Kastration e. jungen Rüden wg späterem Prostatakrebs ???

  • Hallo,
    mein Golden musste im Januar 2010 mit 11, 5 Jahren eingeschläfert werden, weil er voller Krebs war. Vor allem waren scheinbar die Prostata und die Hoden betroffen.
    Ich mache mir im Nachhinein große Vorwürfe, weil ich schon ein Jahr vorher beobachtet habe, dass nach dem "Pipi machen" noch Urin nachlief...
    Aber ich hab´s halt auf das Alter geschoben.
    Nun haben wir wieder einen Golden Welpen, auch einen Rüden, und ich frage mich, ob wir ihn nicht DESWEGEN kastrieren lassen sollen???
    Auf der anderen Seite höre ich oft, dass ein kastrierter Rüde Probleme mit anderen Rüden hat...
    Weiß echt nicht, was das Beste für unsren neuen Kleinen diesbezüglich ist.
    Hoffe, ich habe das Thema nicht an einem falschen Platz gesetzt.
    LG
    Barbara

  • Hy
    Du wirst hier keine eindeutige Antwort bekommen können ;) -bei diesem Thema scheiden sich die Geister....
    Ich kann nur sagen, unsere Rüden wurden kastriert-mein letzter Rüde (ich habe jetzt Hündinnen) wurde 16 Jahre alt und starb an Knochenkrebs. Er hatte sonst bis ins hohe Alter keine Probleme - auch nicht mit anderen Rüden (Aufreiten). Allerdings ritten beim Rüden meiner Freundin gelegentlich potente Rüden auf. Da der das ohne Arg nahm, gab es nie Beißereien deswegen-aber doof war es schon....vielleicht wurde er auch zuu früh kastriert? (Unter einem Jahr)LG!

  • Danke für die Antwort!
    Irgendwie hab´ich das Gefühl, je mehr ich lese und mir einen Kopf mache, desto unsicherer werde ich!
    Bei der Frage des "richtigen" Futters war´s genauso.
    Und manchmal frage ich mich, wie die Hunde, an die ich mich so aus meiner Kinderzeit erinnern kann, überhaupt überlebt haben.
    Da gabs keine Hundeschule, Welpenkurse, geschweige denn Tierfachmärkte... :???:
    Bin aber dennoch für Meinungen bzgl der Kastration dankbar!
    LG
    Barbara

  • Mein Hund ist jetzt 6 Jahre und nicht kastriert.
    Er wird es auch nicht werden, solange keine gesundheitlichen Probleme enstehen, die eine Kastra notwendig machen.

    Auch eine Kastra schützt vor Krebs nicht.
    Wenn du trotzdem eine Kastra in Erwägung ziehst, dann warte wenigstens bis der Hund erwachsen ist.

  • Unkastrierte Rüden haben desöfteren Probleme mit vergrößerter und entzündeter Prostata. Beim kastrierten Rüden steigt das Risiko für Prostatakrebs. Hodenkrebs kommt beim Rüden vor, aber dabei handelt es sich meist um a)harmlosere Varianten und b) auch um Seminome, die aber beim Hund nicht so metastasierungfreudig sind, wie beim Menschen.

    Mein verstorbener Rüde wurde mit fast 12 Jahren wegen eines Leydigzelltumors und eines Seminoms kastriert. Dabei ging es aber lediglich darum, dass Leydigzelltumoren im Verdacht stehen, Hormone zu produzieren und dies für seinen Diabetes schlecht war.

    Wegen eines eventuell irgendwann auftretenden Krebses, würde ich weder Rüde noch Hündin kastrieren lassen. So schön wie es auch wär, wir können weder uns noch unsere Hunde, gegen alles absichern.

  • Hallo Barbara und willkommen im Forum! :hallo:
    Ich kann dich sehr gut verstehen, daß du dir Sorgen machst, wegen deinem neuen Welpen.
    Meine 1. Hündin musste wegen Gebärmutterhalskrebs eingeschläfert werden.
    Das war für mich auch ein Grund, weshalb meine jetzige fast 5 Jahre alte Golden Hündin kastriert wurde. Allerdings, würd ich es heute nicht mehr machen lassen. Dein Hund kann auch an einer anderen Krebsart erkranken.
    Mach dir nicht so viele Sorgen und geniess die Zeit mit deinem Welpen, der dann zu einem tollen erwachsenen Hund wird. :gut:


    Conny

  • Unseren ersten Hund haben wir mit 5 Jahren kastrieren lassen und er hatte keinen Prostata oder Analdrüsenkrebs, sondern wurde wegen eines Tumors unter Haut mit 15 Jahren eingeschläfert. Aber Krebs gehört im Alter eben dazu......

    Ich hatte auch gehört, dass heute Rüden schon mit 7 Monaten kastriert werden sollen. Hab´ das mal gegoogelt und da hieß es, frühe Kastration verhindert den Krebs im Genital- und Analbereich....Vielleicht wird man das in 10 Jahren genauer wissen, aber dann kommt der Krebs vielleicht an einer anderen Stelle :???:

    Ansonsten war es bei unserem ersten Rüden nur positiv, dass er kastriert wurde, er wurde umgänglicher und die anderen Rüden hielten ihn eher für ein Mädchen :hust: aber aufdringliches Schnuppern war trotzdem verboten.

    Ich denke bei meinem Kleinen bleibt alles dran, es sei denn er wird ungeniessbar......

    Viel Spaß mit deinem neuen Welpen, der wird dir hoffentlich viel Freude machen :smile:

    Lb Grüße

  • Danke ganz dolle für die lieben Antworten.
    Klar wird mir, dass es mal wieder keine "richtige" Lösung gibt!
    LG
    Barbara

  • Unser erster Hund wurde 18 Jahre. War unkastriert und hatte keinen Krebs. Wir mussten ihn gehen lassen, weil er epileptische Anfälle erlitt und das kleine Herz diese nicht überstehen konnte.

    Meine jetziger Hund, auch Rüde, wird ebenfalls nicht kastriert. Ich würde niemals wichtige Organe zur Vorsorge entfernen lassen.

  • Hallo,

    also solange es aus gesundheitlichen Gründen nicht unbedingt notwendig ist, würde ich die Kastration sein lassen.

    Sollte der Hund später an der Prostata Probleme bekommen, kann man immer noch kastrieren aber jetzt im Vorfeld rein aus "profilaxe" würde ich das nicht tun.

    Lg
    Volker

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