Ist Ihr Hund ein Rüde?
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Zugeben muss ich allerdings, dass ich selbst nicht will, dass Balou an der Leine Kontakt mit Rüden hat, Hündinnen sind okay. Liegt allerdings an den Erfahrungen der letzten Jahre, dass ich bei Rüdenkontakt einfach panisch werde und das super auf Balou übertrage und dann knallts - liegt allerdings an mir, nicht an Balou.
Ich finde es wirklich super, dass du das auch selbst so erkennst
In vielen Fällen überträgt sich die Panik der HH wirklich negativ auf das Hundeverhalten.
Gerade letzte Woche wurde ich auch schon von Weitem schreiend, wegen der Entfernung, nach dem Geschlecht gefragt.
Ich habe meinen Hund angeleint, um dann an jeweiliger Person mit unverträglichem Rüden vorbeizuspazieren.
Anstatt dass diese Person dies auch getan hätte, nämlich locker weiterzulaufen, oder sich zumindest abzuwenden, ist sie wie versteinert und angewurzelt stehengeblieben, ihren Rüden dabei so platziert, dass er lange genug die Möglichkeit bekam, uns entgegenzustarren, zu fixieren, zu knurren und zu keifen.
Der Weg war so breit , dass eigentlich drei Hunde gefahrlos hätten vorbeispazieren können. Auf meine Bitte, sie solle doch auch einfach weiterlaufen, bekam ich mit zittrig-hilfloser Stimme die Antwort "Ja wie denn?"
Der Hund hing mittlerweile wortwörtlich am anderen Ende der Leine, die Frau mit ausgestreckten Armen und vorgebeugtem Oberkörper dahinter.
Dass es das Rüden-Rüden-Problem häufig gibt, das ist mir bewusst, aber dass das Verhalten vieler HH so wenig souverän und total verunsichert sein kann, dass war mir in dieser Form noch nicht wirklich so klar.
Ich bin bloss froh, dass wir wirklich auch sehr viele Begegnungen haben und kennen, die abolut sozialisiert ablaufen , und wo nicht bei jedem Geblubber und Gebrummel die HH in die Angststarre verfallen.LG Britta
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die frage hat mir noch keiner direkt gestellt... eher dann so: "isn rüde, gell? bei DER größer kanns ja nur ein rüde sein..." dabei is finchen viel größer....

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Anstatt dass diese Person dies auch getan hätte, nämlich locker weiterzulaufen, oder sich zumindest abzuwenden, ist sie wie versteinert und angewurzelt stehengeblieben, ihren Rüden dabei so platziert, dass er lange genug die Möglichkeit bekam, uns entgegenzustarren, zu fixieren, zu knurren und zu keifen.
Das verstehe ich auch oft nicht, auch wenn man sich nicht so sehr mit Hundeverhalten auseinandersetzt bekommt man doch irgendwann einfach mit, dass in der Bewegung alles einfacher ist als im Stillstand.
Bei uns haben viele SoKas und können sie nicht halten, dann sieht man schon mal wie plötzlich eine Leine um den nächsten Baum oder die nächste Laterne geschlungen und festgezurrt wird wenn man vorbeigeht
Ich habe mir inzwischen angewöhnt die Leute dann freundlich anzulächeln und zu grüßen, egal ob sie auf mich achten oder nicht. Balou ist nicht leinenaggressiv, er geht problemlos an anderen Hunden vorbei, dennoch hab ich das Gefühl auch für ihn die Situation eines wild knurrenden und bellenden Hundes zu entspannen wenn ich vor mich hinlächle und dem ganzen freundlich begegne.Die Ruhe müsste ich nun nur noch entwickeln wenn er Kontakt mit anderen Rüden hat

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In letzter Zeit hab ich auch oft gefragt, obs ein Rüde ist. Mein Kleiner/Grosser ist ja in der Pubertät und hat sich ein paar Tage plötzlich so dominierend anderen Rüden gegenüber verhalten, vor allem bei jüngeren oder unkastrierten...Nach einer gewissen Zeit wollte ichs wieder testen (hatte mit ihm geübt) und siehe da, er versteht sich mit fast allen wieder...da ich aber nicht wusste, ob das nun ein Rüde oder eine Hündin ist mit welcher er gerade spielt, hab ich halt nachgefragt, meist wollte ich noch das Alter wissen und ob sie kastriert sind...um evtl. festzustellen mit welchen Hunden meiner genau Probleme hat oder nicht...
Aber als wir Probleme hatten, bin ich den Rüden aus den Weg und nicht von den anderen verlangt, sie sollen mir aus dem Weg...das geht doch nicht.... -
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Das verstehe ich auch oft nicht, auch wenn man sich nicht so sehr mit Hundeverhalten auseinandersetzt bekommt man doch irgendwann einfach mit, dass in der Bewegung alles einfacher ist als im Stillstand.
Dann versuch mal, mit einem 25kg-Leinenpöbler, der sein Gegenüber schon fixiert und längst nicht mehr ansprechbar ist, einfach so weiterzugehen und das folgende Getobe zu ignorieren. Es funktioniert nicht so ohne weiteres und es ist erstaunlich, welche Kraft ein Hund in der Größenordnung an der Leine aufbringen kann, wenn er motiviert ist ;).
Ich spreche da leider aus eigener Erfahrung (und ja, es ist meine Schuld, dass sich die Pöbelei an der Leine bei meiner (eher ängstlichen) Hündin so festigen konnte). Ich bin dank keifendem Hund an der (kurzen) Leine gar mal auf dem Allerwertesten gelandet, weil Madame (z.Zt. 28kg) meinte, mir im letzten Moment, als wir schon fast am ruhigen Westie (!) vorbei waren, vor die Füße springen zu müssen. Da hatten dann alle (außer mir) wenigstens was zu Lachen
(und hielten mich nicht nur für unfähig, sonder wegen meiner Wortwahl beim Fluchen wohl auch für "primitiv"
).
Heute weiche ich aus, wenn das möglich ist und der entgegenkommende Hund in Madames "Pöbelschema" fällt (sie prollt nicht bei jedem Artgenossen). Muss ich dicht am andere Hund vorbei, dann greife ich schon mal ins Geschirr, um die olle Zicke möglicht schnell am aktuellen Hassobjekt vorbei zu bekommen. Das sieht dann vielleicht etwas "brutal" aus, aber es funktioniert im Notfall.Die Leinenpöbelei ist nach wie vor unsere größte Erziehungsbaustelle und Madame hatte über 2 Jahre Zeit, dieses nervige Verhalten richtig zu festigen. Ich habe es in der Zwischenzeit mit Ausweichen, Ablenken ("Schau") und Schönfüttern versucht - zwecklos. Das Fixieren unterbinden (ja, ich weiß, dass ich da ansetzen muss) klappt mit deutlicher Ansage (event. auch Abdrängen) nur teilweise. Ist der andere Hund auf gleicher Höhe mit Madame, dann vergisst sie ihre gute Kinderstube gern mal. Zwar beruhigt sie sich sehr schnell wieder, aber die Pöbelei ist absolut nervtötend. Und es ist schwer, als Halter eines Leinenpöblers nicht mit dieser "Oje, wieder ein fremder Hund in Sicht"-Haltund in die Begnung zu gehen.
Da hilft es dann auch nicht, wenn der andere Hundehalter nur ein mitleidiges Lächeln oder gar Kopfschütteln übrig hat 8wobei ich verdammt viele Leinenpöbler kenne)... -
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Ich werde das auch ganz oft gefragt. Zu 100% kommt die Frage von Rüdenbesitzern, die wissen wollen, ob sie sich vorbereiten müssen, weil ihr Rüde gleich das Pöbeln anfängt bzw ob die Gefahr eines Rüdenkampfes droht.
Wenn ich "Hündin" rufe, tritt adhoc Entspannung ein bei diesen HH.
Damit ist die Situation aber oft nicht zu Ende, denn: Meist lassen sie ihren Rüden dann zu meiner Hündin - selbst wenn der kneift, knurrt, bellt. Supi. Der Rüde liegt schon in der Leine, reißt nach vorne, führt sich auf wie ein Berseker - und SOLL dann an meine Hündin ran. So nach dem Motto: "Guck selbst, ist ne Hündin, reg dich ab." An den Gemütszustand meiner Hündin verschwenden die ebenso keinen einzigen Gedanken wie an die vernünftige Erziehung ihres Rüdens.
Passiert mir mehrfach die Woche.
Vielleicht sollte ich mal "Ja, ist ein Rüde!" rufen?
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Wir haben die Frage auch immer gestellt. Unser Rüde wurde von einem anderen Hund einmal derartig zerbissen, daß er es fast nicht überlebt hätte. Der andere Hund war im Freilauf und kam aus einer Hauseinfahrt und ist von hinten auf unseren Hund draufgesprungen und hat sofort zugebissen. Wir konnten gar nicht so schnell reagieren. Das Resultat war, daß unser Hund auf jeden Rüden losgegangen ist und es Jahre und sehr viel intensives Training gedauert hat, bis er ruhiger und gelassener wurde.
Ich wollte einfach vermeiden, daß mein Hund einen anderen Hund dasselbe antut (insbesondere jungen Rüden) und habe die Hundebesitzer gebeten in dem Fall Ihren Hund auch an die Leine zu nehmen und mir etwas Platz zum Ausweichen zu geben, insbesondere wenn der andere Hund auch so seine Problem mit anderen Rüden hat. Bei meinem Hund gab es nämlich auch im Freilauf kein Beschnuppern und Kennenlernen, er ist sofort auf jeden Rüden losgegangen, nach dem Motto: Wenn er zuerst untenliegt, kann mir nichts mehr passieren.
Wer mal 50kg an der Leine hatte, die sich erst platt auf den Boden legen und dann plötzlich losgehen, weiß, weshalb man lieber Sicherheitsabstand einhält... Da kann man dann nicht mehr gelassen vorbeigehen, da sind erst einmal Erziehungsmaßnahmen im Notfall zweitrangig.
Nichts destotrotz haben wir hart mit ihm gearbeitet und es auch geschafft, daß er wieder total entspannt im Umgang mit Rüden wurde, aber diese Erziehungsarbeit wollte ich nicht mit jedem beliebigen Rüden auf der Straße ausprobieren. Das war mir dann doch etwas zu riskant, spazieren gehen mußte ich aber trotzdem.
Genervt hat mich in der Zeit immer das Unverständnis anderer Hundebesitzer. Es war nervig, wenn sich meiner Bitte wiedersetzt wurde, der Hund dann nicht an die Leine genommen wurde (er tut ja nichts, im Freilauf sind die Hunde weniger aggressiv (war bei meinem nicht so: Wenn er konnte, hat er erst einmal reinen Tisch gemacht), die direkt Frontal auf einen zu kamen, die Hunde schnuppern lassen wollten, die nicht begreifen wollten, daß das auch eine Schutzmaßnahme für ihren Hund war).
Ich finde, zu einem toleranten Miteinander gehört es auch, den Wunsch der anderen zu respektieren, auch wenn man die Beweggründe nicht kennt. Ein Hund, der in dem Moment vielleicht aggressiv ist, bedeutet nicht, daß der Besitzer sich mit dem Problem nicht auseinandersetzt, mit ihm trainiert. Es heißt auch nicht, daß der Hund nicht richtig sozialisiert wurde, es kann auch einfach sein, daß der Hund so ein schlechtes Erlebnis hatte, daß es jahrelange Arbeit bedeutet, ihn dieses entsprechend "vergessen" zu lassen.
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Hallo,
mir passiert immer wieder folgendes:(letztin bei Ikea und bei Spaziergängen - generell wenn ich mit Leine gehe)
Es kommen uns Hunde mit HH entgegen. Von 5 Meter Entfernung rufen mir die HH zu "Ist Ihr Hund ein Rüde?" Ich bejahe und kriege prompt immer so seltsame Antworten:
"Auf keinen Fall zu uns kommen" "Machen Sie einen Bogen um uns" "Nein, die Hunde dürfen sich nicht beschnüffeln".ICh versteh das nicht.
Ist das irgendein Insider?
Geschlechtsreif ist er ja noch nicht und man sieht auch, dass er noch ein Welpe ist - weil ich erst dachte, die haben alle läufige Hündinnen dabei und haben Angst vor einem Deckakt.
Dann dachte ich daran, dass vielleicht der andere Hund aggressiv auf Rüden ist. Aber von der Körpersprache der Hunde her, hatte ich einen positiven Eindruck. Immer freundlich, neugierig.Aber was ist dann das Problem?
Auf der Freilauffläche haben wir nur positive Erfahrungen gemacht.
Ich versteh nicht, warum ich immer ausweichen soll mit meinem Rüden.
Soll ich einfach mal sagen, "Neee, ist eh ein Mädel?"
Klärt mich doch bitte mal auf über diese Frage.
Danke, Lillan
Sag doch einfach beim nächsten mal:"Iss auch nur ein HUND!" 
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ich finde die frage absolut okey, wenn sie mir gestellt wird, nicht jeder hund ist an der leine verträglich.
und man muss ja keinen stress provozieren. den hunden tut man damit keinen gefallen. -
Ich finds besser, die Leute machen einen Bogen, als damals bei mir. Da sagte jeder, Ohh wie süüss der Kleine, der hat ja noch Welpenschutz, da kann ja nix passieren, und ließen alle Hunde ungefragt immer an meinen Hundi schnüffeln!
LG
Petra
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