Beißattacken, richtig auf Krawall aus, keine Angst!

  • Zitat

    großen Bogen machen, wenn sie auf mich reagiert (was sehr schwer ist in dieser Situation) loben, schnell umdrehen, schneller weiterlaufen -, doch seit ein paar Tagen klappt das gar nicht mehr. Erst wenn wir außer Sichtweite sind. Und selbst da dreht sie sich ständig um und „lauert“ richtig, ob der andere Hund hinterherkommt.


    hallo,

    ich glaube nicht, dass dein hund keine angst hat. mir kommt sie unsicher vor. vielleicht hat sie schlechte erfahrungen hinter sich und will sich schützen. das ständing nach hinten umdrehen kenne ich von meinem hund.

    du solltest ein schau mit ihr erarbeiten, dass sie sich auf dich konzentrieren kann. wenn dein hund so reagieren muß, dann bist du zu eng an dem anderen hund dran. übe erst mal mit einem weiteren abstand.

    Zitat

    Mittlerweile sind es wirklich entspannte Ausflüge, bis wir auf andere Hunde treffen. Bzw. diese noch bis zu 50 m entfernt sind. Da hilft dann auch kein ablenken, Leckerchen oder sonstiges. Sie stellt das Fell, wird steif, knurrt tief, zerrt an der Leine und fängt kurz darauf noch an wie eine Wilde zu bellen.

    wenn sie so reagiert, ist der abstand nicht groß genug.

    die trainerin, die cazcarra dir genannt hat, ist eine sehr nette, sie wird dir sicher helfen können.
    es lohnt sich, sich mal mit ihr zu treffen.

    gruß marion

  • Mhmm, aufgrund diverser Narben an ihren Beinen tendiere ich dazu, dass sie im Zwinger einiges "erkämpfen" musste.
    Zu Menschen ist sie absolut freundlich, wedelt wie verrückt mit dem ganzen Hinterteil, will immer hin und ihre Aufmerksamkeit event. auch Streicheleinheiten. Die Rute ist oben. Oder oberhalb der Mitte.

    Nun, zu den Beißattacken kann ich nur sagen, ich weiß wie ängstliches Beißverhalten ist. Das hat meine frühere Hündin teilweise gehabt, bei einigen bestimmten Hunden. Sowas gibt es ja öfters, das zwei sich einfach nicht leiden können.
    Klar ist sie in manchen Situationen ängstlich, sie kennt so gut wie nix. Mit Autos klappt es immer besser, auch mit Radfahrern. Traktoren sind sehr interessant, leider fahren die hier wie die Berserker, d.h. ich nehme sie kurz, gehe auf den Seitenstreifen und versuche ihre Aufmerksamkeit zu erhalten, nüscht. Erst wenn der Trecker so ca. 20 m entfernt ist, dann bin ich wieder interessant. Da helfen keine Leckerchen, wenn sie mich dann wieder wahrnimmt.

    Sprich, sie ist nicht gerade ängstlich - oder aber sie ist ängstlich (wobei sie die Rute hoch erhoben hat, bzw. auf Mitte, nicht einklemmt oder nach unten zeigt) bei Hunde-Begegnungen, zumindest nicht auf Entfernung und auch nicht in 2m-Abstand, wenn man doch aneinander vorbeigehen muss, weil es keine Ausweichmöglichkeit gibt.
    Sie stellt sich ins Geschirr, Versuche meinerseits, sie am Geschirr zu packen haben bislang gescheitert, weil sie nach hinten schnappt, also nach mir. Genau wie beim Leine kurzhalten, da sind dann meine Beine "im Weg" und sie hat mich schon in den Oberschenkel gebissen, weil sie wie eine Verrückte zwischen und durch meine Beine wandte, um an den anderen Hund heranzukommen, ich aber die Leine kurz hielt.

    Dieses "Sichten" - also die 50 m Entfernung - nun, es gibt nur 2 Wege zu mir nach Hause und da fängt das bei ihr schon an, egal ob da ein Hund ist oder nicht. Ich drehe dann um, versuche ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, auf diese Entfernung klappt das auch teilweise schon, doch dann gehen wir wieder Richtung Heimat und das Gleiche von vorne. Doch wir müssen ja schließlich wieder nach Hause.

    Event. ist auch die Bindung zu ihr noch nicht fest genug, doch wie schaffe ich wiederum dies? Wie geschrieben, wenn wir alleine sind, dann kommt sie, ist mit Leckerchen zu locken, wir drehen auch öfters auf dem Weg um, laufen wieder zurück, dann wieder in die andere Richtung.
    Sie ist furchtbar schnell abzulenken, von diversen Düften - da bin ich dann auch außen vor - und eben von in Entfernung laufenden Hunden/Reitern. An diesem "außen-vor" arbeite ich gerade, laufe dann in die andere Richtung, entferne mich von ihr, sobald sie merkt, dass ich weg bin, kommt sie hinterher, das kann aber manchmal auch etwas dauern.
    Zeigen, dass ich das Sagen habe, mhmm.... an der Leine, kein Problem, solange kein anderer da ist. Auch beim ins-Auto-steigen habe ich jetzt härter durchgegriffen, geht nicht anders, beim Alleinebleiben hat sie mir derletzt die Küche auseinandergenommen, ich habe ihr nur die Wohnküche gelassen. Ansonsten war sie still, kein Gebelle, kein Jammern. Nur alles durcheinander, Kaffeemaschine runtergezogen, wie sie da rangekommen ist keine Ahnung, Rollwagen auseinandergenommen etc.


    Ja Geduld. Daran hapert es manchmal bei mir, wenn ich unter Druck stehe, weil irgendetwas anderes nicht klappt und/oder es mir nicht so gut geht.
    Ich arbeite daran. Das sie nicht sofort aufs Wort hört, ist ja klar, sie und ich müssen uns besser kennenlernen und sowas kann seine Zeit dauern. Nur sie braucht ja Auslauf und mein Garten ist zu klein dafür und auch nicht eingezäunt.

    Vor einigen Tagen waren wir Nachts nochmal im Garten - vor dem Schlafengehen - und irgendwie schafft es der Nachbarshund - ein Rüde - immer irgendwie da rein zu kommen (seine HHs interessiert das wenig, wo der rumstromert *seufz*), und es war ihre die erste Reaktion, dass sie sich zu mir drückte anfangs, dann ließ sie sich von ihm beschnuppern und dann wollte sie das Spielen anfangen. Kein Gebelle, kein Geknurre, nichts. Er bedrängte sie ziemlich zuerst, dann ließ er von ihr ab und sie wollte hinterher. Der Gang zu meinem Gartenstück ist ca. 60 cm breit, d.h. ein Ausweichen war da nicht möglich.

    Ich habe mir die vorgeschlagene Seite angeschaut und festgestellt, dass sie mit ähnliche Techniken wie meine Hundetrainerin arbeitet.
    Also mache ich erstmal weiter mit den Bögen, werde mal dieses "schau" versuchen, und hoffen, dass ich es schaffe in diesen Situationen die Leine nur mit einer Hand halten zu können. Sie ist ziemlich kräftig. Weiterhin umdrehen und irgendwie ihre Aufmerksamkeit bekommen. Diese Abstände, dass sie mich wahrnimmt, bis sie sich wieder umdreht und ins Geschirr stellt sind so kurz, dass ein Loben für die Aufmerksamkeit auf mich nicht klappt. In dem Moment, wo ich den Mund aufmache, dreht sie sich schon wieder um und keift.

    Danke euch erstmal.


    VG Gorgrael

  • Kann es sein, dass der Hund Dich vielleicht schützen will und keinen anderen um Dich herum duldet? Wenn Du denn die Leine mal jemand anderen übergibst und Dich dann von ihm entfernst, wenn er wieder so rumkläfft, was passiert denn dann?

  • Erstmal jemand anderen finden. Ich lebe alleine und erziehe sie auch alleine. Kann höchstens mal meinen Nachbarn fragen, ob er mal Zeit hat und das mit mir macht. Dessen Hund mag sie ja, daher war ja mein Gedanke an einen Leithund.

    Beschützt sie mich :???: Eher nicht. Sie stellt sich zwar vor bzw. neben mich, allerdings nur um das andere Tier besser zu sehen und anzubellen. Ich bin da Nebensache. Bei dieser einen Hündin kroch sie kurzzeitig sogar hinter meine Beine (als diese quasi zurückschlug) und streckte nur den Kopf vor, um sie auszubellen und anzuknurren. Merkwürdigerweise reagierte sie auf den HH wie ausgewechselt und wollte ständig zu ihm. Ich war da echt passé.

    Das war anfangs schon mein Gedanke, daher versuche ich ja ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, doch wie geschrieben, ich interessiere nicht, mein Locken interessiert nicht, mein Weglaufen mit ihr an der Leine interessiert nicht. Bis der andere Hund nimmer zu sehen ist und darüber hinaus.
    Sind wir auf dem Rückweg spannt sie sich ab einer gewissen Stelle an. Bei freier Sicht (also wenn da nix ist), lässt sie sich sogar ablenken, allerdings immer mit dem Blick in die Ferne.

  • Wenn das so extrem ist würde ich mal eine Einzelstunde bei einem Hundetrainer nehmen, der dann auch mal nach Hause kommt, und der vielleicht mal auf Deinem normalen Gassiweg mit kommt und sich ein Bild davon machen kann.

  • Hallo Gorgrael,

    Ich hab gelesen, das Dein hund 10 monate alt ist...ist sie kastriert?...oder steht sie kurz vor der ersten Läufigkeit?

    bei meiner Hündin hat das genau in diesem Alter auch angefangen...und genau so extrem wie bei Dir, deshalb kann ich gut nachempfinden wie Du Dich fühlst :sad2:

    Hast Du mal darauf geachtet, WO sie sehr extrem reagiert?
    Bei uns war es im Umkreis von sagen wir mal 500 Meter rundherum der eigenen Wohnung...
    ... vielleicht entwickelt sie gerade auch ein teritorales Verhalten ( meistens so um den ersten Geburtstag herum.

    ...ob sie ängstlich ist oder nicht kann ich auch nicht beurteilen, aber ich dachte zunächst auch es wäre "nur" ängstlichkeit...heute kann ich sagen, es ist Prollerei...

    Die Beschriebene Hibbeligkeit und Ablenkbarkeit ist bei meinen Hund genauso...
    Allgemein kann man sagen, das das von Dir beschriebene Verhalten sehr viel mit dem Alter zu tun hat, aber Du mußt Dich auch damit abfinden, das ein gewisser Charakterzug bleiben wird...das heißt auch das Du dieses Verhalten nicht dulden darfst.

    ich persönlich würde erstmal den Druck beim täglichen Gassigang rausnehmen indem Du Dir Zeiten aussuchst, wo weniger Hunde unterwegs sind oder in Gebiete ausweichst, die etwas fremder und Reizärmer sind...ich würde mich erstmal auf die Beziehung zu Hause konzentrieren, denn ich vermute, das Dein Hund in der kurzen Zeit noch kein Grundvertrauen aufgebaut hat(kann sie in der kurzen zeit auch gar nicht)... und dann ganz von vorne anfangen, denn Deine innere Spannung unterstützt diesen "Werdegang".

    Was mir zu denken gibt, ist das Schnappen nach Dir...das zeigt das sie absolut überfordert ist mit der Situation draussen.

    Wenn Du den Hund schon länger hättest würde ich Dir raten, einfach richtig durchzugreifen, aber ich glaube das wäre im Moment kontraproduktiv...ich vermute aus diesem Grund wird Deine Trainerin auch nicht mehr" verordnen" als Bögen laufen.

    ...also mein Tip wäre:
    -kurze Gassigänge
    -zu Hause einleben lassen ...klare Regeln geben.
    -Geduld, Geduld
    -wenn Du eine Hundebegnung nicht vermeiden kannst, und es kommt zu Ausrastern...keine Beachtung schenken...weiterschleifen.
    -grundsätzlich den Hund kurz halten, so das sie neben Dir gehen MUß


    Ich habe gelesen das Du Reuma hast...kannst Du sie deshalb nicht wegziehen?...und was heißt Du kannst sie nicht kurz halten?

  • hey, ich hab auch einen südhund...die meisten von ihnen haben wirklich größere sozialisationsprobleme, als man immer glaubt. ich glaube auch nicht, dass deine hündin nicht ängstlich ist. wenn sie wirklich auf konfrontation aus wäre, würde sie sich dem anderen hund nicht unterwerfen und dann mit ihm spielen, sondern es würde zum beschädigungskampf werden.
    übrigens finde ich den vorschlag es nachbarns überhaupt nicht gut. dein hund muss lernen, dass du die dinge regelst, nicht sie.
    solche hunde verlangen viel mehr sicherheit und führungsqualiäten vom hundeführer ab, als so mancher hund hier. und dehalb hab ich ein paar fragen:

    wie sieht denn euer tagesablauf aus?
    von wem gehen die aktivitäten aus (spielen, streicheln etc.)?
    gibt es feste gassi-/fütterungszeiten?
    wie reagiert sie, wenn du den raum verlässt?
    was ist sie für eine mischung (vielleicht kannst du mal ein bild reinstellen)?
    habt ihr bestimmte hausregeln?
    kennt sie ein "nein"?
    wie habt ihr das aufgebaut?

    lg marika

  • es kann natürlich an der Sozialisierung liegen...aber ich würde dieser Tatsache nicht ganz soviel Beachtung schenken...man hat dabei immer eine "Ausrede" im Kopf...genauso mit der Tatsache, das Dein Hund im Zwinger gebissen wurde und ein "Trauma" hat...kann, muß aber nicht sein

    Meine Hündin hat eigentlich nie eine schlechte Erfahrung gemacht und war im Welpen-und Junghundalter immer SEHR sozial...das änderte sich im besagten Alter und ich hatte an der Leine eine "Bestie"...es lag alleine an meiner Führung...
    Im Freilauf gab es bisher noch nie Probleme, aber ich muß sagen, sie ist erst 18 Monate alt und das kann sich mit dem alter auch wieder ändern, denn Hündinnen sind dafür bekannt, das sie sich mal extremst "in die Haare kriegen"( um das mal vornehm auszudrücken :D )

  • Sooo... Viele Fragen.

    Sie ist kastriert, um die 10 Monate rum, genau kann man das nicht sagen, weil die Daten aus Griechenland ungenau sind, mein TA schätzt sie zwischen 8 und 10 Monaten. Sie scheint kurz vor der Läufigkeit kastriert worden zu sein, da die Scham geschwollen ist. Ob das weg geht, weiß ich nicht.
    Ein Labrador-Dackel-sonstwas-Mix. Labbi sieht man sehr gut, den Dackel wissen wir vom Aussehen ihrer Brüder, die noch nicht vermittelt sind.

    Sie reagiert vorallem so extrem, wenn wir auf dem Nachhauseweg sind, so knapp 100 - 200 m bevor wir in unsere Straße einbiegen, also da wird sie ganz aufmerksam und ist kaum abzulenken. Wenn sie dann etwas sieht, stellt sie das Fell und knurrt, wenn da wirklich was ist, bellt sie auch stellt sich ins Geschirr, etc.

    Wir laufen schon zu Zeiten, wo ich mir relativ sicher bin, dass keine anderen HHs unterwegs sind. So in etwa weiß ich das von meiner früheren Hündin noch.
    Andere ruhige Gebiete mache ich so nach und nach. Es ist halt auch ein Kampf, sie ins Auto zu bekommen.

    Das mit dem Grundvertrauen denke ich auch, das wird wohl auch noch dauern, ich hoffe nur, dass ich das richtig mache. Daheim reagiert sie schon fast immer auf mich. Wir üben Platz, Hundeplatz, Sitz, zu mir etc. Das klappt wirklich gut für die kurze Zeit. Auch das Alleinsein.

    Sie schläft auch viel, ist für das Alter wohl normal, wobei meine frühere Hündin viel hibbeliger war und ständig spielen wollte. Sie jetzt gar nicht. Sie weiß nicht, was Spielzeug ist, nach knapp 2 Minuten mag sie nimmer, ich versuche es weiter. Auch eben mit Üben, damit sie die Kopfarbeit dafür hat. Ball findet sie doof, auch die sog. Futterbälle, wo sie ja etwas tun muss, um an das Leckerchen zu kommen. Ich dachte jetzt an dieses Hütchenspiel aus Holz.

    Sie weiterschleifen, ja das mache ich ja, denn stehenbleiben macht keinen Sinn, da rastet sie noch mehr aus. Auf die Ferne drehe ich um, mache Bögen in die Felder, in der Nähe und ohne Ausweichmöglichkeit halte ich sie rechts von mir, drücke sie weiter nach rechts, damit sie mich nicht erwischt.

    Wg. dem Rheuma, ja es gibt Tage, da kann ich sie kaum halten, weil meine Finger/Hände geschwollen sind. Im Voraus kann ich das nie sagen, kommt auf das Wetter und die Begebenheiten an. Ist ein Schub da, dann hält das einige Tage an. Dann brauche ich beide Hände, um die Leine zu halten. Manchmal habe ich nicht genug Standkraft in den Beinen.

    Kurz halten: An der Leine so nah wie möglich an der Seite, ich zwischen den Hunden - meist der andere HH auch -, ich muss nur aufpassen, dass ich nicht auf sie trete, wenn sie vorprescht, bzw. sich ins Geschirr/Leine stellt. Zu kurz schaff ich nicht - also ans Geschirr fassen -, da schnappt sie nach mir, bzw. der Leine und je nach Kürze sind eben meine Hände drin. Es kam auch schon vor, dass sie einen Salto machte an der Leine, weil mir die Leine durchrutschte, einmal - mit der Trainerin - schaffte sie es sogar, sich aus dem Geschirr zu winden.

    Ich denke nicht, dass sie das absichtlich macht, sie will weg von der Leine, raus aus dem Geschirr und auf den anderen Hund zu.

    Tagesablauf:
    Nach dem Aufstehen ziehe ich mich an, gehe mit ihr in den Garten.
    Dann bekommt sie einen Knochen zur Ablenkung, damit sie nicht auf irgendwelchen anderen Sachen rumkaut, zerstört (den Tipp hab ich hier aus dem Forum), das klappt sehr gut. Auch dass sie nur im gleichen Zimmer sein darf wie ich, die anderen Zimmer sind da tabu.
    Die Aktivitäten gehen meist von mir aus.
    Zwischendrin - also wenn sie am Knochen nagt - übe ich schon ein bischen mit ihr, Leckerchen, Sitz, Platz, Hundeplatz.
    Je nach Schmerzen bei mir etwas länger oder kürzer.
    Morgens kann ich mich schlecht bewegen, daher auch der Knochen als Ablenkung. Damit beschäftigt sie sich lange Zeit. Manchmal kommt sie kurz zu mir, etwas streicheln (bin froh, wenn sie sich anfassen läßt, das klappt auch nicht immer, sie weicht dann vor mir zurück).

    Sie kennt "Nein", sie kennt auch "Pfui" und "Aus", wenn wir etwas spielen, also wenn sie sich dann doch etwas mit dem Spielzeug beschäftigt nach meiner Animation dazu. Aber wie gesagt, nicht lange.

    Noch geht sie mir überall hin hinterher, sofern ich nicht die Türe zwischen uns schließe.
    Ich mache die Ignorier-Übungen, indem ich teilweise eine Stunde lang zwischen den Zimmern hin und her tigere, sie dabei ignoriere. Manchmal gehe ich dabei auch vor die Türe, ich habe ab und an den Schlüssel in der Hand, ziehe meine Jacke an/aus etc. Bislang nützte es nur soviel, dass sie im vorherigen Zimmer bleibt, mir kurze Zeit dann später nachläuft. Also hier noch keine großen Erfolge, doch das erfordert Geduld.
    Manchmal weicht sie von mir zurück, wenn ich ihr Geschirr oder Halsband anlegen oder gar die Leine. Nicht immer, aber manchmal.

    Es gibt feste Fütterungszeiten: Vormittags gehen wir eine größere Runde spazieren, danach die erste Mahlzeit. Ca. 4 Std. später eine große Runde, alle Runden mit Übungen, wie Sitz, Platz, zu mir, etc. Ist nix zu sehen, lasse ich sie auch mal von der Leine, damit sie etwas toben kann, sie kommt auf Zuruf, nimmt Leckerchen dann an, lässt sich wieder gut anleinen.
    Am Abend nochmal eine kleine Runde - das ist die gefährlichste Zeit anderen HHs zu begegnen - danach nochmal Futter. Ca. gegen 0:30 Uhr ein letztes Mal in den Garten.
    Wenn sie sich zwischendrin meldet, gehen wir kurz um die Ecke auf die Felder, dann aber wieder zurück. Sie ist seit dem 2. Tag stubenrein.

    Sie schläft viel, lässt mich auch in Ruhe, wenn ich sie trotz ihrer Aufforderung nicht beachte, wenig später animiere ich sie dann etwas. Zwischendrin Streicheleinheiten, da bin ich nicht so konsequent, da ich wirklich froh bin, wenn sie sich von mir anfassen lässt.
    Sie fühlt sich wohl bei mir *denk*, oft liegt sie auf dem Rücken, abends an mich geschmiegt - außer ich gebe ihr irgendwelche Mittel bspw. gegen Zecken etc - dann verschwindet sie für Stunden in ihren Korb im SZ. Nur wenn ich mich bewege schaut sie kurz um die Ecke, verzieht sich dann aber wieder.

    Die Übungen gibt es mit viel Leckerchen. Von Anfang an, auch weil ich ja ihr Vertrauen aufbauen muss.
    Wenn ich autofahren muss, muss sie in den Kofferraum, dazu muss ich sie reinheben, auch hier weicht sie vor mir zurück, sitzt dabei aber. Auch hier versuchte sie schon nach mir zu schnappen, vorallem wenn ich mit einer Hand unter sie greife, um sie hochheben zu können. Jetzt packe ich sie oben am Geschirr richtig hoch und greife dann erst drunter. Nur am Geschirr hochheben geht nicht, dazu ist sie zu schwer, die Leine halte ich dabei nahe am Geschirr.

    Von dem deutschen Vermittler habe ich vorgestern erfahren, dass sie wohl als Zicke in Griechenland "verschrien" war, das stand natürlich nicht dabei, sondern sozialverträglich... haha... Nunja, Südländer und gerade Zwingerhunde sind nicht einfach, das wusste ich ja. Eine gewisse Sozialverträglichkeit wäre aber schon gut.
    Meine 1. Hündin war die ersten Monate im Welpenalter auch im Zwinger, sie verhielt sich nicht so. Dabei war ihr Mitbewohner ein älterer Schäferhund, sie musste um das Fressen kämpfe, was auch später noch zu extremem Schlingen des Futters weiterbestand.

    Äh ja... Hab ich was vergessen?

    Wir gehen jetzt gleich auf den größeren Gang. Werde später nochmal reinschaun.


    VG G.

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