Hat der Hund mich verteidigt?

  • Lee macht das aus 3 Gründen...

    1. Pepper hat Streß und kommt alleine nicht aus der Situation raus/meint alleine nicht rauszukommen (und ich raff es nicht :ops: )

    2. der Beagle (ihr Beagle) spielt und sie meint, dass steht ihm nicht zu (da bekommt der im Anschluß auch noch eine drauf)

    3. es wird zu laut und sie "nervt es" und einer unterlegen ist (ich kann es nicht anders beschreiben, aber wenn es zu laut wird, geht sie hin, macht einen auf dicke Hose und gut ist, das dürfte dann die von staffy genannte Selbstdarstellung sein)

    Ich bin sicher, sie würde auch hingehen, wenn es zw. Pepper und nem anderen Hund knallt. Aber das ist für mich normales Rudelverhalten. Testen werden wir es nicht, mich gibt's ja auch noch ;)

  • Für mich bleibt Splitten, Splitten.
    Die Gründe dafür zu bestimmen ist m.E. ein anderes Thema.
    Außerdem dürften es unterschiedliche Motivationen sein, aus dem vielleicht ein und derselbe Hund, so reagiert.
    Ich sehe selbst in sozialer Motivation, keine Vermenschlichung.

  • Splitten heißt für mich etwas beenden um evtl. Streß zu vermeiden (ihn also nicht entstehen lassen). Und das konnte ich so noch nie beobachten. Also nicht in der Form "ich muß splitten damit es zw. den anderen keinen Zoff gibt" :nixweiss:

  • Zitat

    also gehts ja auch beim menschen irgendwie um eine recource beim splitten?


    Nöö, du kannst doch auch deine Kinder an der Hand nehmen und für Frieden sorgen, oder um im Streit zu schlichten. So wird es ja erklärt und so würde man es ja spontan auch sehen.
    Bei genauerem Überlegen kommt aber doch jeder zu dem Schluß, daß Hund nicht einfach so, um Frieden zu stiften ("Nu setzt euch mal zusammen und diskutiert das in Ruhe aus !") zwischen zwei Streithähne gehen. Also dieses selbstlos, edle Motiv, das haben Hunde nicht.
    Und genau so - die ist toll die Hündin, die splittet und schlichtet somit - wirds ja in den Hundeschulen beschrieben.
    Dabei kann man sich auf diese Art einen dezenten Tyrannen, einen selbstherrlichen Überflieger heranziehen ;-)

    Für Hunde geht es immer um etwas !

    BlueSusa
    Du kannst doch aus dem Fenster schauen, oder hast eine Hundegruppe, die weit entfernt von dir tobt. Man sieht aber keinen Hund, der sich aufrafft, 50 m trabt, um irgendwo am Horizont zwei Hunde zu trennen. Das findet nur statt, wenn es auch jemand sieht.

    Auch der Glaube, Hunde prügeln sich wegen z.B. einem Stock ist falsch. Dabei gehts um Selbstdarstellung, um Status, um "Raum einnehmen". Ginge es um den Stock den irgendein Hund aufsammelt und herumträgt ... davon liegen gewöhnlich zig herum, jeder könnte sich einen nehmen. Man benutzt nur diesen Gegenstand, um seinen Status aufzuwerten.

    Wenn man sich "spielende" Hunde aus einem anderen Blickwinkel ansieht, dann schaut das ganz anders aus. Dafür muß man aber Hunde lesen können und Hintergründe kennen ... die meisten "Hundetrainer" haben da aber enorme Defizite.

    Gruß, staffy

  • Zitat


    Bei genauerem Überlegen kommt aber doch jeder zu dem Schluß, daß Hund nicht einfach so, um Frieden zu stiften ("Nu setzt euch mal zusammen und diskutiert das in Ruhe aus !") zwischen zwei Streithähne gehen. Also dieses selbstlos, edle Motiv, das haben Hunde nicht.
    Und genau so - die ist toll die Hündin, die splittet und schlichtet somit - wirds ja in den Hundeschulen beschrieben.
    Dabei kann man sich auf diese Art einen dezenten Tyrannen, einen selbstherrlichen Überflieger heranziehen ;-)

    Für Hunde geht es immer um etwas !


    Das findet meine volle Zustimmung!

    Zitat


    BlueSusa
    Du kannst doch aus dem Fenster schauen, oder hast eine Hundegruppe, die weit entfernt von dir tobt. Man sieht aber keinen Hund, der sich aufrafft, 50 m trabt, um irgendwo am Horizont zwei Hunde zu trennen. Das findet nur statt, wenn es auch jemand sieht.


    Warum denkst du, ein Hund legt Wert darauf, das sein Handeln von einem MENSCHEN gesehen wird?
    Vielleicht genügt es wenn die anderen Hunde es registrieren und womöglich respektieren!?

  • Zitat

    Warum denkst du, ein Hund legt Wert darauf, das sein Handeln von einem MENSCHEN gesehen wird?

    Warum benehmen sich Hunde an der Leine anders als im Freilauf ?
    Warum anders, wenn Frauchen dabei ist, oder gar die Kinder, als wenn sie mit einem Dogwalker unterwegs sind ?

    Schau dir mal Frauen mit (intakten) Rüden und Frauen mit Hündinnen an, ein enormer Unterschied.

    Hunde sind auch ihren Menschen gegenüber beste Schauspieler. Ob es ein unterwürfiges Einschleimen ist um ans Ziel zu kommen, oder das ignorante Köterchen, das noch "mal eben" an die Ecke markiert, bevor es kommt ... auch dabei gehts um Status ;-)

    Das fängt schon in der Junghundgruppe an. Schon da wird drauf geachtet, ob Frauchen auch guckt. Kennt nicht jeder den aufschreienden, schwer verletzten Hund, der getröstet werden muß und der 2 Sekunden später wieder munter mitspielt ?

    Gruß, staffy

  • Keine Sorge, dein Hund splittet euch! Für ihn sieht es aus, als ob ihr euch was antun würdet und möchte euch auseinander bringen. Er hat Angst, dass der "Kampf" eskalieren könnte und möchte euch trennen. Toller Hund! Kenne ich von meinem Hund. Sie musste erst lernen, dass wir uns nichts antun. In der Hundesprache sieht das eben anders aus, als für uns Menschen. ;)

    Wenn man HUnde in einer Gruppe frei spielen lässt, erlebt man sehr häufig das Splitten der Hunde. Es ist toll das zu beobachten. Manche Hunde können das perfekt, andere können es nicht. Kommt auf den Hund an. Und ja, Hunde können Eskalationen zw. Hunden vermeiden. Sie gehen dazwischen. Und wer hier was anderes behauptet, hat schlichtweg von Hunden und Hundesprache keine Ahnung. Hunde erziehen, passen auf, splitten....auch untereinander und gerade untereinander. Man muss es aber zulassen und beobachten und manche Menschen sehen es einfach nicht. Es gab schon Fälle, da haben angeblich zwei HUnde gespielt, ein Dritter rannte bellend hinterher. Der Dritte, wurde als Störenfried bezeichnet. Man nahm ihn raus. Ein Fehler. Der zweite Hund krallte sich den ersten Hund und versuchte ihn tödlich zu verletzten. Der dritte Hund hatte das gesehen und hatte versucht, Ordnung reinzubringen. Hätte man ihn gelassen, wäre vermutlich nichts passiert. Hunde sehen mehr als wir Menschen. Hunde können andere HUnde hervorragend maßregeln etc. Und oft wird das richtige Hundeverhalten von den Menschen völlig fehlinterpretiert.

    Früher konnte ich das Verhalten auch nicht einstufen, es ist aber eindeutig ein Splitten, was bei deinem Hund abläuft, denn für den Hund ist es zwischen euch nicht nach Liebe, sondern nach Kampf aus. Ich hatte auch schon einen splittenden Hund im Bett! :D Wir haben sie dann immer ruhig aus dem Raum geschafft. Irgendwann hat sie gelernt, dass das zwischen uns Menschen normal ist.

    Mein Hund spührt sehr genau meine Stimmungen. Und demenstprechend reagiert sie. Und so passen Hunde auch auf andere Hunde auf und gucken, dass nichts passiert. Und Splitten ist da eine sehr gute Methode, die Hunde da einsetzen.

    Glaub mir, dein Hund hat gesplittet, hat ein normales Verhältnis zu euch, sieht das eben alles hündisch und muss erst lernen, dass Menschen sich nichts antun, wenn sie sich küssen, in den Arm nehmen etc. Freu dich, dass du so einen tollen Hund hast!

    Zitat

    Hunde sind auch ihren Menschen gegenüber beste Schauspieler. Ob es ein unterwürfiges Einschleimen ist um ans Ziel zu kommen, oder das ignorante Köterchen, das noch "mal eben" an die Ecke markiert, bevor es kommt ... auch dabei gehts um Status ;-)

    Das fängt schon in der Junghundgruppe an. Schon da wird drauf geachtet, ob Frauchen auch guckt. Kennt nicht jeder den aufschreienden, schwer verletzten Hund, der getröstet werden muß und der 2 Sekunden später wieder munter mitspielt ?Gruß, staffy

    Hunde sind keine Schauspieler. Hunde sind wie sie sind. Sie manipulieren vielleicht uns Menschen und wir lassen uns manipulieren, aber Schauspieler sind sie nicht. Und der quietschende Junghund tut das, um zu zeigen, dass es ihm weh tut und der andere besser aufpassen soll. Es ist überlebenswichtig. Es ist der Mensch, der glaubt, idiotischwerweise trösten zu müsen. Der quitschende Junghund würde auch ohne Trösten sofort wieder weiterspielen. Wieso der Mensch überhaupt glaubt, trösten zu müssen, ist fraglich. Denn erst das Trösten zeigt dem Hund, dass ja was schlimmes passiert sein muss. Würde der Mensch es ignorieren, gäbe es auch kein Tamtam drumrum. Wieso ein Hund deswegen ein Schauspieler sein soll, ist mir rätselhaft, denn das Quitschen gehört zur Hundesprache und ist unter Hunden wichtig und normal. Wir motzen ja schließlich auch, wenn jemand auf unserem Fuß steht, oder?
    Man kann einem Hund gewisse Verhaltensweisen durch falsche Bestätigung beibringen, deswegen wird kein Hund zum Schauspieler.

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