Beiträge von physioclaudi

    Pudel erinnern mich immer an die verrückzen, nervigen Jacob-Sisters, Zirkusse, alte Omas/matronenhafte alte Tanten etc.

    Dann kennst du aber nicht viele in Live. Weil das sie bei alten Tanten wohnen ist tatsächlich nie Zuchtziel gewesen.

    Lockenoptik holt mich auch nicht so ab, aber mein erster Hund war ein Pudelmix, geschenkt bekommen damals im Stall, wo ich mit meiner Stute stand, ja es war auch Labbi drin, aber doch eher aus versehen. War halt schlicht nen Mischling und der sah aus wie ein Pudel. Ich hab es nie bereut. Der tollste Hund ever, wenn man noch Kinder hat, den Hund auf Ausritte mitnimmt, ich hatte ihn mit, wenn ich in Ställen war und Pferde behandelt habe, er war dermaßen unkompliziert, ein wahrer Traum. Und ich hab mir sehr viel eingebildet auf meine erzieherischen Fähigkeiten, die folgende Hündin, BC-Terrier-Mix hat mich eines besseren belehrt.

    Übrigens ein Grund, warum ich einem Labradoodle, oder Goldendoodle gegenüber nicht abgeneigt bin. Weil mein alter Rüde so ein Goldstück war. Aber ich bin da echt nen bisschen bockig, bis zu 3000 Euro für nen Mischling, da bin ich echt raus.

    Es heißt hier oft, Mischlinge nähmen die konträren (und vor allem die problematischen) Seiten beider Elterntiere mit

    Habe ich tatsächlich noch nie so gelesen hier. Normalerweise kommt ein Hinweis dazu, dass das so kommen kann und man auf einen worst case genau so eingestellt sein sollte wie auf einen best case. Das finde ich auch bei gezielten Kreuzungsprojekten richtig und wichtig.

    Genau, so hab ich das hier auch eher immer gelesen. Sei drauf gefasst, dass auch die negativen Eigenschaften durchschlagen können. Viel seltsamer finde ich die Aussage von Züchtern, dass der Schäco jetzt alles positive beider Rassen mit einbringt. Warum sollte das so sein. Finde ich schwurbelig.

    Als Emil zu Chica zog, haben sich beide beim Gassi kennengelernt. Da Chica Fremdhunde eher blöd fand, war sie beim Gassi wie erwartet, ignorant dem Zwerg gegenüber. Wir kamen nachhause und ab Tag 1 hat Chica ihn geliebt. Das war sososo schön. Sie hat mit ihm gespielt, sie ist in ihrem damals schon höheren Alter von ca 12 Jahren nochmal richtig aufgeblüht.

    Lucifer kommt ja aus dem tiefsten Bayern und ich hab ihn damals mitgebracht, als ich von einem Kurs nachhause kam. Das war schwierig. Die Fahrt schon. Er hat mehrfach gekotzt und dann in der Softbox neben mir auf dem Sitz, den Wutzwerg gegeben. Aber Hallo, war der sauer. Irgendwann ist er dann doch eingeschlafen.

    Zuhause waren Chica, Emil und Fiete und ich kam mit dem kleinen Zwonkel da irgendwann um 2 Uhr nachts an. Gassi o.ä. war natürlich nicht, daher hab ich ihnen den Zwerg vorgesetzt. Ich hielt Wache und alle haben geguckt. Chica nicht so, die war schon dement, Fiete hatte recht wenig Interesse und Emil wirkte erst unsicher. Als der Welpe dann aber hinter ihm her ist, hat er sich umgedreht und ihn angebratzt. Ich habs Emil verboten und dann sind wir alle erstmal ins Bett.

    Am nächsten Tag lief es dann schon deutlich besser, aber Luci war halt auch ein kackfrecher Welpe und hat schon gelegentliche Ansagen kassiert von den Rüden. Mal zu recht, mal übertrieben.

    Fazit, Emil ist kein Welpenonkel, so gar nicht. Daher wird hier kein Welpe einziehen, solange Emil noch lebt.

    Mich würde total interessieren wie ausgeprägt eure Shelties im Alltag Hüteverhalten zeigen.

    Vielleicht mögt ihr da ja einmal berichten =)

    Emil kontrolliert gerne, denke schon, dass da auch was hütendes bei ist, das wurde mir hier im Forum jedenfalls so dargelegt anhand eines Videos. Aber ich kann es ihm verbieten. Ist jetzt keine riesen Nummer.

    Ein Hund der in hoher Erregungslage auf den eigenen Hund zugeschossen kommt und dabei sämtliche Kommunikation missachtet. Die Gründe können vielfältig sein: überforderung, antrainierte Erwartungshaltung, Stress machen.

    Mit Glück gehen sie ein paar Meter vorher in die Eisen und überlegen es sich nochmal ob die Idee gut ist.

    Das "in die Eisen gehen" erlebe ich leider selten, da Emil mit 40cm SH halt nicht besonders imposant ist. Meist braucht es ne Ansage von mir, oder Emil, damit die Hunde wieder gehen. Lucifer ist da keine Hilfe, denn er signalisiert "Zu Hülf, wir werden alle sterben", weil ihn Gerenne direkt auf uns zu sehr stark verunsichert.

    Und gerade an Lucifer kann auch der körpersprachlich Unbegabteste (also mein Mann und gelegentlich auch ich) sehen, in welcher Absicht der Fremdhund kommt. Hunde, die freundlich auf uns zu kommen sind bei Lucifer immer willkommen, sobald eine, evtl nur im Ansatz unhöfliche Komponente dazu kommt, wendet Luci den Blick ab, geht hinter mich, man sieht, dass ihm das unbehaglich ist. Finde ich sehr spannend. Ich hab schon öfter erlebt, dass ein Hund erstmal offensichtlich unhöflich, steifbeinig, oder eben dynamisch rennend auf uns zu kommt, Lucifer s.o. und der Fremdhund sich daraufhin entspannt, weil er halt wahrnimmt, dass Lucifer kleine Brötchen backt und keinen Ärger will. Und dann findet sogar noch ne nette Interaktion statt. Diese reinballernde Hunde sind ja oft genug selber überfordert und ihre Besitzer erkennen gar nicht, dass jeder näher kommende Hund erstmal gestresst abgecheckt wird.