kastration-erfahrungsberichte

  • hallo liebe foris.

    ich weiß dass das thema hier auch schon besprochen wurde, habe die beiträge auch gelesen.
    würde aber gerne ein paar mehr erfahrungsberichte hören.
    balu ist erst knappe fünf monate alt, für uns kommt das thema also erst wesentlich später in frage, da er erstmal erwachsen werden soll und wir gucken wollen, wie sich sein verhalten/sexualtrieb so entwickelt.
    trotzdem beschäftigen wir uns schon jetzt damit, da es uns wichtig ist später keine falsche entscheidung zu treffen und um zu wissen, worauf wir speziell achten sollten.
    wäre also echt super, ein paar erfahrungsberichte zu hören, natürlich positiv sowie negativ.
    danke :gut:


    p.s.: so groß ist er mittlerweile :herzen4:

    http://img407.imageshack.us/i/sta40505200150.jpg/

  • Was ich immer wieder gerne Erwähne ist, dass man auf den Ablauf der Kastra hinweißt und was dabei wichtig ist.

    Bei einem Seminar von Clarissa v. Reinhardt war nämlich eine Hund bei dem so einiges schiefgelaufen ist und der deswegen Verhaltensprobleme bekommen hat.

    Also wurden Tipps gegeben wie man so etwas vorbeugen kann.

    1. Sollte man den Hund nichts zur Beruhigung spritzen lassen und dann gehen (die Hunde werden dann erst mal halb benommen aber wehrlos irgendwo abgelegt, bis es los geht). Man bleibt so lange beim Hund bis er richtig weg ist, dass kann man z.B. am Liedschlussreflex testen.

    2. Ist es sicherer, wenn der Hund nach einer leichten Injektion mit Gas weiter narkotisiert wird, man kann ihn schneller wach bekommen.

    3. Wär es gut, wenn man beim Aufwachen des Hundes dabei ist. Denn durch das Ketamin bekommen die Hunde Bad Trips (http://de.wikipedia.org/wiki/Horrortrip) und können das leichter Verarbeiten, wenn der Besitzer dabei ist (ich denke etwas was nach dem Besitzer riecht ist auch schon von Vorteil).

    4. Sollte dem Besitzer Schmerzmittel und Antibiotikum mitgegeben werden.

    5. Bei Blutungen aufpassen, die Ligatur (Abbinden der Samenstränge) könnte abgerutscht sein, dann muss die Naht noch mal geöffnet und neu gebuden werden.

    6. Einen Kragen oder einen Body benutzen, damit der Hund nicht die Nähte öffnet oder an der Wunde leckt.

    7. Strickter Leinenzwang, bis die Nähte gezogen werden.

    8. Ggf. Kontakt zu anderen Hunden vermeiden, wenn der Hund Schmerzen hat (Verknüpfung Hund= Schmerz).

  • Ich habe meinen Rüden mit 1,5 Jahren kastrieren lassen. weil ich auch ein intakte Hündin habe. Ich würde es nicht mehr machen. Er ist zwar sehr verspielt und freundlich. War er aber vorher auch, weiß nicht ob sich das noch geändert hätte. Er gehört aber zu den Rüden, die das Pech haben extrem gut zu riechen. Andere Rüden versuchen bzw. besteigen ihn ständig. Das heißt ich muss immer wieder Spiele abbrechen etc. Die Kastra ist ganz gut verlaufen, aber er hatte schon Schmerzen und wollte nicht gerne Wasser lassen, hat mir 1x in die Wohnung gemacht und fast eine Nacht lang geweint (vond er Narkose)

  • Mir dreht sich der Magen rum, wenn ich so ein Welpenbild sehe und den Haltern fällt nichts besseres ein als nach einer Kastration zu fragen :/
    Wie soll sein Sexualtrieb sich denn entwickeln? Ich habe jetzt den 5. unkastrierten Rüden, denkst du die würden auf jede Hündin springen.
    Und dass das kastrieren ohne med, Grund gegen das TS Gesetz verstößt weißt du doch mit Sicherheit auch, wenn du die vorherigen Threads gelesen hast.

  • Zitat

    Mir dreht sich der Magen rum, wenn ich so ein Welpenbild sehe und den Haltern fällt nichts besseres ein als nach einer Kastration zu fragen :/
    Wie soll sein Sexualtrieb sich denn entwickeln? Ich habe jetzt den 5. unkastrierten Rüden, denkst du die würden auf jede Hündin springen.
    Und dass das kastrieren ohne med, Grund gegen das TS Gesetz verstößt weißt du doch mit Sicherheit auch, wenn du die vorherigen Threads gelesen hast.

    echt...ich zB wußte das nicht,weil ich mir so große gedanken nun noch nicht gemacht habe und bei der tieärztin war es nur ne zwischenfrage

  • Ich habe meinen Rüden im Alter von einem Jahr kastrieren lassen. Ich war in Anwesenheit von anderen Hunden komplett abgemeldet und kam nicht mehr zu ihm durch. Er hat alles bestiegen was 4 Beine hatte, egal ob Rüde oder Weibchen und ich bin regelrecht verzweifelt, weil er mich so hat "verhungern" lassen. Ich habe die Entscheidung damals nach Beratung mit meiner Hundetrainerin und dem TA gefällt und für uns war das wohl die beste Entscheidung. Ich habe seither einen regelrechten Streber, der sich anbietet und toll motivieren lässt. Träge, faul und dick ist er nicht geworden, ist eher ein kleiner Quirl.
    Aber das ist nur unsere Story.

  • Zitat

    Ich habe meinen Rüden im Alter von einem Jahr kastrieren lassen. Ich war in Anwesenheit von anderen Hunden komplett abgemeldet und kam nicht mehr zu ihm durch. Er hat alles bestiegen was 4 Beine hatte, egal ob Rüde oder Weibchen und ich bin regelrecht verzweifelt, weil er mich so hat "verhungern" lassen. Ich habe die Entscheidung damals nach Beratung mit meiner Hundetrainerin und dem TA gefällt und für uns war das wohl die beste Entscheidung. Ich habe seither einen regelrechten Streber, der sich anbietet und toll motivieren lässt. Träge, faul und dick ist er nicht geworden, ist eher ein kleiner Quirl.
    Aber das ist nur unsere Story.

    Wie lange ist das her ? die Nebenwirkungen können noch kommen.

  • es gibt immer ganz tolle Berichte, von wegen der Hund ist so umgänglich geworden, so verträglich und so aufmerksam dem Halter ggü.

    Bullshit! jedenfalls in unserem Fall. Ich musste Bela kastrieren lassen, und tat dies als er 14 Monate alt war. Er ist ein eher unsicherer Hund gewesen, war an der Damenwelt recht interessiert, jedoch mit vielen Rüden (noch) verträglich. Klar hätte er im Kopf mehr bei mir sein können. Aber er war jung! Mit nem guten Jahr kann man das einfach nciht verlangen.

    Ok. Wir haben ihn vor 9 Monaten kastrieren lassen, da er Kryptochid war.

    Ergebnis:
    - er ist EXTREM unsicher geworden, geht nach vorne
    - er reagiert aggressiv auf alles, was nach Rüde riecht
    - er scheint sehr gut zu riechen, hat also selber ständig die Rüden hinten drauf, wahrscheinlich greift er sie deshalb schon vorbeugend an
    - er ist immer noch sehr an der Damenwelt interessiert, er markiert alle 30 Sekunden
    - er ist noch immer hyperaktiv, manchmal wie von Sinnen, wenn z.B. läufige Hündinnen unterwegs sind
    - er frisst genau so schlecht oder gut wie vorher

    fazit: nicht noch mal, wenn es nicht sein MUSS! Es hat alles noch schlimmer gemacht. :/

    mein Baby tut mir manchmal richtig leid. Er kann ja nicht anders. Ich könnt heulen, wenn ich dran denk.

    DAS ist unsere Story. Hoffentlich nimmt sich das der eine oder andere, der seinen Hund einfach mal eben kastrieren lassen will, zu Herzen!

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