Antibiotikum - vorsorglich?!
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Ich weiß nicht.
So grundsätzlich finde ich auch, dass sehr häufig "einfach mal so" und vorsichtshalber ein Antibiotikum gespritzt wird. Das hat eben auch den Nachteil, dass Antibiotika umso besser anschlagen, je seltener sie benutzt werden.
Ich bin da schon vorsichtiger geworden und lass mir 3x erklären, wozu das nun in diesem Fall genau notwendig ist und ob man nicht auch einfach ein bisschen besser beobachten und abwarten kann.Meine jüngste Katze ist z.B. letzten Montag kastriert worden und plötzlich hatte ich eine Packung Antibiotika in der Hand. Das war sonst nie und es war mit Sicherheit nicht meine erste Katzenkastration. Erklärung war, dass sie eine neue TÄ hatten, die das nun so handhabt. Gut, kann ich nachvollziehen, da so eine Katzenkastra natürlich schon ein etwas größerer Eingriff ist, also habe ich das Antibiotika mitgenommen.
Im Nachhinein liegt es jetzt allerdings immer noch hier, da die kleine Katze nicht die umgänglichste ist und mir das AB den Aufwand und den Stress nicht wirklich wert war. Also blieb sie eben ein paar Tage länger drinnen und der Schnitt wurde mehrmals täglich auf Entzündungen kontrolliert. Für die Katze war es sicherlich der stressfreiere Weg. - Vor einem Moment
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Es kommt natürlich immer auf die Verletzung an...Oft ist es so, dass Menschen oder Tiere, die vermehrt in Kontakt mit Dreck kamen, auch ein dementsprechendes Immunsystem aufweisen. Ev. hätte es also gereicht immer vor dem Spazierengehenn eine abweisende Fettsalbe auf die Pfote zu tun. Ist die Wunde hingegen sehr gross, muss man andere Massnahmen ergreifen. Das lässt sich so nicht sagen, wenn man die Pfote deines Hunde nicht direkt sehen kann...
Ich bin jedenfalls auch nicht dafür, dass einfach mal Antibiotika verabreicht werden...es gibt sicherlich Alternativen und man kann die Wunde täglich beobachten, sollte plötzlich eine leichte Rötung feststellbar sein, ist es noch lange nicht zu spät um halt doch noch ein Antibiotikum einzunehmen. Wir vergessen oft, dass es sich um Verwandte der Wölfe handelt...wie oft verletzen sich Wölfe im Wald im Laufe ihres Lebens? So lange es keine all zu gravierende Verletzungen sind, sterben sie sicherlich nicht daran. Die meisten Wunden heilen von alleine wieder aus... -
In dem beschriebenen Fall hätte ich meinem Hund wohl das Antibiotika spritzen lassen. Immerhin ist die Pfote ständig im Dreck und auch ein gutes Immunsystem hat Grenzen. Wenn man selbst eine offene Wunde hat, versucht man ja auch möglichst Schmutz und Seife o. ä. raus zu halten.
Allerdings kann ich mir durchaus vorstellen, Medikamente beim Tierarzt zu verweigern. Je mehr mir bewusst wird, dass selbst im Gesundheitswesen oft Geld im Vordergrund steht, desto kritischer hinterfrage ich. Und wegen einem Zeckenbiss würde ich jetzt auch nicht unbedingt Antibiotika geben (lassen) - vorausgesetzt, der Hund ist sonst gesund und kein Risikopatient. Was das angeht habe ich aber Glück, meine TÄ versucht es i. d. R. erstmal mit homöpathischen Mitteln.
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Zitat
Hallo,
ich finde deine Entscheidung und Einstellung leichtsinnig.
Wäre es mein Hund gewesen, dann hätte er vorsorglich ein Antibiotikum bekommen.
Wenn du als Mensch eine offene Verletzung hast, kannst du dich vor Keimen besser schützen, als ein Hund, der mit seinen ungeschützen Pfoten permanent durch den Schmutz läuft.Du hast weder die Wunde gesehen, noch kennst du meinen Hund
Er reißt sich in seinen besten Zeiten alle paar Tage die Beine auf - ich könnte ihm ja sicherheitshalber ein AB-Depot verpassen lassen, so ähnlich wie eine Insulinpumpe, oder so 
Nein, im Ernst: Das war eine ca. 7mm breite, 8-9mm hohe und vielleicht 3mm tiefe Abschürfung des Ballens der oberhalb der Pfote am Vordermittelfuß hängt, den kann man zudem wunderbar verbinden. Routiniert wie er in der Selbstverstümmelung in dieser Form nun mal leider ist, ist er auch ans Verbunden-werden gewöhnt und geht an die Verbände nicht dran. Ich reinige die Wunden entweder mit Octenisept-Spray oder spüle mit Wasserstoffperoxid, dann kommt Betaisondonasalbe drauf und ein Verband drum. Ich kontrolliere beim täglichen Verbandswechsel die Schmerzempfindlichkeit und Temperatur der Stelle, um eine mögliche Entzündung festzustellen. Es war noch nie was. Es ist immer problemlos abgeheilt, und frag mich nicht wie oft das nun schon der Fall war, ich habe nicht mitgezählt.
Das letzte Mal aufgefetzt hat er sich diese Stelle nun vor etwas weniger als 4 Wochen, momentan läuft es also gut
Letztes Mal habe ich das sogar noch dokumentieren können, als es "frisch" war. Danach ging es dann sofort heim, sauberschneiden, spülen, verbinden. Glaub mir, ich bin alles andere als leichtsinnig, aber Ramses hat zuviel durch, um mal "eben so" ein AB zu bekommen, weil er einen Kratzer hat.
http://www.abload.de/img/0429tqh4.jpgAnderes Beispiel: eine Freundin war mit ihrer Hündin in einer anderen Stadt, dort hat die Hündin dann Durchfall bekommen. Sie ist ansonsten gesund und im mittleren Alter. Der dortige Tierarzt wollte auch gleich ein AB geben - die Besitzerin fragte auch hier "Warum?" Woraufhin die Antwort kam "Na vorsichtshalber."
Der Tierarzt hatte keine Ahnung was der Hund hat, aber immer rein damit. Das ist es, was ich nicht begreife. Und der "Otto-Normalhundehalter" vertraut dem weißgekleideten Menschen in den meisten Fällen leider bedingunglos, was beim einen die Taschen füllt, und beim anderen langsam an der Gesundheit frisst.Was Zeckenbisse angeht: Würde ich bei jedem Zeckenbiss der dick wird mit Ramses zum TA gehen, dann könnten wir uns dort ein Zimmer geben lassen. Ich pule von ca. März bis (dieses Jahr besonders krass) November täglich bis zu (in Höchstzeiten) 15 Zecken aus Ramses, und ich sammele schon während der Spaziergänge immer fleißig ab, was immer sich an Zeckenviechzeugs noch krabbelnd finden lässt.
Dass da mal der eine oder andere Kopf steckenbleibt, oder ein Biss mal dick wird lässt sich einfach nicht vermeiden. Das ist dann so, der Kopf eitert irgendwann raus, die Stelle schwillt irgendwann ab.Und bevor mir auch hier Leichtsinn vorgeworfen wird
: Ich versuche Ramses mit allen erdenklichen Mitteln vor den Biestern zu schützen, nichts hilft. Weder die Keulen, die er zudem absolut nicht verträgt, noch die unzähligen Hausmittelchen und alternativen Geheimtipps.
Sein Borreliosetiter ist niedrig, aber sollten irgendwann einmal entsprechende Beschwerden auftreten, wird das sofort wieder kontrolliert. -
Ist Ramses gegen Borreliose geimpft? Darf ich fragen warum? (wenn ja)
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Er wurde im Junghundealter einmal geimpft, weil er sein ganzen Leben schon Zeckenmagnet war und ist, und damals hatte ich weder Internet, noch Freunde oder Bekannte die mich hätten in der Richtung informieren können. Und der Tierarzt hat, ohne mich aufzuklären, geimpft. Leider.
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Bin auch der Meinung, dass Antibiotika viel zu leichtsinnig verabreicht wird.
Sowohl beim Mensch als auch beim Tier. Das Wundermittel für alles.
Und vorsorglich einfach so spritzen halte ich für verantwortungslos. Antibiotika zerstört auch gesunde Zellen und hat Auswirkungen auf das Immunsystem.
Mal davon abgesehen, haben wir heute schon ein großes Problem bezüglich Antibiotika Resistenzen, d.h. wenn wirklich Antibiotika benötigt wird, schlägt es nicht mehr an, da der Körper resistent reagiert.
Mal davon abgesehen, wo ist das Problem, wenn eine Wunde nicht von alleine abheilt und sich tatsächlich eine Infektion bildet erst dann Antibiotika zu verabreichen.
Ein gesunder Körper wird in den meisten Fällen selbst mit einer Entzündung fertig. -
Hallo,
unsere Hündin hatte letztes Jahr vermehrt Magen-Darmprobleme. Ein paar Wochen nach der Magen-Darmgeschichte hat sie sich dann an einer Glasscherbe den großen Ballen an einer der Hinterpfoten aufgeschlitzt. War schon eine ziemlich heftige Wunde, die auch genäht werden musste.
Die TA und ich haben uns gegen die Gabe von AB entschieden, weil sich der Magen-Darmtrakt gerade wieder regeneriert hatte.
Die Pfote wurde dick bandagiert. Zum Gassigehen gab´s Plastiktüte und Pfotenschutzschuh über den Verband, denn die Wunde durfte nicht nass werden. Täglicher Verbandswechsel war angesagt und dabei eben auch genaues inspizieren der Wunde.
Es ist alles ganz prima verheilt. Sogar recht schnell. AB war also nicht notwendig und in Zukunft wäge ich das sehr genau ab.Neben AB nervt es mich aber auch, dass die Tierärzte so schnell zu Cortison greifen, ohne den Ehrgeiz zu entwickeln die Ursache für so manches Problem herauszufinden. Als wenn Cortison das Allheilmittel wäre.
Es wundert mich aber auch, dass anscheinend so wenig Hundehalter beim Tierarzt nachfragen, was dem Hund da eigentlich verabreicht wird. Auch hier im DF liest man das immer wieder.
Ich hinterfrage inzwischen sehr genau, was der Tierarzt meinem Hund verordnen will und was gegen was hilft.
Ich meine, schließlich bezahle ich ja auch die Leistung des Tierarztes und die Medis. Da will ich schon wissen, was ich für mein Geld bekomme.Viele Grüße aus HH
Silke -
Ich geh zum Tierheilpraktiker....und wenn dann mal wirklich Antibiotika ran muss.....dann kann ich immer noch zum TA gehen.

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Antibiotika sind doch toll (für den Tierarzt) Für den medizinischen Laien hört es sich wichtig an, und der Arzt hat was zum abrechnen.
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