Beiträge von tinybutmighty

    Hier mutiert Jasmin regelmäßig zum kleinen Terrortierchen, wenn sie mich für sich haben möchte und Rex dazukommt, vor allem auf meinem Bett. Ich ermahne sie dann verbal und schiebe sie auch mal zur Seite. Ein richtig gepfefferter Anpfiff ist schwierig, da würde sie dann sofort beschwichtigend auf dem Boden rumkriechen und sich ängstlich wo verstecken, da sie an und für sich ja wirklich eher ein totales Sensibelchen ist.

    Ich muss aber dazu sagen, dass Rex sich von ihr null einschüchtern lässt. Ich habe den Eindruck, er nimmt ihr Getue so was von nicht ernst, dass es ihm darum einfach zu blöd ist, auch nur zu grummeln. Und de Chi ist sehe souverän und kann durchaus Ansagen machen.

    Tendenziell ist Rex aber auch einfach geduldiger mit Hündinnen als mit Rüden. Bei Hündinnen ist er meist ein Gentleman und wenn eine z.B zu wild mit ihm runwetzen will, geht er einfach weg. Rüden die er nervig findet werden hingegen gemaßregelt.

    An und für sich ist es hier aber sehr harmonisch zwischen den Zwergen, sie spielen auch immer wieder mal mittlerweile auf sehr vertraute Art, liegen ab und an mal aneinandergekuschelt da und leben nett und fluffig nebeneinanderher.

    Nicht zutrauen würde ich mir prinzipiell:

    - Herdenschutzhunde, zB Kangal

    - Hunde mit sehr stark ausgeprägtem Wach- und Schutztrieb, zB Malinois, Akita (natürlich gibt es da je nach Indivduum Ausnahmen - ich hab mittlerweile auch schon von Malis mitbekommen, die Menschen ggü echte Lämmer sind)

    - Jagdgebrauchshunde der weniger gemäßigten Art, zB Deutscher Jagdterrier

    - ein paar der sehr ursprünglichen Rassen wie zB Wolfshunde aller Art


    Allerdings werden hier immer nur Second Hand Hunde einziehen, darum würde ich das bei der Auswahl weniger nach Rasse festmachen, sondern eher sagen, nicht zutrauen würde ich mir:

    - Hund mit ernsthaftem Aggressionsverhalten ggü Menschen

    - Hund, der mit Beschädigungsabsicht auf Artgenossen los will

    - Hund mit extremen Wach- oder Schutztrieb

    Also mein erster Rat wäre den Hund nochmals gründlichst in einer spezialisierten Klinik durchchecken zu lassen! Ich denke, das teils schwierige Verhalten könnte hier sehr wohl ein Indikator dafür sein, dass der Hund noch Schmerzen hat. Zudem muss ja auch abgeklärt werden, welche Beschäftigungsmöglichkeiten für einen körperlich mitgenommenen Hund überhaupt in Ordnung gehen.


    Ansonsten würde ich den Fokus echt vor allem auf einen im Alltag ruhigen und entspannten Hund legen, denn für mich liest sich das auch nach einem Hund unter Dauerstrom, der oft missverstanden wird...allein die Sache mit dem Hüten...welcher Labrador kann schon an Schafen arbeiten? Das ist ja Nonsens.

    Ehrlich gesagt liest sich das für mich einfach nach einem aktiven jungen Hund, der teils noch Probleme mit Impulskontrolle und Frustrationstoleranz hat und sehr schnell auf einem hohen Erregungslevel ist.

    Einige Teile deines Beitrags verstehe ich leider auch nicht - ist unter Kampftrieb das Jagdverhalten zu verstehen? Und wie kommst du auf eine geistige Hochbegabung?

    Hundesport ist für die meisten Hunde eine Bereicherung. Zudem lernt man dabei auch als Halter ganz viel über seinen Hund! Die Teamarbeit schweißt zusammen und meist wirkt sich die Arbeit auch positiv auf das alltägliche Zusammenleben mit Hund aus. Aber dir sollte dabei schoon bewusst sein, dass ihr - egal ob bei Dummy, Mantrailing oder sonstwas - als blutige Beginner startet, und dass du einen sehr jungen Hund mit derzeit noch begrenzter Konzentrations- und Aufmerksamkeitsspanne ist. Also: das Ganze locker und kleinschrittig angehen, auf sauberen Aufbau achten. Wenn ihr einen kompetenten Verein/Trainer findet, wäre das schon mal super.

    Malis sieht man hier zum Glück noch nicht andauernd, aber doch deutlich öfter als früher. Meist Junghunde im Alter zwischen 6 Monaten bis 1,5 Jahren. Ich hoffe ja sehr, dass die Rasse nicht noch beliebter wird hier.


    Ansonsten fallen mir irgendwie zwei entgeengesetzte Trends auf: Auf der einen Seite immer noch Rassen, die als irgendwie exklusiv, besonders, schick gelten - zB Aussies, Ridgebacks und Co.

    Auf der anderen Seite scheint es so eine Art "Back to Basics"-Trend zu geben, jedenfalls fallen mir immer mehr Hunde wie zB Dackel, Pudel und Spitz auf.

    Für Agility und Obedience gibt es - v.a. wenn man noch nicht selber Erfahrung in der Hundeausbildung mitbringt und nicht "Profisportler" sein möchte - aber noch zig andere passende Rassen.

    Wen dich das Wesen von Hütehunden anspricht, wären zB der Langhaarcollie und der Kurzhaarcollie Alternativen - im Geensatz zum Border sind diese beiden Rassen leichter zu händeln und "alltagstauglicher".