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  • Das allererste, was mir einfiel beim Lesen, wurde schon mehrfach genannt:
    Hirntumor/Hirnmetastasen.

    Aber auch Schmerzattacken und/oder cerebrale Durchblutungsstörungen können solche Beißattacken auslösen.

    Ein guter Hundeneurologe wäre mein erster Ansprechpartner.

    LG, Chris

  • Danke erst einmal für die zahlreichen Antworten. Schön, zu wissen, dass man mit seinen Problemen nicht ganz allein ist :smile:

    Seine Schlafplätze, sowie die Wohnung, sind seid 12 Jahren unverändert und haben auch noch nie Probleme bereitet. Er hat eigentlich nur 2 Plätze: Ruheplatz im Wohnzimmer, Körbchen im Flur. Das Anfassen ist in solchen Situationen und auch sonst absolut kein Problem, für eben diejenige(n) Person(en), die nicht im Fokus seiner Aggression ist(sind). Auch absolut keine Schmerzreaktion, nicht mal annähernd, aber da kann man sich bei Hunden ja nie wirklich ganz sicher sein :X

    Die TÄ hatten auch schon eine CT in Betracht gezogen, haben das aber wegen der damals erst kürzlichen Tumor-OP und seinem Alter erstmal nicht empfohlen (Müsste ja dann wieder in Narkose). Müsste ich demnächst beim nächsten Termin nochmal erfragen und auch eine Empfehlung für einen Neurologen.

    Zitat

    Hallo,

    Haben die Situationen irgendwelche Gemeinsamkeiten?
    Also tritt das zuhause nur auf wenn er auf seinem Platz liegt?

    Die oben beschriebene Situation war nur ein Beispiel. Seine "Ausraster" kommen in verschiedensten Situationen vor und sind auch nicht tageszeitabhängig. (ist jetz auch schon bestimmt 12 mal vorgekommen seit der letzten OP). Sei es abends auf seinem Liegeplatz, morgens nach dem Spaziergang zu Hause. Man kann absolut kein Schema erkennen, worauf er so reagieren könnte. Also, es muss schon eine Aktion einer Person sein, die er wahrnimmt. Er rennt jetz nicht auf einmal durchs ganze Haus und sucht eine Person, die er beißen kann :schockiert: Aber es sind Aktionen, die teilweise nicht mal mit dem Hund zu tun haben.

    anderes Beispiel: Hund liegt in einem anderen Raum. Vaddern sieht irgendwo n Fusel, holt den Staubsauger aus einem Nebenraum, noch nichtmal eingeschaltet oder so, steht Hund auf einmal vor ihm und will ihn richtig angehen. Er hört irgend eine Tür gehen, ein Reiz, irgendwas und es geht los. 1000x die gleiche Situation, nichts passiert. 1x dann auf einmal: Terror. Und danach wieder 100x nichts. (Hund hat keine Angst vor Staubsaugern oder so, er geht halt dann weg, bevor er weggesaugt wird ^_^, also halt nichts, was so ein Verhalten erklären könnte).

    Allgemein kann ich mir das mit einer Veränderung im Hirn/Kopf eigentlich als einziges noch vorstellen, werde da wohl auch mit den TÄ drüber sprechen beim nächsten Termin und auch einen spezialisierten Neurologen einschalten (danke für den tipp, das kam uns noch gar nicht wirklich in den Sinn :gut: ). Evtl. gibt es in der Tierklinik sogar einen...

    Vielen Dank schonmal für eure Antworten, sie untermauern schonmal die These mit dem veränderten Hirn = verändertes Wesen.

  • Also ich kann dazu etwas aus unserem Leben berichten. Meine Kangalhündin war mir gegenüber immer das liebste Tier, hatte aber einen sehr grossen Schutztrieb schon immer. Mir selbst hat sie niemals was getan, bis November letzten Jahres. Ich lief an ihr vorbei in richtung Futter, war morgens und Zeit für ihr Frühstück. Aufeinmal knurrte sie mich an und schnappte nach mir.
    Da war mir aber sofort klar das mit ihr was nicht stimmt, also rein ins Auto und ab zum tierarzt. Dort stellte sich nach langer langer Untersuchung raus das sie Altersbedingte Probleme im Nacken hat, d.H. die Zwischenräume der Nackenwirbel bilden sich zurück (weiss grade nicht wie die Dinger heissen) und das verursacht bei Kopfbewegung schmerzen. Nun ja, sie bekommt Medikamente und danach ist nie wieder was vorgefallen.
    Also kann ich aus Erfahrung sagen das mein Hund nur so reagiert wenn sie schlimme Schmerzen hat.

  • Ich habe auch mal einen Dobermann kennengelernt, der aus heiterem Himmel seinen besten Freund, der von Welpe an mit ihm zusammenlebte, angegriffen und ganz übel gelocht hat. Sein Kumpel war ein Staff, der wirklich blutüberströmt und mit Bisswunden am ganzen Körper übersät war, als der Dobermann abgelassen hat. Bis dahin waren beide Hunde freundliche, friedliche Tiere, die sich prächtig verstanden haben. Beide Rüden waren kastriert.
    Beim Dobermann wurde ein Hirntumor gefunden, der wohl der Auslöser für dieses Verhalten war. Er wurde eingeschläfert, der Tumor war inoperabel.

    Möglicherweise ist es bei Deinem Hund ähnlich und es sind bereits Gehirnregionen betroffen, die ihn "grundlos" ausrasten lassen.

  • Zitat

    Sieht und hört der Hund noch gut? Es macht den Anschein, als ob er sich plötzlich über vorher bekannte Reize sehr erschreckt.

    Hören tut er wie ein Erdmännchen. Kleinste Geräusche irgendwo an der Haustür werden sofort registriert, da er im Garten auch zielgerichtet Vögel auch in höhsten Bäumen anbellt :lol: , kann es mit der Sehkraft wohl auch nicht so schlecht stehen. Geruchssinn merkt man auch absolut keine Beeinträchtigung bei unseren Such-Spielchen...


    Zitat


    Also kann ich aus Erfahrung sagen das mein Hund nur so reagiert wenn sie schlimme Schmerzen hat.

    Was halt nicht dafür spricht, ist die Tatsache, dass er eben kein Schmerzverhalten/keine Schmerzreaktion zeigt, wenn andere Personen dann zu so einer Ausnahme-Situation hinzukommen. Ebenso bekommt er standardmäßig Schmerzmittel, deren Absetzung auch nach 1 Woche keine Veränderung gebracht haben (der Gedanke kam uns auch schon).

    Ihr könnt vielleicht sehen, wir haben schon eine Menge ausprobiert und im Endeffekt wird wahrscheinlich wirklich nur der TA dort Klarheit schaffen können, wenn ich eure Antworten lese :sad2:

  • oh, mein Gott, was habt ihr alles schon durchgemacht! :knuddel:

    Ich wünsche euch ganz herzlich ganz, ganz viel Kraft!!!


    Habt ihr schon einen Neurologen gefunden zum Röntgen?

  • Huhu,

    du schreibst, das es tageszeitabhängig ist. Wann bekommt er denn Medikamente? Könnte es sein, dass es an den Medikamenten liegt? Das diese vielleicht zu irgendwelchen Nebenwirkungen führen, worauf er nicht so gut klar kommt? Viele Medikamente, gerade in der Krebstherapie haben sehr viele Nebenwirkungen....

    Sonst fällt mir leider nichts mehr ein... :???: Liebe Grüße und alles gut wünsche ich euch...

  • Bei chronischen Schmerzen ist ein solches Verhalten nicht unüblich.

    Wie schon geschrieben: Ich würde abklären, ob im Gehirn was ist und dann - wenn da nichts ist - mal eine bessere Schmerztherapie ins Auge fassen.

    Viele Grüße
    Corinna

  • shera

    Zitat

    Die oben beschriebene Situation war nur ein Beispiel. Seine "Ausraster" kommen in verschiedensten Situationen vor und sind auch nicht tageszeitabhängig

    ;)

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