zum Thema abgeben...
mein Ersthund ist nicht der einfachste und mir haben wirklich schon Leute gesagt: ICH hätte den abgegeben.
Daran gedacht habe ich nie! Auch wenn ich so manches Mal dachte, dass es besser gewesen wäre, ich hätte damals seine kleine freundliche Schwester genommen und nicht dieses ignorante Mistvieh
Dieser Hund hat mich 2 Stunden lang auf der Theresienwiese in München stehen lassen, ich hab Nächte durchgeheult, bin fast verzweifelt, weil ich mich als Totalversager gefühlt hab. Aber im Leben hätte ich diesen Hund nicht abgegeben, auch wenn mir viele Leute gesagt haben, dass er nicht zu mir passt und anderswo ganz anders drauf wäre (nicht "besser aufgehoben", nur eben nicht so verhaltensauffällig). Der Hund wird hier nicht gequält, aber ich musste lernen, ihn zu verstehen und teilweise zu akzeptieren, wie er nun mal ist.
Daher ist es für mich ganz persönlich einfach unvorstellbar, einen Hund abzugeben, nur weil er im Hundesport nicht "taugt". Ich finde, dass man das eine nicht mit dem anderen vergleichen kann. Wenn mein Hund mich im Alltag tyrannisiert und mich einschränkt bis zum Gehtnichtmehr, ist das was anderes, als wenn ich mit dem halt eben NICHT auf die DM komme... Und mein Hund schränkt mich tatsächlich ein, ja. Ich bin seinetwegen sogar aus der Stadt rausgezogen, aber es war das beste, was mir passieren konnte. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich weitergelebt hätte, hätte ich ihn abgegeben.
wo ich schon einen Unterschied sehe ist zw. Privatleuten und Züchtern. Letztere halten nicht einfach nur Hunde, sondern die sind darauf angewiesen, dass die Zuchttiere dem entsprechen, was sie sich vorstellen. Wenn sich da ein Hund als zuchtuntauglich herausstellt, ist es besser, er geht an eine Privatperson als dass er in einem immer größer werdenden Rudel untergeht...