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Vegetarisch/Veganer Laberthread :-)

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      Ja, ich weiß, darum ging es mir nicht, nur um die Formulierung des Textes.

      Ansonsten bin ich auch nicht der Meinung, man darf nicht jammern, weil es irgendwo auf der Welt jemandem schlechter geht als mir selbst. Man leidet trotzdem unter gewissen Dingen, das tröstet einen auch nicht, dass es anderen schlechter geht. Auch wenn man sich immer mal wieder auf den Schirm rufen sollte, wie gut wir es wirklich haben. Das wird mir ganz oft bewusst, wenn ich in Enwicklungs/Schwellenländer im Urlaub bin.
      Betty | Dackel-Mix | * Oktober 2009
    • ruelpserle schrieb:

      Ich muss gestehen:Ja, bei "Luxusgütern" hält sich mein Mitleid in Grenzen. Und das obwohl ich mir selbst "Luxusgüter" leiste.

      Das es nicht sei darf, dass ein Gehalt nicht zum Leben reicht, steht auf einem völlig anderen Blatt. Aber auch da sind wir wieder bei Verteilungsgerechtigkeit. I
      Aber Luxusgüter gehören zu einem erfüllten und glücklichen Leben dazu. Ohne Luxusgüter existiert man nur. Und dabei werden natürlich Luxusgüter individuell definiert. Aber sie sollten eigentlich noch im Gehalt drin sein. Und ob jemand sich davon den neuesten Fernseher kauft, oder sich den dritten Hund leistet, oder teure Bio-Produkte kauft, ist eben eine Sache der eigenen Präferenzen und sollte meiner Meinung nach nicht "belächelt werden".*


      *In meinen Augen gibt es da natürlich auch Abgrenzungen. Jemand, der sich fünf Luxusreisen im Jahr gönnt und immer das neueste IPhone kauft, sich dann aber beschwert, dass ihm das Geld nicht reicht, würde ich auch belächeln, da das schon kein Luxus, sondern Überfluss ist. Aber jemand, der gerne einen Fernseher hätte, und den sich nicht leisten kann, sollte meiner Meinung nach auch das Recht auf "Beschwerde" haben.
      Candie, Border-Aussie-Mix *12.05.2016


      Die Abenteuer eines kleinen Hütehundes <3
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    • Ich habe vor 4 Jahren gezwungenermaßen für drei (?) Monate von 10-15 Euro pro Woche gelebt (die italienische Bürokratie hat es verhindert, dass ich meinen Job antreten konnte, wobei nicht klar war wie lange das dauern würde und ich bin pleite in diese Phase eingetreten).

      In der Zeit hatte ich zum Glück ein paar Läden in erreichbarer Nähe, die Obst/Gemüse sehr günstig verkauft haben, aber ich bin verdammt froh, mir jetzt Bio-Qualität leisten zu können und die Menge von frischen Lebensmitteln, die ich essen will. Das kostet in Italien einfach brutal viel.

      So eine Challenge würde für mich bedeuten, massive Einschnitte in der Qualität meiner Lebensmittel vornehmen zu müssen, daher sehe ich den Sinn dahinter nicht (für mich, am gegebenen Ort. Das es bei @ruelpserle zB ganz anders aussieht, ist mir klar).

      Im Übrigen war meine Ernährung in den drei Monaten nicht so sehr eintönig, dafür habe ich in den drei Monaten etwa 15kg abgenommen, was bei dem Anfangsgewicht deutliches Untergewicht bedeutet hat.

      Als Nebenbemerkung zu "von 30 Pfund kann man nicht leben":
      Hier in Italien, wie auch in Spanien und den meisten anderen Ländern gibt es keine Grundversorgung. Ist man aus der Arbeitslosenversorgung herausgefallen (nach xxx Monaten, egal wie lange man vorher gearbeitet hat) gibt es nichts. Also Null.
      In Spanien habe ich in einer WG gelebt, wo wir zu dritt von etwa 100 Euro im Monat für alles gelebt haben. Geht, aber fragt nicht wie. Trotzdem ist das Realität für viele Menschen.
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    • Monstertier schrieb:

      ruelpserle schrieb:

      Ich muss gestehen:Ja, bei "Luxusgütern" hält sich mein Mitleid in Grenzen. Und das obwohl ich mir selbst "Luxusgüter" leiste.

      Das es nicht sei darf, dass ein Gehalt nicht zum Leben reicht, steht auf einem völlig anderen Blatt. Aber auch da sind wir wieder bei Verteilungsgerechtigkeit. I
      Aber Luxusgüter gehören zu einem erfüllten und glücklichen Leben dazu. Ohne Luxusgüter existiert man nur. Und dabei werden natürlich Luxusgüter individuell definiert. Aber sie sollten eigentlich noch im Gehalt drin sein. Und ob jemand sich davon den neuesten Fernseher kauft, oder sich den dritten Hund leistet, oder teure Bio-Produkte kauft, ist eben eine Sache der eigenen Präferenzen und sollte meiner Meinung nach nicht "belächelt werden".*

      *In meinen Augen gibt es da natürlich auch Abgrenzungen. Jemand, der sich fünf Luxusreisen im Jahr gönnt und immer das neueste IPhone kauft, sich dann aber beschwert, dass ihm das Geld nicht reicht, würde ich auch belächeln, da das schon kein Luxus, sondern Überfluss ist. Aber jemand, der gerne einen Fernseher hätte, und den sich nicht leisten kann, sollte meiner Meinung nach auch das Recht auf "Beschwerde" haben.
      Nochmal: ich konsumsiere selber "Luxusgüter" - 2 davon gammeln gerade in 2 ihrer 4 Körbchen im Büro... :hust:
      Alles in allem gebe ich für meine beiden Viecher im Monat ca. 300,- € aus. Eine sehr gute Freundin von mir würde das nie machen wollen - sie fährt/fliegt statt dessen lieber 3-4 mal pro Jahr in den Urlaub. Das sind unterschiedliche Prioritäten, wie du festgestellt hast. Dennoch weiß sie, das sie mir nicht vorjammern muss, wenn der Urlaub in Kuba ja schon seeeehr teuer war. Genausowenig wie ich jammere, das meine Kohle am Ende des Monats knapp wird, so lange ich diese in die Fellis investiere. Denn die sind nun mal Luxus - Luxus der mir gut tut, aber Luxus!
      (Wobei ich meinen Luxus immer noch verträglicher finde, als Fernreisen mit dem Flugzeug. Oder um mal Hagen Rether zu zitieren: "Was macht man mit den Leuten, die über die Klimaerwärmung besorgt sind - und dann noch schnell auf die Malediven fliegen bevor es die nicht mehr gibt?". Aber das wäre ja wieder ein anderes Thema. ;) )

      Und sind wir doch mal ehrlich:
      Es geht doch meistens nicht um "Ich hätte überhaupt gern mal einen Fernseher" - sondern meist geht es doch um "Ich hätte gerne einen Fernseher der 3 cm schmaler und dafür 20 Zoll größer als der ist, den ich jetzt habe".

      Aber das führt schon wieder sehr vom eigentlichen Thema weg. Sorry!


      Gestern abend war ich essen und wir haben uns die Reste einpacken lassen:
      Statt Plastik und Alufolie gab es Pappkistchen. Fand ich generell super - bin mir nur nicht sicher, ob das wirklich so viel besser ist. :ka:
      Aber dann steht man ja immer irgendwie doof vor der Wahl:
      Essen wegschmeißen oder Umweltsünde mit heimnehmen. :muede:
      Brot kann schimmeln. Was kannst du?


      *Hoover & Lolek*
    • rinski schrieb:

      Als Nebenbemerkung zu "von 30 Pfund kann man nicht leben":
      Hier in Italien, wie auch in Spanien und den meisten anderen Ländern gibt es keine Grundversorgung. Ist man aus der Arbeitslosenversorgung herausgefallen (nach xxx Monaten, egal wie lange man vorher gearbeitet hat) gibt es nichts. Also Null.
      In Spanien habe ich in einer WG gelebt, wo wir zu dritt von etwa 100 Euro im Monat für alles gelebt haben. Geht, aber fragt nicht wie. Trotzdem ist das Realität für viele Menschen.
      Meine Bemerkung war "von 30 Pfund kann man keine Miete" zahlen, bei 30 Pfund ist das Thema Dach überm Kopf doch gar nicht vorhanden, wenn einem nicht jemand kostenlose Unterkunft gewährt.
      Nur aus Interesse, wie habt ihr denn von 100 € im Monat die Miete für die WG bezahlt?
      Betty | Dackel-Mix | * Oktober 2009
    • Lagurus schrieb:

      Nur aus Interesse, wie habt ihr denn von 100 € im Monat die Miete für die WG bezahlt?
      Wir haben für die Miete gearbeitet, also nichts bezahlt, dafür noch weniger "verdient"
      Zahlen mußten wir dafür für Gas und Holz für die "Heizung" (wobei wir das möglichst im Wald gesammelt haben.


      DjaGin schrieb:

      rinski schrieb:

      Das kostet in Italien einfach brutal viel.
      Oh echt?Ich wuerde gerne nach dem Master eine Zeit mit Rucksack durch Italien reisen und muesste dabei mit etwas angespartem auskommen.
      Kommt sicher auch darauf an, wo du dich bewegen willst. Ich wohne jetzt in Südtirol, vorher in der Lombardei und im Aostatal. "Hier" sind Lebensmittel brutal teuer, in der Lombardei vielleicht noch etwas weniger als in Südtirol, weil da mehr Mega-Supermärkte mit Sonderangeboten sind.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rinski ()

    • Lagurus schrieb:

      Man leidet trotzdem unter gewissen Dingen, das tröstet einen auch nicht, dass es anderen schlechter geht.
      Naja, also ich KANN einfach über manches nicht jammern, weil ich daran denken muss wie es anderen geht.
      Ich könnte auch vielen Luxus nicht genießen, weil ichs zu ungerecht fände, mir soetwas zu gönnen, während ein paar Häuser weiter eine alte Frau nicht genug Geld für ihre Heizung hat, oder ein Kind nicht genug um sich halbwegs normal fühlen zu können, oder eine alte Freundin um ihre Bremsen reparieren zu lassen, oder den Tierarzt zu bezahlen... Mal ganz zu schweigen von Tieren und Menschen die weiter weg leben!
      Manchmal gönn ich mir Luxus damit es mir gut genug geht um Freude am Leben zu haben. Ohne hab ichs auch schon probiert, aber es brannte mich aus. Nun hab ich meine "Grenzen" da erweitert.

      Ich schaue was ich brauche und wenn ich kann nehm ichs mir -auch wenns in anderer Augen etwas absurd unnötiges ist.
      Im Kleinen reichts, im Größeren tuts das eher nicht und oft verschenke ich viel und freu mich sehr daran! :applaus:

      So lange ich nicht so werde wie es hier in meinem seit vielen Jahren liebsten Kabarett Stück beschrieben wird, ists denke ich ok. ;)
      Ayuin -Hüter der Zeit-

      =)

      Wie viele Dispute hätten zu einer Randbemerkung zusammen gefasst werden können, wenn die Disputanten gewagt hätten, ihre Begriffe klar zu definieren. -Aristoteles-
    • Auch wenns echt weit weg vom Thema ist: Ich gönne mir den Luxus, den ich mag. Dafür habe ich studiert, jahrelang von der Hand in den Mund gelebt, anfangs für einen Hungerlohn geschuftet und mich nach und nach hochgearbeitet. Wenn ich mich jetzt entscheide, 2 Monate zu sparen um mir die neueste Playstation 4 mit Virtual Reality zu kaufen (nur als Beispiel für teures, eigentlich Luxuszeug, da das dann um die 1000 Euro wären) habe ich überhaupt kein schlechtes Gewissen. Das habe ich mir einfach verdient. Fertig.
      Durch das Mehr an Geld kann ich dann wiederum Bio-Lebensmittel kaufen, was ich bis vor ein paar Jahren nicht hätte machen können. Oder hochwertige FairTrade Kleidung oder was weiß ich.

      Ich muss aber auch sagen, dass ich überhaupt kein Jammerer bin. Weder zu "Hand-in-den-Mund-Zeiten" noch zu 47 Stunden arbeiten und nicht mal ausreichend für Miete und Essen haben. Das war eben so. Ich habe mich zwar mit Freunden über die Situation unterhalten, aber das Studium war meine Wahl, der Job war meine Wahl. Also stand mir jammern einfach nicht zu irgendwie. Fand ich zumindest. xD
      Wir sind auch dabei:

      Neues vom Stinketier ;)
    • Für Luxusgüter habe ich eigentlich nicht studiert. ;)
      Ich bewerte den Luxus der anderen nicht, da ja jeder andere "Dinge" als Luxus definiert.
      Allen sei ihre eigene Form gegönnt.
      Vielleicht käme ich auch mit der Hälfte meiner Gehirnleistungen über die Runden.
      Folglich ist es Luxus auch die restlichen Prozente zu nutzen. :D

      LG, Friederike

      "Vernunft, Vernunft hat keine Unterkunft, in der großen Koboldszunft.
      "
      Pumuckl




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