Mein Junghund der Kinderschreck

  • Man kann sie nicht alle in einem Topf schmeißen, aber die negativen Erfahrungen bleiben (auf beiden Seiten) natürlich am ehesten hängen ;)

    Ich bin mal an der Straße langelaufen, Gordon (der gute, weil blond *lach*) rechts zur Straße hin, Connor (Welpe, 3 Monate alt damals) auf der linken. Ne Oma kam uns mit zwei Kindern entgegen (etwa 3-4 Jahre). Die Kinder begannen schon zu strahlen als sie mich sahen, das eine streckte schon Meter bevor wir uns "trafen" die Hand aus, Connor ist ungelogen 20 cm in Richtung Kinder "gezogen" und hat die Nase hochgehoben zum schnuffeln - da reißt die Frau das eine Kind am Arm in die Luft so dass dieses weint "Nein, das ist ein böser schwarzer Hund, der beißt".

    Das sind Sachen, das versteh ich einfach nicht. Das Kind war fröhlich bis die olle es am kleine Ärmchen in die Luft gerissen hat (also auf den Arm der Oma). Tolle Wurst kann ich nur sagen.


    Aber ich treffe auch oft die andere Seite, wo eben Kinder auf einen zulaufen, man sieht schon an den Augen was sie wollen und dann kommt Muttern und entweder fragen die dann "Darf die kleine mal streicheln?" oder es heißt "Du sollst immer erst fragen ob du darfst!"

    Im Park habe ich auch schonmal ne Familie getroffen, die waren so begeistert wie meine da spielten (eig. ist es verboten da abzuleinen, aber Gordon hörte super, es regnete - sprich eig. keiner da - und Connor, naja, 10 Wochen alt...). Jedenfalls kamen Leute, ich sofort Leinen ran und was kam "Nein, lassen sie die doch bitte weiterlaufen, die Kinder sehen so selten Hunde, wir dürfen keinen halten - und haben ihren Spaß dran zuzusehen...bitte...und dürften wir vielleicht mal streicheln?" Da war ich baff.

  • Lass den Hund nicht mehr dahin und üb weiterhin das er Kindern nicht nachrennt. Wir Hundebesitzer sind in der Position unseren Hunden beizubringen, da man Kinder nicht jagt und nicht zu erwarten, das Kinder in gegenwart von hunden sich richtig verhalten. Klar ist es gut das Gespräch mit Kindern zu suchen die man häufig trifft, aber der Grundstein liegt beim Hundebesitzer und Hund selber!!!
    Und ganz ehrlich, wenn meinem Sohn ein fremder Hund hinterher rennt.. Auch als Hundebesitzer würde ich da einschreiten, zu recht! Die Gefahr ist so enorm groß das was passiert. Egal wie alt, welche Rasse und wieviele Jahre Kinderlieb, ein Hund bleib ein TIER das auch seine Grenzen, Lüste und Instinkte hat.

  • Liana grundsätzlich hast du Recht - aber warum muss ich von meinem Hund 100 % erwarten, und von Kindern nicht?

    Ich meine, sicher ist es klar, dass der eigene Hund erzogen gehört, nach bestem Gewissen, dass er in allen Situatinen abrufbar ist und Kindern gar nicht erst nachläuft.

    Aber warum heißt es in 99 % der Fälle "Aber man kann vom Kind nicht erwarten dass es sich richtig verhält"

    Warum nicht?

    Warum soll mein Hund, der ja nur ein Tier ist wie wir nun wissen, sprich Instinkte hat und trotz Erziehung diese auch mal vergessen kann, also warum soll der wie ne Maschine in Sachen Kindern funktionieren müssen - aber das Kind, von dem kann man nicht verlangen dass es sich richtig verhält? (mir ist klar, ein ganz kleines Kind versteht das nicht und macht mal ne unüberlegte Bewegung, aber Kinder die sich auf dem Weg zur Schulpflichtigkeit befinden sollten das in der Regel hinbekommen - tun ja auch genug).

  • kinder können meistens die situation nicht einschätzen. meistens wissen nichteinmal die eltern, wie man sich richtig verhält.

    mein cousin ist mit meinem hund aufgewachsen. damals war er 3 jetzt 10 jahre. er rennt jedesmal schreiend davon, wenn mein hund an seiner hose schnüffelt. im nächsten moment, fässt er den hund an, wenn der sich gerade über etwas aufregt oder etwas isst.

    gerade von drei jährigen kann man soetwas nicht verlangen. sie wissen meist nichteinmal, dass sie unhöflich waren. wenn er dir die zunge rausstreckt, macht er das, weil es lustig ist und nicht um dich zu ärgern.

  • Zitat

    kinder können meistens die situation nicht einschätzen. meistens wissen nichteinmal die eltern, wie man sich richtig verhält.

    Aber der Hund (ein Tier) soll es schon im Welpenalter oder Junghundalter perfekt können/wissen. Und wehe wenn nicht, dann gibts Theater. Das leuchtet mir auch nicht ein und ist finde ich, es sich ein bisschen zu einfach gemacht.
    :/

  • Zitat

    kinder können meistens die situation nicht einschätzen. meistens wissen nichteinmal die eltern, wie man sich richtig verhält.

    mein cousin ist mit meinem hund aufgewachsen. damals war er 3 jetzt 10 jahre. er rennt jedesmal schreiend davon, wenn mein hund an seiner hose schnüffelt. im nächsten moment, fässt er den hund an, wenn der sich gerade über etwas aufregt oder etwas isst.

    gerade von drei jährigen kann man soetwas nicht verlangen. sie wissen meist nichteinmal, dass sie unhöflich waren. wenn er dir die zunge rausstreckt, macht er das, weil es lustig ist und nicht um dich zu ärgern.

    Da muß ich ja aber mal heftigst widersprechen... Auch die kleinsten Kinder wissen, daß Zunge rausstrecken ungezogen ist, wenn man es ihnen beigebracht hat. Ebenso wie auch sogar 1 1/2 bis 2 jährige Kinder sich sehr wohl an einfachste Regeln halten können, wenn man es ihnen beigebracht hat.

    Aber genau da ist doch heutzutage der Punkt: Von Kindern wird das nicht ( mehr) erwartet. Kindern gehört die Welt. Die dürfen alles. Jeder hat sich alles von ihnen gefallen zu lassen. Die rennen schreiend zerstörend durch den Wald. Im Wildpark hauen sie den Tieren auf die Nasen und die Eltern lächeln über ihre aufgeweckten Kinder. Ich muß meine kurz angeleinten Hunde vor unbeaufsichtigten Kindern beschützen, damit meine Hunde nicht getreten, geschlagen oder zwangsumarmt werden, damit ihnen keine Kinder auf die Schwänze treten usw... Gehe ich auf dem Bürgersteig laufen Kinder in mich rein, weil sie der Meinung sind, ihnen müßte jeder Platz machen.

    Das gehört zur Erziehung, aber leider werden viele Kinder heutzutage nicht mehr erzogen. Sie werden bespaßt und betüttelt.

    JEDES Kind kann lernen, sich rücksichtsvoll und höflich zu benehmen, auch das allerkleinste Kind. Man muß nur, wie beim Hund nun mal auch, Grenzen setzen und diese konsequent durch setzen.

    Komplexe Dinge kann ein Kleinkind natürlich nicht verstehen, aber dann bringe ich ihm eben einfache Dinge bei: Wegbleiben vom Hund, sich höflich benehmen beim Hund.

    Wie oft habe ich in der Welpenschule gehört: Der jagt mein Kind (4-12Jahre war alles dabei), der beißt es, zwickt es, schnappt es, springt an ihm hoch, wenn es rennt, springt, ihn ärgert, ihn tätschelt, ihn rumschubbst usw... HALLO? Kind erziehen? Aber nein, der Hund wird immer wieder gemaßregelt, obwohl er nur auf die Spielaufforderungen des Kindes eingeht. Daß man mal dem Kind das olle Baumspiel beibringt? Fehlanzeige. Der Hund wurde ja als Spielgerät fürs Kind angeschafft, hat sich dementsprechend zu verhalten und sich alles gefallen zu lassen.

  • Da kann ich dir nur voll beipflichten.
    Habe selbst einen Enkelsohn; im vorigen Jahr als Bentley Welpe war, wollte er kommen und mit ihm spielen, obwohl er überhaupt keinen Bezug zu Tieren hat - leider -.
    Jetzt, wo Bentley ausgewachsen ist, streichelt er ihn noch nicht mal, sabbern ist eklig, da wird der Hund weg gestossen, obwohl man das bei Boxern schon mal in Kauf nehmen muß.
    Wenn sie mal zu Besuch sind, ist Bentley wirklich brav, ich schicke ihn in sein Bett und er bleibt auch liegen, und was macht der eklige Junge, läuft vor ihm rum und pfeift, oder schiebt ein Spieli
    von Bentley hin und her und die Eltern sitzen dabei und sagen kein Mucks. Ich bin froh wenn sie nicht kommen.
    Deshalb und weil ich das schon öfter erlebt habe, gibts bei mir nichts mit Kindern.

  • Ich denk es liegt aber auch viel daran, was Müttern heute erzählt wird.

    Mein Bruder und seine Frau wurden anfangs von einer "Beraterin" vom Jugendamt begleitet, weil sie anfangs in einem Mutter-Kind-Heim wohnte und die checken wollten, ob mein Bruder auch wirklich schon mit einem Kind umgehen kann und sie mit dem Kind zu ihm ziehen darf...

    Julian war 1 Jahr alt, da ging er an eine Schublade, wollte sie öffnen. Mein Bruder ging hin, sagte NEIN und nahm ihn weg.

    Die Frau machte ihn nieder, so könne er mit dem Kind nicht umgehen, er sei in dem Alter überhaupt nicht fähig zu lernen und zu verstehen was "Nein" bedeute. Sie sollten das Kind mal Kind sein lassen.

    Er hat sehr schnell gewusst was "nein" heißt ;) Und er hat auch schnell gelernt, dass man Hunden nicht am Ohr zieht - wir haben ihn den Hund streicheln lassen und "Mach ei" (das doofe "Eimachen"*g*) gesagt. Wurde er grob (was man ihm ja nicht übel nehmen kann, er erkundet ja seine Welt und soll das auch!), haben wir nur gesagt "Nein Julian, mach Ei" und schwupps, wurde er wieder zart.

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