    Grüßle
    Silvia

  • Hallo,

    klar, du kannst ihr das Maul zuhalten, loslassen, loben, wenn sie ruhig ist, wenn sie gleich weiterbellt, wieder zuhalten...
    Vielleicht klappt es, bei meiner hat es lange gedauert :/

    Du kannst auch die Leine hochziehen, was bewirkt, daß die Kleine im Halsband hängt und erstmal vor Schreck aufhört - liegt mir persönlich nicht so!

    Du kannst eine Rasselkette mitnehmen, wenn sie bellt wirfst du die Kette neben sie, damit sie das Bellen unterbricht und du sie dann loben kannst.

    Halte die Ohren steif, sie wird es sicher lernen.

    Grüße von Tanja mit Nala

  • ..oder du sorgst ganz einfach dafür, dass eure Vertrauensbasis vernünftig wird und sie nicht panisch nach Hilfe kläffen muss, weil sie offenbar meint du kriegst die herannahende Gefahr nicht mit oder bist wahlweise unfähig, die Situation zu regeln.

    Dümmstmögliche Fehler in der Situation:

    1. den Hund anfahren er solle ruhig sein oder dergleichen, am besten mehrfach ("Aha, Chef bellt mit - ich WUSSTE es!")

    2. den Hund noch unsicherer machen durch so clevere Aktionen wie die beschriebene Leinenaufhängaktion

    3. am besten noch draufhaun oder sonstwie Schmerz verursachen, den der Hund mit herannahenden Fremden verknüpfen kann. Sowas kann maßgeblich zu einem seeehr einsamen Leben beitragen..


    Wichtig:
    Ruhe bewahren. Und zwar unerschütterliche Ruhe. Die Bewegung aus der Situation nehmen. Den Hund vielleicht absitzen lassen o.ä. um erst mal die Bewegung-Aktion-Spirale zu stoppen. Ruhig Körpernähe zulassen bzw. anbieten. Und nochmal: Ruhe bewahren.

    NICHT betüddeln - ochduarmekleineisjagutallesinordnungdiemamiisjada!

    Ruhe. Gleichgültigkeit. Leise, klare Ansage. (Whatever.. Hör auf.. Schluss.. Aus.. was auch immer ihr da benutzt). Einmal!! Nicht mitbellen. Hund ranholen, Ruhe reinbringen. Sobald Hund ruhig ist - auch wenns nur kurz ist - Feines wauzi *pat pat*

  • Fusselfritz :gut:

    Gib ihm ein Kommando was er gut kennt (z.B. Sitz) und belohne ihn dafür mit Leckerlie (mit vollem Maul bellt es sich so schlecht) :D
    Belohne einfach jede ruhige Sekunde ...
    im Lauf der Zeit wird er sich schon dran gewöhnen das bei Euch auch Nachts viel Volk unterwegs ist.

  • Wie alt ist denn der Kleine?

    Aus der Ferne kann man schlecht einschätzen warum er es tut.

    An der Körperhaltung könnte man sehen ob er unsicher ist und Angst hat in der Dunkelheit, da alles im anderen Licht erscheint. Das äußert sich meistens mit kurzem Stehenbleiben, ständiges Umschauen, evt. zurückweichen, um dann nach Vorne zu gehen und zu bellen?

    Da wären die zuvor genannten Tipps (Rütteldose, Maul zuhalten, Leine hoch ziehen) nicht anzuraten und würden den Kleinen nur noch unsicherer machen. Wenn du ihn maßregelst weicht er ja auch schon vor dir aus. :hust:

    ...oder ist es eher ein aggressives nach Vorne gehen und bellen?

    Du siehst, es ist schwierig eine nicht gesehende Situation einzuschätzen. :ops:

  • grundsätzlich würd ich abends dann auch vielleicht mit den Hunden getrennt gehen, wenn sie sich aufschaukeln. So eine Situation is denk ich leichter zu Händeln wenn du nur einen Hund an der Leine hast.

  • @ fusselflitz
    warum immer gleich beleidigend werden? Dummstmögliche Fehler, "clevere" Aktionen... :zensur:
    Wer sagt dir denn, daß es Angst ist und man deshalb die Vertrauensbasis fördern muß? Ich habe nicht gesagt, daß die Maßnahmen alle empfehlenswert sind, nur manchmal freut man sich über viele Ideen, weil man dann die Möglichkeit hat, für sich die beste Lösung herauszusuchen!!
    Ich gebe fusselflitz Recht, man sollte ruhig bleiben und nicht "mitbellen", susami schrieb ja auch schon, daß die Kleine zurückweicht, wenn du sie maßregelst. Also nicht übertreiben. Ich denke auch, daß es vielleicht gut wäre, mit beiden Hunden getrennt zu gehen.

  • Bei meinem Angsthasen hatte es geholfen wenn ich die bösen Geister begutachtet habe...mir mal den Spaß gemacht und zur Tür raus wenn was war...dazu muss ich wohl auch sagen, dass es sicher auch Glück war?
    Er hat begriffen das ich diese Sachen regeln will, ohne ihn.
    Er war sofort ruhig und hat um die ecke gelugt was ich den da mache.

    Er ist auch eher der ...hau ab du, komm mir nicht zu nahe sonst renn ich weg-kläffer :D

    Dann haben wir das schhht geübt. Kaspar schlägt an, ich schhht...er schaut erst mal verblüfft...sofort loben und das "Maul" stopfen, erst kauen dann bellen.
    War bei mir gut ausbaufähig.
    Sind zwar noch nicht ganz durch, habe aber auch nichts dagegen wenn er klar stellt das er hier "scheinbar" aufpasst....anschlagen OK, hineinsteigern is nicht.

    Gruß Gwen

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