Beiträge von tinybutmighty

    Über den Border Collie kann dir flying-paws einiges berichten.

    Meine Hauptfrage wäre erstmal: Warum genau ein Border Collie? Warum einen hochspezialisierten Hütehund? Welche Pläne hast du mit dem Hund, an Schafen arbeiten möchtest du scheinbar eher nicht?

    Wahr ist jedenfalls, dass beim Border Collie der Grat zwischen Unter- und Überforderung sehr schmal ist und das selbst für erfahrene Halter eine Herausforderung sein kann. Aufgrund der enormen Reizoffenheit eignen sich viele Border Collies auch kaum für Menschen, die möglichst viel mit dem Hund unternehmen und ihn als ständigen Alltagsbegleiter an ihrer Seite haben möchten.

    Hoopers-Run, 24.05.2020

    Auch beim Hoopers waren wir heute wieder die üblichen Verdächtigen. Diesmal wurde nicht direkt ein Parcours bzw. eine Sequenz geübt, sondern wir übten erstmal ganz isoliert das Voranschicken. Ich liebe "Detailarbeit" ja und habe mich darum sehr darüber gefreut.

    Es wurden drei bis vier Hoops in gerader Linie hintereinander aufgestellt. Man selbst stand vor dem ersten Hoop, den Hund neben sich. Irgendwo hinter dem zweiten, dritten und schließlich vierten Hoop stellte die Trainerin für den Hund gut sichtbar einen Napf hin, in den sie Leckerlis legte. Wir sollten dann den Hund mit "Hoop - Voran - Hoop - Voran" vorausschicken und wenn der Hund an den Napf kam, auch direkt unser Markerwort sagen.

    Als dieser erste Schritt gut klappte und die Hunde wirklich nach vorn orientiert arbeiteten, wurde der Napf entfernt und die am Rand stehende Trainerin warf das Leckerli erst, wenn der Hund die gewünschte Distanz mittels "Voran"-Kommando vom Besitzer gemeistert hatte.

    Rex fiel diese Übung recht leicht, da er ohnehin relativ gut auf Distanz arbeiten kann. Am schwierigsten war die Übung für die zweite Chi-Hündin im Kurs, da sie sehr an der Besitzerin klebt und sich sehr stark an dieser orientiert, sich umorientiert und bei uns meist auch kürzere Distanzen arbeitet als die anderen Hunde. Aber selbst sie machte für ihre Verhältnisse wirklich schön mit :)

    Danach wurde dann ein relativ einfacher Parcours (bzw. eigentlich nur eine Sequenz) gestellt, zu deren Ende man das "Voran"-Kommando gleich an einem bzw. zwei Hoops anwenden sollte. Ich habe ja schon mal erwähtn, dass Rex beim Hoopern extrem schnell ist, und das war in der heutigen Sequenz dann auch wirklich eine Herausforderung für mich, die Geräte bzw. Kommandos rechtzeitig anzusagen, denn wenn ich zu langsam bin, entscheidet Rex gerne selber, wie er weiterlaufen möchte :b An meiner Körpersprache beim "Voran" musste ich dann auch nochmal arbeiten, weil Rex anfangs irritiert war - aber am Ende klappte es dann gut, worauf ich natürlich sehr stolz bin =)

    Rex war danach übrigens vollkommen platt, weil er so viel mitdenken musste.

    @Turbofussel Na dann hoffe ich, du berichtest auch hier vom Longiertraining :) Aber warum brauchst du eine halbe Stunde für den Aufbau?


    Heute waren wir wieder beim Longieren. Anwesend waren auch wieder alle üblichen Kursteilnehmer.

    Aufgebaut waren zwei Kreise: einer ganz klassisch mit Flatterband als visuelle Abtrennung, der zweite Kreis bestand dann nur noch aus Pylonen und auf den Boden liegenden Stangen, dazwischen waren immer wieder Leerräume.

    Im ersten Durchgang longierte ich Jassi zunächst an dem ganz normalen Kreis und sollte je nach Lust und Laune Kommandos wie Sitz und Platz oder auch den kleinen Tunnel einbauen, den Jassi aber sowieso heiß und innig liebt und den sie darum gerne "mitnimmt", auch wenn ich es nicht explizit anweise ;)

    Danach machten wir uns dann an den neuen Longierkreis. Zunächst sollte ich Jassi nur hinter eine der Pylonen außerhalb des Kreises absetzen und sie bis zur nächsten Pylone longieren - also quasi wirklich Mini-Sequenzen, damit sie den Kreis auch als Longierkreis wahrnimmt. Das klappte so gut, dass wir schon bald den ganzen Kreis longieren konnten. Nur zwei Mal lief Jassi versehentlich in den Kreis, das war aber ohnehin vor allem meiner unklaren Führung geschuldet.

    Wir übten dann, dass ich sie den ganzen unteren Kreis longieren kann, und dabei möglichst am oberen Kreisrand bleibe und dann, dass ich mich rückwärts gehend aus dem unteren Kreis bewegen kann und in der Mitte zwischen den beiden Longierkreisen stehenbleiben kann, um einen Achter-Wechsel zu machen bzw. sie von meiner Position aus auch um beide Kreise herum longieren kann. Jassi hat diese Herausforderung so, so toll gemeistert! Ich finde es immer wieder faszinierend, wie gut sie auch auf Distanz zu mir beim Longieren arbeiten kann - und sie sieht noch dazu natürlich oberniedlich aus mit den schlackernden Ohren und ihrer lustigen Flitze-Art <3

    Ich habe nun "Zwei Handvoll Leben" von Katharina Fuchs beendet. Das Buch beruht auf den Lebensgeschichten ihrer Großmütter, welche die Autorin in Romanform verarbeitet hat.

    Anna wächst im Spreewald in bescheidenen Verhältnissen auf. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Erich geht sie durch dick und dünn. Das Leben beider verändert sich durch den Ersten Weltkrieg, Erich muss in den Krieg, Anna wird nach dessen Ende nach Berlin geschickt, wo Hunger und Arbeitslosigkeit herrschen. Doch die gelernte junge Schneiderin hat Glück, ergattert eine Stelle im KaDeWe und kann sich ein eigenes Leben aufbauen.

    Charlotte indess wächst auf dem Hofgut Feltin auf, beherrscht von ihrem dominanten und geschäftstüchtigen Vater Richard. Doch die Nöte des Krieges machen auch vor Feltin nicht Halt. Charlotte verliebt sich in den jungen Notar Leo, doch dieser macht ausgerechnet ihrer Cousine schöne Augen...

    Beiden Frauen gemeinsam ist eine uglückliche, unerfüllte Liebe, die sie über Jahrzehnte hinweg formt und prägt. Dennoch gehen beide, wie für die damlige Zeit üblich, Ehen ein, bekommen Kinder.

    Sehr gut dargestellt ist in dem Buch der damalige Zeitgeist und der erschreckende gesellschaftliche Wandel durch den aufkeimenden Nationalsozialismus. So erkennt Anna schließlich ihren eigenen Ehemann kaum wieder, als dieser beginnt, die Naziparolen nachzuplappern. Auch die Skrupellosigkeit ihrer besten Freundin, die das NS-Regime für ihre eigenen Zwecke nutzt und Annas Skepsis nicht verstehen kann, belasten sie.

    Ich hatte ja zunächst Bedenken, bei dem Buch würde es sich eher um eine seichte Liebesgeschichte handeln, aber dem ist nicht der Fall. Ohne Kitsch erzählt Fuchs die Lebensgeschichten zweier ganz normaler und doch außergewöhnlicher Frauen, die die beiden Weltkriege und ihre verheerenden Folgen am eigenen Leib miterleben. Es ist ein interessantes, realistisches und zuweilen sehr ernüchterndes Portrait der damaligen Zeit - ein empfehlenswerter historischer Roman.

    Dankeschön :) Ja, ich habe zu dem Seminar wohl auch um die 2 Stunden Anfahrtsweg und noch dazu öffentlich, weil ich ja kein Auto habe :lol:

    DogDance wird hier auch kaum angeboten, zumindest direkt hier in Wien kenne ich eine einzige HuSchu, die es anbietet, aber deren Philosophie mag ich nicht so...

    Ich denke aber auch, dass wir viel Spaß haben werden, der Chi hat ja eigentlich an fast allem Freude :)