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Zweithund trotz Futterneid?

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    • Zweithund trotz Futterneid?

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      Hallo :D
      Ich habe einen 7 Jahre alten Australian Shepherd Rüden, der super gerne mit anderen Hunden spielt und sich mit so gut wie jedem Hund versteht. Da Moon so gut mit anderen Hunden klar kommt, möchte ich einen Zweithund holen. Denn wenn er einen Freund hat, dann möchte er ihn am liebsten immer bei sich und nur für sich haben. Ich habe da aber ein riesiges Problem. Er hat ganz schlimmen Futterneid. Meine Nachbarin hat einen Chihuahua-Dackel-Mischlingsrüden, sein absoluter Lieblingshund. Jetzt hat sie eine Schäferhund-Mischlingshündin als Pflegehund da. Mit der versteht er sich auch. Allerdings hab ich vor paar Wochen beiden einen Hühnerfuß hingeworfen. Moon hat es nicht mitbekommen. Als er allerdings an der Schnauze gerochen hat und gerochen hat, dass die beiden ein Leckerchen bekommen haben, was er auch gerne hätte, hat er nacheinander zweimal versucht den Pflegehund zu attackieren und einmal den kleinen. Ich habe jedesmal rechtzeitig reagiert, war aber trotzdem geschockt, weil ich das in den ganzen 7 Jahren nie gesehen habe. Zuhause sind die Hunde logischerweise nicht angeleint und ich würde sie in 2 verschiedenen Räumen füttern, trotzdem ist die Angst da, dass wenn er dann an der Schnauze des Zweithundes schnuppert, er diesen auch versucht zu attackieren. Mit Hündinnen versteht er sich besser, als mit Rüden, deshalb würde ich eine Golden Retriever Hündin kaufen.. Nicht erwachsen, sondern als Welpe. Ich habe mal gehört, es gibt eine Art Welpenschutz, könnte man es ihm somit dann abgewöhnen, dass ich mir nicht jedesmal nach dem füttern Sorgen machen muss?

      LG Denise
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    • Ganz pauschal ausgedrückt:

      mit entsprechendem Management und Aufmerksamkeit - durchaus auch auf Dauer - machbar.
      Lieber Gruß

      Ute mit
      Robin, Podenco-Mix, geb. 2007

      unvergessen Emmi, Paul und Nelly auf der Sternenwiese
      im Herzen Muggl-Mann, der jetzt bei seiner Leni :cuinlove: :herzen1: wohnt und Ex-Pflegeline Hilde
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    • Das mit dem Welpenschutz würde ich auch eher wieder vergessen!
      Ja, es gibt vereinzelt Hunde die bei Welpen eher freundlich und gemäßigt reagieren (wohl auch weil sie die noch nicht wirklich ernst nehmen), es gibt aber genauso eine ganze Menge Hunde die da überhaupt keinen Unterschied machen. Vor allem bei einer Ressourcenaggression (und dazu gehört Futterneid ja dazu) würde ich da nicht drauf setzen.

      Ich hab hier zwei Futteraggressive Hunde und einen Futteraggressiven und sau frechen Kater zusammen wohnen. Es geht auf jeden Fall, aber hier wird nach sehr strengen Regeln gelebt von denen wir auch nach Jahren nicht abweichen dürfen.

      Du solltest dir halt bewusst sein, dass du vieles managen musst und das du halt immer ein Auge drauf haben musst.

      Was mir noch auffällt :Du schreibst das dein Hund seinen "Hundefreund" am liebsten für sich hätte.. Heißt das, er verteidigt diesen dann auch?
    • Erstmal danke für die schnellen und hilfreichen Antworten. Kann man ihm das denn auch auf Dauer abgewöhnen mit einem speziellen Training o.ä. oder muss man einfach ein Auge drauf haben?

      Zu der Frage, ob er diesen verteidigen will, nein. Da habe ich mich falsch ausgedrückt. Wenn andere Hunde dazu kommen, hat er da absolut kein Problem mit. Er wird eben nur aggressiv, wenn es ums Futter geht.. Ich wiederum darf ihm sein Leckerchen wegnehmen, ihn dabei streicheln, ich darf sogar an seinen Napf, während er frisst.. Ich mache es nicht, weil ich ihn in Ruhe fressen lasse, ich habe es aber testweise mal gemacht und er hat nichts gemacht, deshalb kann ich nicht nachvollziehen, warum es dann bei einem Hund so ist.. Wahrscheinlich, weil er weiß, dass ich es nicht wirklich anrühren würde und über ihm stehe. Sorry, dass ich in dem Thema so unwissend bin, aber ich musste mich damit vorher nie auseinandersetzen.
    • Hat er wirklich nur auf den Geruch reagiert oder hatte der andere Hund doch noch etwas in der Schnauze ?

      Futterneid gab es hier bei meinen verschiedenen Hunden immer mal wieder, aber im eigenen Haushalt war das nie ein Problem. Am Anfang natürlich Management, aber später konnten die Hunde immer nebeneinander ohne Probleme fressen. Auch gemeinsames Leckerliesuchen war dann kein Problem mehr. Mit Fremdhunden war das etwas anderes, gerade bei meinem Rüden - da habe ich immer ein Auge drauf bzw vermeide das es zu Futterneid kommt.

      Könntest du denn den Hunden Leckerlies geben ohne das er aggressiv wird ? Ich meine Hunde sitzen vor dir und jeder bekommt ein kleines Stück Futter. Wenn auch das nicht geht würde ich vorerst auf einen Zweithund verzichten. Nicht weil es nicht möglich ist, sondern das wäre mir zu anstrengend. Und gerade Goldies sind auch bekannt für Futterneid ;)
      Liebe Grüße Jana und Wuffel
    • Denise5397 schrieb:

      Australian Shepherd Rüden
      Shepherds sind Ressourcenverteidiger, meiner Erfahrung nach stärker als andere Rassen.
      Ich hab zwei und hab bei der Fütterung immer ein Auge drauf.

      Denise5397 schrieb:

      Allerdings hab ich vor paar Wochen beiden einen Hühnerfuß hingeworfen.
      Und Moon nicht? Das war ein Fehler, weißt Du sicher.

      Füttern ist hier die einzige Situation, in der ich aufpasse, inzwischen eher lässig, aber ja, ich schau drauf. Leckerchen immer gleichberechtigt usw. Ich hab erlebt, wie es sonst werden kann.


      Denise5397 schrieb:

      Ich wiederum darf ihm sein Leckerchen wegnehmen, ihn dabei streicheln, ich darf sogar an seinen Napf, während er frisst..
      Kann ich auch, alles kein Ding. ich tue es ebensowenig.

      Aber untereinander, ja- schon aufpassen.
      Das ist ja nun keine große Anstrengung, wenn man es eben weiß, man kann ja trennen. So lange brauchen meine zum Fressen nie, dass es mir in der Zeit langweilig würde...
      :D
    • Bei uns gibt es beim Füttern klare Regeln: Jeder bleibt auf seiner Seite und es wird nicht gekuckt, was der andere im Napf hat.
      Ich stehe dabei und kontrolliere.
      (Füttern dauert ja nur Millisekunden bei uns... :ops: ) Wenn die Hündin fertig ist (sie ist immer früher fertig), muss sie auf ihrem Platz bleiben, bis der Rüde seine Schüssel klinisch rein geleckt hat. Dann tritt er vom Napf weg und die Hunde dürfen sich wieder frei bewegen. (Dann darf die Hündin bei uns auch kucken, ob er nicht was vergessen hat. Würde ich aber nur gestatten, wenn du sicher einschätzen kannst, dass das für beide Hunde ok ist.)
      Kauartikel gibt es nur unter Aufsicht, anfangs nur auf getrennen Plätzen. Mittlerweile können sie Hintern an Hintern liegen, aber die Köpfe müssen möglichst weit voneinander weg sein und es darf wieder nicht gekuckt werden, wie weit der andere ist. (Machen sie von selber, sieht echt witzig aus. Sie putzen sich dann und versuchen, ganz unauffällig zu schielen, ob der andere noch kaut - wenn ja, wird sofort der Kopf wieder weggedreht.) ich geb nur Kausachen, die sie in ein, zwei Minuten wegkauen können. Hat aber lange gedauert, bis das so entspannt war.
      Ganz ohne Regeln würde es nicht funktionieren. Rumliegen darf auch nix.
      Kleinigkeiten und Leckerli sind kein Problem.
      Alles, was „mit einem Haps im Mund“ ist, wird zwar nicht grad geteilt, aber ich kann es problemlos zuteilen. Klappt mittlerweile auch mit Fremdhund. Letztens sind meine Hündin und der Dackel gleichzeitig auf ein runtergefallenes Leckerchen losgestürmt und die Maus hat es - auf ein knappes „Nein“ liegen gelassen und sich hingesetzt, während der Dackel es gefressen hat. Wobei das mehr auf zunehmende Impulskontrolle als auf abnehmende Fressgier zurückzuführen ist.
      Leckerlis suchen klappt mit beiden.
      Ich kann sowohl zuweisen, wer suchen darf, als auch beide suchen lassen. Der erste kriegts halt. In der fest umrissenen Situation (mit Kommando „Such!“) ist das kein Problem.

      Letzten Endes musst du halt wirklich strenge Essensregeln einführen (und dich selber dran halten) und dich halt (mit Gefühl!) rantasten, was geht und was nicht.

      Gestern hab ich mich übrigens echt gefreut.
      Ich hab die Hühner gefüttert und die Maus hat mir - wie immer - zugesehen.
      Dadurch hat sie aber nicht mitbekommen, dass mein Mann zeitgleich das Hundefutter vorbereitet hat. (Das mach ich normalerweise danach.) Als der Bär bemerkt hat, dass die Maus noch draußen ist, ist er auf die Terrasse gelaufen, hat sie angewufft, auf sie gewartet und sie sind miteinander wieder zum Fressen rein. Dann allerdings wieder jeder auf seinen Platz und bloß nicht kucken. :lol: Sooo süß!!!!
      Das Hirn ist keine Seife. Es wird nicht weniger, wenn man es benutzt.

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    • Futterneid war meine größte Angst als wir Bonni holten. Ich muss aber sagen, es läuft prima. Beide bekommen in einem raum und sie stehen gar nicht weit voneinander entfernt Hintern an Hintern. Manchmal muss ich Ben noch erklären, dass sein Napf auf der anderen Seite steht, wenn er Bonnis Trockenfutter stibitzen will, aber mittlerweile bleibt da mittags auch mal bei beiden was über, das ist aber eher wohl der Hitze geschuldet. Abends bleibe ich einfach in der Nähe, je nachdem wer zuerst fertig ist, wird hinter dem anderen - mit gebürtigem Abstand- getippelt, nach dem Motto: mach hinne, ich will schauen ob es bei Dir was besseres gibt. Beide kontrollieren nach dem Fressen den Napf des anderen. :lol:
      Leckerlies in Form von Ochsenziemern oder ähnlichem bleibt hier durchaus auch liegen und wird dann munter getauscht.

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