Pinkelt ein Hund aus Wut in die Wohnung?
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Das ist unmöglich - ich kenne niemanden, der nicht arbeitet.
Es gibt Leute die genau das als Arbeit machen, sie sitten Hunde. Da solltest du mal schauen ob du jemanden findest. Bei einem erwachsenen Hund sehe ich das nicht so dramatisch, wenn er zweimal 3h alleine bleiben muß, ein Welpe kann das eben noch nicht.
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Hi, TikiNz,
einen Hund mit 15 Wochen schon so lange alleine zu lassen, ist für den Hund in den meisten Fällen schon grenzwertig (je nachdem, ob er´s von Anfang an kennt - meine Kleine ist in einem Haushalt mit Kindern aufgewachsen und hat dort vormittags gepennt, mittags waren die Kinder dann da. Genauso lief´s dann bei uns, und das hat sie nicht gestört - weil sie eben kannte, daß vormittags eh nix läuft, hat sie ganz entspannt geschlafen, bis meine Tochter heimkam.) und setzt ihn massiv unter Streß. Kein Hund pieselt aus Wut, Du solltest damit rechnen, daß ein Hund bis zu 6 Monate, manchmal sogar länger (vor allem, wenn er täglich 7 Stunden lang immer wieder reinzupieseln gezwungen ist, kann das länger dauern), benötigt, bis er seine Blase zuverlässig kontrollieren kann und verstanden hat, daß er dies auch tun soll.
Das Pieseln würde ich hier ein Anzeichen von Streß werten, und genauso das Aufreiten - das hat in dem Falle weder mit Sexualität noch mit der häufig fälschlicherweise bemühten sogenannten "Dominanz" zu tun, sondern ist einfach ein Zeichen von Streß: "laß mich nicht allein".
Wie hast Du denn das Alleinebleiben geübt?
Hast Du keine Möglichkeit, den Hund an solchen Tagen evtl. mittags mitzunehmen für die letzten paar Stunden Arbeit? Oder Freunde/Verwandte/Hundesitter (die Kosten halten sich ja in Grenzen, wenn´s nicht täglich ist!), die dann den Nachmittag über den Hund zu sich nehmen könnten?
Wenn der Hund so im Streß ist, ist vorprogrammiert, daß der irgendwann zu jaulen/kläffen beginnt oder aber anfängt, alles Mögliche in der Wohnung zu zerstören, um übers Knabberrn den Streß abzureagieren - damit tust weder dem Hund was Gutes noch Dir einen Gefallen - Du wirst dann irgendwann einen Hund haben, der nicht mal mehr in der Lage ist, auch nur 5 Minuten ruhig alleine zu bleiben. Überleg mal: der Kleine ist ein Rudeltier, das in freier Natur ohne seine Mama (in diesem Falle den Besitzer) hilflos dem Tode durch andere Tiere oder durch Verhungern ausgesetzt wäre. In dieser Angst läßt Du den Hund also alleine. Das kann ihn auf Dauer vollkommen verunsichern und zu den beschriebenen Symptomen führen, und kann sogar dazu führen, daß Du später einen völlig verunsicherten Hund hast.
Insofern: gut, daß Du gemerkt hast, daß der Hund ein Problem hat. Laß Dich nicht verunsichern, es gibt immer eine Lösung, wenn man ein bißchen sucht. Und sobald Du Gelegenheit hast (freie Tage, Wochenende), üb mit ihm das Alleinsein und lob ihn, wenn er´s gut macht - zeig ihm einfach, daß ihm nichts passiert, daß er in der Wohnung sicher ist. Aber er braucht ein bißchen Zeit, um eben dieses Vertrauen zu gewinnen.
Bevor Du ihn alleine läßt, Gassigehen mit viiel Spielen und kleinen Übungen (Sitz/Platz, was er halt schon kann), evtl. bißchen was suchen lassen, anschließend füttern, nochmal kurz pieseln (nicht nochmal extrem toben lassen direkt nach dem Essen, aber pieseln dürfen sollte er schon). Dann leise Musik an, Knochen zu Kauen ins Körbchen legen und ohne viel Aufhebens verschwinden. Die Zeit muß man halt in den ersten Monaten investieren, man hat ja auch selbst was davon: einen Hund, der schläft, bis man wiederkommt und ganz entspannt dabei bleibt.
LG,
BieBoss -
Blöde Frage, warum sollen alle Hundebesitzer Rentner sein.

Es gibt auch Leute, die sich vor der Anschaffung schon Gedanken machen, daß ein Welpe nicht so lange aushalten kann :/
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Ja,
ihr habt wohl Recht!
Ich werde mal mit meiner Kollegin sprechen, dass ich in den Frühschichtwochen vormittags von zu Hause arbeite und dann so gegen 13 Uhr auf Arbeit komme und dann bis Abends mache. Mein Freund kommt halb 3 von Arbeit - da wäre der Kleine ca. 2h alleine. Das ist sicher besser so!
Mein Freund sagt immer: Das ist ein Welpe, er schläft den ganzen Tag. Da ist es doch egal ob wir daheim sind oder nicht.
Ich sehe das aber so wie ihr. Er liebt es, wenn ich in der Küche am Tisch sitze und lese oder eben arbeite und er mich von seinem Platz aus sehen kann.
Ich werde das ab sofort so machen. Er soll nie mehr so lange alleine bleiben!
Warum braucht man aber auch manchmal einen "Arschtritt" von Dritten, obwohl man die Lösung selbst schon kennt???
DANKE!
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Zitat
Mein Freund sagt immer: Das ist ein Welpe, er schläft den ganzen Tag. Da ist es doch egal ob wir daheim sind oder nicht.
Ja, er schläft den ganzen Tag... wenn er sich wohlfühlt
Ich kann auch nicht schlafen, wenn ich Angst oder Stress habe oder auf die Toilette muß. Sonst kann ich schon viel schlafen. Beim Welpen ist das nicht anders (oder überhaupt bei Hunden)
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ZitatAlles anzeigen
Ja,
ihr habt wohl Recht!
Ich werde mal mit meiner Kollegin sprechen, dass ich in den Frühschichtwochen vormittags von zu Hause arbeite und dann so gegen 13 Uhr auf Arbeit komme und dann bis Abends mache. Mein Freund kommt halb 3 von Arbeit - da wäre der Kleine ca. 2h alleine. Das ist sicher besser so!
Mein Freund sagt immer: Das ist ein Welpe, er schläft den ganzen Tag. Da ist es doch egal ob wir daheim sind oder nicht.
Ich sehe das aber so wie ihr. Er liebt es, wenn ich in der Küche am Tisch sitze und lese oder eben arbeite und er mich von seinem Platz aus sehen kann.
Ich werde das ab sofort so machen. Er soll nie mehr so lange alleine bleiben!
Warum braucht man aber auch manchmal einen "Arschtritt" von Dritten, obwohl man die Lösung selbst schon kennt???
DANKE!
Das ist aber mal eine schnelle Einsicht, toll

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Vor dem Aufreiten hat er gebellt und gebissen und wollte sicherlich spielen. Das ist häufig so, wenn er alleine war. Ich denke dann immer, dass er unterfordert / gelangweilt ist, weil er so lange alleine war.
--> Nein, das ist eine Übersprungshandlung. Er möchte, daß Du bleibst, Du willst aber gehen, und vor lauter Streß macht er das dann eben. Ganz normale Reaktion - aber schade, daß er es tun muß.....
ZitatBlöde Frage, aber: sind alle Hundebesitzer in Deutschland Rentner, die den ganzen Tag Zeit haben? Wie machen das all die Herrchen und Frauchen?
Die Frage hatte ich mir damals auch gestellt ;), aber ich hab VOR der Anschaffung der ersten Hündin darüber nachgedacht und beim Sitter angerufen und nach freien Plätzen gefragt. Ganz einfach: entsprechend Infos einholen und alles mit einplanen. Man will ja schließlich nicht den Hund bei der ersten sich bietenden Schwierigkeit wieder abgeben müssen.
Bei uns hat´s die Kleine eben ausgehalten in dem Alter, weil ich extrem darauf geachtet habe, daß sie schon vorher denselben Tagesablauf hatte, den sie bei uns haben würde. Außerdem hatte ich über den Hundeverein eine Freundin, die gewerblich Hunde gesittet hat, diese habe ich in Anspruch genommen, wenn´s nötig war (Tochter längere Zeit in der Schule als sonst o.ä.), und hätte sie in den ersten Wochen auch täglich bezahlt, wenn das nötig gewesen wäre. Man sollte sich echt wen suchen, der das gewerblich macht, denn einfach Freunde/Bekannte können immer mal wieder gerade keine Lust haben, krank sein oder sowas, ein gewerblicher Sittter tut´s für´s Geld und daher ist das verläßlicher, wenn man darauf angewiesen ist (ein Chefs könnte es nicht toll finden, wenn Du sagst, ich habe keinen Hundesitter heute und muß daheimbleiben). Besonders einplanen: was mach ich mit einer Hündin, die läufig wird. Nimmt der Sitter die, kommt er evtl. separat zu Dir heim und geht ne Runde mit der läufigen Hündin alleine, kann ich mich darauf verlassen, daß es keine Rüdenkontakte in der Stehzeit gibt? Kann man alles VOR der Anschaffung klären.ZitatOder meint ihr wir sollen eine Betreuung finden, so lange er noch klein (Welpe / Junghund) ist???
Eindeutig: JA.ZitatIn Spätschicht und Nachtschichtwochen, haben wir das Problem auch nicht. Da ist er maximal 1-2h alleine und das ist, denke ich ok.
Na, das ist doch ein guter Anfang. Dann hat er ja schon 1-2 Stunden, die er alleine bleiben kann. Und das mußt jetzt langsam schrittweise ausbauen. Und BIS er das kann: wenn das nur alle paar Tage mal vorkommt mit so vielen Stunden, dann ist ein gewerblicher Hundesitter auch bezahlbar.
LG,
BieBoss -
Wenn ich mir keine Gedanken gemacht hätte, hätte ich mir keinen Hund geholt!
Er ist nicht 7h am Stück alleine, da würde ich so eine Frage nicht stellen, warum er in die Whg. macht!
7h auf den Tag verteilt ist enorm viel, dass ist mir bewusst! Leider kann ich ihn nicht mit auf Arbeit nehmen - das habe ich auch schon überlegt.
Als wir ihn geholt haben, waren wir 3 Wochen mit ihm zu Hause. Wir haben so nach ca. 1 Woche angefangen in im Raum alleine zu lassen... Eben alles genau wie BieBoss es geschrieben hat: Spielen, toben, üben, Gassi, fressen, leise Musik, was zum knabbern und dann mal für 5min und paar Tage später für 10min...
Wir haben den Hund nicht von heute auf Morgen 7h alleine gelassen! Er bellt auch nicht! Aber mit dem Anknabbern von Zeug hat BieBoss recht...
Wie gesagt: ich werde jetzt meine Arbeitszeiten verlegen, so dass er nicht mehr als 2h alleine ist am Tag!
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Zitat
Wie gesagt: ich werde jetzt meine Arbeitszeiten verlegen, so dass er nicht mehr als 2h alleine ist am Tag!
Ja, klasse - dann hast doch schon eine Lösung gefunden!
Ja, das mit dem "Tritt" von anderen: manchmal ist man eben so betriebsblind, daß man das Naheliegende nicht sieht. Aber dafür gibt´s ja die Möglichkeit hier im Forum, von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Muß ja net jeder das Rad selbst neu erfinden, wenn andere damit schon fahren.
Den ersten Schritt hattest Du ja ganz richtig gemacht: die Leute im Forum ansprechen und nachfragen. Auf die Idee kommen ja die meisten Leute schon gar net.....
Ich bin dabei, seitdem ich meine kleine Biene habe, und hab auch schon sooo viel gelernt dadurch, echt super. Einfach durch Mitlesen, denn jeder Hund hat irgendwelche Angewohnheiten, aber hier findet sich immer wer, der damit schon mal zu tun hatte und weiterhelfen kann.
In diesem Sinne: noch viel Spaß mit dem Zwerg!
LG,
BieBoss
PS: daß Du Dir vor der Anschaffung Gedanken darum gemacht hattest, war aus dem ersten Eintrag von Dir so nicht ersichtlich - wir können ja nur das beurteilen, was Du schreibst
Insofern: sorry, wenn mein Post so rüberkam, als wollte ich Dir das unterstellen. -
Zitat
Blöde Frage, aber: sind alle Hundebesitzer in Deutschland Rentner, die den ganzen Tag Zeit haben?
Wie machen das all die Herrchen und Frauchen? Oder meint ihr wir sollen eine Betreuung finden, so lange er noch klein (Welpe / Junghund) ist???
Das ist unmöglich - ich kenne niemanden, der nicht arbeitet.
In Spätschicht und Nachtschichtwochen, haben wir das Problem auch nicht. Da ist er maximal 1-2h alleine und das ist, denke ich ok.
Mhh ist es für euch finanziell nicht machbar, dass der Hund in der Zeit wo er so lange alleine bleibt betreut wird?
Viele Berufstätige holen sich einen Hund, weil sie dann mit dem verdienten Geld die Betreuung bezahlen

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