Beiträge von Estandia

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    Habt ihr irgendwelche Ideen was ich machen kann? Ging es wem ähnlich? Das ist wirklich ein bedrückendes Gefühl für mich und ich würde es gerne loswerden...

    Ich kenn das nur zu genau :D Ich müsste mit meinem Hund gar nichts machen, wir sind ohne Probleme durch die HuSchu gerutscht, durch den Hundeführerschein, Bokey ist echt einfach und fordert nichts ein.

    Wir haben einiges ausprobiert. Obi nicht MEIN Ding. Agi nicht SEIN Ding. Longieren war toll! Mach ich demnächst unter Anleitung weiter. Ganz großartig ist Dummytraining. Auch wenn Bokey kein Retriver ist, macht er da gut mit. Das ist wesentlich mehr als Werfen und holen lassen. Da kann man schon ein paar Jahre investieren - also wir trainieren halt nur 2 - 3 mal im Monat, da dauert das eben :hust: Und aus dem Dummytraining heraus lässt sich natürlich viel über Apport lehren. Spielzeuge unterscheiden, Schuhe bringen, etc. pp. Auch sehr geil, FÄHRTEN. Professionell der Hammer, wir legen zur Zeit noch Spaßfährten und der Hund lacht mich danach immer an - das ist schon toll :D

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    Wir haben einen Nachmittag bei der Züchterin verbracht und für uns stand fest, das ist unser Hund.


    Ohne euch auf den Schlips treten zu wollen, auch unter guten Züchtern gibt es auch noch die besseren :D Schaut euch (wie du ja unten schreibst) wirklich mehrere Züchter an. Frag hier ruhig im Forum nach, was andere (Aussiehalter) von jenen halten.

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    Die Züchterin hatte 3 Hündinnen und einen Rüden. Ein kurzes Bellen als wir ankamen (keine 30 Sek.) wir haben die Hunde anfangs ignoriert und nach und nach kam einer nach dem anderen um sich seine Streicheleinheiten abzuholen. Also vollkommen relaxte Hunde.

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    Wir haben weitere Züchter mit Australian Shepards und Minis besucht aber auch dort fiel uns in keinerweise ein Verhalten auf, wie von den Damen geschildert.

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    Wir sind aber trotzdem verunsichert, denn ein Hund der ein Kind/Erwachsenen beißt, dass sich normal verhält ist ein absolutes "no go".


    Das Leben eines Züchters ist meist nicht mit dem Leben eines Otto-Normal-Hundehalters zu vergleichen. Die Hunde leben dort in einer Gruppe zusammen, kennen sich und ihre Menschen sehr gut, müssen viel Vertrauen zur Züchterin haben, die sich ja auch um die Welpen kümmern will und muss. Bei der Züchterin ist es evtl. erwünscht, dass die Hunde "melden", in der Stadt in einer Mietwohnung hat man schnell Ärger wenn der Hund bellt.
    Durch den Schutztrieb melden Aussies nunmal alles Fremde. Auch dass sie nicht jeden Menschen toll finden liegt in der Natur der Sache. Der genetische Rahmen legt einen Wert fest, in dem man einen Aussie sozialisieren kann, aber man muss auch hinnehmen, dass dieser Rahmen nicht gesprengt werden kann.

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    Es sind liebe und lustige Kerlchen, die auch super mit der 4-jährigen Enkelin der Besitzerin zurechtkommen.


    Das ist kein Garant, dass "euer" Welpe auch mit euren Enkeln zurechtkommt. Hunde und Kinder könnnen ein tolles Team sein, aber nur weil die Eltern kinderlieb waren, darf man die Erziehung in der Hinsicht beim Welpen nicht vernachlässigen.


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    Aber einen nicht unerheblichen Aufwand in puncto Fellpflege erfordern (ca. 15 - 30 Min. tgl.). Da dieser Teil in meinen Aufgabenbereich fällt und ich keine Luste habe - sorry "irgendwelche Kotköttel" aus dem Fell zu pulen :-( und mein Herz eigentlich für den Aussie schlägt.


    Ich denk ihr seid nicht mehr berufstätig und habt Zeit :???: :D Fellpflege, überhaupt PFLEGE eine Hundes, schweisst zusammen, verstärkt die Bindung, schafft Vertrauen - wenn es denn beiderseitig gewollt ist. Wie willst du denn Zecken entfernen, nach Flöhen schauen, Schuppen untersuchen, einen Hotspot entdecken und nen Gnubbel unter der Haut ertasten wenn Fellpflege schon "nicht sein muss"? Übrigens ist der Aussie ein kerniger Naturbursche, der sühlt sich genauso mal im Dreck (<-- Definition offen) :D


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    Gibt es keinen Aussie der gut mit Kindern zurechtkommt, nicht hyperaktiv ist und keine Radfahrer/Jogger anfällt


    Es gibt hier im Forum viele Beiträge über Aussies. Viele davon sind umwerfend ehrlich. Informiert euch vorher gut, der Aussie kann ein einfacher und leichtführiger Hund sein, der ABER nunmal von Verwendungswegen einige Eigenschaften mitbringt, die nicht immer zu 100% in unsere jetzige Gesellschaft passen, gerade wenn der Aussie als einfacher Begleithund gehalten wird. Vieles ist eine Frage der Erziehung, also informiert euch auch ausgiebig über moderne, artgerechte und gewaltfreie Trainingsmethoden. Auch das macht viel aus.

    Und nachdem jetzt etliche Horrorszanerien und Argumente für HB und Leine dargelegt wurden, werdet ihr "Nackich-Laufen-Lasser" euch jetzt endlich mal ändern und oben genanntes ab sofort IMMER bei euch führen (vielleicht sogar AM Hund)? War es denn Sinn dieses Threads? Oder sollten nur die "entlarvt" werden, die sich so schändlich benehmen? Hat euch, liebe "N-L-L", dieser Thread die Augen geöffnet?

    Mir schon :D Ich habe mein Lebtag noch nie darüber nachgedacht, ob ich COOL sein könnte, wenn der Hund ohne HB läuft. Jetzt weiß ich, ich bin es und kann mir endlich was drauf einbilden. Aber eigentlich hab ich auch besseres zu tun, als darüber nachzudenken, was die Menschen, die mir auf den HB-losen Runden nicht begegnen von mir halten mögen. Ich weiß was ich mir leisten kann und das erlaube ich mir auch. Das Risiko gehe ich selber ein. Ich bin kein "waswärewenn/hättesolltekönnte"-Typ, sorry, ich kann euch verstehen, absolut - jeder soll wie er kann und mag - aber ich mag eben anders :smile:

    Macht ihr eigentlich einen Unterschied zwischen wenig und viel befahrener Strasse, wenn ja warum? Der Hund sollte doch niemals auf die Strasse laufen - egal ob da nun selten oder oft Autos fahren, oder? Aufmerksam sollte ich doch immer sein oder gebt ihr in dörflichen Gegenden weniger Acht?

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    Mal anders gefragt: Wer hat denn einen Hundeführerschein (kein Sachkundenachweis!) und was macht ihr damit? :-)

    rumzeigen :D

    nein, natürlich nicht :hust: FÜR MICH ist es ein Nachweis, dass ich bestimmte Dinge meinem Hund gelehrt habe und diese von fachlicher Stelle überprüft und abgenommen wurden (und einen Sachkundenachweis muss ICH ja auch im Rahmen der Prüfung ablegen). In Hamburg (oder Hannover?) hab ich somit keinen Leinenzwang mehr - und ich fahre viel mit dem Hund umher :D Ansonsten war das Training und die Prüfung und die Zeit in der HuSchu eine sehr wertvolle Erfahrung und hat eben "Lust auf mehr" gemacht.

    Ich verfüttere alles an Knochen, was der (BARF)-Handel so hergibt :D
    Hühnerhälse gibt es bei uns regelmäßig, die Knochen da drin sind relativ dünn, es knackt dreimal und schon ist das Zeug im Hundebauch. Noch weichere Knochen findet man bei jungen Tieren, Lämmern oder Kälbern. Splittern tun Knochen wenn sie gekocht wurden, da sie durch den Vorgang alles Wasser verlieren und eben austrocknen, hart und spröde werden.
    Was ich auch gern gebe, sind Sandknochen, hier bei uns ist das eine geviertelte Kniescheibe vom Rind. Die sind richtig hart, die frisst der Hund auch selten auf, da sie unheimlich anstrengend zu bearbeiten sind. Hundi sitzt da schonmal 1, 2 Stunden dran und nagt und nagt...
    Die Schlundröhre vom Rund ist z.B. reiner Knorpel, wenn man das bisschen Fleisch abtrennt kann man die "Röhre" so auseinanderziehen und leicht zerteilen.

    Es gibt aber auch Hunde, die können und wollen mit (kompletten) Knochen nix am Hut haben. Da gibts auch gewolfte Alternativen. Aber da geht halt der Kauspaß verloren.