Hund hat sich verlaufen

  • Kein Hund sollte einach so im Wald im Unterholz außer Sichtweite herumtoben. Was den Hunden Spass macht, ist für Wildtiere, deren Lebensraum ohnehin schon eingeschränkt ist und immer weiter schrumpft, absolut kein Vergnügen.

    Sei froh, dass alles so glimpflich abgelaufen ist. Der Hund (mit 5 Monaten kein bedingungslos folgender Welpe mehr) hätte auch Wild aufscheuchen und eine Hetzjagd starten können. Sowas kann dann durchaus mal vor einem Auto enden...

    Meine Hündin hat in ihren ersten 6 Lebensmonaten nichts und niemanden gejagt. Mittlerweile ist sie 3 Jahre alt und ich muss aufmerksam spazieren gehen. Denn wenn ich zu spät (bzw. gar nicht reagiere) dann rennt sie Hase, Katze und Co. hinterher und läßt mich schlichtweg mitten in den Feldern stehen...

  • Sorry, aber ich würde meinen Hund und schon gar keinen Welpen außer Sicht im Wald laufen lassen. Zum einen wegen dem Wild zum anderen was ist wenn da ein See oder Tümpel ist, und der Hund bricht ein? Wir haben bei uns viele Kanäle, also ist zur Zeit halt Leine angesagt. :D

    Mir hat eine Hundetrainerin gesagt, nicht der Hund sondern der Halter hat ein Problem damit an der Leine zu laufen.
    :roll:

    Lg

    Snoepje

  • Hallo,
    jedem seins, aber ich wäre einfach nur froh, wenn mein Hund gefunden worden wäre... Ich hätte meine Hündin in dem Alter generell nirgends außer Sichtweite gelassen, schon gar nicht im Wald und erstrecht nicht außerhalb der Wege...
    Ein Junghund in dem Alter und bei den Temperaturen allein im Wald - na hallelujah... den Gedanken finde ich gruseliger als eine 80jährige (?) scheinbar sehr fitte Oma, die es körperlich schafft, sich 3er Hunde anzunehmen und vor allem auch noch ein Handy besitzt... meine Oma glaubt heute noch, ich telefoniere mit einem Taschenrechner :p
    LG, Tanja

  • ich kann deine aufregung verstehen, du hattest eine heiten angst um deinen zwerg.

    reg dich nicht über die alte frau auf, sie ist wie sie ist und du kannst sie sicher nicht ändern. was du kannst, du kannst über das ereignis so nachdenken, dass du daraus auch was positives mitnehmen kannst.

    nimm dir zu herzen was hier von den anderen schon geschrieben wurde und die wahrscheinlichkeit, dass dir so etwas nochmal passiert, wird deutlich geringer werden.

    kopf hoch, ist ja alles nochmal gut gegangen :-)

  • Huhu,
    mag ja sein, dass du niemanden kennst, der seinen Hund im Perlacher Forst anleint - aber an allen Eingängen stehen Schilder, dass Hunde anzuleinen sind, ich glaube, das steht da mit Hinweis auf Tollwut. Gut, es ist unwahrscheinlich, dass es da Tollwut gibt, aber wenn dir mal ein Förster oder Jäger begegnet, hast du garantiert das Nachsehen.

    Von mir kriegst du dasselbe zu hören - im Forst nur ohne Leine, wenn Hund auf dem Weg bleibt.

    Grüßle
    Silvia
    die auch gern mal wieder im Perlacher Forst unterwegs wär!

  • Ich muss mich den anderen anschließen, ein Welpe/Junghung(wie auch immer) hat in Sichtweite zu bleiben. Mein Kleiner ist jetzt auch etwa so alt wie deiner und ich hüte ihn wie meinen Augapfel und auch mein Großer hat in meiner Nähe zu bleiben.
    Also sei froh, dass du deinen kleinen Schatz wiederhast!!!

    Übrigens soweit ich weiß, hat ein Jäger das Recht wildernde Hunde einfach abzuschießen!!!

  • vielleicht, wenn du ruhiger geworden bist, denkst du ein bisschen über die situation nach.

    mit 5 monaten gehen die youngsters gern auf entdeckungsreise. da ist der folgetrieb meistens schon geschichte.

    stell dir vor, die alte dame wäre ein jäger gewesen - die finden sowas überhaupt nicht witzig - kein leinenzwang hin oder her.

    oder er wäre, wie schon erwähnt, unter ein auto geraten.

    meine beiden laufen zu 95% ohne leine - wir haben hier fast ausschliesslich wälder zum gassi-gehen - aber ich achte immer darauf, dass sie nie ausser sichtweite sind und auf den wegen oder zumindest in meiner nähe bleiben. allein schon um ihrer eigenen sicherheit willen. (vom aufgestöberten wild ganz zu schweigen!)

    sieh es einfach als herausforderung: funktionierenden rückruf üben und in nicht ausser sichtweite lassen ist sooo wichtig - je früher man damit anfängt, desto besser. :smile:

  • Bei Hunden gibt es diesen Moment der Panik in dem sie nicht mehr klar denken können. Das hab ich bei Mim schon oft beobachtet. In der Sekunde in der ihnen der Gedanke "scheiße, wo ist Frauchen" in den Kopf schießt...machen sie irgendwie nur bekloppte Sachen und rennen wie n Idiot in bekloppte Richtungen. Hab das zwei Mal bei Mim beobachtet. Einmal stand ich fast direkt neben ihm, aber weil es unübersichtlich war, andere Hundebesis und Hunde da waren...rannte er plötzlich weg in Richtung Auto...obwohl ich ihn rief (aber andere Besis riefen auch gerade nach ihren Hunden, daher ging es wohl unter, zumal er schon die Frauchen-ist-weg-Panik da war)...ich rannte dann ein Stück hinter ihm herbis er mich endlich registrierte...und was war die Freude groß. Einmal hat er abends hinter nem Strauch Mokka gemacht...ich stand auf der anderen Seite am Strauch...er rannte auf der anderen Seite auf den Weg...und hat mich irgendwie nicht wahrgenommen und ist Richtung nach Hause gelaufen. Musste dann hinterher rennen und rufen, dass ich hier bin...das war so dämlich...ich war keine 3 Meter von ihm weg.
    Als er noch kleiner war ist mir was ähnliches wie dir passiert. Hund hat gespielt mit ner anderen Hündin..ich bin weitergegangen...weil er auf Rufen nicht reagierte...hab weiter gerufen...und da war er plötzlich weg. Direkt bei uns um die Ecke. Zwei Hundebesis haben in wieder eingefangen...brachten ihn mir, ist in eine völlig komische Richtung gelaufen...hatte wieder völlig panische Augen.
    Beim Welpen ist das sicherlich noch viel krasser, wegen der mangelnden Erfahrung und völligen Unselbständigkeit.

  • Ach ihr habt ja recht!
    Ich war nur so im Schock und dann noch die Aussage der 'verrückten' Frau...
    Normalerweise läuft es so, dass der Kleine und die Hündin gemeinsam laufen und höchstens 2 Minuten im Wald sind und dann auf dem Weg erscheinen, nach rechts laufen, dann wieder da sind, dann nach links, usw. Nur heute nicht. Ich glaube ich habe vorhin in meiner Panik der Frau einiges unterstellt. Um ehrlich zu sein hab ich mir schon mehrmals überlegt öfter ohne die Hündin spazieren zu gehen, denn dann geht er nie weiter als 5 Meter von mir entfernt.
    So, der erste Schock ist überwunden und die Einsicht kommt. Klar war es meine Schuld und ich hätte es mir niemals verzeihen können, wenn meinem Baby was passiert wäre. Es war einfach so schrecklich! Ich hab nur noch geheult! Morgen kann ich wahrscheinlich vor geschwollenen Augen kaum noch sehen... :erschreckt:

    Liebe Grüße
    Amelie

  • Zitat


    Mir hat eine Hundetrainerin gesagt, nicht der Hund sondern der Halter hat ein Problem damit an der Leine zu laufen.
    :roll:

    Lg

    Snoepje

    Ich kann das nur aus eigener Erfahrung bestätigen. Hoover muss zur Zeit öfters an der Leine bleiben :hust: und sie hat meines Erachtens gar kein Problem damit. Aber ich denk mir dann immer, ach.... frei laufen ist doch eigentlich soooo toll!
    Und schwupp steht sie 20 m weiter weg und frisst wieder irgendwas! :/

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!