Macht Leute an... was tun???

  • @fräuleinwolle

    Zu HÜÜÜLLFFEE! Jetzt muss ich mich glatt verteidigen. Die Putzlappenaktion lief so ab, dass ich gerade die Vogelkacke vom Auto geschrubbt hab, mit dem Rücken zum restlichen Parkplatz, Hundi war die ganze Zeit neben mir und ist urplötzlich zu der anderen Person hingestartet. Deshalb flog der nasse Lappen hinterher......

    Und zu den anderen Passanten: es ist ja nicht so, dass ich ansatzweise einen Gegenangriff mit nem bösen Blick starte oder derartiges. Ich nehm wie jeder andere einfach die Umwelt war und denk mir eben meinen Teil.

    Fakt ist auch, dass unser Hund Menschen immer noch wie ein Hund wahrnimmt. Das heißt sie fühlt sich durch fixieren und anstarren bedroht.
    Sie ist zwar immer noch ein unsicherer Hund, aber sie wird zusehend relaxter. Letztes Wochenende war sie auf dem Flohmarkt dabei, hat stundenlang in der Sonne unter dem Tisch gepennt....und die Menschenmassen waren ihr sowas von egal.....

  • Hallo,

    Ronja war letzten Sonntag auch auf'm Flomarkt dabei.

    Sie lag entspannt im offenen Kofferraum, unser Tisch stand davor.

    Für sie war das alles (nach kurzer Gewöhnung) okay. Aber wehe, einer hat es gewagt, UM DEN TISCH RUM zu kommen...da wurde geknurrt und gewufft, z.B. bei dem Mitarbeiter, der zum Abkassieren der Standgebühr kam.

    Oder jemand hat sie bemerkt und angesehen, manche starren dann ja so in die Augen des Hundes. Da hat sie aber nur leise geknurrt. Es saß ja meistens jemand neben ihr im Kofferraum.

    Ich würde übrigens auch im Leben nicht mit nem Schreckreiz arbeiten. Einmal hat mein Mann ihr die Leine hinterher geworfen. War aber auch das letzte Mittel in dem Moment, sie hatte das "Hiiiier" ignoriert und ist im Dunkeln durchgestartet, um nen Passanten zu stellen. Das ging gar nicht. Aber grundsätzlich würde ich es bei Ronja nicht machen. Sie ist sehr sensibel und definitiv unsicher bei Fremden. Mir wäre die Gefahr der Fehlverknüpfung auch zu groß (wie Fräulein Wolle schrieb).

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Die Überlegung ist bei mir: regel ich es über den Grundgehorsam, also nein, geht gar nicht oder über das Schönfüttern???

    Es ist ja nicht so, dass das Thema unsere einzige Baustelle ist. Momentan sind wir irgendwo zwischen:

    Ängstlicher, unsicherer Hund und
    Hund mit "Überflieger-Selbstbewusstsein", wobei beides innerhalb einer Nanosekunde wechseln kann.

    Genau das macht es so schwierig, die Gratwanderung zwischen "Ausbremsen" und "Bestärken / Ermutigen".....

  • o.k. zum Beispiel, wir laufen abends durch die menschenleere Fußgängerzone und blödeln mit ihr rum. Eine Frau sitzt auf der Bank. Hüpft Hundi auf die Frau zu und bellt sie an. Wie sie da drauf zugeht, sowas muss man gesehen haben, alle vier Beine zeitgleich in der Luft, wie ein Gummiball.

    Oder, wir gehen gemeinsam mit vier anderen, kleinen Hunden spazieren, alle frei, auf dem Weg oben ein riesen Hund, will über die Wiese zu uns kommen. Die kleine Mistbiene, mit der wir vor einem halben Jahr noch die Straßenseite bei Begegnungen wechseln mussten, startet los und verbellt das riesen Hundetier, das nur einen Haps machen müsste, dann wär sie sein Abendessen.

    Nächstes Beispiel: Abendspaziergang: richtige Hundeparty. Kommen nach Hause, Sohn sitzt am Wohnzimmertisch. Hund springt übermütig quer über den Tisch um Sohn zu begrüßen. Sie weiß, dass sie nicht auf den Tisch darf, macht sie auch sonst wirklich nie.

  • okay, wie alt ist deine denn??? Hört sich sehr nach wir testen mal aus wie weit es geht und Übermut im Junghundealter an...

    Ansonsten LasPatitas könntest du mal genauer erklären wie man richtig abblockt? Ich bin niemand der körperlich gegen seinen Hund gehen will (wenn die dann merkt wie groß und stark sie ist zieh ich nämlich den Kürzeren), aber mit dem Körper eindeutige Signale setzen könnte bei Laica funktionieren.

  • Das kann aber auch Unsicherheit/Angst sein.

    Hunde die unsicher sind, keine Fluchtmöglichkeit haben oder gelernt haben das Flucht nichts bringt, gehen nach vorne.

    Und wenn sie damit schon mal Erfolg haben lauetet die Devise: Angriff ist die beste Verteidigung.


    Ich weiß was für ein Verhalten du meinst: die Hunde springen auf allein vieren bellend nach vorne.

  • Die einfachste Möglichkeit ist den Hund wegzudrängen wenn er vor einem steht, dazu hält man die Leine kurz, aber locker (so dass man nicht umrundet werden kann), man stellt sich breitbeinig hin, so ähnlich wie ein Torwart (die Hände muss man aber nicht hochnehmen :lol: ) und macht immer so einen Schritt zur Seite, dass Hundi nicht vorbei kommt.
    Wenn man das an körperbeherrschung draufhat, kann man den Hund langsam zurück drängen.

    Wenn Hundi neben dir geht, muss die Leine auch relativ kurz sein, Hundi muss auf deiner Höhe gehen und wenn er versucht vor deinen Füssen die Seite zu wechseln (z.B. zu dem anderen Hund hin), buffst du ihn mit dem Knie bzw. Hüfte wieder in seine Position, bei vielen reichts auch, einfach gerade aus weiter zu gehen.

    Wichtig ist, wenn das "Zielobjekt" vorbeigegangen ist, dass sich der Hund nicht umdreht und hinterher hechtet. Wenn das "Objekt" vorbei ist, lasse ich den Hund vorlaufen und laufe hinter ihm, dreht er um, handhabe ich das wie oben.

    Aber wie gesagt: auf die Pfoten aufpassen, nicht den Hund latschen! Den Druck sofort wegnehmen, wenn Hundi sich benimmt! Ggf. erstmal mit Sicherung ausprobieren (MK), manche Hunde beißen vor Wut umsich oder zwicken einen vor Frust.

    Ich habe beide Sachen mit einem Signal belegt: weiter bzw zurück + Handzeichen.

    Wenn das nicht umgesetzt wird (Sara versucht vor meinen Füssen die Seite zu wechseln um etwas zu Fressen aufzusammeln oder um an einen Hund ranzukommen), kommt als Kondequenz der Block.

    Nach wenigen Malen, wenn überhaupt, reicht es aus dem Hund den Weg zu verstellen (kommt auf das Gemüt des Hundes und den Erregungslevel an).

    Dafür braucht man nicht so viel Kraft, wie wenn ich hinten an der Leine dranhänge ;)

  • Wenn sie unsicher ist z.B. bei Hundebegegnungen, dann setzt sie sich hinter mir hin und will nicht mehr weiter gehen.
    Gut, dann geh ich voraus. In der Zwischenzeit kommt sie in Zeitlupe hinter mir her, bellt und knurrt wie die allergrößte Kampftohle weit und breit.
    Mittlerweile hab ich rausgefunden, dass dieses Szenario nur bei Weibchen stattfindet, die größer sind als sie selbst.
    Irgendwann steh ich dann bei dem anderen Hund und seinem Halter, in der Zwischenzeit beachte ich sie nur aus dem Augenwinkel.
    Meistens streichel ich dann den anderen Hund und ermuntere unsere herzukommen, Stichwort "Hundeparty".
    Und dann dauert es keine fünf Minuten und man sieht zwei Hunde miteinander durchs Feld toben und spielen....
    Nach dem Spiel hat sie jedesmal einen fetten Smile im Gesicht und die bösen Zähne, das Kampfgebell und die Rückenbürste sind vergessen.....

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